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20.10.2022 | 05:10

Plug Power, Desert Gold, BYD – Entdecke die Möglichkeiten

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Bildquelle: pixabay.com

„Wer die Aktien nicht hat, wenn sie fallen, hat sie auch nicht, wenn sie steigen“, so ein bekanntes Zitat der Börsenlegende André Kostolany. Diese weisen Worte sind natürlich nur ein schwacher Trost für Anleger, deren Depots in den vergangenen Monaten kräftig zusammengeschmolzen sind. Langfristig bieten sich jedoch auf derzeitigem Niveau viele attraktive Einstiegsmöglichkeiten bei stark korrigierten Notierungen. Neben dem Aktienmarkt bieten auch andere Assetklassen wie Kryptowährungen oder Edelmetalle trotz der derzeit unsicheren Rahmenbedingungen Chancen auf zukünftige überproportionale Kursgewinne.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 , BYD ELECTRONIC | HK0285041858 , PLUG POWER INC. DL-_01 | US72919P2020

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Inhaltsverzeichnis:


    Plug Power – Umsatzwarnung voraus

    Bereits im Februar zeigte sich ein ausführlichen Report skeptisch, ob der ambitionierten Visionen des führenden US-Brennstoffzellenherstellers Plug Power. 900 bis 925 Mio. USD sollten es laut dem für sein Marketinggeschick bekannten CEO Andy Marsh im Jahr 2022 an Umsätzen werden. Für 2025 ist dann der ganz große Durchbruch geplant. Hier liegt das Umsatzziel bei 3 Mrd. USD, einer Bruttomarge von 30% und einem Betriebsergebnis von mindestens 17%.

    Zumindest für das laufende Jahr musste das Unternehmen einmal mehr zurückrudern, auch die Vision 2025 rückt damit eher in weite Ferne. Der Unternehmensumsatz soll nunmehr um 5 bis 10% geringer ausfallen als zunächst vom Management des Unternehmens prognostiziert. „Die Auswirkungen auf den Umsatz spiegeln einige größere Projekte wider, die aufgrund von Problemen bei der Zeitplanung und der Lieferkette möglicherweise erst 2023 und nicht 2022 abgeschlossen werden. Während der Umsatz im Jahr 2022 niedriger ausfallen könnte als bisher angenommen, bleibt die Nachfrage nach Brennstoffzellenanwendungen und Elektrolyseuren robust“, so der Wortlaut der Unternehmensmeldung.

    Die Anleger quittierten die „Umsatzverschiebung“ mit einem kräftigen Abverkauf auf unter 18 USD. Damit wurde der seit Mai ausgebildete Aufwärtstrend gebrochen. Die nächste markante Unterstützung liegt demnach beim Hoch aus dem Jahre 2020 bei 14,35 USD.

    Desert Gold – Im Schatten der Goldkorrektur

    Der starke US-Dollar und die Sorgen vor weiteren größeren Zinsschritten durch die Notenbanken weltweit drücken den Goldpreis weiter. Inflationsbekämpfung um jeden Preis, so lautet die Strategie der Währungshüter. Trotz Rezessionssorgen an den Finanzmärkten sind die Akteure fest entschlossen, die Inflation mit einem straffen Zinskurs einzudämmen. Dass diese bereits ausgeufert ist und durch weitere Zinsschritte kaum eingedämmt werden kann, ohne die Wirtschaft in den Ruin zu treiben, dürfte nicht nur für Ökonomen ersichtlich sein. Bereits jetzt mehren sich die Stimmen, wonach ein Ende der strikten Geldpolitik bereits eingeläutet werden soll, was nachhaltig die Aktien von Goldproduzenten und Explorationsunternehmen deutlich beflügeln dürfte.

    Der Vorteil von kleineren Minenexplorern liegt darin, dass diese bei längerfristigen Trendbewegungen des Basispreises wie ein Hebel wirken, sowohl in die eine als auch in die andere Richtung. Die Aktie von Desert Gold bekommt dies trotz einer hervorragenden Unternehmensentwicklung in den vergangenen Monaten zu spüren. Seit dem Hoch aus dem Juli 2020 verlor die Aktie knapp 80% an Wert und notiert mit einer Marktkapitalisierung von 10,51 Mio. CAD bei 0,07 EUR.

