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05.09.2019 | 07:49

HAEMATO AG – bringen Cannabis Produkte nachhaltigen Umsatz?

  • Cannabis
Bildquelle: pixabay.com

Die HAEMATO AG aus Schönefeld bei Berlin ist ein börsennotiertes Speciality Pharma-Unternehmen. Die Geschäftsaktivitäten konzentrieren sich auf Wachstumsmärkte patentfreier und patentgeschützter Arzneimittel. Schwerpunkte bilden die Therapiebereiche Onkologie, HIV/AIDS, Neurologie, Herz-Kreislauf- und andere chronische Erkrankungen. Einen weiteren Bereich bildet der margenstarke Markt der Privatzahler. Hier setzt die HAEMATO AG mit ihrem Angebot von Hyaluronsäure und Botulinumtoxin ihren Fokus auf den Markt der schnell wachsenden ästhetischen Medizin.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Mario Hose
ISIN: DE0006190705

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Inhaltsverzeichnis:


    Philip Schetter, CEO, Cantourage Group SE
    "[...] Wir sind Arzneimittelhersteller und -händler und decken damit einen - insbesondere in der Cannabis-Industrie - sehr wichtigen Schritt in der Wertschöpfungskette ab. [...]" Philip Schetter, CEO, Cantourage Group SE

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    Wachstumsmarkt zunehmende Lebenserwartung

    Der Bedarf an preiswerten Medikamenten, die in höchster Qualität geliefert werden und jederzeit dem Anspruch an eine zuverlässige und umfassende medizinische Versorgung gerecht werden, wird mit zunehmender Lebenserwartung der Bevölkerung in den kommenden Jahren weiter steigen.

    Mit dem Produktportfolio von patentfreien und patentgeschützten Medikamenten wird die Optimierung einer effizienten Arzneimittelversorgung und dadurch die Kostensenkung für Krankenkassen und somit auch für Patienten angestrebt.

    Bereinigung des Produktangebotes

    Die Entwicklung des ersten Halbjahres 2019 war bei der HAEMATO AG von mehreren Belastungsfaktoren geprägt. Einerseits hatte die Gesellschaft im vergangenen Geschäftsjahr eine Reihe von vergleichsweise margenschwachen Produkten aus dem Angebotsportfolio entfernt. Da bislang noch nicht im ausreichenden Maße Nachfolgeprodukte hinzugewonnen wurden, haben sich die Umsätze auf niedrigerem Niveau eingependelt.

    Gemäß Unternehmensangaben werden aber im Laufe des zweiten Halbjahres 2019 neue Produkte in die Pipeline aufgenommen werden, wobei erst gegen Ende 2019 mit positiven Umsatzimpulsen zu rechnen ist.

    Reduzierung der Umsatzerwartung

    Die bisherigen 2019er Umsatzprognosen von GBC Research in Höhe von 233,00 Mio. EUR dürften sich angesichts der noch schwachen Entwicklung im ersten Halbjahr 2019 als etwas zu optimistisch erweisen und daher haben die Analysten diese auf 211,07 Mio. EUR reduziert.

    Analog dazu haben sie auch ihre EBIT-Prognose auf 2,49 Mio. EUR von bisher 5,60 Mio. EUR reduziert. Unterm Strich dürfte die Gesellschaft, insbesondere aufgrund der Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen, erstmals ein negatives Ergebnis ausweisen.

    Umsatzerwartung in Cannabis

    Im kommenden Geschäftsjahr 2020 sowie in 2021 sollte die HAEMATO AG aber vom sukzessiven Wegfall der dargestellten belastenden Umsatzfaktoren sowie darüber hinaus von einem zunehmenden Umsatzbeitrag des Kosmetik- und Cannabis-Bereiches profitieren. Ausgehend vom niedrigen 2019er Umsatzniveau haben die Analysten von GBC zwar ihre Umsatzprognosen reduziert, rechnen jedoch mit einer höheren Umsatzdynamik als bisher.

    Höhere Margen erwartet

    Der Wegfall margenschwächerer Produkte hatte bereits im ersten Halbjahr 2019 eine Verbesserung der Rohertragsmarge nach sich gezogen. Mit zunehmenden Umsätzen sollte diese mit entsprechenden Skaleneffekten einhergehen und eine sukzessive Verbesserung der EBIT-Marge nach sich ziehen. Auch der zunehmende Umsatzbeitrag mit neuen höhermargigen Produkten der ästhetischen Medizin und Cannabis-Produkten sollte sich positiv auf das EBIT auswirken.

    Kursziel runter, Rating bleibt

    Im Rahmen des DCF-Bewertungsmodells nehmen die Experten von GBC auf Basis der damit insgesamt reduzierten Umsatz- und Ergebnisprognosen eine leichte Kurszielreduktion auf 6,00 EUR je Aktie von bisher 6,15 EUR vor. Ausgehend vom aktuellen Aktienkurs vergeben sie weiterhin das Rating KAUFEN.

    Die vollständige Analyse von GBC ist hier erhältlich:
    more-ir.de/d/18905.pdf


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Mario Hose

    In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

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    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.

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    Bei den Cannabis Anlegern gab es lange Zeit wenig Grund zur Freude. Seitdem aber Bloomberg darüber berichtet hat, dass das US Gesundheitsministerium die Drogenbehörde DEA um die Herabstufung von Cannabis von „Schedule 1“ auf „Schedule 3“ gebeten hat, lebt die Hoffnung auf eine baldige Legalisierung wieder auf. Damit würde Cannabis nicht mehr auf einer Stufe mit Heroin oder anderer harter Drogen stehen. Die Demokraten wollen den Unternehmen aus diesem Bereich auch den legalen Zugang zu Bankkonten ermöglichen. In Deutschland hat die Ampel den Plänen von Gesundheitsminister Lauterbach zugestimmt, Cannabis zu legalisieren. Wir sehen uns daher drei Unternehmen an, die auf Cannabis setzen.

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    Nun ist es endlich auch in Deutschland soweit: die Bundesregierung gibt grünes Licht für die private Nutzung von Cannabis. Bereits seit 2017 dürfen Ärzte in Deutschland Cannabis als Therapeutikum verschreiben. Den wachsenden Markt in diesem Segment hat das Team von Cantourage erkannt und setzt auf die medizinische Produktion der Wirkstoffe aus der Hanfpflanze. Entspannung hätte die Führungsetage von Bayer bitter nötig. Analysten der Berenberg Bank haben die Bilanz der Leverkusener auf Herz und Nieren geprüft und einige Dinge entdeckt, welche die Bayer Aktie nun von "Kaufen" auf "Halten" herunterstuft. Einen Schritt nach vorn geht es erneut für Amazons Cloud-Business. Die hauseigene KI zieht ein in die Dokumentation medizinischer Gesundheitsreports. Was es damit auf sich hat, erfahren Sie hier.

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