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19.11.2024 | 04:45

Stromfresser Künstliche Intelligenz – Uran im Fokus! Höhere Kurse bei Palantir, F3 Uranium, SAP und SMCI möglich!

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Bildquelle: pixabay.com

Energie gesucht! Aktuell beteiligen sich Hightech-Firmen aus dem Silicon Valley an Stromerzeuger- und Uran-Unternehmen. Denn sie alle brauchen in den nächsten Jahren ein Vielfaches der heutigen Strommenge, um die KI-gestützten Geschäftsmodelle ausrollen zu können. Künstliche Intelligenz verbraucht im Schnitt die 10- bis 15-fache Strommenge als gewöhnliche Suchmaschinen-Abfragen. Daher wollen die Protagonisten die zukünftige Energie-Versorgung nicht mehr alleine dem Staat überlassen. Zu groß erscheint das Versorgungs-Risiko. Seit einigen Monaten machen sich in den USA Nuklear-Unternehmen auf den Weg, kleine modulare Reaktoren zu entwickeln, während die EU ihren Weg mit erneuerbaren Energien gehen will. Anleger sollten abwägen und können von diesen Trends profitieren.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: F3 URANIUM CORP | CA30336Y1079 , SAP SE O.N. | DE0007164600 , PALANTIR TECHNOLOGIES INC | US69608A1088 , SUPER MICRO COMPUT.DL-_01 | US86800U1043

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Inhaltsverzeichnis:


    F3 Uranium – Mit frischem Kapital ins neue Jahr

    Die Uranversorgung könnte ab 2030 weltweit eine deutliche Unterdeckung erleben, da die Nachfrage nach Kernenergie im Moment stark ansteigt, während die Uranproduktion stottert. Experten schätzen, dass bis 2040 ein kumulativer Mangel von etwa 680.000 Tonnen Uran entstehen könnte. Dieses Defizit ist insbesondere auf die begrenzte Produktionskapazität und den langsamen Reaktivierungsprozess stillgelegter Minen zurückzuführen, welcher bis zu 15 Jahren dauern kann. Die schon heute hohe Nachfrage wird bis 2030 voraussichtlich um weitere 30 % steigen und sich bis 2040 nahezu verdoppeln. Preistreibend sind die Planungen der USA unter Trump sowie die Länder China, Indien und ausgewählten Staaten in Europa, die sich von der Energiepolitik aus Brüssel abwenden. Diese Dynamik setzt den Markt unter Druck, da die gegenwärtige Produktion stark von wenigen Ländern wie Kasachstan, Kanada, Namibia und Australien abhängt, welche zusammen über 70 % der globalen Uranproduktion kontrollieren.

    Das kanadische Unternehmen F3 Uranium (FUU) steht an vorderster Front, wenn es um die üppigen Uran-Vorkommen im Athabasca-Becken geht. Aktuell ist die neu entdeckte hochgradige Zone JR auf dem Grundstück PLN im westlichen Bereich im Fokus. Dieses Gebiet im Bundesstaat Saskatchewan ist auf dem besten Weg, die nächste, große Uranzone zu werden und beherbergt mächtige Lagerstätten wie Triple R, Arrow und Shea Creek. In den letzten Wochen hat F3 weitere Mittel für die anstehenden Explorations-Aktivitäten aufgenommen. Im Rahmen der Kapitalerhöhung verkaufte das Unternehmen 7,5 Mio. Federal-Flow-Through-Einheiten (FFT) zu einem Preis von 37,5 Cents sowie 12,5 Mio. Saskatchewan-Flow-Through-Einheiten des Unternehmens zu einem Preis von 41,5 Cents, was insgesamt 20 Millionen neue Aktien zu einem Mischpreis von 40 Cents ergibt. Insgesamt wurden also brutto 8 Mio. CAD eingeworben zu einem Preis, der rund 80 % über der aktuellen Börsennotiz liegt. Das dürfte die bestehenden Aktionäre freuen und schafft optimale Rahmenbedingungen für die nächsten Schritte. Die Researchhäuser Red Cloud und SCP erwarten für die FUU-Aktie in einem Jahr Kursziele von 0,60 bzw. 0,75 CAD. F3 Uranium ist damit eine aussichtsreiche Beimischung in einem zukunftsorientierten Wachstums-Depot.

