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12.12.2024 | 06:00

F3 Uranium, Palantir und Alphabet: Wie der KI-Boom die Nachfrage nach Kernenergie antreibt und Tech-Giganten profitieren

  • Kernkraft
  • Uran
  • KI
  • Technologie
Bildquelle: pixabay.com

Der steigende Energiebedarf für KI-Anwendungen und Rechenzentren treibt die Nachfrage nach verlässlicher, CO2-armer Grundlastversorgung durch Kernkraft. Damit rücken Explorer wie F3 Uranium in den Fokus der Investoren. Das Unternehmen positioniert sich mit seinem PLN-Projekt und Urangehalten von bis zu 30,9 % U3O8 als wichtiger Rohstofflieferant für diese Entwicklung. Palantir profitiert als KI-Spezialist in mehrfacher Hinsicht von der aktuellen Entwicklung: Zum einen durch neue Verträge im Verteidigungssektor, wie die kürzliche Zusammenarbeit mit Anduril Industries und die Vertragserweiterung mit dem U.S. Special Operations Command. Zum anderen durch den wachsenden Bedarf an stabiler Energieversorgung für seine rechenintensiven Anwendungen. Alphabet investiert massiv in seine KI-Infrastruktur mit geplanten Ausgaben von 50 Mrd. USD. Diese Investitionen in Rechenzentren und Cloud-Computing erfordern eine zuverlässige Stromversorgung, die zunehmend durch Kernkraft bereitgestellt werden soll.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Juliane Zielonka
ISIN: F3 URANIUM CORP | CA30336Y1079 , PALANTIR TECHNOLOGIES INC | US69608A1088 , ALPHABET INC.CL C DL-_001 | US02079K1079

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Inhaltsverzeichnis:


    Karim Nanji, CEO, Marble Financial
    "[...] In Kanada kommen auf jeden Dollar Einkommen 1,75 Dollar Schulden – und das war bereits vor der Pandemie so. [...]" Karim Nanji, CEO, Marble Financial

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    F3 Uranium meldet sensationellen Uranfund in Saskatchewan

    Die USA als weltweit größter Betreiber von Kernkraftwerken verbrauchen jährlich 44,4 Mio. Pfund Uran, produzieren jedoch selbst kaum etwas. Fast die Hälfte der globalen Uranproduktion stammt aus drei ehemaligen Sowjetrepubliken: Kasachstan, Usbekistan und Russland. Die US-Regierung unterstützt aktiv den Ausbau der heimischen Uranproduktion. Auch unter Donald J. Trump wird die Unterstützung weiterlaufen.

    Das kanadische Explorationsunternehmen F3 Uranium ist jetzt in seinem PLN-Projekt auf eine Uranmineralisierung von 30,9 % U3O8 über eine Länge von 7,5 m gestoßen. Einschließlich eines ultrahochgradigen Kernabschnitts von 50,1 % U3O8 über 4,5 m. Diese Entdeckung ist besonders wertvoll, da die USA ihre Strategie der Importe ändern und hin zu lokaler Versorgung möchte.

    Das Projekt von F3 Uranium liegt in unmittelbarer Nähe zu den weltbekannten Uranlagerstätten Triple R von Fission Uranium und Arrow von NexGen Energy. Mit einer Tiefe von lediglich 190 m unter der Oberfläche gilt die Entdeckung als besonders vielversprechend für einen kostengünstigen Abbau. Die Region entwickelt sich damit zu einem der bedeutendsten neuen Uranabbaugebiete Nordamerikas.

    Morgan Stanley stuft Uran als Top-Investment für die kommenden zwölf Monate ein. Auch das US-Energieministerium reagiert mit einem aggressiven Ausbauprogramm für Kernkraftwerke, das jährlich 13 GW neue Kapazität vorsieht – mehr, als China plant. Diese „nukleare Renaissance“ wird vor allem durch das globale Streben nach Dekarbonisierung und die Anerkennung der Kernkraft als „grüne“ Energiequelle im Kampf gegen den Klimawandel getrieben. Beste Aussichten also für den Explorer F3 Uranium und seine Investoren.

    Palantirs Nasdaq-Wechsel könnte Index-Aufnahme bringen – Entscheidung steht kurz bevor

    Der US-Technologiekonzern Palantir verstärkt seine Position im Verteidigungssektor durch neue strategische Partnerschaften. Anfang Dezember hat das Unternehmen eine Zusammenarbeit mit dem Verteidigungstechnologie-Anbieter Anduril Industries verkündet, zur Verbesserung der KI-Schulung für Verteidigungsanwendungen. Kurz darauf folgte die Ausweitung des Vertrags mit dem U.S. Special Operations Command im Wert von 36,8 Mio. USD.

    Mit der zunehmenden Bedeutung von KI-Anwendungen und dem damit verbundenen steigenden Energiebedarf profitiert Palantir indirekt von der Renaissance der Kernenergie und steigenden Uran-Nachfrage, da diese eine stabile Grundlastversorgung für energieintensive Rechenzentren gewährleistet.

