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27.10.2026 | 05:35

Uranaktien mit Chancen: Standard Uranium, Energy Fuels und Cameco im Fokus!

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Bildquelle: Gemini

415 Atomkraftwerke in 31 Ländern sind aktuell in Betrieb. 72 weitere befinden sich derzeit im Bau, wie Branchenstudien zeigen. Länder wie China, Indien, Russland oder die Türkei setzen auf die Kernkraft, um ihren Bedarf zu decken. In den USA und Belgien werden zudem alte Reaktoren reaktiviert. Die Nachfrage nach Uran sollte also in den kommenden Jahren und Jahrzehnten weiter steigen. Während sich der Uranpreis am - allerdings wenig aussagekräftigen Spotmarkt - relativ solide hält, fallen die Aktien derzeit wie Steine. Der Global X Uranium ETF erreichte erst vor wenigen Tagen ein neues 52-Wochentief. Dementsprechend bietet sich in dieser Ausverkaufssituation die Gelegenheit für mutige und langfristig orientierte Investoren, Positionen aufzubauen. Wir blicken deshalb heute auf die Aktien von Cameco, Standard Uranium und Energy Fuels.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Tarik Dede
ISIN: Standard Uranium Ltd | CA85422Q8487 , ENERGY FUELS INC. | CA2926717083 , CAMECO CORP. | CA13321L1085

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Inhaltsverzeichnis:


    Der Autor

    Tarik Dede

    Tarik Dede

    Schon als Primaner in Norddeutschland entwickelte sich seine Begeisterung für den Neuen Markt. Small- und Midcaps standen dabei von Beginn an im Mittelpunkt. Der gelernte Bankkaufmann vertiefte sein Wirtschaftswissen später im Volkswirtschaftsstudium und in verschiedenen Stationen der Frankfurter Finanzbranche. Heute ist er seit über 25 Jahren privat wie beruflich an der Börse aktiv.

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    Cameco: Fundamental stark, charttechnisch schwach!

    Selbst Branchenführer Cameco, der größte Uranproduzent in der westlichen Hemisphäre, musste zuletzt Federn lassen. Erst hielten sich die Kanadier noch relativ wacker im Vergleich zu kleineren Branchenkonkurrenten; seit Monatsbeginn herrscht hier aber auch Ausverkaufsstimmung. Seit dem Jahreshoch Ende Januar haben die Papiere an der NYSE mittlerweile fast 40 % ihres Wertes verloren. Der übergeordnete, langjährige Bullentrend ist noch nicht gebrochen, befindet sich aber in einer tiefen Korrektur. Die Aktie kostet heute etwa soviel wie vor einem Jahr. Eine große Unterstützung befindet sich erst wieder auf dem Level um 65 USD. Die Aktie hat also kurzfristig durchaus noch weiter Luft nach unten.

    Strukturell wird das Geschäft weiter vom Comeback und dem Ausbau der Kernenergie befeuert. So haben die massiven Investitionen in KI-Rechenzentren bereits zur Reaktivierung von Reaktoren in den USA geführt. Im ersten Halbjahr zeigte Cameco seine beiden Gesichter. Im Q1 ging es beim Umsatz noch um 7 % hoch. Im zweiten Quartal aber sorgten Wartungsarbeiten für ein Minus, so dass man in den ersten sechs Monaten kein Wachstum zeigte. Am kommenden Freitag werden die Q3-Zahlen weitere Einblicke gewähren.

    Die Analysten sind derzeit moderat bis bullisch für die Aktie eingestellt. Die große Mehrheit rät weiter zum Einstieg in den Titel. Die Kursziele variieren größtenteils zwischen 125 und 145 USD, was einem ordentlichen Potenzial von mindestens 50 % entspricht.

    Die Analysten sehen zum einen Cameco als den größten Gewinner im Westen hinsichtlich der Renaissance der Kernkraft. Zum anderen wird auf die lange Pipeline an abgeschlossenen Lieferverträgen verwiesen. Das ermöglicht sichere und relativ hohe Margen in den kommenden Jahren. Zudem profitiert Cameco von seinem 49 %-Anteil an Westinghouse, was zusätzliche Einnahmen entlang der Wertschöpfungskette ermöglicht. Als Gegenargument gilt die immer noch relativ hohe Bewertung der Aktie, die seit Längerem einen Aufschlag gegenüber der Peer-Group aufweist.

    Aktuell spricht auch der Chart dagegen. Man sollte nicht in ein fallendes Messer greifen und lieber eine Konsolidierung der Aktie abwarten.

    Standard Uranium: Micro-Cap mit Chancen!

