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01.06.2022 | 05:55

Geldregen für BioNTech Aktionäre: Was machen Nordex und Meta Materials?

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Bildquelle: pixabay.com

Aktionäre von BioNTech erwartet ein Geldregen. Auf der heute stattfindenden Hauptversammlung soll eine Dividende in Höhe von 2 EUR je Aktie beschlossen werden. Außerdem steht ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 1,5 Mrd. USD auf der Tagesordnung. Zudem haben sich die Analysten von Goldman Sachs positiv zum deutschen Biotech-Champion geäußert. Von einer Dividende sind Aktionäre von Meta Meterials noch ein gutes Stück entfernt. Doch der Hotstock hat spannende Details zum Kampf gegen Schlaganfälle bekannt gegeben. Bei Nordex beherrschen dagegen Lieferkettenprobleme, Werksschließung und Cyber-Attacke die Schlagzeilen. Doch Analysten sehen Licht am Ende des Tunnels – zu recht?

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026 , Meta Materials Inc. | US59134N1046 , DAMPSKIBSS. NORDEN DK 1 | DK0060083210

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Inhaltsverzeichnis:


    Meta Materials: Schlaganfälle früh erkennen und Leben retten

    Nach Angaben der Weltschlaganfallorganisation ist der Schlaganfall die zweithäufigste Todesursache in der Welt. Die weltweiten Kosten werden auf über 721 Mrd. USD geschätzt und betreffen mehr als 100 Mio. Menschen pro Jahr. Meta Materials Inc. will zur Früherkennung beitragen, Leben retten und einen riesigen Markt erschließen. Dafür arbeitet der Entwickler von Hochleistungs-Funktionsmaterialien und Nanokomponenten an einem tragbaren und kostengünstigen Radiowellen-Bildgebungsscanner. Er soll in Krankenwagen zur Früherkennung von Schlaganfällen oder am Krankenbett zur Überwachung der Schlaganfallentwicklung und -erholung eingesetzt werden. Im Rahmen einer Fachkonferenz hat das Unternehmen einen Überblick über den aktuellen Stand gegeben. "Die Anwendung von Metamaterialien in der medizinischen Bildgebung hat das Potenzial für eine rasche klinische Akzeptanz, da sie eine höhere Bildauflösung und schnellere Scans ermöglicht, ohne dass ionisierende Strahlung verwendet wird. Unsere Technologie führt zur Entwicklung verbesserter Diagnoseinstrumente", sagte George Palikaras, Präsident und CEO. "META hat die Wirksamkeit der Metamaterialtechnologie sowohl in der Bildgebung als auch in der Sensorik nachgewiesen und veröffentlicht. Ich bin persönlich sehr gespannt darauf, wie diese Technologie das Leben der Menschen verändern wird."

    Der Ansatz von Meta wurde in einer Reihe von Fach-Artikeln vorgestellt und vor kurzem als US-Patent gesichert. Das im US-Patent beschriebene Radiowellentomographiesystem deckt ein breites Spektrum potenzieller Anwendungen ab, darunter die Bildgebung der Brust bei Krebs, die Bildgebung des Gehirns bei Gerinnseln, Blutungen und anderen Anomalien sowie die Diagnose von inneren Blutungen und/oder Knochenbrüchen nach einem Trauma. Derzeit wird das System in der neuen europäischen F&E- und Vertriebszentrale von Meta in Athen weiterentwickelt. "Eine rechtzeitige Differenzialdiagnose des Schlaganfalls ist von entscheidender Bedeutung, da das Zeitfenster für eine Behandlung zur Abmilderung bleibender Schäden kurz ist", so Dr. Kosmas. "Mit unserem geplanten, tragbaren System könnten Medikamente zur Behandlung eines ischämischen Schlaganfalls durch Auflösung von Blutgerinnseln verabreicht werden, während der Patient noch im Krankenwagen liegt, und im Falle eines hämorrhagischen Schlaganfalls könnten die Vorbereitungen für einen chirurgischen Eingriff beginnen, bevor der Patient im Krankenhaus eintrifft, was in einer Situation, in der es um Leben und Tod geht, kritische Zeit spart, oder was medizinische Fachleute die goldene Stunde nennen." Das Unternehmen ist mit seiner Technologie auch in anderen spannenden Bereichen aktiv. Einen Überblick dazu gab es im Rahmen der Präsentation des Unternehmens auf der virtuellen Investorenkonferenz IIF (zur Aufzeichnung).

    BioNTech: Erst Dividende und dann positive Daten?

