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06.09.2021 | 05:10

Steinhoff, Saturn Oil + Gas, Nio – Spektakuläre Transformation

  • Chancen
Bildquelle: pixabay.com

Es ist in der vergangenen Woche viel passiert an den globalen Kapitalmärkten. Neben dem OPEC+-Treffen, bei dem beschlossen wurde, die Ölhähne weiter aufzudrehen, bestimmten erneut enttäuschende Arbeitsmarktdaten die Richtung der Aktienkurse. Für Furore sorgten einige Nebenwerte, die entweder aufgrund starker Quartalszahlen oder neuer Unternehmensentwicklungen vor gravierenden Neubewertungen stehen dürften. Positionieren Sie sich jetzt, denn bekanntlich liegt im Einkauf der Gewinn!

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: STEINHOFF INT.HLDG.EO-_50 | NL0011375019 , SATURN OIL+GAS O.N. | CA80412L1076 , NIO INC.A S.ADR DL-_00025 | US62914V1061

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Inhaltsverzeichnis:


    Günstigster Produzent mit (noch) KGV 1

    Die Ölförderquote soll laut der Organisation erdölexportierender Staaten und ihrer Verbündeten wegen der Erholung der Wirtschaft im Oktober um 400.000 Barrel pro Tag angehoben werden. Aufgrund der Ausbreitung der Delta-Variante und einer gewissen Unsicherheit, will sich das Öl-Kartell jedoch monatlich abstimmen, um gegebenenfalls Anpassungen nach unten vornehmen zu können. Durch die Akquisition von Leichtölvorkommen im Oxbow-Gebiet im Südosten von Saskatchewan hebt auch einer der führenden Erdölproduzenten Nordamerikas, Saturn Oil & Gas, die Fördermenge um das Zwanzigfache an. Bis zu 7.000 Barrel kann das transformierte Unternehmen nun täglich an die Oberfläche bringen.

    Die in der vergangenen Woche veröffentlichten Zahlen zum zweiten Quartal zeigen das enorme Potenzial nun erstmals schwarz auf weiß. Der Umsatz seit der Übernahme lag bei 520.000 CAD pro Tag, was sich im freien Cash Flow, der bei 265.000 CAD pro Tag lag, widerspiegelte. Mit einem im Branchendurchschnitt überaus günstigen Kaufpreis von lediglich 1,4mal Cashflow, konnte sich das kanadische Unternehmen ein knapp 280.000 netto Acres großes Fördergebiet sichern, dass in einer Kombination von Fremd- und Eigenkapital finanziert wurde. Der Anteil des Fremdkapitals soll inklusive Zinsen bereits bis Mitte 2023 zurückgezahlt sein. Durch den Verkauf von großen Tranchen der Produktion für die nächsten vier Jahre ist die Rückführung der Schuldenlast bereits gesichert. Überdies besitzt Saturn Oil & Gas durch die Optimierung und Komplettierung von über 550 bestehenden Bohrlöchern zusätzliches Potenzial zur Generierung weiterer Cash-Flows.

    Nach Rückführung des Darlehens plant das Management um CEO John Jeffrey bereits weitere Erwerbe. Berechnet man nur den gesicherten Cash-Flow von rund 80 Mio. CAD für ein Gesamtjahr, dann ergibt der Kurs von 0,17 CAD ein 2022er Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 1. In der Peer-Group werden aktuell KGVs von über 5, der Branchenriese BP wird auf Basis des Jahres 2022 mit 7 bewertet, gezahlt. Die drastische Unterbewertung kommt nun langsam an die Oberfläche. Mit hohen Volumina stieg die Aktie in der vergangenen Handelswoche bereits an. Potenzial besitzt Saturn Oil & Gas freilich weiter reichlich.

