08.01.2026 | 06:00
So profitieren Sie 2026 vom Comeback der Gesundheitsbranche: Novo Nordisk, Vidac Pharma und Pfizer im Fokus
Nachdem das letzte Jahr für Investoren der Pharma- und Biotech-Branche eine Enttäuschung war, wendet sich das Blatt an der Börse für diese Werte aktuell entscheidend. Politische Klarheit, eine Rückkehr von großen Übernahmen und bahnbrechende klinische Daten schaffen das Fundament für ein nachhaltiges Comeback. Dieser neue Optimismus eröffnet konkrete Chancen für strategische Investments. Drei Unternehmen stehen beispielhaft für diese vielversprechenden Treiber: Novo Nordisk, Vidac Pharma und Pfizer.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Armin Schulz
ISIN:
NOVO NORDISK A/S | DK0062498333 , VIDAC PHARMA HOLDING PLC | GB00BM9XQ619 , PFIZER INC. DL-_05 | US7170811035
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Inhaltsverzeichnis:
"[...] nach Abschluss der Untersuchungen unseres Partners, besteht durch diese Vereinbarung die Möglichkeit einer starken Wertschöpfung für unser Unternehmen. [...]" Dr. Aram Mangasarian, CEO, NOXXON Pharma N.V.
Der Autor
Armin Schulz
Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.
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Novo Nordisk - die orale Ära der Gewichtsmedikamente
Der Startschuss für die nächste Runde im Milliardenrennen um Abnehm-Medikamente ist gefallen. Mit der FDA-Zulassung der oralen Version von Wegovy noch im Dezember hat Novo Nordisk einen wichtigen symbolischen Sieg errungen. Die Bedeutung liegt auf der Hand, die Pille eröffnet einen deutlich größeren Adressatenkreis, da sie die Hemmschwelle für viele potenzielle Patienten senkt. Während dieser Schritt weitgehend erwartet und im Kurs antizipiert war demonstrierte die robuste Kursreaktion, dass der Markt Klarheit und planbare Meilensteine honoriert, besonders zum Jahresende, als leise Zweifel an einem reibungslosen Zulassungsprozess aufkamen.
Novo Nordisk geht mit klaren Vorteilen in dieses neue Kapitel. In Studien zur Gewichtsreduktion bei Menschen ohne Diabetes schneidet die 25-mg-Semaglutid-Pille mit einer Placebo-korrigierten Gewichtsabnahme von rund 14 % gut ab und zeigt in einigen Teilaspekten eine stärkere Wirkung als der Konkurrenzkandidat Orforglipron von Eli Lilly. Zwar ist der Vorsprung als Erstanbieter voraussichtlich nur von kurzer Dauer, doch diese paar Monate können entscheidend sein, um Marktanteile und Präferenzen zu sichern. Zudem wächst der Markt für Adipositas-Behandlungen mit Raten von über 40 % weiter explosionsartig. Hier liegt das eigentliche Volumenwachstum.
Trotz dieser positiven Signale steht 2026 unter dem Motto "Beweise es". Der Wettbewerbsdruck durch Eli Lilly bleibt enorm, und der Patentschutz für Semaglutid läuft in einigen wichtigen Schwellenländern aus, was Preisdruck bringen könnte. Die Chance für Novo Nordisk liegt darin, mit der Oral-Pille die dynamisch wachsende Gewichtskontrolle-Sparte weiter anzufeuern und zugleich durch den neuen CEO eine effizientere Kostenstruktur und schärfere Fokussierung zu erreichen. Sollte die reale Nachfrage nach der Pille die Erwartungen übertreffen, könnte das die aktuelle Zurückhaltung der Anleger schnell entkräften. Derzeit ist die Aktie für 48,40 EUR zu haben.
Vidac Pharma - ein neuer Ansatz gewinnt an Fahrt
In der Onkologie herrscht seit langem ein Paradigma: Man sucht nach spezifischen Zielmolekülen auf Tumorzellen, um sie gezielt auszuschalten. Das Biotech-Unternehmen Vidac Pharma verfolgt nun einen radikal anderen Pfad. Statt einen einzelnen Schalter umzulegen zielt die Technologie darauf ab, den gesamten entgleisten Stoffwechsel einer Krebszelle umzuprogrammieren. Die Idee ist, die Zelle dazu zu bringen, sich wieder normal zu verhalten und schließlich den programmierten Zelltod einzuleiten. Dieser systemische Ansatz könnte ein Game-Changer werden, da er ein fundamentales Merkmal fast aller Tumore adressiert.
