22.04.2026 | 04:00
Kritische Infrastruktur im Fokus: Power Metallic Mines glänzt, Heidelberger Druck & LPKF Laser bereit zum Sprung!
Die Straße von Hormus ist derzeit eines der meistzitierten geopolitischen Schlagworte in den internationalen Medien. Parallel dazu werden seit Monaten mögliche Engpassszenarien bei kritischen Metallen intensiv diskutiert. Die Bewertung von Hightech- und KI-Unternehmen basiert maßgeblich auf einem kontinuierlichen Ausbau von Rechenkapazitäten und der dafür notwendigen elektrischen Infrastruktur. Dieser Transformationsprozess erfordert enorme Mengen an industriellen Metallen und strategischen Rohstoffen. Im andauernden Kriegs-Szenario steht jedoch alles auf dem Prüfstand! Vor diesem Hintergrund positioniert sich Power Metallic Mines mit seinem NISK-Projekt in einem Marktumfeld, das zunehmend von Rohstoffsicherung und Lieferkettenstabilität geprägt ist. Auf der anderen Seite stehen Heidelberger Druck und LPKF Laser, die mit unterschiedlichen technologischen Ansätzen auf eine operative Trendwende setzen. Wir analysieren die relevanten Treiber, Risiken und Bewertungsperspektiven im Detail.
Lesezeit: ca. 5 Min.
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Autor:
André Will-Laudien
ISIN:
POWER METALLIC MINES INC. | CA73929R1055 | TSXV: PNPN , OTCBB: PNPNF , HEIDELBERG.DRUCKMA.O.N. | DE0007314007 , LPKF LASER+ELECTRON. | DE0006450000
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Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
André Will-Laudien
Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.
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Starke Investoren, starke Gehalte: Warum Power Metallic vor einer Neubewertung stehen könnte
Wenn wir uns über Lieferketten Gedanken machen, sollten wir auf folgende starke Signale aus Quebéc achten: Dort positioniert sich der kanadische Explorer Power Metallic Mines als strategischer Akteur im nordamerikanischen Rohstoffsektor mit engem Fokus auf Kupfer, Nickel und Edelmetalle. Im Zentrum des Interesses steht das Nisk-Projektgebiet, für das das Unternehmen inzwischen ein zusammenhängendes Landpaket von rund 330 km² sowie etwa 50 km potenzieller Beckenränder kontrolliert. Die fortlaufenden Explorationsprogramme umfassen bereits mehr als 65.000 Meter Bohrungen, mit dem klaren Ziel, die Ressourcenkategorien in Richtung „Indicated“ zu entwickeln und damit die Grundlage für wirtschaftliche Studien (PEA) zu schaffen.
Besonders bemerkenswert ist dabei die Kombination aus politisch stabiler Jurisdiktion, vorhandener Infrastruktur und beschleunigten Genehmigungsprozessen, ein Standortvorteil, der Investoren regelrecht begeistert! Operativ liefert die sogenannte Lion-Zone derzeit die wichtigsten Werttreiber des Unternehmens. Im Winter-Bohrprogramm 2026 wurde unter anderem ein Abschnitt von 27,10 Metern mit 2,17 % Kupferäquivalent durchteuft, einschließlich eines hochgradigen Intervalls von 4,76 Metern mit 10,43 % Kupferäquivalent. Weitere Bohrungen bestätigten die geologische Kontinuität der Lagerstätte, etwa 10,35 Meter mit 2,88 % Kupferäquivalent sowie Teilabschnitte von 4,35 Metern mit 5,94 % Kupferäquivalent. Das sind hochindustriefähige Grade!
Diese Ergebnisse liegen deutlich über den typischen Durchschnittsgehalten vergleichbarer Projekte, zusätzlich wurde eine neue Goldzone mit Spitzenwerten von 34,6 g/t Gold identifiziert, was das polymetallische Profil des Projekts weiter stärkt und die Abhängigkeit von einzelnen Rohstoffen reduziert. Die geologische Interpretation zeigt inzwischen, dass sich die Mineralisierung über die bisher bekannten Grenzen hinaus fortsetzt, was das Potenzial für eine signifikante Ressourcenerweiterung eröffnet. Finanziell und strategisch profitiert das Unternehmen von der Unterstützung namhafter Investoren wie Robert Friedland, Rob McEwen und Gina Rinehart, deren Engagement als starkes Vertrauenssignal für die langfristige Wertschöpfung interpretiert wird.
Mit einer aktuellen Marktkapitalisierung von rund 230 Mio. CAD und einem Analystenkonsens von etwa 2,44 CAD je Aktie gegenüber Kursniveaus um 1,22 CAD ergibt sich ein rechnerisches Potenzial von 100 %. Vor dem Hintergrund herannahender Angebotsdefizite bei Nickel und Kupfer, der kontinuierlich positiven Bohrergebnisse und der wachsenden Projektgröße entsteht das Bild eines Explorers mit klarer Wachstumsdynamik. Die aktuellen Rahmendaten sollten für eine schnelle Aufbruchsstimmung sorgen, denn frühere Höchststände lagen schon mal über 1,70 CAD.
