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2021-12-20 04:44

Porsche, Diamcor Mining, Aston Martin, VW – Wer will in 2022 schon auf Luxus verzichten?

  • Luxury
  • Diamanten
  • Sportwagen
Bildquelle: pixabay.com

In den deutschen Kinos läuft derzeit sehr erfolgreich der Ridley Scott Film „House of Gucci“. Die Handlung des Films zeigt den Zerfall der toskanischen Familien-Dynastie, die sich so oder ähnlich ereignet haben soll: Gucci schreibt seit Jahren schlechte Zahlen, gilt als altmodisch und überholt. Die beiden Firmeninhaber verweigern sich grundlegenden Erneuerungen und straucheln durch die wirtschaftlichen Veränderungen in den 1980ern. Die Familie gerät in Steuerprobleme und Erbstreitigkeiten. Schließlich scheitert sie, den Konzern weiterzuführen. Doch die Marke ist stark und schnell steht eine Übernahme durch Investoren aus dem Ausland im Raum. Der Umgestaltung des Hauses Gucci steht also nichts mehr im Weg. Ein sehenswerter Film über Aufstieg, Weltruhm, Missmanagement und Zerfall. Viele Börsenwerte laufen in ähnlichen Zyklen, gerade die Luxuswerte sind sehr modeanfällig, aber auch werthaltig.

Lesezeit: ca. Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: Diamcor Mining Inc. | CA2525312070 , PORSCHE AUTOM.HLDG VZO | DE000PAH0038 , ASTON MARTIN LAG.GLB.HLDG | GB00BN7CG237 , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039

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Inhaltsverzeichnis:


    Aston Martin – Der Großaktionär springt erneut ein

    Einer der Top-Luxuswerte im Bereich der extravaganten Sportwagen ist sicherlich die britische Kultmarke Aston Martin. Die Besitzer der wohlbekannten Automarke gehören zu den Menschen mit eher großen Ressourcen und vor allem gutem Geschmack. In der Movie-Kultserie “James Bond 007“ waren die Produkte von Aston Martin zuletzt immer von Daniel Craig in Szene gesetzt worden.

    Zwischen 2015 und 2020 hatte der Edel-Sportwagenhersteller eine harte Restrukturierung durchmachen müssen. Im Frühjahr 2020 wurde Aston Martin dann durch eine Finanzspritze eines Investment-Konsortiums um den kanadischen Milliardär Lawrence Stroll vor dem Bankrott gerettet, später beteiligte sich Daimler-Benz mit weiteren 20%. Stroll holte Tobias Moers, den früheren Chef der Mercedes-Tuningmarke AMG, als Vorstandschef zu den Briten.
    Aston Martin hat im dritten Quartal 2021 seinen Absatz mehr als verdoppelt, ganze 1.350 Fahrzeuge nach 660 im Vorjahr wurden an den Mann gebracht. Das ist vor allem auf das neue SUV-Modell DBX zurückzuführen, mit dem die Briten laut eigener Aussage explizit wohlhabende Frauen und Familien ansprechen. In die Gewinnzone hat es Aston Martin trotzdem nicht geschafft, ganz im Gegenteil: Der Verlust vor Steuern lag auch wegen höherer Finanzierungskosten bei 98 Mio. GBP bei einem Umsatz von gerade mal 238 Mio. GBP.

    Lawrence Stroll kaufte im Dezember 400.000 Aktien und investierte so weitere 5 Mio. GBP. Er hält nun rund 21,6% des Unternehmens. Die Aktie von Aston Martin erreichte zur Jahresmitte Kurse von über 26 EUR und fiel bis Dezember auf 13 EUR zurück. Letzte Woche gab es mit dem Einstieg von Stroll eine starke Gegenbewegung auf 15,2 EUR. Die Jahresziele wurden vom Unternehmen indes bestätigt. Der zuletzt vermutete Konsolidierungsbedarf hat sich eindrucksvoll bestätigt, das aktuelle Niveau ist nun attraktiv.

    Diamcor Mining – Diamonds are a girls best friend

    Nicht nur Marilyn Monroe war verrückt nach Luxus in Form von Diamanten. In den letzten Jahren gewannen die seltenen Edelsteine einen festen Platz in der physischen Asset-Allokation internationaler Vermögensverwalter. Wer nach physischen Investments an der Börse sucht, kann neben Sportwagen auch in die Diamantensuche investieren. Allerdings gibt es nur sehr wenige gelistete Diamanten-Player. Ein kleiner Vertreter ist die kanadische Diamcor Mining. Das Unternehmen ist stolzer Besitzer des Krone-Endora-Projekts inmitten eines Diamanten-Distrikts in Südafrika. Gleich nebenan schürft einer der Weltmarktführer im Diamantengeschäft, die De Beers Gruppe aus den Niederlanden.

    Mitte November 2021 hob Diamcor seine angekündigte Lieferung von 2.750 Karat ein weiteres Mal an und stellte ganze 2.925,66 Karat zum Verkauf. Damit beläuft sich die Gesamtmenge der im aktuellen Quartal gelieferten und verkauften Rohdiamanten auf 5.442,57 Karat, was einer Steigerung von 25% zum Vorquartal gleich kommt. Der korrespondierende Umsatz stieg auf 1,075 Mio. USD. Weitere Rohdiamanten, die bereits abgebaut, aber noch nicht ausgeliefert wurden, werden als Warenbestand gehalten und im kommenden Quartal ausgeliefert.

