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2021-09-21 04:44

Porsche, Diamcor Mining, Aston Martin – Darf es etwas mehr sein?

  • Luxury
  • Diamanten
Bildquelle: pixabay.com

Mit dem Börsenaufschwung zwischen 2015 und 2021 fand eine gigantische Vermögensverschiebung statt. 85% des weltweiten Vermögens liegt in den Händen der reichsten 10%. Nach offiziellen Erhebungen besitzen knapp 57% der Menschen weltweit ein Vermögen von weniger als 10.000 USD – das reichste Prozent der Erdenbevölkerung hält hingegen 45% der Vermögensgüter. In Deutschland leben mehr als zwei Millionen Menschen mit einem Vermögen von mehr als 1 Mio. EUR - im Jahr 2010 lag diese Zahl noch bei gut 600.000. Ein schöner Zuwachs, trotzdem ist Luxus nicht nur unter den Wohlhabenden auffindbar, denn der Wunsch nach Extravaganz ist eine verbreitete Charaktereigenschaft und weniger eine Geldfrage.

Lesezeit: ca. Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: Diamcor Mining Inc. | CA2525312070 , ANGLO AMERICAN DL-_54945 | GB00B1XZS820 , PORSCHE AUTOM.HLDG VZO | DE000PAH0038 , ASTON MARTIN LAG.GLB.HLDG | GB00BFXZC448

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Inhaltsverzeichnis:


    Porsche SE – Automobile Extravaganz jetzt auch im DAX

    Es wurde Zeit, per gestern ist es umgesetzt: Porsche ist im DAX. Ein kleiner Hinweis vorangestellt: Es handelt sich bei der Porsche Automobil Holding SE nur zu einem Bruchteil um den Sportwagenhersteller aus Zuffenhausen. Die Holding selbst ist eher eine Ansammlung interessanter Industrie-Beteiligungen, vor allem an VW in Form von Stammaktien. Porsche hatte diese Aktien im Oktober 2008 in einer historischen Aktion über den Kauf von Optionen angesammelt, der damalige CEO Wiedeking wollte angeblich die Mehrheit an der Wolfburgern übernehmen, die VW Stammaktien stiegen durch Fehlspekulationen kurzfristig auf über 1.000 EUR. Letztlich musste aber Porsche von VW gestützt werden. Die Gerichte haben heute noch mit diesem Vorfall zu tun.

    Die jetzt im DAX gelistete Porsche Automobil Holding SE (kurz: Porsche SE) ist eine Holdinggesellschaft mit Beteiligungen in den Bereichen Mobilitäts- und Industrietechnologie. Man versteht sich heute primär als Ankeraktionär und langfristiger Investor des Wolfsburger Volkswagen Konzerns, an dem sie 53,3% der Stammaktien hält. Am Stuttgarter Sportwagenhersteller Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, ist die Porsche SE über ihr Investment an der Volkswagen AG nur indirekt beteiligt.

    Die letzten Zahlen lesen sich durchweg gut: In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2021 ist ein Konzernergebnis nach Steuern in Höhe von 2,46 Mrd. EUR (Vorjahreszeitraum: minus 329 Mio. EUR) erzielt worden. Das Konzernergebnis ist allerdings maßgeblich vom Zurechenbaren aus der Beteiligung an der Volkswagen AG in Höhe von 2,51 Mrd. EUR (Vj. minus 291 Mio. EUR) beeinflusst. Aufgrund eines Börsenwertes von 25,5 Mrd. EUR hat das Unternehmen eine Start-Gewichtung von 1,38 % bei der Berechnung des DAX, im Ranking bedeutet dies Platz 25 von 40. Nach einem Hoch von 102 EUR im Juni konsolidiert die Porsche-Aktie aktuell. Um den Trend nicht zu gefährden, sollte der Kurs nicht unter 70 EUR fallen.