    Zu den möglichen Gewinnern des Comebacks der Kernkraft zählt auch Standard Uranium. Das Unternehmen profitiert von den großen Reserven im kanadischen Athabasca-Becken (Saskatchewan). Dort gehört man zu den wichtigsten Akteuren in Sachen Exploration. Denn Standard Uranium sicherte sich aussichtsreiche Projekte. Als Entwickler minimiert man die Risiken des Geschäfts. So führt Standard Uranium die Grundlagenarbeit bei seinen Uran-Projekten durch, wie beispielsweise die Kartierung oder das Sampling. Das ist wesentlich günstiger als ein Bohrprogramm. Stellt sich eine Liegenschaft als potenziell lukrativ heraus, wird diese an andere Explorationsgesellschaften weitergegeben. Im Gegenzug erhält man dafür Aktien und/oder Cash als Gegenleistung. Sollte die Exploration zudem erfolgreich verlaufen, partizipiert Standard Uranium mittels festgelegter Meilensteine.

    Mit den so gewonnenen Mitteln entwickelt das Unternehmen zudem das eigene Projekt Davidson River, das sich günstig in der Nähe von etablierten Uran-Minen wie Arrow von NexGen und Triple R von Fission Uranium befindet. Dort wurde ein Sommer-Bohrprogramm durchgeführt.

    Trotz dieser Möglichkeiten leidet die Aktie von Standard Uranium derzeit unter den großen Marktbewegungen. Seit dem Hoch im Juni haben die Papiere fast die Hälfte ihres Wertes abgegeben. Der Börsenwert beträgt gerade noch 10 Mio. CAD, das entspricht etwa 6,3 Mio. EUR. Für mutige Investoren, die langfristig in den Uran-Sektor investieren wollen, bietet sich somit die Chance, auf niedrigerem Niveau eine Position aufzubauen.

    Energy Fuels: Uran hui, Seltene Erden pfui!

    Energy Fuels war eine der Hype-Aktien im vergangenen Jahr. Doch das lag nicht an der Uran-Produktion des im Großraum Denver in Colorado ansässigen Unternehmens. Vielmehr setzten die Investoren auf den Geschäftsbereich Seltene Erden, der im Zuge der Eskalationen im Sino-amerikanischen Handelskrieg extrem an der Börse gefragt war. So erreichte die Aktie zum Jahreswechsel Höchstkurse von 27 USD. Danach ging es aber trotz der starken Nachfrage nach Uran und Seltenen Erden in mehreren Etappen bergab. Mittlerweile kann man die Aktie für unter 8 USD erwerben. Das Kursminus seit dem Top beträgt also inzwischen mehr als 70 %.

    Die strukturellen Trends bleiben aber bestehen. Die USA und andere westliche Länder bauen weiterhin eine eigene Lieferkette in Sachen Seltene Erden und bei anderen kritischen Metallen auf. Das Urangeschäft profitiert jetzt schon von den globalen Branchentrends. So stieg der Umsatz im zweiten Quartal primär durch deutlich höhere Auslieferungsmengen an Uran im Jahresvergleich um 496 % auf 25,1 Mio. USD. Zwischen April und Juni verkaufte das Unternehmen insgesamt 310.000 Pfund U3O8 (Yellowcake) zu einem durchschnittlichen Preis von 80,48 USD je Pfund. Unterm Strich meldete Energy Fuels allerdings ein Minus von 33,4 Mio. USD. Die Ursache lag in den massiven Investitionen des Unternehmens zum Aufbau der Seltenen-Erden-Produktion. Energy Fuels hat unter anderem den Magnethersteller VAC für rund 1,9 Mrd. USD übernommen, um die komplette Wertschöpfungskette für Hochleistungsmagnete abdecken zu können. Zudem wird eine Mühle in Utah ausgebaut.

    Insofern besteht bei der Aktie der US-Amerikaner viel Potenzial nach oben. Der Börsenwert liegt aktuell bei rund 2 Mrd. USD. Die Frage ist, wann die Anleger den Titel wieder für sich entdecken.

    Fazit: Mit Cameco setzen Anleger auf den Marktführer im Bereich Uran, charttechnisch lädt die Aktie aber noch nicht zum Einstieg ein. Standard Uranium ist ein aussichtsreicher Exploration-Play in Kanada, dessen Börsenwert gerade einmal 10 Mio. CAD beträgt. Energy Fuels investiert massiv in den Bereich Seltene Erden, was die Gewinne im Uran-Geschäft auffrisst.


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    Tarik Dede

    Schon als Primaner in Norddeutschland entwickelte sich seine Begeisterung für den Neuen Markt. Small- und Midcaps standen dabei von Beginn an im Mittelpunkt. Der gelernte Bankkaufmann vertiefte sein Wirtschaftswissen später im Volkswirtschaftsstudium und in verschiedenen Stationen der Frankfurter Finanzbranche. Heute ist er seit über 25 Jahren privat wie beruflich an der Börse aktiv.

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