    Im Vergleich zu anderen Herstellern von Corona-Impfstoffen wie beispielsweise Moderna oder Novavax hat sich die Aktie von BioNTech im laufenden Jahr gut gehalten. Aus gutem Grund: Die Kasse und die Entwicklungspipeline des deutschen Biotech-Primus sind prall gefüllt. Im laufenden Jahr erwartet BioNTech einen Umsatz von 13 bis 17 Mrd. EUR. Nach den jüngsten Quartalszahlen fand auch Goldman Sachs lobende Worte. Das Unternehmen habe dank seines Corona-Impfstoffes stark abgeschnitten und die Umsätze hätten die Erwartungen erneut übertroffen. Nun dürfte sich der Fokus auf Studiendaten zu dem Kinderimpfstoff von Biontech/Pfizer und zu den verschiedenen Omikron-spezifischen. Inzwischen hat die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA eine vierte Impfung für Personen über 50 Jahren genehmigt. Außerdem hat BioNTech mit dem Partner Pfizer von der FDA die Zulassung für die dritte Impfung bei Fünf- bis Elfjährigen erhalten. Als nächstes werden Studiendaten für die Impfung von Kindern unter fünf Jahren erwartet. In den kommenden Wochen werden auch Daten für sogenannte multi-valente Vakzine erwartet. Diese sollen an die Omikron-Variante und andere Stämme des Virus angepasst sein. Das Timing könnte passen: Innerhalb von zwei Wochen sind die Fallzahlen in den USA um fast 60% gestiegen. Auch in Europa bereitet man sich auf eine Welle im Herbst vor. Gleichzeitig lässt die europäische Zulassung des Impfstoffs von Wettbewerber Valneva weiter auf sich warten.

    Und dank der vollen Kasse kann BioNTech natürlich an weiteren potenziellen Blockbustern forschen. Allein im Bereich Krebsbehandlung befinden sich 16 Produktkandidaten in klinischen Studien, davon fünf bereits in der zweiten Phase. Daten zu Präparaten gegen Infektionskrankheiten wie Malaria oder Tuberkulose sowie im Bereich Onkologie erwartet das Biotech-Unternehmen für das zweite Halbjahr. Fallen diese positiv aus, sollte der Aktienkurs neue Dynamik bekommen. Das Kursziel von Goldman Sachs liegt bei 255 USD. Derzeit notiert die BioNTech-Aktie bei rund 167 USD.

    Nordex: Wenig Grund zur Hoffnung

    Wenig Freude haben Aktionäre von Nordex. Obwohl Windkraft ein wesentlicher Teil der Erneuerbaren Energien ist, ist bei Nordex keine Spur von einem nachhaltig positiven Geschäftsverlauf oder Aktienkursentwicklung. Die Nordex-Aktie notiert derzeit auf dem Niveau von 2003. Dazwischen gab es immer wieder heftige Ausbrüche nach oben und unten. Die jüngste Prognoseanpassung passt ins Bild. Der Hersteller von Windkraftanlagen wird das laufende Jahr voraussichtlich mit einem Verlust abschließen. Aus Sicht von Jefferies sind die neuen Ziele des Produzenten von Windkraftanlagen enttäuschend, auch wenn die Stimmung in der Branche zuletzt bereits unter ähnlich schlechten Nachrichten von Wettbewerbern gelitten habe. Doch dürfte inzwischen die Talsohle erreicht sein und der geopolitische Gegenwind abnehmen. Daher empfehlen Analysten die Nordex-Aktie mit einem Kursziel von 16 EUR zum Kauf. Ob es in Zukunft bei Nordex wirklich besser laufen wird, bleibt abzuwarten. Große Wettbewerber, Lieferkettenprobleme und die Cyber-Attacke geben wenig Anlass zu Hoffnung. Auch die Tatsache, dass Nordex künftig keine Rotorblätter mehr selbst produzieren wird und daher das Werk in Rostock schließen wird, spricht nicht für ein Wachstumsunternehmen. Derzeit notiert die Aktie bei rund 11 EUR.


    Aktienrückkauf, Dividende und positive Studiendaten sollten der BioNTech Aktie neue Dynamik geben. Auch bei Meta Materials scheint etwas Spannendes zu entstehen. Dagegen kämpft Nordex mit zahlreichen Herausforderungen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Dividende – Die Ausschüttung an Aktionäre einer Aktiengesellschaft wird Dividende genannt.
    3. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.
    4. Patent – Der rechtliche Schutz einer technischen Erfindung ist ein Patent.

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