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15.08.2022 | 05:10

Langfristiger Boden erreicht? - Barrick Gold, Manuka Resources, Newmont

  • Gold
  • Silber
  • Edelmetalle
Bildquelle: Manuka Resources

Definitiv falsch lagen Anleger in diesem von geopolitischen Unsicherheiten sowie von großen Inflationssorgen geprägten Börsenjahr 2022, wenn Sie nach der alten Börsenweisheit „Sell in May and go away“ gehandelt haben. Zwar markierte das deutsche Börsenbarometer DAX erst im Juli ein neues Jahrestief bei 12.385 Punkten, seither ging es jedoch um rund 1.500 Punkte steil bergauf. Auch das Edelmetall Gold konnte nach einem erfolgreichen Test der wichtigen Unterstützungszone bei 1.680 USD je Unze drehen und nach dem Überwinden der Marke von 1.800 USD zu neuen Höhenflügen ansetzen.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: Manuka Resources Limited | AU0000090292 , BARRICK GOLD CORP. | CA0679011084 , NEWMONT CORP. DL 1_60 | US6516391066

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Inhaltsverzeichnis:


    Ruhe vor dem Sturm?

    Zwar ist das Ausrufen einer langfristigen Trendwende beim Gold noch zu früh, jedoch mehren sich die Zeichen, dass das Jahrestief bei 1,680,59 USD je Unze, was seit 2021 übrigens zum dritten Mal erfolgreich verteidigt werden konnte, den Tiefststand der seit August 2020 andauernden Korrektur darstellt. Seitdem dreht das gelbe Edelmetall trotz Ankündigungen der Federal Reserve, die Zinsen weiter anheben zu wollen. Gegen weitere Zinsschritte spricht die Gefahr einer globalen Rezession sowie die Verschärfung der Schuldenkrise. Darüber hinaus profitiert Gold als Krisenwährung zum einen von der weiterhin unsicheren Lage in der Ukraine sowie einem drohenden Konflikt in Taiwan.

    Aus technischer Sicht wäre der Sprung über die psychologisch wichtige Marke von 1.800 USD je Feinunze ein starkes Zeichen. Ein markantes Kaufsignal könnte zudem bei 1.811,49 USD generiert werden. Hier verläuft der seit März ausgebildete Abwärtstrend. Ein nachhaltiges Überwinden würde demnach Kursziele von rund 1.875 USD zur Folge haben. Auf Indikatoren-Seite konnte der Relative-Stärke-Indikator auf Wochenbasis bereits ein Kaufsignal setzen, der Trendfolger MACD zeigt nach oben, die Divergenzen sind hier jedoch noch negativ.

    Nicht enttäuscht

    Positive Effekte für steigende Notierungen lieferte das Schwergewicht Barrick Gold mit der Verkündung der Zahlen zum zweiten Quartal. Im Gegensatz zur Nummer 1 der globalen Goldproduzenten nach Marktkapitalisierung, Newmont, konnte das Unternehmen aus Toronto in Kanada mit seinem Zahlenwerk durchaus gefallen. Demnach stieg der Umsatz im zweiten Quartal gegenüber den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2022 auf 2,86 Mrd. USD. Hauptverantwortlich für den Anstieg war hierbei jedoch die um 25% stärkere Kupferproduktion. Der Goldausstoß legte dagegen nur geringfügig von 1,041 auf 1,043 Mio. Unzen zu. Unter dem Strich verbuchten die Kanadier eine Steigerung des Nettogewinns um 19% auf 488 Mio. USD oder 0,27 USD je Aktie.

