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22.04.2025 | 06:00

Mobilität und Logistik unter Strom: BYD, dynaCERT und Daimler Truck im Innovations-Check

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Bildquelle: pixabay.com

Die Transportbranche steht am Scheideweg: Während CO2-Grenzen verschärft werden und Lieferketten intelligenter denn je sein müssen, kämpfen Unternehmen um die Balance zwischen Effizienz und Nachhaltigkeit. Laut dem „NEW MOBILITY REPORT 2025“ entscheidet sich hier, wer die Logistik von morgen dominieren wird – mit E-LKW, KI-gesteuerten Flotten und Wasserstoff-Prototypen. Doch im Rennen um die Vorreiterrolle setzen drei Player unterschiedliche Hebel an. BYD konzentriert sich auf innovative vollelektrischen PKWs, dynaCERT bietet disruptive Nachrüstlösungen für Dieselmotoren an und Daimler Truck will autonome Systeme mit grünen Antrieben kombiniert. Wer treibt die Revolution an – und wo profitieren Investoren am meisten?

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , DYNACERT INC. | CA26780A1084 , Daimler Truck Holding AG | DE000DTR0013

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Inhaltsverzeichnis:


    Jerre Foo, Corporate Development Executive, Silkroad Nickel
    "[...] China hat sich zur Produktionshauptstadt der Welt entwickelt, und aufgrund seiner Infrastruktur, Expertise und Fähigkeiten hat sich Silkroad Nickel strategisch positioniert, um mit chinesischen Unternehmen aus der Edelstahl- und Elektrofahrzeugindustrie zusammenzuarbeiten [...]" Jerre Foo, Corporate Development Executive, Silkroad Nickel

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    BYD - globaler Vorreiter mit Strategie und Innovation

    BYD festigt seine Position als weltweit führender Elektroauto-Hersteller mit einem Absatz von über 4,2 Mio. Fahrzeugen im Jahr 2024. Der Fokus des Konzerns liegt jetzt auf internationaler Expansion. In 2025 sollen Auslandsverkäufe auf 800.000 Einheiten steigen, wobei Europa im Mittelpunkt steht. Trotz zurückhaltender Nachfrage in Deutschland zielt BYD auf 50.000 Neuzulassungen und baut lokale Produktionsstätten in Ungarn und der Türkei aus und auf, um Zölle zu umgehen. Doch regulatorische Risiken, wie laufende EU-Prüfungen zu Subventionsvorwürfen, könnten den Ambitionen Grenzen setzen.

    Durch eine breite Modellpalette deckt BYD alle Segmente ab – vom günstigen City-SUV Atto 2 bis zur Luxusmarke Denza. Plug-in-Hybride ergänzen das Portfolio, um auf schwankende Nachfrage nach reinen E-Autos zu reagieren. Technologisch setzt das Unternehmen auf integrierte Fahrerassistenzsysteme auch in preiswerten Modellen und treibt die Entwicklung eigener Halbleiter voran. Diese Diversifizierung stärkt die Resilienz in einem volatilen Markt und schafft einen Mehrwert für unterschiedliche Kundengruppen.

    Innovationen jenseits der Fahrzeugproduktion unterstreichen BYDs Vorreiterrolle. Mit „Chess Plus“ präsentiert die Konzerntochter ein Energiespeichersystem für Industrie und Gewerbe, das durch Zell-zu-System-Technologie Sicherheit und Effizienz optimiert. Parallel revolutioniert die „Super-E-Plattform“ das Schnellladen. Die Modelle Han L und Tang L ermöglichen 400 km Reichweite in 5 min. dank 1.000-Volt-Technik. Diese Lösungen adressieren zentrale Hindernisse der Energiewende – von Netzstabilität bis Reichweitenangst – und positionieren BYD als ganzheitlichen Akteur im Zukunftsmarkt grüner Technologien. Im Gegensatz zur Konkurrenz hat sich die Aktie gut entwickelt und notiert derzeit bei 40,75 EUR.

    dynaCERT - Cleantech-Pionier mit disruptiver Technologie

    dynaCERT, ein kanadischer Anbieter von Cleantech-Technologien, will die Antwort auf strengere Emissionsvorgaben und den globalen Drang zur Dekarbonisierung liefern. Im Mittelpunkt steht dabei das HydraGEN™-System, das bei Bedarf Wasserstoff produziert und damit den Verbrennungsprozess des Dieselmotors optimiert. So wird die Effizienz gesteigert, indem sowohl der Kraftstoffverbrauch als auch der Schadstoffausstoß signifikant gesenkt werden. Die Technologie kommt ohne aufwendige Motorumbauten aus und wird bereits in Schlüsselbranchen wie Logistik, Bergbau und Energie erfolgreich eingesetzt. Ergänzt wird die Hardware durch die Telematikplattform HydraLytica™, die Echtzeitdaten zur Emissionsreduktion liefert – eine ideale Basis für die Generierung von CO2-Zertifikaten.

