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17.08.2026 | 04:00

Energiewende 2.0 mit Triple AAA- hier spielt die Musik nachhaltig! Alibaba, RE Royalties, Alphabet und Amazon?

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Bildquelle: Pixabay

Die Energiewende geht in die nächste Ausbaustufe. Ganz neu definiert sich der evolutionäre Schritt der globalen Dekarbonisierung durch die Verschmelzung von sauberer Energie und Künstlicher Intelligenz. In diesem dynamischen Marktumfeld suchen Investoren verstärkt nach zukunftssicheren Geschäftsmodellen, welche ökologische Nachhaltigkeit mit soliden finanziellen Renditen verknüpfen. Neben dem spezialisierten Cleantech-Finanzierer RE Royalties rücken wegen ihrer historischen Investitionen drei Tech-Giganten in den Fokus des Interesses. Die Google-Mutter Alphabet setzt Maßstäbe, indem sie ihre gigantischen Datenströme vollständig mit rund um die Uhr verfügbarer CO2-freier Energie betreiben will. Auch der Online-Marktplatzführer Amazon untermauert seinen Anspruch als weltweit größter privater Abnehmer von erneuerbaren Energien durch gigantische Wind- und Solarprojekte. Auch E-Commerce-Riese Alibaba investiert massiv in grüne Logistikketten und KI-gestützte Energieeffizienz für seine Rechenzentren. Vier Unternehmen, vier Konzepte – sie beweisen eindrucksvoll, dass technologische Dominanz und ökologische Verantwortung heute Hand in Hand gehen.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: RE ROYALTIES LTD | CA75527Q1081 | TSXV: RE , OTCQX: RROYF , ALPHABET INC.CL C DL-_001 | US02079K1079 , ALPHABET INC.CL.A DL-_001 | US02079K3059 , AMAZON.COM INC. DL-_01 | US0231351067 , ALIBABA GROUP HLDG LTD | KYG017191142

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Inhaltsverzeichnis:


    Alphabet und Amazon – Hyperscaler investieren hunderte von Milliarden

    Wo früher reine Versorger den Ton angaben, spielt die Musik der Nachhaltigkeit heute bei hochkapitalisierten Plattform-Unternehmen. Das Konzept von Alphabet basiert primär auf dem strategischen Ziel, den massiven Strombedarf seiner künstlichen Intelligenzen und Google-Rechenzentren rund um die Uhr vollständig mit CO2-freier Energie (24/7 Carbon-Free Energy) zu decken. Um diese kontinuierliche Grundlast zu sichern, investiert das Unternehmen nicht mehr nur in klassische Wind- und Solaranlagen, sondern kauft im großen Stil spezialisierte Energieunternehmen auf oder setzt gezielt auf fortschrittliche Geothermie sowie Partnerschaften für nukleare Energie. Die neuen finanziellen Dimensionen sind gewaltig: Allein für die Jahre 2025 und 2026 plant Alphabet Investitionen in Höhe von 175 bis 185 Mrd. USD für seine technische Infrastruktur. Hierbei sticht unter anderem die spektakuläre, rund 4,75 Mrd. USD schwere Übernahme des Öko-Energieentwicklers Intersect Power hervor. 55 Analysten auf der Plattform LSEG haben im Schnitt ihren Zielkurs weiter nach oben auf rund 422 USD angepasst. Da erscheint 344 USD gar nicht so teuer. Alphabet ist der drittschwerste Wert auf der globalen Kursliste mit rund 4,2 Bill. USD an Börsenwert.

