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10.03.2026 | 04:30

Rüstung, Öl und verrückte Zeiten mit Silber auf 150 USD? Anleger schielen auf Airbus, Silver Viper, OHB, Rheinmetall und Renk

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Bildquelle: pixabay.com

Die Verwerfungen an den Märkten kommen nicht von ungefähr. Nicht nur dass die extrem aggressive Außenpolitik des US-Präsidenten andere Staaten in die Ecke drängt, nein – durch tatsächliche Eingriffe in fremde Staatssysteme verschieben sich Machtgrenzen und globale Lieferverhältnisse. China hat auf diesen Imperialismus längst reagiert und internationale Handelsabkommen für kritische Metalle aufgekündigt. Mit der ad hoc-Verteuerung von Öl rücken natürlich neue Themen auf den Plan, die den Osten und Westen wieder in eine schwierige Rolle zwängen. Mega-Öllieferanten aus dem Nahen Osten sind aktuell nicht in der Lage ihre Quoten zu liefern, Russland ist sanktioniert, was also bleibt, sind die USA und Kanada. Eine Goldgrube für deren Produzenten, die nun Vollgas geben können. Auch bei Silber scheint auch ein wichtiger Punkt erreicht zu sein. Die großen Shorts von Januar sind wohl gedeckt, aber die Nachfrage geht hier industriell durch die Decke. Anleger sollten auf aussichtsreiche Projekte wie z. B. Silver Viper blicken, denn sie beliefern alla Long die Besteller rund um den Globus.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: SILVER VIPER MINER. CORP. | CA8283344098 , OHB SE O.N. | DE0005936124 , RENK AG O.N. | DE000RENK730 , RHEINMETALL AG | DE0007030009 , AIRBUS | NL0000235190

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Inhaltsverzeichnis:


    Silver Viper - Strategischer Deal mit Fresnillo stärkt das Portfolio

    Raketen im Nahen Osten sorgen für hohe Unsicherheiten an den Rohstoffmärkten und lenken den Blick vieler Investoren wieder verstärkt auf Edelmetalle als strategische Anlageklasse. In solchen Phasen rücken stabile Bergbauregionen wie Mexiko wieder in den Fokus, der kanadische Explorer Silver Viper Minerals ist operativ vor Ort. Hier gibt es gute Nachrichten, denn die Gesellschaft hat in den vergangenen Monaten eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen und sich von einem klassischen Ein-Projekt-Unternehmen zu einem Explorationsunternehmen mit mehreren aussichtsreichen Liegenschaften weiterentwickelt.

    Besonders bedeutend war dabei die Übernahme des Coneto-Projekts Anfang 2026, das zuvor zum Portfolio des weltgrößten Primärsilberproduzenten Fresnillo gehörte. Durch die Transaktion wurde Fresnillo zum strategischen Aktionär, ein positives Testat für das geologische Potenzial der Projekte. Das Coneto-Gebiet umfasst rund 5.000 Hektar in einem historischen Bergbaudistrikt mit mehr als 40 bekannten Erzadern. Ziel von Silver Viper ist es, die historischen Strukturen mit modernen Explorationsmethoden systematisch zu erweitern und neue Ressourcen zu definieren. Silber-Anleger können daher in den nächsten Monaten mit sehr viel Newsflow rechnen. Parallel dazu bleibt das Projekt La Virginia im Bundesstaat Sonora das zentrale Flaggschiff des Unternehmens. Dort wurden in der Vergangenheit bereits hochgradige Gold- und Silbermineralisierungen entdeckt, darunter Abschnitte mit außergewöhnlich hohen Metallgehalten. Solche hochgradigen Zonen gewinnen vor allem in Zeiten steigender Produktionskosten an Bedeutung, da sie potenziell eine wirtschaftlich attraktive Förderung ermöglichen können. Auf dem Plan steht, die bestehende Ressource deutlich auszubauen und neue mineralisierte Strukturen zu identifizieren.

    Auch finanziell hat Silver Viper zuletzt wichtige Fortschritte erzielt. Eine erfolgreich platzierte Kapitalerhöhung in Höhe von rund 17 Mio. CAD stärkte die Liquiditätsbasis ordentlich und ermöglicht den Angriff an mehreren Fronten. Ergänzend dazu wurde das Managementteam mit erfahrenen Finanz- und Kapitalmarktexperten verstärkt, um die weitere Unternehmensentwicklung zu begleiten. Die Aktie hat sich in den vergangenen 6 Monaten mit einer Kurssteigerung von mehr als 100 % gut entwickelt, auf Basis von 2 Jahren waren es sogar in der Spitze 800 % Zuwachs. Dynamische Anleger können nun auf leicht reduziertem Niveau erneut zugreifen. Die Story bleibt höchst interessant!

