Menü schließen




24.11.2022 | 05:45

Neues Jahr, steigende Kurse? Aktien von BASF, BioNTech, Manuka Resources im Check

  • Rohstoffe
  • Kritische Metalle
  • Biotechnologie
  • Chemie
Bildquelle: pixabay.com

Das Börsenjahr 2022 neigt sich dem Ende und entsprechend richtet sich der Blick auf 2023. Neues Jahr, steigende Kurse? Dies erhoffen sich viele Börsianer und die Chancen stehen gut, dass wir mit dem Ende der Zinserhöhungen im kommenden Jahr wieder steigende Indizes sehen werden. Wir schauen uns heute drei Unternehmen an, die im kommenden Jahr voraussichtlich auf sich aufmerksam machen werden. So ist bei BioNTech die Forschungspipeline prall gefüllt und es stehen zahlreiche Studienergebnisse an.
Bei BASF lockt die niedrige Bewertung und hohe Dividendenrendite. Doch Analysten warnen vor einem Abschreibungsrisiko. Manuka Ressources überzeugt durch ein profitables Kerngeschäft und ein spannendes Projekt im Bereich der kritischen Rohstoffe könnte zu einer Neubewertung führen.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: Manuka Resources Limited | AU0000090292 , BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026 , BASF SE NA O.N. | DE000BASF111

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Manuka Ressources durch Vanadium-Projekt vor Neubewertung?

    Manuka Ressources ist hierzulande sicher nicht vielen Anlegern bekannt. Doch der Gold- und Silberproduzent ist einen Blick wert. Warum? Zum einen verfügt Manuka bereits über zwei Projekte – Wonawinta Silver und Mt Boppy Gold – die bereits in Produktion sind. Inzwischen ist man sogar der größte Silberproduzent in Australien. So hat Manuka im vergangenen Geschäftsjahr (zum 30.06.) einen Umsatz von 53,5 Mio. AUD und einen positiven operativen Cashflow von 8,9 Mio. AUD erzielt. Im ersten Quartal 2023 soll es neue Daten zu Mt Boppy geben. Auf dieser Basis soll dann im weiteren Jahresverlauf über eine Produktionserweiterung entschieden werden.

    Neben dem profitablen operativen Geschäft hat Manuka im Sommer 2022 eine Opportunität genutzt und sich ein sehr interessantes Projekt in Neuseeland gesichert: das South-Taranaki-Bight-Projekt (STB-Projekt). Dabei handelt es sich um ein VTM-Eisensandprojekt (Vanadium-Titan-Magnetit). Es soll ein Ressourcenpotenzial von 3,8 Mrd. t haben. Eine vorläufige Machbarkeitsstudie liegt bereits vor und die mögliche Vanadium-Jahresproduktion wird auf von 55 Mio. Pfund geschätzt. Damit könnte man zum weltweit drittgrößten Vanadium-Produzent nach China und Russland werden. Vanadium ist ein eher unbekanntes Metall, aber umso wichtiger. Es wird unter anderem für Batterien benötigt und ist damit ein wichtiges Element der Energiewende. Daher überrascht es nicht, dass es von den USA, der EU und Australien zu den kritischen Rohstoffen gezählt wird. Zur Einordnung: An der Börse – die Aktie wird übrigens auch in Frankfurt gehandelt – wird Manuka derzeit mit 72 Mio. AUD bewertet. Bei einem profitablen Kerngeschäft und der Bedeutung von Vanadium nicht zu viel. Wer jetzt neugierig geworden ist, sollte sich den 7. Dezember im Kalender notieren. Dann präsentiert das Unternehmen auf der Online-Investorenkonferenz IIF. Die Teilnahme ist für interessierte Anleger kostenlos (hier zur Anmeldung).

