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15.12.2025 | 05:10

Canopy Growth, American Atomics, Palantir – Energie und Cannabis mit mächtigem Potential

  • Cannabis
  • Energie
  • KI
Bildquelle: pixabay.com

Der Wochenausklang verhagelte den Börsen aufgrund enttäuschender Zahlen des Softwarekonzerns Oracle eine positive Wochenperformance. Vor allem die hoch geflogenen KI-Aktien mussten deutlich Federn lassen, denn Oracle blieb bei seinen KI-Angeboten unter den Prognosen der Analysten. Dagegen setzten Cannabis-Aktien, einmal mehr getrieben von Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump, zum Höhenflug an.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: CANOPY GROWTH | CA1380351009 , AMERICAN ATOMICS INC | CA0240301089 , PALANTIR TECHNOLOGIES INC | US69608A1088

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Inhaltsverzeichnis:


    Canopy Growth – Trump lässt Cannabis-Sektor explodieren

    Kursexplosion zum Wochenausklang bei den zuletzt ausgebombten Cannabis-Aktien. Mit einem Plus von über 50 % auf 2,40 CAD war das kanadische Unternehmen Canopy Growth, das medizinisches und legales Freizeit-Cannabis sowie veredelte Cannabisprodukte produziert und vertreibt, einer der Hauptprofiteure. Und die Rallye könnte erst loslegen, sollte der Kurs den markanten horizontalen Widerstand bei 2,75 CAD knacken. Dann läge das kurzfristige Anschlusspotenzial bei 3,74 CAD.

    Auslöser für den Kurssprung war ein Bericht der Washington Post, wonach US-Präsident Donald Trump das sogenannte Rescheduling von Cannabis forcieren will. Demnach soll Marihuana von der besonders strengen Kategorie 1 in Kategorie 3 des US-Drogenrechts eingestuft werden, ein Niveau vergleichbar mit verschreibungspflichtigen Schmerzmitteln.

    Trump soll den Plan laut dem Bericht in einem Telefonat aus dem Oval Office mit dem Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, besprochen haben. Per Dekret wolle der Präsident Bundesbehörden anweisen, die Neuklassifizierung voranzutreiben. Für die Cannabis-Industrie wäre das ein Wendepunkt.

    Der entscheidende Hebel für die betroffenen Unternehmen liegt in der Steuerfrage. Bisher dürfen Cannabisfirmen in den USA operative Kosten wie Miete, Personal oder Marketing nicht steuerlich geltend machen. Die Folge sind effektive Steuersätze von teils 50 bis 70 %. Mit einem Rescheduling könnten diese künftig auf 20 bis 30 % fallen, was die Margen massiv anschieben würde.

    American Atomics – Profiteur der KI-Revolution

    Uran rückt zunehmend in den Fokus der Kapitalmärkte. Der weltweite Stromhunger steigt rasant, getrieben durch KI, Rechenzentren und Elektrifizierung. Gleichzeitig erlebt die Kernenergie, außer am Industriestandort Deutschland, ein politisches Comeback. Doch der Flaschenhals liegt nicht bei den Reaktoren, sondern beim Brennstoff, denn Uranförderung, Umwandlung und Anreicherung sind knapp, insbesondere in den USA, die heute nahezu vollständig von Importen abhängig sind. Prognosen zeigen bis 2030 ein strukturelles Angebotsdefizit von bis zu 50 Mio. Pfund Uran pro Jahr.

    Genau hier setzt American Atomics an. Das Unternehmen verfolgt einen integrierten Ansatz entlang der gesamten nuklearen Brennstoffkette, und zwar von der Exploration über die Aufbereitung bis hin zu Technologie-Lösungen für Konversion und Anreicherung. Kern-Asset ist das Big-Indian-Projekt im traditionsreichen Lisbon-Valley-Distrikt in Utah. Dort wurden auf der Westflanke historisch rund 78 Mio. Pfund Triurandioxid (U₃O₈) gefördert, während die geologisch vergleichbare Ostseite bislang kaum erkundet ist. American Atomics hat sich dort eine dominante Landposition gesichert und adressiert damit ein hohes Entdeckungspotenzial.

    Zusätzlich plant das Unternehmen gemeinsam mit Partnern wie CVMR eine zentrale Aufbereitungsanlage und positioniert sich damit in den margenträchtigsten Stufen des Brennstoffzyklus. Ein weiterer Hebel ist die Lizenzierung und Entwicklung früher Brennstofftechnologien vom Labormaßstab(TRL-3) bis zur Pilotphase (TRL-7), wodurch ein starker Wertzuwachs erzielt und gleichzeitig das Kapital an jedem Meilenstein kontrolliert werden kann.

    Für Investoren ist American Atomics durch die strategische Ausrichtung auf die US-Versorgungssicherheit, staatliche Rückendeckung durch DOE-Programme, einen Hebel auf steigende Uranpreise sowie eine schlanke Aktienstruktur gleich mehrfach interessant. In einem Markt mit strukturellem Angebotsmangel bietet das mit 12,24 Mio. CAD ein attraktives Chance-Risiko-Profil.

    Palantir – Megaauftrag in der Korrektur

    KI-Aktien gehörten aufgrund des Oracle-Desasters zu den Hauptverlierern zum Wochenendspurt. Auch das Big Data-Unternehmen Palantir verlor über 2 % auf 183,57 USD. Die Luft bei den drastisch überbewerteten US-Amerikanern, das KGV liegt jenseits der 200, muss raus. Langfristig gehört Palantir aufgrund seiner Marktstellung jedoch weiterhin zu den klaren Favoriten im Megamarkt Künstliche Intelligenz.

    Den Rückschlag aufhalten konnte auch ein Megaauftrag der US-Marine nicht. Konkret soll dort das neue Shipbuilding Operating System „Ship OS“ eingeführt werden, das auf Palantirs Datenplattform Foundry sowie der KI-Plattform AIP basiert. Ziel ist es, strukturelle Probleme im US-Schiffbau zu überwinden, die seit Jahrzehnten durch veraltete IT-Systeme und ineffiziente Arbeitsabläufe bestehen. Für die Einführung von KI in der Industrie stellt die Marine 448 Mio. USD bereit.

    Das System wurde zunächst in Pilotprojekten auf U-Boot-Werften getestet. Beim Großauftragnehmer General Dynamics Electric Boat sank die Planungszeit für U-Boote von rund 160 manuellen Arbeitsstunden auf weniger als zehn Minuten. In einer Marinewerft in Maine verkürzten sich Materialprüfungen von mehreren Wochen auf unter eine Stunde. „Ship OS“ koordiniert dabei Bauteile, Personal und Werftkapazitäten in Echtzeit

    Die Investition fließt zunächst in die U-Boot-Industriebasis, soll aber schrittweise ausgeweitet werden. Laut Palantir kommt „Ship OS“ künftig bei zwei großen Schiffbauern, drei öffentlichen Werften sowie rund 100 Zulieferern zum Einsatz.


    US-Präsident Donald Trump stellte Ende der vergangenen Woche das Rescheduling bei Cannabis in Aussicht, wodurch die Börsenkurse der Cannabisunternehmen explodierten. Palantir erhielt einen Megaauftrag durch die US-Marine. American Atomics bietet durch seine strategische Ausrichtung und des enorm steigenden Energiebedarfs eine attraktive Langfristchance.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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