    Amazon hingegen verfolgt als weltweit größter privater Abnehmer von grünem Strom den Ansatz, durch ein gigantisches Portfolio an Power Purchase Agreements (PPAs) direkt neue Kapazitäten in die globalen Stromnetze zu pressen. Der Fokus liegt hier auf einer beispiellosen Skalierung über mehr als 700 weltweite Großprojekte hinweg, um die Energiebilanz des gesamten Handels- und Cloud-Imperiums der Amazon Web Services (AWS) auszugleichen. Eine aktuelle Marktstudie von BloombergNEF (BNEF) bestätigt Amazon nun bereits das fünfte Jahr in Folge als weltweite Spitzenreiterin beim korporativen Einkauf von Ökostrom. Demnach hat der Konzern mittlerweile Verträge über eine installierte Gesamtkapazität von mehr als 40 Gigawatt an emissionsfreier Energie abgeschlossen. Auch hier halten 54 Analysten den Daumen in den Wind und votieren mit „Buy“ und einem 12-Monats-Kursziel von rund 320 USD. Bei Freitagskursen um 265 USD ergibt sich ein Potenzial von rund 22 %. Zusammen bilden beide Titel ein robustes Fundament für Anleger, die vom unaufhaltsamen Megatrend der digitalisierten Energiewende profitieren möchten.

    RE Royalties – Elegant und fokussiert mit innovativen Ideen

    Von den ganz Großen zu einem kleinen Spezialfinanzierer, der gerade die nächste Wachstumsstufe zündet. Denn mit der Anfang August bekannt gemachten Ausweitung der Zusammenarbeit mit Solaris Energy könnte demnächst eine Royalty-Finanzierung mit einem Volumen von bis zu 67,5 Mio. USD entstehen. Bereits 4,8 Mio. USD sind in 16 Solarprojekte mit zusammen rund 15,24 MW investiert, weitere 13,7 Mio. USD würden in 13 bereits vertraglich gesicherte Projekte mit 48 MWDC fließen. Richtig spannend wird es mit der Entwicklungsstufe dahinter: Solaris verfügt über weitere 83 Projekte mit insgesamt rund 142 MW, welche potenziell nochmals 49 Mio. USD an Royalty-Finanzierungen bereitstellen könnten. Damit würde RE Royalties nicht nur einzelne Solarparks finanzieren, sondern sich frühzeitig einen Fuß in eine wesentlich größere Projektpipeline stellen.

    Das passt exakt zum Geschäftsmodell des Unternehmens, das Kapital bereitstellt und dafür über langfristige umsatzabhängige Vergütungen an den Stromerlösen partizipiert, ohne selbst das klassische Betreiber- und Baurisiko tragen zu müssen. Die Solaris-Royalties sind zunächst über 25 Jahre auf eine vereinbarte Mindestrendite ausgerichtet und laufen anschließend über die verbleibende Lebensdauer der Anlagen weiter – ein bemerkenswert langer Atem für einen Börsenwert von lediglich rund 16 Mio. CAD. Gleichzeitig hat RE Royalties durch die vollständige Rückzahlung eines 2,4 Mio. CAD schweren Revolve-Darlehens zusätzliche Liquidität freigesetzt, während die bestehenden Royalties aus den finanzierten Projekten erhalten bleiben.
    Der strategische Prüfprozess gewinnt vor diesem Hintergrund deutlich an Brisanz, denn wenn eine kleine Gesellschaft plötzlich Zugang zu Finanzierungschancen von insgesamt mehr als 60 Mio. USD erhält, stellt sich zwangsläufig die Frage nach der optimalen Kapitalbasis. Deshalb prüft RE Royalties gemeinsam mit PwC Corporate Finance weiterhin einen möglichen Verkauf, strategische Partnerschaften, Co-Investments sowie neue Eigen- oder Fremdfinanzierungen. Für Anleger ist entscheidend, dass bislang bereits Gespräche mit verschiedenen Interessenten geführt wurden, auch wenn weder eine Transaktion noch deren Zeitpunkt genannt werden kann.

