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03.08.2026 | 05:00

Goldbranche bleibt optimistisch: Wie Kinross Gold und Orla Mining die Zukunft sichern und welches Ass Lahontan Gold im Ärmel hat

  • Gold
  • Produktionskosten
  • Nevada
Bildquelle: KI

„Gold. Macht. Gier.“ Unter diesem Titel sendete das ZDF vor einigen Tagen eine spannende Doku rund um das glitzernde Edelmetall. Wer als Investor Renditen mit Edelmetallen sucht, hat oft zuerst Giganten wie Barrick Mining und Co. im Blick. Doch während die Kurse der Großen der Branche auf Neuentdeckungen oft kaum wirklich reagieren, bieten kleinere Unternehmen im Falle positiver Meldungen oft eine ganz andere Dynamik. Agile Explorationsgesellschaften, die dank frischem Kapital, erstklassigen Lagen und überschaubaren Kosten die Verarbeitungsanlagen der Großen auslasten können, versprechen dynamische Kurschancen – das zeigte auch die Doku im ZDF. Wir stellen drei spannende Unternehmen vor und zeigen, wo Investoren Dynamik erwarten dürfen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF , KINROSS GOLD CORP. | CA4969024047 , ORLA MINING (NEW) | CA68634K1066

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Inhaltsverzeichnis:


    Kinross: Rekordgewinne treffen auf Kostendruck

    Bei Kinross Gold läuft die Produktion zwar weiter auf vollen Touren, der operative Alltag fordert jedoch seinen Tribut. Im ersten Quartal 2026 holte der Konzern rund 492.563 Unzen Goldäquivalent aus dem Boden und stützte sich dabei vor allem auf die Minen Paracatu in Brasilien und Tasiast in Mauretanien. Trotz eines operativen Cashflows von 1,14 Mrd. USD spüren die Kanadier die branchenweite Kosteninflation deutlich, was die All-In Sustaining Costs auf 1.732 USD je Unze klettern ließ. Zwar spült der hohe realisierte Goldpreis von 4.873 USD auch weiterhin gutes Geld in die Kassen, doch bleiben die Gesamtkosten der Produktion eine Last. Um den eigenen Aktienkurs zu stützen, setzt Kinross auf Dividenden und Aktienrückkäufe. Gleichzeitig investiert das Management in langwierige Großprojekte wie Great Bear in Ontario, um auch in Zukunft zu den ganz großen Goldproduzenten zu gehören.

    Orla Mining setzt auf teure Übernahmen

    Um sein Image als Produzent mit nur einer Mine abzulegen, hat Orla Mining satt investiert. Für einen Gesamttransaktionswert von bis zu 850 Mio. USD sicherte sich das Unternehmen die historische Untertage-Mine Musselwhite in Ontario von Newmont. Dieser Schritt verdoppelte die Goldproduktion auf über 340.000 bis 360.000 Unzen für das Gesamtjahr 2026, hebt die prognostizierten AISC allerdings auch auf eine Spanne von 1.550 bis 1.750 USD je Unze. Neben der Integration des neuen Projekts treibt das Management die Untertage-Erweiterung beim mexikanischen Projekt Camino Rojo voran. Parallel schluckt die Entwicklung des South-Railroad-Projekts im US-Bundesstaat Nevada erhebliche Mittel, da hier Erstinvestitionen von etwa 395 Mio. USD veranschlagt werden. Zwar weist die Bilanz mit einem Netto-Cash-Polster von 96,0 Mio. USD eine solide Basis auf, doch der operative Margendruck und die Integration der neuen Anlagen erfordern vom Management volle Aufmerksamkeit. Orla Mining krempelt sich um, das ist ein spannender Prozess, der am Markt für Volatilität sorgen dürfte.

    Santa-Fe-Projekt liefert überzeugende Zahlen für Lahontan Gold

    In einer anderen Phase befindet sich Lahontan Gold, das als agiler Projektentwickler und Rohstoffsucher nach schnellen Erfolgen strebt. Im Walker-Lane-Trend in Nevada hält das Unternehmen 100 % an der historischen Santa-Fe-Mine, wo eine aktualisierte Ressourcenschätzung bereits 1,95 Mio. Unzen Goldäquivalent mit einem Gehalt von rund 0,9 g/t nachweist. Laut der vorläufigen wirtschaftlichen Bewertung punktet das Tagebau-Projekt mit extrem niedrigen All-In Sustaining Costs von nur 1.233 USD je Unze und verlangt eine im Vergleich zu anderen Projekten überschaubare Bau-Investition von 135,1 Mio. USD. Unter den Annahmen des Basisszenarios errechnet die vorläufige Bewertungsstudie einen Netto-Cashflow nach Steuern von 107,7 Mio. USD sowie einen Kapitalwert von 56,5 Mio. USD bei einem Diskontsatz von 5 %. Sollte der Spotpreis-Ansatz greifen, würde der Netto-Cashflow nach Steuern sogar auf beeindruckende 288,9 Mio. USD nach oben schnellen, während der Kapitalwert auf 200,0 Mio. USD klettert.

    Der Kurs von Lahontan Gold ist zur Ruhe gekommen.

    Über die Hauptzone hinaus treibt das Management rund um die erfahrene Unternehmerin Kimberly Ann die Exploration auch auf den anderen Arealen des Landpakets voran. Nur 13 km vom Hauptgebiet entfernt lieferten Erstbohrungen an der Oberfläche beim Projekt West Santa Fe bereits vielversprechende Abschnitte wie 37 m mit 3,11 g/t AuEq. Ein im Jahr 2026 gestartetes Diamantkernbohrprogramm über 953 m nimmt tiefere Zielzonen ins Visier, während Kernbohrungen auf historischen Haufenlaugungsflächen mit 9,9 m bei 2,40 g/t Au und 50,7 g/t Ag Potenzial für kurzfristige Monetarisierungsoptionen andeuten. Zusätzlich gehört das Moho-Projekt in Nevada zum Portfolio. Dank einer abgeschlossenen Eigenkapitalfinanzierung über 13,6 Mio. CAD dürfte Lahontan über ausreichend flüssige Mittel im niedrigen zweistelligen Millionenbereich verfügen. Dieses solide Polster sichert die Durchführung aller Umweltbasisstudien, Bohrungen und behördlichen Genehmigungsverfahren bis weit ins Jahr 2027 hinein.

    Lahontan: Katalysatoren und Perspektiven

    Noch 2026 könnte Lahontan Gold die finale Baugenehmigung für sein Flaggschiff-Projekt Santa Fe vom Bureau of Land Management erhalten und anschließend mit dem Bau beginnen. Tritt dieses Szenario ein, dürfte das Unternehmen, das aktuell am Markt mit rund 150 Mio. CAD bewertet ist, weitere Aufmerksamkeit bekommen. Mit den erwarteten Gesamtkosten (AISC) von 1.233 USD je Unze ist Lahontan im Vergleich zu vielen Branchenriesen besser aufgestellt. Dieser Kostenvorteil ist für das junge Unternehmen ein Ass im Ärmel. Zieht Gold wieder stärker an, sollten Anleger die Aktie von Lahontan im Hinterkopf haben.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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