    Mit dem SMSZ-Projekt in Mali besitzt Desert Gold mit 440 qkm eine der größten nicht-produzierenden Landflächen in Westafrika. In der Nachbarschaft befinden sich mehrere produzierende Minen, unter anderem von Barrick Gold, Allied Gold, Endeavour Mining sowie B2Gold. Das Grundstück SMSZ beherbergt gemessene und angezeigte Mineralressourcen insgesamt fast 1,1 Mio. Unzen. Insgesamt wurden bislang in der Umgebung mehr als 23 Goldzonen entdeckt, die erschlossen und nach wirtschaftlichen Gehalten analysiert werden sollen. Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse zur Gewinnungsrate des Goldes aus dem zerkleinerten Gestein konnte Desert Gold starke Ergebnisse vermelden.

    Dabei konnte bei Proben aus dem Projektionsgebiet Mogoyafara South aus dem frisch erbohrten Bohrproben zwischen 86% und 88% des Goldes aus dem Gestein geholt werden. Das sind sehr gute Ergebnisse und sehr wichtig für die Wirtschaftlichkeit bei einem späteren Abbau des Erzkörpers. Bei früheren metallurgischen Tests auf dem Projekt Baranie East konnte je nach Gesteinsschicht Gold im Verhältnis von 83% bis 98,7%, bei Gourbasse West zwischen 93,6% bis 95,2% und bei Gourbassi East 87,6% bei frisch zerkleinerten Golderzen erzielt werden.

    Die nächsten Schritte sind der Start eines Bohrprogramms über 35.000m, welches 10.000m an möglichen Bohrungen enthält, die ausschließlich auf die Ressourcenabgrenzung abzielen. Insgesamt will Desert Gold bekannte Goldzonen nachverfolgen und ausweiten, wobei man vor hat, sich zunächst auf Mogoyafara South und Gourbassi West North zu konzentrieren, da Desert Gold davon ausgeht, dass es sich hier um die bislang größten Goldsysteme handelt, die auf der SMSZ-Liegenschaft entdeckt wurden.

    BYD - starke Zahlen und Positionsabbau

    Die großen institutionellen Adressen verkaufen teilweise ihr Tafelsilber und stoßen weiterhin Positionen beim chinesischen Marktführer im Elektroautomobilbereich, BYD, ab. Nachdem sich vor Wochen schon Investorenlegende Warren Buffett zu einem Teilverkauf entschied, senkte die global größte Investmentgesellschaft BlackRock ihre Aktienquote. Insgesamt 3,92 Mio. H-Aktien der BYD Company mit einem Gegenwert von 187,24 Mio. HKD wurden veräußert. Damit sank die Beteiligungsquote von 6,21% auf nunmehr 5,85%.

    Fast zeitgleich konnte das in Shenzhen niedergelassene Unternehmen überragende vorläufige Ergebnisse zum dritten Quartal des Geschäftsjahres 2022 vermelden. Dabei konnte das „Build your Dream“-Unternehmen den Nettogewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum annähernd vervierfachen. So erwartet das Management einen Nettogewinn zwischen 765 bis 820 Mio. USD, was einen Anstieg von rund 350% bedeutet. Das Ergebnis je Aktie liegt laut vorläufigen Ergebnissen zwischen 0,26 und 0,28 USD. Im Vorjahr lag die Kennziffer noch bei 0,06 USD.

    Die US-Investmentbank JP Morgan sieht das Elektroautounternehmen weiter auf dem richtigen Weg. Für die Analysten ist BYD weiterhin als Top-Pick des Sekors und wiederholte nach Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen das Kursziel von 35,03 USD.


    Durch die heftige Marktkorrektur der vergangenen Monate ergeben sich bei vielen Unternehmen antizyklische Einstiegschancen, die langfristig hohe Renditen liefern könnten. JP Morgan sieht BYD weiterhin als Top-Pick. Bei Plug Power dürfte die Umsatzwarnung noch nachwirken. Bei einem nachhaltig steigenden Goldpreis könnte das Explorationsunternehmen Desert Gold den Basispreis deutlich outperformen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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