    Der kürzlich vollzogene Wechsel von der New Yorker Börse zum Nasdaq Global Select Market eröffnet Palantir neue Perspektiven. Diese strategische Entscheidung macht die Aktie für eine mögliche Aufnahme in den Nasdaq 100 qualifiziert, was zusätzliches Interesse von Indexfonds generieren könnte. Die Ankündigung über die Aufnahme wird für diese Woche erwartet.

    Kritische Stimmen von Jefferies und Argus äußern jedoch Bedenken hinsichtlich der Bewertung. Mit einem KGV von über 161 erscheint die Aktie im Vergleich zu Wettbewerbern überbewertet. Laut Jefferies müsste Palantir vier Jahre in Folge ein Wachstum von 40 % erzielen, um den aktuellen Aktienkurs zu rechtfertigen – ein Szenario, das als unwahrscheinlich eingestuft wird.

    Alphabet setzt bei Zukunftsinvestitionen vor allem auf KI-gestützte Suche

    Die Google-Muttergesellschaft Alphabet konzentriert ihre größten Investitionen auf die Weiterentwicklung ihrer Kernkompetenz: die Online-Suche mithilfe Künstlicher Intelligenz. Dies erklärte Alphabets Präsidentin und Chief Investment Officer Ruth Porat auf der Reuters NEXT Konferenz in New York. Für den Technologiekonzern, der jährlich mehr als 300 Mrd. USD Umsatz hauptsächlich durch suchanzeigenbezogene Werbung erwirtschaftet, stelle dies die wichtigste strategische Weichenstellung dar.

    Als Reaktion auf den Wettbewerb durch OpenAI mit ChatGPT hat Google bereits KI-generierte Übersichten für Suchanfragen eingeführt, die keine eindeutige Antwort haben. Dabei muss das Unternehmen sorgfältig mit der Herausforderung umgehen, dass KI-Systeme manchmal Fehlinformationen, sogenannte „Halluzinationen“, erzeugen können. Neben der Suchfunktion sieht Porat auch in Google Cloud einen weiteren wichtigen Investitionsschwerpunkt.

    Die Technologieexpertin betonte zudem das Potenzial von KI im Gesundheitswesen. Als Beispiel nannte sie „AlphaFold“, ein KI-System zur Vorhersage von Proteinfaltungen, das über die Tochterfirma Isomorphic Labs für die Medikamentenentwicklung eingesetzt wird. Die Technologie könne auch dabei helfen, das Augenlicht gefährdeter Patienten zu schützen und Mediziner von Bildschirmarbeit zu entlasten.

    Für das Jahr 2025 plant Alphabet Investitionen in Höhe von 50 Mrd. USD für Chips, Rechenzentren und andere Infrastruktur. Porat bezeichnete KI als „generationelle Chance“, betonte jedoch gleichzeitig die Notwendigkeit, diese Investitionen durch entsprechende Erträge zu rechtfertigen.


    F3 Uranium positioniert sich durch seine hochgradigen Uranfunde im PLN-Projekt strategisch hervorragend für die wachsende Nachfrage nach Kernbrennstoff. Das Unternehmen profitiert dabei von der idealen Lage seiner Projekte im Athabasca-Becken, der Nähe zu bestehender Infrastruktur und einem erfahrenen Management-Team mit nachgewiesener Erfolgsbilanz bei Uranentdeckungen. Mit einer Uranmineralisierung von 30,9 % U3O8 über eine Länge von 7,5 m im aktuellen Projekt ist F3 Uranium gut aufgestellt, um von der steigenden Nachfrage nach Uran zu profitieren. Palantir expandiert strategisch in neue Märkte und verstärkt seine Position im Verteidigungssektor. Trotz vielversprechender Technologie und Wachstumspotenzial bleibt die hohe Bewertung ein Risikofaktor für Investoren. Alphabet setzt konsequent auf die Integration von KI in seine Kernprodukte, insbesondere die Google-Suche. Mit geplanten Investitionen von 50 Mrd. USD in Infrastruktur und KI-Entwicklung demonstriert das Unternehmen seine Entschlossenheit, seine Marktführerschaft zu behaupten. Die Diversifizierung in Bereiche wie Gesundheitswesen und Cloud-Computing, gekoppelt mit dem stabilen Werbegeschäft, bietet eine solide Grundlage für nachhaltiges Wachstum.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Juliane Zielonka

    Die gebürtige Bielefelderin studierte Germanistik, Anglistik und Psychologie. Das aufkommende Internet in den frühen 90ern führte sie von der Uni zu Ausbildungen in Grafik-Design und Marketingkommunikation. Nach Jahren der Agenturarbeit im Corporate Branding wechselte sie ins Publishing und lernte ihr redaktionelles Handwerk bei der Hubert Burda Media.

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