    Entscheidung vertagt

    Kräftig nach oben schoss in den vergangenen Tagen auch die Aktie von Steinhoff. Der Markt wartet auf eine Entscheidung im Vergleichsverfahren. Diese wurde nun jedoch noch einmal auf den 9. September vertagt. So kam man am Freitag beim ersten Teil der Gläubigerversammlung in Amsterdam noch zu keiner finalen Einigung zum vorliegenden Vergleichsvorschlag. Jedoch kamen positive Signale, dass die aktuelle Vorlage gute Chancen besitzt, von der Mehrheit angenommen zu werden. Weiter geht es im Vergleichsmarathon nun am Montag in Südafrika, bevor am 8.September eine weitere Runde in den Niederlanden ansteht. Auch wenn der Vergleich angenommen wird, stehen immer noch eklatante Risiken im Bezug auf ein Fortbestehen des Konzerns im Raum. Steinhoff ist und bleibt ein Zockerpapier.

    Nio auf Brautschau

    Der Sportwagenhersteller Lotus hat ehrgeizige Ziele, um die Elektrifizierung seiner Fahrzeuge voranzubringen. Um diese zu erreichen, machte man nun die Tür für den chinesischen Elektroautobauer Nio weit auf. Das Elektroauto-Startup investierte über ihren VC-Arm in Lotus Technologies, einer neugegründeten Unit des Autobauers, der sich bereits unter dem chinesischen Geely-Konzern befindet. Über Preis und Höhe der Beteiligung wurde Stillschweigen vereinbart.

    Bekannt wurde allerdings, dass Lotus eine neue Fertigungsanlage in Wuhan errichtet, die die fortschrittlichsten Fertigungstechnologien der Welt enthalten soll, um ein globales Kompetenzzentrum für die Premium-Lifestyle-Modelle von Lotus zu werden. Auf einer Fläche von über einer Million Quadratmeter und mit einer Investition von über 8 Milliarden RMB, verfügt das Werk über eine Produktionskapazität von 150'000 Fahrzeugen pro Jahr. Die Aktie von Nio dreht nach einem Rücksetzer und erfolgreichen Tests des Unterstützungsbereichs bei rund 37 EUR wieder nach oben und bietet auf dem aktuellen Niveau eine interessante Trading-Chance.


    Durch die erfolgreiche Akquisition im zweiten Quartal bietet die Aktie von Saturn Oil & Gas im Vergleich zum Branchendurchschnitt noch erhebliches Potenzial. Auch wenn bei Steinhoff die Vergleichsvorschläge angenommen werden, ist weiter höchste Vorsicht geboten. Dagegen bietet Nio auf aktuellem Niveau eine attraktive Einstiegschance.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.
    3. Startup – Ein Startup ist eine Unternehmensgründung mit einem innovativen Geschäftsmodell.

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    Sowohl Kryptowährungen als auch Edelmetalle korrigierten in den vergangenen Wochen scharf. Während bei Bitcoin, Etherum & Co als Gründe zum einen negative Tweets von Elon Musk, als auch Handelsverbote und verschärfte Regularien in China herangezogen wurden, sind es bei Gold und Silber die Ängste vor möglichen, vorgezogenen Zinserhöhungen. Kurzfristig dürfte, auch charttechnisch, noch etwas Korrekturpotenzial vorhanden sein. Langfristig stehen die Ampeln für einen steigenden Gold- und Silberpreis auf Grün.

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    Erinnern Sie sich noch an die letzten Jahre des vergangenen Jahrtausends, als Amazon belächelt wurde, weil es versuchte, Bücher über das Internet zu vertreiben? Jetzt, rund 20 Jahre später, gibt es kaum noch Güter, die man nicht mehr über das World Wide Web erwerben kann. Die Transformation von Off-zu Online ist bereits weit fortgeschritten. Auch Zeitschriften oder Bücher liest man in der heutigen Zeit vermehrt auf Tablets. Die Digitalisierung bietet unendliche Möglichkeiten für Medienhäuser, ihr ursprüngliches Geschäftsmodell zu skalieren, mit Riesenpotenzial für die jeweiligen Unternehmen.

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