    Eine aktuelle Studie der International Energy Agency unterstreicht den strukturellen Rückenwind: Die weltweiten Investitionen in saubere Energien liegen inzwischen bei deutlich über 2 Bio. USD jährlich und übertreffen damit die Ausgaben für fossile Energien klar – der Kapitalbedarf entlang der gesamten Wertschöpfungskette bleibt entsprechend enorm. RE Royalties sitzt an einer interessanten Schnittstelle, weil gerade kleinere und mittelgroße Projekte häufig Finanzierungslösungen benötigen, die zwischen klassischem Bankkredit und institutionellem Großkapital liegen. Die Solaris-Vereinbarung zeigt zudem, dass sich aus einer ersten Transaktion ein wiederholbares Geschäftsmodell entwickeln kann: Erst 3 Mio. USD, dann 800.000 USD und nun weitere 1 Mio. USD – aus kleinen Schritten entsteht eine potenziell große Finanzierungsschiene. Der Verzicht auf eine kurzfristig hohe Ausschüttung zugunsten zusätzlicher Investitionen könnte sich deshalb als kluger Schachzug erweisen, denn jeder neu erworbene Royalty-Vertrag kann künftig weitere laufende Cashflows erzeugen. Hier könnte tatsächlich mehr unter der Haube stecken, als es die aktuelle Börsenbewertung vermuten lässt.

    COO Peter Leighton erläuterte auf dem 19. International Investment Forum seine Strategie für das laufende Jahr. Hier geht´s zum Video.

    https://youtu.be/5dQvcZkFR7E

    Alibaba – In Fernost ticken die Uhren anders

    Schließlich wenden wir unseren Blick nach Asien. Der chinesische Technologie-Gigant Alibaba beweist eindrucksvoll, dass er im globalen Tech-Rennen eigene, tiefgreifende Spielregeln etabliert und Nachhaltigkeit fest in seiner Wachstums-DNA verankert. Im Bereich der alternativen Finanzierung setzt das Unternehmen Maßstäbe und verknüpft seine Kapitalmarktaktivitäten strategisch mit strengen ESG-Kriterien, um grüne Projekte im Rekordtempo voranzutreiben. Die Konzernstruktur treibt diese Philosophie direkt in das Herz seiner federführenden Cloud-Sparte, die als zertifizierter Hyperscaler gigantische Summen in die KI-Infrastruktur pumpt. Allein für die kommenden drei Jahre hat Alibaba umgerechnet rund 45 Mrd. EUR mobilisiert, um den Aufbau modularer, hocheffizienter KI-Rechenzentren weltweit mehr als zu verdoppeln. Um den horrenden Energiehunger der neuen Sprachmodell-Generation „Qwen“ abzufedern, forciert der Konzern parallel eine radikale Energiewende an seinen Standorten. Mit einer klugen Kombination aus hauseigener Flüssigkühlung und einem rasant steigenden Ökostrom-Anteil visiert das Management bis 2030 eine vollständig klimaneutrale Cloud-Infrastruktur an. Durch diesen ganzheitlichen Ansatz beweist der fernöstliche Champion, dass datengetriebene Höchstleistung und ökologische Verantwortung operativ Hand in Hand gehen können. Investoren finden auf LSEG Refinitiv ein historisch niedriges KGV 2027e von 7. Frische Zahlen werden für den 20. August erwartet. Höchst spannend!

    Rückblickend auf den Jahresstart kann die Aktie von RE Royalties mit 54 % ihre Vergleichsgruppe klar ausstechen – hier läuft der Kurs! Im Gleichlauf befinden sich die US-Technologieriesen Amazon und Alphabet mit soliden Renditen zwischen 10 und 14 %. Noch nicht so recht auf die Beine gekommen ist die chinesische Alibaba Group. Quelle: LSEG vom 16.08.2026

    Die Welt investiert Milliarden, um das Thema „KI“ richtig zum Fliegen zu bringen. Allen voran die Tech-Riesen, die ihre üppigen Cashflows fast ausschließlich in dieses Thema lenken. Aber auch in Asien wird stark in IT- und Strom-Infrastruktur investiert. Der Alibaba-Konzern startete als B2B-Einkaufsplattform, heute betreibt der Konzern Zahlungsportale und investiert Unsummen in seine moderne Tech-Umgebung. Bei RE Royalties könnte jetzt der nächste Sprung anstehen, Anleger sollten die Aktie auf der engen Überwachungsliste führen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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