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06.02.2026 | 05:15

Almonty Industries im Höhenflug! Novo Nordisk und PayPal wurden abgestraft. Wo soll man einsteigen?

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Bildquelle: pixabay.com

Die Börse spaltet sich! Während Bergbauwerte von geopolitischen Verwerfungen und der strategischen Rohstoffjagd profitieren, stürzen etablierte Börsenkonzerne bei kleinsten Enttäuschungen ab. Dieser radikale Wandel markiert das Ende der Globalisierungslogik. Heute schlägt Resilienz die Effizienz. Drei völlig unterschiedliche Unternehmen stehen exemplarisch für diese neue Ära: Der Wolfram-Produzent Almonty Industries, der Pharmariese Novo Nordisk und der Zahlungsdienstleister PayPal. Wir analysieren die aktuelle Situation.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 , NOVO NORDISK A/S | DK0062498333 , PAYPAL HDGS INC.DL-_0001 | US70450Y1038

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Inhaltsverzeichnis:


    Almonty Industries - warum die Analysten jetzt nachjustieren

    Die US-Investmentbank DA Davidson hat ihr Kursziel für Almonty Industries kürzlich kräftig von 12 auf 18 USD angehoben. Der Grund ist so klar wie selten, der Markt hat sich fundamental verändert. Die Analysten reagieren damit auf massive Preisanstiege bei Wolfram, einem Metall, das für Verteidigung und Hochtechnologie unverzichtbar ist. Die durchschnittlichen Spotpreise haben sich laut Daten von Fastmarkets zuletzt mehr als verdoppelt. Diese Bewegung ist kein kurzfristiger Sprung, sondern spiegelt eine anhaltende Angebotsknappheit bei starker Nachfrage wider, ein perfektes Umfeld für produzierende Unternehmen wie Almonty.

    Das erhöhte Kursziel speist sich nicht nur aus den Rohstoffpreisen, sondern auch aus konkreten operativen Fortschritten. Almontys Flaggschiffprojekt, die Sangdong-Mine in Südkorea, hat den Übergang von der Bau- zur Produktionsphase geschafft. Die Inbetriebnahme läuft, die kommerzielle Förderung steht für das 1. Quartal 2026 in Aussicht. Damit positioniert sich das Unternehmen als größter Wolfram-Produzent außerhalb Chinas in einem Markt, der durch staatliche Exportbeschränkungen des asiatischen Riesen zunehmend fragmentiert wird.

    Almontys Stärke liegt in seiner strategischen Ausrichtung. Das Unternehmen baut eine voll integrierte Lieferkette in politisch stabilen Regionen auf, die von den USA und ihren Verbündeten gefördert wird. Dies zeigt sich in langfristigen Abnahmeverträgen, etwa für die US-Verteidigungsindustrie. Zusammen mit einer soliden Bilanz, die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind gut gedeckt, und einer erfahrenen Führung, die gezielt um Expertise in Logistik und Sicherheit ergänzt wurde, verfügt Almonty über das Handwerkszeug, um von dieser strukturellen Marktveränderung langfristig zu profitieren. Aktuell notiert die Aktie bei 13,36 USD.

    Novo Nordisk - zwischen Pionierleistung und Preisdruck

    Das Geschäftsjahr 2025 zeigt für Novo Nordisk ein zwiespältiges Bild. Der dänische Pharmariese verzeichnete ein Umsatzplus von 10 %, doch der operative Gewinn legte nur halb so stark zu. Diese Phase der Entkopplung bedeutet einen spürbaren Wendepunkt. Zuvor erlebte das Unternehmen eine beispiellose Expansion und stieg zum Marktführer im Diabetes- und Adipositas-Bereich auf. Seit 2019 haben sich Umsatz und Gewinn mehr als verdoppelt, eine beeindruckende Entwicklung. Allerdings zeigt die Zahlenlage auch erste Ermüdungserscheinungen: Die Bruttomarge schmolz auf rund 81 % zusammen, getrieben durch höhere Kosten und erste Preisanpassungen.

    Doch der Blick nach vorn stimmt optimistisch, denn es gibt weiterhin kräftige Wachstumsmotoren. Ein absoluter Renner ist die neue Wegovy-Pille. Ihr Launch gelang außergewöhnlich gut. Schon in den ersten Wochen gingen wöchentlich rund 50.000 Rezepte über den Tisch, mehr als doppelt so viele wie bei vergleichbaren Vorgängerprodukten. Besonders spannend: Ein Großteil der Patienten wird erstmals behandelt. Das bedeutet, hier wird nicht nur um Marktanteile gerungen, sondern der Markt selbst wird deutlich vergrößert. Die orale Formel könnte zudem Patienten erreichen, die Injektionen ablehnen, und so das gesamte Marktvolumen vergrößern. Zudem liefert die Pipeline mit Kandidaten wie CagriSema und Zenagamtide solide klinische Daten, die das Portfolio langfristig absichern.