CEO Terry Lynch im Gespräch mit IIF-Moderatorin Lyndsay Malchuk über die neue Kupfer-Entdeckung auf dem NISK-Projekt. Hier geht´s zum Video.
Heidelberger Druck – Die Ambitionen sind groß
Im Reigen der quirligen Defense-Aktien taucht in letzter Zeit immer wieder Heidelberger Druckmaschinen auf. Auch in der letzten Woche führten die Aktien des Maschinenbauers wieder mal die Gewinnerlisten an. Der Titel sprang von 1,35 auf 2,05 EUR um 50 % nach oben. Der Grund: Das Unternehmen hatte in den letzten Wochen massive Rüstungs-Phantasien im Bereich Drohnenabwehr gestreut. Doch nun ein plötzlicher Stimmungsumschwung durch die Veröffentlichung der letzten Jahreszahlen 2025. Hier musste das Management eingestehen, dass die angestrebte operative Marge von 7,1 % nicht erreicht werden konnte – am Ende blieben lediglich 6,6 % hängen. Analysten werten dies als Warnsignal: Denn trotz stabilen Umsatzes scheint das Preisumfeld schwieriger geworden zu sein, was direkt auf die Profitabilität drückt.
Händler berichten, dass Shortseller ihre Positionen auf dem Weg nach oben glattstellten. Mit der verfehlten Prognose im Rücken scheint dieser Treibstoff nun aber aufgebraucht. Die Fantasie rund um das Gemeinschaftsunternehmen mit dem US-Partner Onberg Autonomous Systems bleibt zwar in den Köpfen der Investoren erhalten, doch die operativen Schwächen im Kerngeschäft rücken nun wieder in den Vordergrund. Wenn das Management die Margenschwäche im klassischen Druckmaschinengeschäft nicht in den Griff bekommt, dürfte es die neue „Hoffnungssparte Drohnenabwehr“ schwer haben, den Kurs nachhaltig auf hohem Niveau zu halten. Die Marke von 2 Euro scheint vorerst in weite Ferne gerückt zu sein. Mit einer Marktkapitalisierung von 500 Mio. EUR ist Heidelberger Druck sicherlich nicht überteuert, für eine signifikante Aufwertung braucht es aber bessere Margen und einen Defense-Kick, der wirklich ernsthaft umgesetzt wird. Angekündigt hatte man das schon vor einem halben Jahr. Die Brokerhäuser Baader und mwb vergeben ein „Buy“ und erwarten 2,40 bzw. 2,60 EUR. Nette Kursziele für die operative Sonnenseite!
LPKF Laser – Hier geht es zur Sache
Die Aktie von LPKF Laser & Electronics erlebt derzeit einen außergewöhnlichen Aufschwung und rückt als möglicher Schlüsselspieler der nächsten Halbleitergeneration in den Fokus wachstumsorientierter Investoren. Treibende Kraft ist weniger das aktuelle Geschäft, sondern die Vision eines technologischen Durchbruchs: Glas-Substrate gelten als potenzieller Gamechanger für energieintensive KI-Chips und könnten einen neuen Industriestandard definieren. Mit der LIDE-Technologie positioniert sich LPKF als Innovationsführer in einer Nische mit hoher Eintrittsbarriere und signifikanter Skalierungsoption.
Strategische Partnerschaften mit Branchengrößen wie TPK Holding und ASE Technology erhöhen die Visibilität für eine mögliche Kommerzialisierungsphase und fungieren als Vertrauenssignal für den Markt. Zentrale kurzfristige Kurstreiber sind belastbare Serienaufträge, Fortschritte beim industriellen Rollout der Technologie sowie positive Kommunikation rund um die nächste Ergebnisveröffentlichung. Aus Investorensicht handelt es sich um einen „High-Conviction-Titel“ mit Venture-Charakter, meint hohes Risiko, aber bei erfolgreicher Marktdurchdringung auch ein überproportionales Wertschöpfungspotenzial. Nach einer satten Kursverdoppelung seit Mitte März auf gestern 14,75 EUR mehren sich Stimmen der Vorsicht. Man darf getrost daran erinnern, dass die erwarteten 109 Mio. EUR Umsatz in 2026e bereits mit dem Dreifachen bewertet sind. Wenn die neue Technologie greift und vielleicht sogar von einem Branchenriesen gekauft wird, war 15 EUR allerdings nur eine Zwischenstation nach oben! Spekulativ interessant!

Die Volatilität der Märkte zeigt sich nun jeden Tag. Mit Trump hui – mit Trump pfui! Da die Richtung der Entscheidung nur wenigen zur Kenntnis gelangt, ist es für den normalen Anleger schwer, mögliche Äußerungen des Präsidenten richtig umzusetzen. Was jedoch hilft, ist eine ausgewogene Investitionsquote in die Themen der Zeit. Kritische Metalle, Rohstoffe, Rüstung und Hightech bleiben immer wieder gefragt. Denn wer richtig über mehrere Themen streut, erzielt eine gute Mischrendite.
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