    CEO Steve Cope zur weiteren Explorationsstrategie in Mexiko in seinem Referat auf dem 18. International Investment Forum. Hier geht´s zum Vortrag.

    https://youtu.be/8XvydXs-waA

    Airbus und Rheinmetall – Ein gemeinsames Satelliten-Projekt mit OHB

    Jetzt spielen die Europäer Elon Musk. Wie man hört, wollen Airbus, Rheinmetall und OHB ein gemeinsames Satellitennetzwerk für die Bundeswehr umsetzen. Das wäre ja mal ein Schritt in Richtung Steigerung der Wehrfähigkeit. Statt zu konkurrieren, hat man im Dienst der Sache entschieden, das Milliardenprojekt zusammen ⁠anzugehen, berichtete der Spiegel am Wochenende. Demnach informierten die Konzerne das Beschaffungsamt der Bundeswehr über die geplante Kooperation, nachdem die Behörde sie eigentlich zur Abgabe von Einzelangeboten aufgefordert hatte. Aus Sicht der Bundeswehr ist der Zusammenschluss durchaus vorteilhaft, denn man kann so auch bei einem ambitionierten Vorhaben auf Lieferung hoffen. Das Beschaffungsamt atmet durch, denn der übliche Rechtskrieg scheint vom Tisch, nun wird zusammengearbeitet. Die Luft- und Raumfahrt-Zuständigkeit trifft auf Airbus und OHB zu, während die Düsseldorfer Rüstungsschmiede Rheinmetall sich um die Vernetzung der Waffensysteme am Boden, zu Wasser und in der Luft kümmern soll.

    Anleger sollten sich über die neue Dynamik im deutschen Beschaffungswesen für Verteidigungs-Technik durchaus freuen, denn der Teil der Importsysteme dürfte nun perspektivisch sinken und die üppigen Margen für Kriegs-Technik könnten in Europa erzielt werden. Die aktuelle Kurskorrektur bei Airbus auf rund 171 EUR und bei Rheinmetall auf kurzfristig unter 1.600 EUR passt ins aktuelle Bild. Denn nach üppigen Gewinnen der letzten 2 Jahre, haben Investoren aktuell Absicherungsbedarf und auch eine Tendenz zum Liquiditäts-Aufbau. Denn niemand weiß so recht, welche Meldung schon Morgen wieder aus Nahost eintrifft. Risikobewusste Investoren sammeln ein, das haben die ersten Mutigen bei OHB zu frühen Morgenkursen um 240 EUR bereits getan!

    Renk – Analysten bleiben positiv gestimmt

    Zuletzt noch zu Renk. Mehrmals hatten wir in den letzten Berichten auf die Überbewertung der Aktie im Bereich über 70 EUR hingewiesen. Mit der Vorlage der Jahreszahlen für 2025 bestätigte sich die noch zögerliche Umsetzung des Wachstums, der Kurs fiel auf rund 50 EUR zurück. De facto erzielte die RENK Group einen Umsatz von rund 1,37 Mrd. EUR, was etwa 20 % mehr als 2024 entspricht. Der bereinigte Konzernüberschuss lag bei etwa 142 Mio. EUR, während der Auftragseingang ganze 1,57 Mrd. EUR erreichte. Herausragend auch der Auftragsbestand mit einem Rekordniveau von rund 6,7 Mrd. EUR. Haupttreiber war das Verteidigungsgeschäft, das rund 74 % des Umsatzes ausmachte. Nun muss Renk beweisen, dass man die operative Schlagzahl mittelfristig auch liefern kann. 14 von 16 Experten auf der Plattform LSEG sind davon überzeugt und erwarten ein durchschnittliches 12-Monatskursziel von 70,50 EUR. Die Aufholjagd kann bei heute 56 EUR also starten. Anleger sollten nur berücksichtigen, dass per 2026e ein KUV von fast 4 zu Buche steht. Das ist ambitioniert!

    In den letzten 6 Monaten zeigten Silver Viper und OHB mit dreistelligen Renditen Muskeln. Hingegen Rheinmetall, Renk und Airbus Hand in Hand im Konsolidierungsmodus. Quelle: LSEG vom 09.03.2026

    Die Börse macht derzeit keine Gefangenen. Während Rohstoff-Aktien ihren mehrjährigen Rückstand im aktuellen Knappheits-Zyklus stark nach oben ausleben, kommt es bei den Rüstungswerten zu Korrekturen, nachdem sie in den letzten 2 Jahren deutlich Überrenditen zum Gesamtmarkt geliefert hatten. Investoren erhalten nun die Möglichkeit, ihr Portfolio neu auszubalancieren.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Mit der „Alternative Fuels Infrastructure Regulation“ (AFIR) schafft die Europäische Union seit Jahresbeginn 2026 verbindliche Mindeststandards für öffentlich zugängliche Ladepunkte. Zusätzlich wurden zur Förderung der E-Mobilität in vielen EU-Ländern neue Subventionen auf den Weg gebracht, auch wenn die Kassen wegen der hohen Verteidigungsausgaben leer sind. Der europäische Gesamt-Automarkt ist indes im Januar spürbar unter Druck geraten. Nach den neuesten Daten des Branchenverbands ACEA sanken die PKW-Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahr um knapp 4 %, was den ersten Rückgang seit Monaten markiert und den schwierigen Gesamtmarkt widerspiegelt. Innerhalb dieser Entwicklung zeichnet sich aber ein klarer Trend ab: Die Elektrifizierung schreitet weiter voran und verschiebt die Marktanteile zugunsten batterieelektrischer Fahrzeuge. Gleichzeitig entfaltet sich der nächste Nahost-Konflikt mit stark steigenden Ölpreisen über 82 USD im Brent. Viel Rückenwind für alternative Antriebssysteme, die der weltweiten Hysterie trotzen können. Risikobewusste Anleger sollten jetzt ihre Portfoliostrukturen überarbeiten.

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