    Ähnlich der Peer-Group verbuchte Barrick Gold einen eklatanten Anstieg der Investitionskosten, da man die Expansion der Pueblo Viejo-Mine in der Dominikanischen Republik vorantrieb. Dagegen sackte der Cash Flow um 24% ab. Für das Gesamtjahr bleiben die Prognosen im Kupfer- als auch Goldbereich bestehen. Zudem wurde eine Quartalsdividende von 0,20 USD je Aktie angekündigt.
    Durch die positiv aufgenommenen Zahlen konnte die Barrick-Aktie am wichtigen Unterstützungsbereich bei 15,30 USD drehen und bewegt sich seither in Richtung des nächsten Widerstandbereichs bei 18 USD. Dagegen kämpft der Kurs der Newmont-Aktie noch mit der Bodenbildungsphase. Aktuell notiert das Papier am Hoch des Jahres 2016 bei 45,55 USD. Ein Unterschreiten dieser Marke dürfte noch einmal ein Minus von rund 10% zur Folge haben.

    Manuka Resources – Es wird spannend

    Während der Goldpreis seit seinem Höchststand rund 20% Federn lassen musste, traf es die kleineren Bergbauunternehmen deutlich härter. Dies ist jedoch nicht der schlechten fundamentalen Lage geschuldet, sondern der Tatsache, dass sich vor allem kleinere Werte sowohl nach oben als auch nach unten deutlich stärker bewegen als der Basispreis. Somit dürften sich Werte wie Manuka Resources bei einer nachhaltigen Trendwende des Goldpreises als klare Outperformer herauskristallisieren.

    Der jüngste Edelmetallproduzent Australiens hat trotz eines Kurssturzes von 80% seit dem erfolgreichen Börsengang im Juli 2020 an der Australien Stock Exchange zwei heiße Eisen im Feuer. Die Marktkapitalisierung von Manuka Resources, die auch in Frankfurt notiert sind, beträgt 41,56 AUD. Dies ist keineswegs ambitioniert, bedenkt man, dass das junge Unternehmen bereits einen laufenden Cash Flow einfährt, der zum einen den laufenden Betrieb finanziert als auch Altaktionäre vor starken Verwässerungen aufgrund diverser Kapitalmaßnahmen schützt.

    Der Edelmetallproduzent hat seinen Sitz im im Cobar Basin in New South Wales und ist der komplette Eigentümer von zwei Bergbauprojekten mit einer Explorationszone von insgesamt 1.150 qkm, die sich im Cobar-Becken befinden, einem Gebiet, das von fortgeschrittenen Explorern und etablierten Produzenten mit wachsendem Interesse verfolgt wird. Bereits Ende 2016 wurde das Wonawinta-Projekt erworben, das einige der tiefsten und langlebigsten Minen Australiens beherbergt. Dabei liegt eine geschätzte Ressource von 52 Mio. Unzen Silber und 236.000t Blei zu Grunde. Bis Oktober 2022 will Manuka Resources eine entsprechende Ressourcenschätzung vorlegen, um den Silberanteil auf ihrem Gebiet besser verifizieren zu können.

    Zudem sicherte sich Manuka Resources 2019 100% am historisch hochgradigen Mt Bobby-Goldprojekt. In der Vergangenheit hat die Mine schon 500.000 Unzen Gold hervorgebracht. Hier liegt der Fokus auf die Erweiterung in der Tiefe, um die Laufzeit der Mine weiter zu verlängern. Per Mai 2022 haben die Australier noch ausgewiesene Vorkommen von 281.000t Gestein die einen Goldgehalt von 4,95 g/t veröffentlicht, was in etwa 44.820 Unzen Gold entspricht. Manuka Resources hat durch eine bereits bestehende Produktion hervorragende Perspektiven und dürfte bei einem wieder anziehenden Goldpreis überproportional profitieren. Selbstredend ist man noch in einem frühen Stadium, wodurch sich neben hervorragenden Chancen die üblichen Risiken ergeben.


    Noch ist von einer Euphorie am Goldmarkt wenig zu spüren. Dies könnte sich jedoch durch das Überwinden des seit März existierenden Abwärtstrends schnell ändern. Dabei ist das Chartbild von Barrick Gold gegenüber Newmont positiver einzuschätzen. Das Explorationsunternehmen Manuka Resources könnte von einem nachhaltig steigenden Goldmarkt überproportional profitieren.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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