    Das Unternehmen ist sehr zufrieden mit der kontinuierlichen Steigerung der Verarbeitungsmengen aus der Phase-1-Produktion, man ist sich sicher, die historischen Verarbeitungsmengen um 100% zu erhöhen. Außerdem treibt das Unternehmen weiterhin seine Anstrengungen bei der Planung und Entwicklung einer größeren, zweiten Phase der Aufrüstungen seiner Verarbeitungsanlagen fort, die zeitlich im Plan liegen und im ersten Halbjahr 2022 abgeschlossen werden sollen.
    Die Aktie von Diamcor schwankt derzeit zwischen 0,32 und 0,35 CAD. Der Cashflow reicht für die geplanten Ausbauschritte aus. Mit den Minenerweiterungen steigt die produzierte Menge stetig und bringt den Unternehmenswert gut voran. Wer im Luxus-Sektor investieren will, ist mit einem Diamanten-Schürfer gut diversifiziert.

    Porsche SE und VW – Der IPO-Geheimtipp für das kommende Jahr

    Die seit September im DAX gelistete Porsche Automobil Holding SE (kurz: Porsche SE) ist eine Holdinggesellschaft mit Beteiligungen in den Bereichen Mobilitäts- und Industrietechnologie. Man versteht sich heute primär als Ankeraktionär und langfristiger Investor des Wolfsburger Volkswagen Konzerns, an dem sie 53,3% der Stammaktien hält. Am Stuttgarter Sportwagenhersteller Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG ist die Porsche SE über ihr Investment an der Volkswagen AG nur indirekt beteiligt.

    Erneute Spekulationen über einen Börsengang des Autobauers Porsche und Veränderungen in der Aktionärsstruktur von VW haben in den vergangenen Wochen die Aktien des VW-Großaktionärs Porsche Holding stark angetrieben. Laut "Handelsblatt" prüfen die VW-Eigentümerfamilien Porsche und Piëch dabei auch eine Reduzierung ihrer VW-Beteiligung. Über die Porsche Holding halten die Familien 53% an dem Wolfsburger Konzern. VW wiederum ist die Muttergesellschaft des Stuttgarter Sportwagenbauers Porsche.

    Den Spekulationen zufolge, könnten die Familieneigentümer mit den Erlösen aus einem Teilverkauf ihrer VW-Beteiligung den mehrheitlichen Einstieg bei Porsche finanzieren. Denkbar sei, dass sie dabei auch ihre Stimmrechtsmehrheit abgeben, aber immer noch größter VW-Aktionär vor dem Land Niedersachsen bleiben, die seit Jahrzehnten mit 20% an VW beteiligt sind. Damit könnten die Familien bis zu 15 Mrd. EUR einnehmen, ohne die Kontrolle über den VW-Konzern aus der Hand zu geben. Ein späterer Börsengang der Sportwagenperle Porsche bringt den Familieneigentümern weitere Milliarden ein und macht ein unmittelbares Investment in den Luxuswagenhersteller möglich. Aus diesem Blickwinkel sind die Porsche SE Vorzugsaktien mit einer Marktkapitalisierung von 26,4 Mrd. EUR sicherlich unterbewertet. Aber Spekulation ist eben Spekulation. Interessant!


    Die Hersteller von Luxusgütern hatten schon immer eine hohe Attraktivität an der Börse. Sie eigneten sich auch, um z.B. gegenüber anderen Branchen eine Portfolio-Diversifikation zu erreichen. Das Thema China Evergrande könnte allerdings eine internationale Kapitalverknappung bewirken, das belastet dann wiederum v.a. Luxusaktien. Diamcor ist ein kleiner Luxus-Player, der mit positiven Cashflows und niedriger Bewertung aufwarten kann.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Börsengang – Der Hauptzweck eines Börsenganges ist die Eigenkapitalbeschaffung, häufig die größte Eigenkapitalaufnahme in der Unternehmensgeschichte.
    3. IPO – Initial Public Offering (IPO) wird in der Praxis u.a. als Synonym für Aktienerstemission, Börseneinführung, Börsengang, Going Public, Neuemission oder auch Publikumsöffnung verwendet.

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    Kommentar von Fabian Lorenz vom 06.01.2022 | 06:27

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    Ist Omikron der Anfang vom Ende der Corona-Pandemie? Dies fragen sich nicht nur Börsianer. Denn wie es scheint, ist die Virus-Variante zwar ansteckender, führt aber offenbar auch zu weniger schweren Erkrankungen. Daher mussten Aktien der Impfstoff-Hersteller wie BioNTech, Moderna und Valneva zuletzt Federn lassen. Dabei gibt es insbesondere bei BioNTech Positives zu berichten. Während die Mainzer ihren Impfstoff auf die Omikron-Variante optimieren, gibt es positive Nachrichten aus den USA. Doch nicht nur der Covid19-Impfstoff ist weltweit gefragt, sondern auch Diamanten. Zuletzt meldete Israel einen deutlichen Nachfrageanstieg. Davon profitiert Tiffany-Partner Diamcor. Bei Jinkosolar geht es nach den kräftigen Kursverlusten vor Weihnachten in den ersten Handelstagen wieder nach Norden. So nimmt das IPO der Tochter Formen an.

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