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22.10.2026 | 05:41

Kohle raus, Kernkraft rein: Wie Cameco, GE Vernova und NU E Power die kanadische Energiewende voranbringen

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  • Energiewende
Bildquelle: Nano Banana KI

Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von NU E Power.

Die kanadische Provinz Saskatchewan richtet ihre Energieversorgung grundlegend neu aus. Ein Regierungsplan, Ende September von Premierminister Scott Moe vorgestellt, sieht vor, bis zum Jahr 2050 mindestens 2.600 Megawatt (MW) Strom aus Kernkraftwerken zu gewinnen. Saskatchewan, historisch stark von Kohle- und Erdgasverstromung abhängig, begründet den Schwenk zur Kernkraft mit Versorgungssicherheit und bezahlbarem Strom. Der Plan umfasst zwei technische Ausbaustufen: Zum einen plant der Provinzversorger SaskPower die Errichtung kleiner modularer Reaktoren (SMR) nahe Estevan am Rafferty Reservoir. Zum anderen sollen im Nordwesten der Provinz große, traditionelle Kernreaktoren mit einer Leistung von über 2.000 MW gebaut werden, der erste könnte 2042 ans Netz gehen. In diesem äußerst dynamischen Marktumfeld positionieren sich etablierte Giganten wie Cameco und GE Vernova, während agile Player wie NU E Power spannende Nischen besetzen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: NU E Power Corp | CA6699882065 , CAMECO CORP. | CA13321L1085 , US36828A1016

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Inhaltsverzeichnis:


    Cameco als lokaler Anker der nuklearen Lieferkette

    Cameco, mit Sitz in Saskatoon in Saskatchewan, ist einer der weltweit größten Uranproduzenten und ein zentraler Akteur für den weltweiten Brennstoffkreislauf. Im zweiten Quartal 2026 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 814 Mio. CAD und profitierte von einem durchschnittlich realisierten Verkaufspreis von 93,13 CAD je Pfund Uran. Seit Juni 2024 prüft Cameco gemeinsam mit SaskPower und Westinghouse, an der Cameco 49 % hält, den möglichen Einsatz großer und kleiner Westinghouse-Reaktoren in der Provinz samt einer Brennstoff-Lieferkette aus Saskatchewan. Das Unternehmen hob seinen Ausblick für das Gesamtjahr 2026 an und erwartet inzwischen einen konsolidierten Umsatz von 3,32 bis 3,57 Mrd. CAD.

    GE Vernova liefert die SMR-Technologie

    GE Vernova gilt in der ganzen Welt als Gigant in den Bereichen Elektrifizierung und Energietechnik. Im zweiten Quartal 2026 verzeichnete der Konzern einen organischen Zuwachs der Auftragseingänge um 88 % auf insgesamt 24,2 Mrd. USD, wodurch der Gesamtauftragsbestand auf 176 Mrd. USD anwuchs. Das Gemeinschaftsunternehmen GE Vernova Hitachi ist der zentrale Technologielieferant für das kanadische SMR-Programm. Der Versorger Ontario Power Generation baut derzeit in Darlington, Ontario, den ersten Small Modular Reactor des Typs BWRX-300 und SaskPower hat sich offiziell für exakt diesen Reaktortyp für Saskatchewan entschieden. Die gleiche Technologie soll Genehmigungs-, Bau- und Betriebskosten senken. Ein erster BWRX-300 in Saskatchewan könnte Mitte der 2030er-Jahre ans Netz gehen; die endgültige Investitionsentscheidung ist für 2029 vorgesehen.

    NU E Power formiert sich für den SMR-Markt

    NU E Power hat sich in Kanada als Entwickler von Solar-, Speicher- und Gaskraftwerken positioniert. In Alberta hält das Unternehmen einen Nettoanteil von 251,75 MWac an der geplanten Kapazität von Solar- und Speicherprojekten in Lethbridge und Hanna; die Projekte befinden sich noch in der Entwicklungsphase. Anfang August 2026 gab NU E Power eine unverbindliche Absichtserklärung (Letter of Intent, LOI) zum Kauf von fast 12 Hektar Land im Raum Regina bekannt. Das Grundstück wurde bislang noch nicht erschlossen und ist noch nicht als Industriefläche ausgewiesen. Der geplante Erwerb hängt von mehreren Bedingungen ab, darunter eine zufriedenstellende Due-Diligence-Prüfung, die Finanzierung sowie die erforderlichen Genehmigungen. Die Exklusivitätsfrist läuft bis Ende Oktober. Zur Unterstützung seiner Strategie im Bereich „Advanced Energy“ und SMR berief NU E Power den ehemaligen kanadischen Industrieminister Hon. Tony Clement mit Wirkung zum 14. Oktober 2026 in seinen Vorstand. Clement ist zudem Vorsitzender des Beirats des SMR-Forums.

    Die Aktie von NU E Power gab nach einem Zwischenhoch im Sommer nach.
    Die Aktie von NU E Power gab nach einem Zwischenhoch im Sommer nach.

    Pionier mit Fokus auf Projektentwicklung

    Operativ steht NU E Power noch am Anfang: Im zweiten Quartal 2026 erzielte das Unternehmen keinen Umsatz; die 611.902 CAD aus dem ersten Quartal stammten aus einer inzwischen rückabgewickelten Tochtergesellschaft. Eine formelle Beteiligung an einem Kernkraft- oder SMR-Projekt besteht aktuell noch nicht. Die Strategie von NU E Power basiert darauf, als früher Projektentwickler im Bereich SMR Fuß zu fassen, wobei das Unternehmen auf die zukünftige Projektakquise durch das Netzwerk des neuen Verwaltungsratsmitglieds Clement setzt. Der Fokus liegt auf der Sicherung geeigneter Grundstücke und der Zusammenarbeit mit Technologieanbietern. Weil NU E Power Projekte entwickeln und anschließend verkaufen will, statt sie selbst zu bauen, kann das Unternehmen früh Positionen besetzen, ohne die hohen Baukosten selbst tragen zu müssen.

    Strategisches Zeitfenster für den Energiemarkt

    Der Aufbau einer Nuklearindustrie in Saskatchewan schafft ein neues Ökosystem für Energieunternehmen. Während Konzerne wie Cameco und GE Vernova für Rohstoffversorgung und Reaktortechnologie stehen, formiert sich das Umfeld für spezialisierte Projektentwickler. NU E Power hat erste personelle und strategische Schritte eingeleitet, um in diesem aufstrebenden Marktsegment eine Rolle zu spielen. Die Aktie von NU E Power ist aufgrund der frühen Entwicklungsphase spekulativ, aber auch spannend. Gelingt es dem Unternehmen, eine Liegenschaft für ein späteres Energieprojekt zu entwickeln, wäre das für NU E Power eine Art Ritterschlag und das Tor zu weiteren Aufträgen.

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    Der Autor

    Nico Popp

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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