    Diamcor Mining Inc. – Diamanten bringen Stabilität ins Depot

    Aus Portfoliosicht macht es in volatilen Zeiten durchaus Sinn, nicht alle Eier in ein Nest zu legen. Wer bereits viele Rohstoff-Investments in seinem Anlageuniversum beherbergt, sollte bei Übergewichten in Öl oder Batterie-Metallen durchaus auch an eine Beimischung von Diamanten denken. Der größte Diamantenproduzent der Welt ist die niederländische De Beers mit Sitz in London. Das Unternehmen ist ein Tochterunternehmen von Anglo American plc und liefert etwa ein Drittel der Weltproduktion von Rohdiamanten.

    An der Börse gibt es insgesamt nur sehr wenige gelistete Diamanten-Player. Ein kleiner Vertreter, aber nicht minder interessant, ist die kanadische Diamcor Mining. Das Unternehmen ist Besitzer des Krone-Endora-Projekts inmitten eines Diamanten-Distrikts in Südafrika. Gleich nebenan schürft die o.g. De Beers schon seit Jahrzehnten in der Venetia-Mine, ein Flaggschiff-Projekt der Niederländer. Im Juli verkaufte Diamcor bereits Diamanten im Umfang von ca. 744.000 CAD. Das ist erst der Anfang, denn bis zum Jahresende soll die Förderung stark ausgedehnt werden. Das betreute Gelände ist erst zu 5% näher untersucht worden, das Explorationspotenzial ist daher noch riesig und vielversprechend.

    Im August hat Diamcor Mining die Installation der ersten Phase der geplanten Aufrüstungen auf dem Krone-Endora Projekt vorzeitig abgeschlossen. Diese Arbeiten umfassen einige Teilschritte in der Analyse und Weiterverarbeitung sowie andere Verbesserungen, die den Wasser- und Stromverbrauch pro Tonne Gestein senken sollen. Die Produktion wird damit effizienter und sauberer.

    Die Aktie von Diamcor erreichte nach guten Zwischenmeldungen im August 0,36 CAD und konsolidiert seither leicht. Mit dem jetzt schon vorhandenen Cashflow kann das Unternehmen aber gut weiterarbeiten. Die Story ist rund und hat noch viel Potenzial, auch aus Sicht der Risikodiversifikation. Daher einsteigen, bevor neue Explorationsergebnisse die Runde machen!

    Aston Martin – Mit dem neuen SUV in den Turnaround

    Auch Aston Martin Besitzer gehören zu den Menschen mit großen Ressourcen und gutem Geschmack. Der britische Edel-Sportwagenhersteller hatte zwischen 2015 und 2020 eine harte Restrukturierung durchmachen müssen. Zu Hilfe eilte Daimler-Benz und beteiligte sich im richtigen Moment mit etwa 20% am strauchelnden Unternehmen.

    Gute Absätze beim neuen Geländewagen haben dazu beigetragen, die noch anhaltenden Verluste bei steigenden Umsätzen deutlich zu verringern. Das Unternehmen verkaufte mehr als 1.500 seiner neuen DBX-Fahrzeuge, die im vergangenen Jahr auf den Markt kamen. Für die Zahlen bedeutet dies nach sechs Monaten einen Verlust von nur noch 91 Mio. GBP, verglichen mit mehr als 227 Mio. GBP im Vorjahr. Der Umsatz konnte sogar um sagenhafte 240% auf 499 Mio. GBP gesteigert werden.

    Ob SUVs letztlich zu der Klientel des Unternehmens passen oder nicht den einen oder anderen Fan vergraulen, muss sich noch zeigen. SUVs haben sich in den letzten Jahren als immer beliebter erwiesen, und der Markteintritt von Aston Martin sorgt immerhin für eine Trendwende bei dem angeschlagenen High-End-Hersteller. Alles in allem waren es solide sechs Monate für den Luxusautohersteller, aber der Konzern ist wohl noch weit davon entfernt, den Tempomat einstellen zu können. Die Aktie von Aston Martin erreicht im Juni noch einmal die Marke von 26 EUR, auf Jahressicht hat der Kurs damit 76% zugelegt. Aus unserer Sicht hat die Aktie auf dem aktuellen Niveau noch Konsolidierungsbedarf.