    Durch Kooperationen wie mit Cipher Neutron, einem Spezialisten für grünen Wasserstoff, baut dynaCERT seine Technologieführerschaft aus. Gleichzeitig öffnet die Zertifizierung der CO2-Methodik durch Verra die Tür zum lukrativen Handel mit Emissionsgutschriften. Staatliche Initiativen wie die Aufstockung des Hydrogen Innovation Fund in Ontario unterstreichen die politische Relevanz der Lösung. Die kürzlich eröffnete Niederlassung in München positioniert das Unternehmen zudem strategisch im europäischen Cleantech-Markt, der durch strenge Klimavorgaben geprägt ist.

    Die Pressekonferenz zum Hydrogen Innovation Fund in den der Fertigungshalle von dynaCERT:
    youtube.com/live/eCtu5081CRA

    Mit einem Umsatzsprung auf 1,6 Mio. CAD im Jahr 2024 und einer produzierten Stückzahl von über 200 HydraGEN™-Einheiten demonstriert dynaCERT steigende Marktakzeptanz. Die geplante Monetarisierung von Kohlenstoffgutschriften ab 2026 verspricht zusätzliche Einnahmeströme. Analysten prognostizieren einen Anstieg des Umsatzes auf 21 Mio. CAD für 2026, getrieben durch Skaleneffekte und globale Expansion. Das Kursziel für die Aktie von dynaCERT sehen die Analysten von GBC bei 0,75 CAD. Davon ist die Aktie noch weit entfernt bei einem momentanen Aktienkurs von 0,165 CAD. Für Investoren, die auf nachhaltige Technologietrends setzen, bietet dynaCERT eine einzigartige Chance, von der Dekarbonisierungswelle zu profitieren.

    Daimler Truck - Antriebswende, Jahresbilanz und Zollrisiken

    Daimler Truck setzt auf eine Dreifachstrategie bei Antriebstechnologien, um die Transformation des Schwerlastverkehrs zu meistern. Neben effizienten Euro-VI-Dieselmotoren, die weiterhin im Fern- und Baustellenverkehr dominieren, treibt der Konzern batterieelektrische Lösungen für den urbanen Raum voran. Modelle wie der eActros oder der ab 2025 verfügbare eArocs 400 mit 400 kWh-Batterie zielen auf planbare Kurzstrecken. Für die Langstrecke setzt das Unternehmen auf Wasserstoff-Brennstoffzellen. Der GenH2-Truck erreicht über 1.000 km Reichweite und soll ab Ende 2026 in Serie gehen. Diese Technologieoffenheit soll Kunden flexibel auf regulatorische und betriebliche Anforderungen reagieren lassen.

    Das Geschäftsjahr 2024 zeigte regionale Diskrepanzen. Während Nordamerika stabil blieb und die Bussparte mit einem EBIT-Plus von 103 % glänzte, drückte die schwache Europa-Nachfrage auf die Gesamtbilanz. Der Umsatz sank um 3 % auf 54,1 Mrd. EUR, das bereinigte EBIT um 15 % auf 4,67 Mrd. EUR. Für 2025 erwartet Daimler Truck stagnierende Umsätze zwischen 52 und 54 Mrd. EUR bei moderater EBIT-Steigerung von 5 – 15 %. Der geplante Absatz von 460.000 – 480.000 Einheiten im laufenden Geschäftsjahr spiegelt vorsichtigen Optimismus wider. Der freie Cashflow könnte allerdings um bis zu 25 % schrumpfen. Die stabile Dividende von 1,90 EUR je Aktie ist ein positives Signal für die Aktionäre, genauso wie die jüngsten Aktienkäufe von CFO Eva Barbara Scherer in Höhe von rund 240.000 EUR.

    Handelsbarrieren stellen eine wachsende Herausforderung dar. US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium belasten bereits die Kostenstruktur, während Unsicherheiten bei Kunden zu nachlassender Auftragsdynamik führten. Daimler Truck reagiert darauf mit flexibler Produktionsverlagerung. Modelle können sowohl in den USA als auch in Mexiko gefertigt werden, wobei 80 % der Komponenten USMCA-konform sind. Langfristig plant das Unternehmen, Kapazitäten in Nordamerika auszubauen, um Zollrisiken zu minimieren. Dennoch bleibt die Abhängigkeit von globalen Rohstoffmärkten ein Schwachpunkt – besonders bei steigenden Preisen für kritische Metalle wie Lithium oder Platin. Ein Anteilsschein kostet derzeit 33,48 EUR.


    Die Transportwende wird von unterschiedlichen Strategien geprägt. BYD dominiert mit breiter Elektroflotte, Energiespeicherlösungen und treibt so die globale E-Mobilität voran – trotz regulatorischer Unsicherheiten in Europa. dynaCERT punktet mit kostengünstiger Wasserstoff-Nachrüsttechnik und bietet Potenzial durch Einnahmen aus CO2-Gutschriften. Daimler Truck kombiniert Technologieoffenheit mit regionaler Produktionsflexibilität, kämpft jedoch mit stagnierenden Umsätzen und steigenden Rohstoffkosten. Für Investoren bietet BYD Stabilität im Massenmarkt, dynaCERT eine Chance im Cleantech Bereich und Daimler Truck einen Dividendenanker mit Transformationsrisiko. Der Innovationswettlauf zeigt: Vielfalt treibt die Revolution.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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