    BioNTech: Newsflow in Sicht

    Mit einer Marktkapitalisierung von 38 Mrd. EUR spielt BioNTech natürlich in einer anderen Liga. Doch für den deutschen Biotech-Star lief es in diesem Jahr an der Börse alles andere als gut. Von 212 EUR zum Jahresstart ging es mit der Aktie innerhalb weniger Wochen bis auf 123 EUR nach unten. Seitdem geht es mit größeren Ausschlägen nach oben und unten seitwärts. Seit Ende Oktober bessert sich jedoch die Stimmung deutlich und die Aktie notiert immerhin wieder über 150 EUR. Der Grund: der Blick von Investoren richtet sich mehr und mehr auf die Entwicklungspipeline der Mainzer. Und diese ist prall gefüllt.

    Aufgrund der Milliardengewinne aus dem COVID-19-Impfstoff können die Mainzer bei der Entwicklung Vollgas geben. Damit kann man insbesondere in der Krebsforschung weiter Vollgas geben. Die Pipeline umfasst derzeit 19 Produktkandidaten in 24 laufenden klinischen Studien. Entsprechend dürfte es im kommenden Jahr einen ordentlichen Newsflow bei den Mainzern geben. So hat BioNTech für 2023 neue Daten aus bis zu 10 klinischen Studien angekündigt.

    Und da sind natürlich auch noch die laufenden Einnahmen aus dem COVID-19-Impfstoff – auch wenn diese abnehmen. Im laufenden Jahr soll der Umsatz bei 16 bis 17 Mrd. EUR liegen. Bereits zum Ende des dritten Quartals verfügte BioNTech über eine prall gefüllte Kasse. So standen dem Unternehmen 13,4 Mrd. EUR an flüssigen Mitteln zur Verfügung. Zudem sei ein großer Teil der zum Stichtag ausstehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 7,3 Mrd. EUR bereits eingegangen. Damit ist das Unternehmen für die kommenden Jahre durchfinanziert. Zur Einordnung: Im laufenden Jahr liegen die Kosten für Forschung, Vertrieb/Verwaltung und Investitionen bei insgesamt maximal 2,6 Mrd. EUR.

    BASF: Analysten warnen

    Fundamental ist BASF derzeit günstig bewertet. Trotz der Verwerfungen am Energiemarkt hat sich der DAX-Konzern im dritten Quartal besser entwickelt als von Analysten erwartet. Der Umsatz stieg um 12% auf 21,9 Mrd. EUR. Das EBIT (nach Sondereinflüssen) lag mit 1,29 Mrd. EUR zwar unter dem Vorjahresquartal (3. Quartal 2021: 1,82 Mrd. EUR), aber der Gewinn ist immernoch ordentlich. Für das Geschäftsjahr 2022 wird ein EBIT (vor Sondereinflüssen) zwischen 6,8 Mrd. EUR und 7,2 Mrd. EUR in Aussicht gestellt. Bleibt der Worst-Case mit Blackout und langem Winter aus, ist BASF mit einer Marktkapitalisierung von 45 Mrd. EUR alles andere als teuer. Allerdings ist der Kurs auch innerhalb weniger Wochen um über 30% gestiegen.

    Daher sind Analysten derzeit zurückhaltend. Erst jüngst hat die Baader Bank vor Abschreibungen gewarnt. Die hohen Lagerbestände und schlechten Konjunkturaussichten dürften aus Sicht der Analysten zu hohen Abschreibungen in der Chemiebranche führen. Sollte BASF Teile des Werkes in Ludwigshafen vorübergehend schließen müssen, würden hohe Wertberichtungen unvermeidbar sein. Auch Jefferies ist zurückhaltend. Die Analysten stufen die BASF-Aktie mit „Halten“ und einem Kursziel von 49 EUR ein. Auch sie befürchten, dass das laufende Quartal in der Chemiebranche schwierig sein wird.