    Hersteller von Luxusgütern geraten wegen der Schieflage von China Evergrande in die Bredouille. Die Krise bei dem hoch verschuldeten Immobilienkonzern führt seitens wohlhabender Asiaten zu weniger Nachfrage nach Luxus-Artikeln, die Aktien der europäischen Konzerne Porsche, LVMH oder Richemont fallen stark. Eine gute Alternative im Sektor bietet Diamcor, das Unternehmen ist trotz guter Ergebnisse erst mit 20 Mio. CAD bewertet.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.

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    Ist Omikron der Anfang vom Ende der Corona-Pandemie? Dies fragen sich nicht nur Börsianer. Denn wie es scheint, ist die Virus-Variante zwar ansteckender, führt aber offenbar auch zu weniger schweren Erkrankungen. Daher mussten Aktien der Impfstoff-Hersteller wie BioNTech, Moderna und Valneva zuletzt Federn lassen. Dabei gibt es insbesondere bei BioNTech Positives zu berichten. Während die Mainzer ihren Impfstoff auf die Omikron-Variante optimieren, gibt es positive Nachrichten aus den USA. Doch nicht nur der Covid19-Impfstoff ist weltweit gefragt, sondern auch Diamanten. Zuletzt meldete Israel einen deutlichen Nachfrageanstieg. Davon profitiert Tiffany-Partner Diamcor. Bei Jinkosolar geht es nach den kräftigen Kursverlusten vor Weihnachten in den ersten Handelstagen wieder nach Norden. So nimmt das IPO der Tochter Formen an.

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    In den deutschen Kinos läuft derzeit sehr erfolgreich der Ridley Scott Film „House of Gucci“. Die Handlung des Films zeigt den Zerfall der toskanischen Familien-Dynastie, die sich so oder ähnlich ereignet haben soll: Gucci schreibt seit Jahren schlechte Zahlen, gilt als altmodisch und überholt. Die beiden Firmeninhaber verweigern sich grundlegenden Erneuerungen und straucheln durch die wirtschaftlichen Veränderungen in den 1980ern. Die Familie gerät in Steuerprobleme und Erbstreitigkeiten. Schließlich scheitert sie, den Konzern weiterzuführen. Doch die Marke ist stark und schnell steht eine Übernahme durch Investoren aus dem Ausland im Raum. Der Umgestaltung des Hauses Gucci steht also nichts mehr im Weg. Ein sehenswerter Film über Aufstieg, Weltruhm, Missmanagement und Zerfall. Viele Börsenwerte laufen in ähnlichen Zyklen, gerade die Luxuswerte sind sehr modeanfällig, aber auch werthaltig.

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    Kommentar von Fabian Lorenz vom 19.10.2021 | 06:10

    Barrick Gold, Standard Lithium, GSP Resource: Rohstoffe boomen

    • Rohstoffe
    • Gold
    • Kupfer
    • Diamanten
    • Lithium
    • Silber
    • Übernahme

    Kupfer, Lithium und Öl sind nur einige Beispiele für Rohstoffe, deren Preise durch die Decke gehen. Davon profitieren die Aktien der Produzenten entsprechender Rohstoffe. Hinzu kommt inzwischen häufig auch noch Übernahmefantasie. Dies gilt beispielsweise für Standard Lithium. Der US-Explorer hat jetzt auch positive Daten für sein Projekt veröffentlicht. Dies gilt auch für GSP Resource. Zumindest was Bohrergebnisse und Übernahmefantasie angeht. Der Aktienkurs hat hingegen noch Luft nach oben. Gleiches gilt auch für Barrick Gold. Die Aktien notieren nahe dem Jahrestief, obwohl die Q3-Zahlen überzeugt haben und der Goldkonzern an jeder Unze glänzend verdient.

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