Der Pipeline-Fortschritt gibt dieser Strategie Gewicht. Das führende Wirkstoffprogramm hat im Dezember die Genehmigung für eine Phase-2b-Studie in Europa erhalten, die eine spezifische Vorstufe von Hautkrebs behandelt. Solche regulatorischen Meilensteine sind keine Formalie, sondern bestätigen die Reife des Entwicklungsprogramms. Parallel hat das Unternehmen seine Präsenz an europäischen Börsen, zuletzt im Xetra-Handel, ausgebaut. Dies verbessert die Liquidität und erhöht die Sichtbarkeit bei institutionellen Investoren, ein wichtiger Schritt für die weitere Finanzierungsfähigkeit.
Alles deutet darauf hin, dass die langfristige Strategie auf eine Partnerschaft oder sogar Übernahme durch einen großen Pharmariesen zielt. Das ist durchaus schlüssig, denn die Branche steht unter Druck. In den nächsten Jahren laufen Patente für etablierte Therapien aus. Also jagen die Konzerne nach neuen, vielversprechenden Wirkmechanismen, und die sind hier zu finden. Mit einem patentierten, breit ansetzenden Ansatz und ersten klinischen Daten positioniert sich das Unternehmen als potenziell attraktiver Kandidat. Analysten sehen das Potenzial bereits und bewerten die Pipeline deutlich über dem aktuellen Börsenwert. Das Kursziel von Sphene Capital liegt bei 4,20 EUR. Für 2026 dürften vor allem die klinischen Daten aus der laufenden Studie den Ton angeben. Aktuell notiert die Aktie bei lediglich 0,57 EUR.
Pfizer - 2026: Der strategische Neustart nimmt Fahrt auf
Für Pfizer-Aktionäre waren die letzten Jahre eine Geduldsprobe. Während der Markt neue Höhen erklimmt dümpelt die Aktie des Pharmariesen vor sich hin. Der Grund ist bekannt. Die pandemiebedingten Sondergewinne schmelzen dahin und ein massiver Patentablauf bei Blockbustern droht, ein milliardenschweres Loch in die Bilanz zu reißen. Doch wer jetzt nur die kurzfristigen Schwächen sieht, verpasst vielleicht den Blick auf das große Spiel. Pfizers Management agiert nicht defensiv, sondern setzt mit einer aggressiven Wachstumsstrategie auf einen kompletten Reset. 2026 könnte das Jahr werden, in dem sich die Weichen endgültig stellen.
Der Dreh- und Angelpunkt dieser Strategie ist ein massiver, 10 Mrd. USD schwerer Einstieg in den Adipositas-Markt. Mit der Übernahme von Metsera hat sich Pfizer nicht nur ein vielversprechendes Portfolio aus injizierbaren Wirkstoffen gesichert, sondern zeigt vor allem Entschlossenheit. Statt nur zuzuschauen, wie Lilly und Novo den Markt unter sich aufteilen, bringt der Konzern seine gesamte Finanzkraft und Entwicklungskapazität in Stellung. Für 2026 sind bereits bis zu 15 klinische Programme in diesem Bereich geplant, viele davon in der entscheidenden Phase-3. Hier will man nicht nur mitspielen, sondern die Regeln mitbestimmen.
Doch Pfizers Stärke liegt nicht nur im blanken Scheckheft. Der wahre Trumpf könnte die synergistische Nutzung bestehender Infrastruktur sein. Die Vermarktung von Adipositas-Medikamenten ist eine klassische Primärarztaufgabe. Das ist ein Terrain, auf dem Pfizer mit Veteranen wie Lipitor und Eliquis über Jahrzehnte unübertroffene Erfahrung sammelte. Dieses globale Vertriebsnetzwerk, die Beziehungen und der logistische Apparat sind ein Wettbewerbsvorteil, den Neulinge nicht so einfach replizieren können. Während 2026 finanziell noch ein Übergangsjahr mit Verdünnungseffekten bleiben wird legt Pfizer damit die Fundamente für ein neues, nachhaltiges Wachstum gegen Ende des Jahrzehnts. Momentan kostet eine Aktie 25,43 USD.
Für strategische Investoren markiert 2026 den Wendepunkt für ein nachhaltiges Comeback der Gesundheitsbranche. Novo Nordisk treibt mit der oralen Wegovy-Pille die Adipositas-Revolution voran und setzt neue Maßstäbe. Vidac Pharma überzeugt mit einem radikalen, stoffwechselbasierten Krebsansatz und steht vor wichtigen klinischen Daten aus seiner Phase-2b-Studie. Pfizer startet einen strategischen Neustart und setzt mit einem massiven 10 Mrd.-USD-Engagement im Adipositas-Markt ein klares Wachstumssignal.
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