    Für das laufende Jahr sieht die Prognose jedoch düster aus. Das Management erwartet einen Umsatz- und Gewinnrückgang von 5-13 %. Gründe sind ein erheblicher Preisdruck in den USA durch staatliche Rabattvereinbarungen, der bevorstehende Patentschutzverlust für Semaglutid in einigen Märkten und der scharfe Wettbewerb. Als Antwort darauf setzt der Konzern voll auf Volumenwachstum und treibt seine Restrukturierung voran. Investoren müssen abwägen, ob der kurzfristige Gewinneinbruch durch die aggressive Volumenstrategie und die starke Marktposition langfristig überkompensiert wird. Derzeit ist die Aktie für 40,07 EUR zu haben.

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    PayPal - Neustart mit Altlasten

    Die jüngsten Zahlen von PayPal lesen sich wie eine Bestandsaufnahme anhaltender Probleme. Im 4. Quartal wuchs der Umsatz nur noch um magere 3 %. Besonders beunruhigend ist, dass das Kerngeschäft, die „Branded Checkout“-Lösung, weiter an Schwung verloren hat und lediglich um 1 % zulegen konnte. Die Führung reagierte mit einem überraschenden Wechsel an der Spitze. Der neue CEO, Enrique Lores, übernimmt ab März ein Unternehmen, das trotz eines riesigen Nutzernetzwerks von 439 Mio. Konten spürbar an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt hat. Die enttäuschende Prognose für 2026, die sogar einen Rückgang der Gewinnmargen vorsieht, unterstreicht die Dringlichkeit des Turnarounds.

    Dennoch bietet die Bilanz einige Ankerpunkte für Optimisten. Der Zahlungsdienstleister ist alles andere als pleite. Der freie Cashflow bleibt mit über 2 Mrd. USD pro Quartal robust. Geplant sind zudem Aktienrückkäufe in Höhe von 6 Mrd. USD im laufenden Jahr, was als positives Zeichen für die Aktionäre zu werten ist. Zudem gibt es weiterhin Wachstumsbereiche. Venmo steigerte seinen Umsatz deutlich und auch der „Buy Now, Pay Later“-Bereich legte kräftig zu. Diese soliden Fundamentaldaten verschaffen dem neuen Management Zeit für strategische Korrekturen.

    Die zentrale Frage für Investoren ist jedoch, ob diese Stärken die strukturellen Schwächen aufwiegen. Die strategische Ausrichtung wirkt unklar. Soll das Wachstum eher beim Händler oder beim Verbraucher ansetzen? Der Markt fordert einen klaren, nachvollziehbaren Plan, nachdem frühere Versprechungen nicht eingehalten wurden. Die Ernüchterung sitzt tief, das Vertrauen muss sich der neue Chef erst wieder erarbeiten. Für einen Einstieg braucht es konkrete Beweise, dass die neu definierten Prioritäten auch zu besseren Ergebnissen führen. Momentan kostet eine Aktie 41,03 USD.


    Die aktuellen Kursbewegungen zeigen eine fundamentale Spaltung: Der Markt belohnt nun Unternehmen, die strukturellen Megatrends folgen, und bestraft solche mit kurzfristigen Schwächen. Almonty Industries profitiert als Wolfram-Produzent direkt von geopolitischen Spannungen und der strategischen Rohstoffjagd. Novo Nordisk kämpft als Pharmariese trotz starker Marktstellung mit akutem Preisdruck und einem erwarteten Gewinneinbruch. PayPal muss als Zahlungsdienstleister mit großer Nutzerbasis erst beweisen, dass der Neustart unter dem neuem CEO gelingt.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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    • kritische Rohstoffe
    • Seltene Erden
    • Rüstung
    • Flammschutz

    Es gibt Momente, in denen geopolitische Brüche ganze Industriezweige durcheinanderbringen. Wer sich an das Jahr 2010 erinnert, weiß, wovon die Rede ist: Damals drehte China im Streit um die Senkaku-Inseln den Export für Seltene Erden faktisch ab. Die westliche Industrie stand unter Schock, Preise explodierten und ein kleiner, bis dahin kaum beachteter australischer Explorer namens Lynas Rare Earths avancierte über Nacht zur einzigen Hoffnung der westlichen Welt. Heute, 15 Jahre später, erleben wir ein Déjà-vu: Diesmal steht jedoch nicht Neodym im Fokus, sondern Antimon – das vergessene Metall, ohne das die Rüstungsindustrie stillsteht. Wieder dominiert China den Markt, wieder werden Exportbeschränkungen als politische Waffe eingesetzt und wieder sucht der Westen händeringend nach einer sicheren Alternative. In diesem Szenario tritt Antimony Resources auf den Plan. Das Unternehmen steht heute genau an jenem Punkt, an dem Lynas vor seinem legendären Aufstieg stand: Es kontrolliert ein Antimon-Projekt in einer sicheren Jurisdiktion, das die Abhängigkeit vom Osten brechen kann.

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