    Börsianer hoffen auf ein gutes Jahr 2023. Bei BioNTech stehen zahlreiche Studienergebnisse an. Fallen diese überwiegend positiv aus, sind weiter steigende Kurse wahrscheinlich. Auch für Manuka Ressources wird 2023 wichtig. Bereits in den ersten Monaten 2023 wird es News zum Gold-Projekt geben. Außerdem wird das Vanadium mehr und mehr in den Fokus rücken. BASF hängt stärker an externen Faktoren wie dem Gaspreis und der Weltkonjunktur.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Armin Schulz vom 10.07.2026 | 05:20

    Zinsen, Rohstoffe und Mieten: Mit Deutsche Bank, Globex Mining und Vonovia verdienen Sie in jeder Marktphase

    • Deutsche Bank
    • Globex Mining
    • Vonovia
    • Zinsen
    • EZB
    • Wealth-Management
    • Rohstoffe
    • Edelemetalle
    • Basismetalle
    • Spezialmetalle
    • Immobilien
    • Immobilienmarkt

    Die EZB hält den Zins-Poker aufrecht, geopolitische Risiken bleiben präsent und der deutsche Immobilienmarkt sucht nach Stabilität. Die entscheidende Frage ist nicht, welcher Sektor dominiert, sondern wie sich Banken, Rohstoffe und Wohnimmobilien kombinieren lassen, um Zinsrisiken und Marktschwankungen auszugleichen. Wer nur auf Gold oder eine Immobilienrallye setzt, übersieht die komplexe Realität: Zinspolitik, Rohstoffzyklen und Baukosten folgen eigenen Gesetzmäßigkeiten. Ein diversifizierter Ansatz gewinnt daher an Bedeutung. Die Deutsche Bank, Globex Mining mit seinem Rohstoffportfolio und der Immobilienkonzern Vonovia stehen exemplarisch für diese drei Säulen und lassen sich gezielt als Basis für ein ausgewogenes Portfolio nutzen.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Nico Popp vom 08.07.2026 | 05:00

    Kanada und Europa sichern gemeinsam Rohstoffe: Warum BMW und Volkswagen Power Metallic Mines im Blick haben sollten

    • Rohstoffe
    • Kupfer
    • Nickel
    • Platingruppen
    • E-Auto

    Die Transformation der Automobilindustrie hin zur Elektromobilität wirbelt die klassischen Lieferketten durcheinander. Während früher die möglichst effiziente Montage entscheidend war, kommt es in der Ära der E-Autos auf den gesicherten, ökologischen Zugang zu kritischen Mineralen an. Vor allem strenge gesetzliche Vorgaben wie das europäische Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz zwingen die Autobauer dazu, die Herkunft ihrer Rohstoffe lückenlos bis zur Mine zu dokumentieren. In dieser Gemengelage hat sich Kanada als einer der wichtigsten Partner für die europäische Industrie herauskristallisiert. Hier stimmen die Standards und die mineralischen Gehalte – wir stellen Markt und mögliche Profiteure vor.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 06.07.2026 | 04:00

    Crash nein Danke - Automobilsektor vor dem Turnaround! 133 % mit BYD, VW, North Arrow Minerals und BMW

    • Automotive
    • E-Mobilität
    • Rohstoffe
    • Kritische Metalle
    • Gold

    In den letzten Monaten gab es an der Börse kaum eine andere Branche, die sich so großer Unbeliebtheit erfreuen konnte wie der Automobil-Sektor. Margenkampf und Restrukturierungen mit Massenentlassungen machen in Europa die Runde. Dieser Abwärtstrend resultiert primär aus strukturellen Überkapazitäten und dem verfehlten Timing beim Hochlauf der Elektromobilität. Nun blicken die deutschen Verbrenner-Könige auf den aggressiven Markteintritt staatlich subventionierter chinesischer Konkurrenten. Gerade europäische Hersteller geraten dadurch in eine fatale Zangenkrise aus sinkenden Absatzzahlen und gleichzeitig steigenden Investitionskosten. Analysten bewerten die traditionellen Geschäftsmodelle der OEMs daher mehrheitlich als risikobehaftet und setzen ihre Zukunftserwartungen nach unten. Schlagartig verlagern institutionelle Investoren ihre Portfolios in weniger zyklische und margenstärkere Wachstumssektoren. Das Resultat: Minus 34 % im gesamten Sektor in den letzten 12 Monaten. Gibt es noch Hoffnung für die Titanen auf 4 Rädern?

    Zum Kommentar