    Palantir Technologies – Ist die Party nun zu Ende?

    Palantir Technologies überraschte jüngst mit einem regelrechten Kursfeuerwerk. Ausgehend von Q3-Zahlen, die die Erwartungen der Analysten deutlich überboten, helfen die geplante Verlagerung zur NASDAQ und weitere Aufträge der US-Regierung unter Trump zu neuen Hochs. Seit Beginn des Jahres hat sich der Aktienkurs des Unternehmens um erstaunliche 300 % erhöht. Operativ besonders hervorzuheben ist der Umsatzanstieg im kommerziellen Segment, der auf Jahressicht um fast 27 % zulegen konnte. Auffällig bleibt die starke Nachfrage nach den Datenanalyse-Lösungen von Palantir im heimischen Markt. Angesichts der robusten Geschäftsentwicklung hat Palantir seine Umsatzprognose für das laufende Jahr auf eine Spanne von 2,805 bis 2,809 Mrd. USD angehoben. Doch Vorsicht an der Bahnsteigkante: Der CEO Alex Karp verkauft aktuell sehr viele Aktien. Ob da die Top-Pick-Liste von ARK Investments einen guten Rat liefert? Der Fonds hat schwere Zeiten hinter sich, Palantir fliegt auf Wolke Sieben.

    Super Micro Computer – Das Desaster nimmt seinen Lauf

    Eine gegenteilige Bewegung zeigt derzeit der Publikumsliebling Super Micro Computer (SMCI), ein enger Partner von Nvidia. Zuerst blieb man die Quartalszahlen gegenüber der SEC schuldig, dann legte der Wirtschaftsprüfer sein Mandat nieder. Geprüft hat das Unternehmen kein anderer als Ernst & Young, hier werden für Anleger wieder Erinnerungen an Wirecard wach. EY hatte Bedenken hinsichtlich der Finanzberichterstattung von SMCI geäußert, die durch die Vorwürfe von Hindenburg Research zusätzliche Brisanz erhalten hatten. Hindenburg hatte dem Unternehmen Buchhaltungsmanipulation vorgeworfen, was Super Micro jedoch vehement zurückwies. Eine interne Untersuchung hat bisher keine Hinweise auf Fehlverhalten ergeben, betonte der Vorstand. Von einem Hoch bei 122,90 EUR ging es in der letzten Woche bis auf 17,25 EUR nach unten. Gestern setzte ein Rebound auf knapp 20 EUR ein. Sollte sich die Schätzung für den Gewinn je Aktie in 2025e von 2,95 USD bestätigen, würde man diesen KI-Wert zu einem KGV von 6,3 erwerben können. Das Risiko ist aber immens, dass beim aktuellen Wechsel auf einen neuen Wirtschaftsprüfer doch noch Probleme ans Tageslicht kommen.

    SAP – Von Hoch zu Hoch

    Kaum zu bremsen ist derzeit die SAP-Aktie. Nach bombigen Q3-Zahlen eilt der ERP- und Cloud-Spezialist von Hoch zu Hoch. Analysten haben ihre Schätzungen für 2025e im Schnitt von 5,98 auf 6,33 EUR je Aktie angehoben. Das liefert ein KGV von 34. Blickt man etwas weiter ins Jahr 2029 könnte sich die Bewertung auf ein KGV von 23 verringern. Die Aktie ist ein Bestperformer im DAX und hat in diesem Jahr schon über 50 % zugelegt. In der letzten Woche war SAP auf der Messe „CIIE“ vertreten mit dem Motto „Kommerzielle KI in mehreren Szenarien“ und stellte die Erfolge von KI-Anwendungen in fünf wichtigen Geschäftsbereichen vor. Dazu zählen intelligente Finanz- und Entscheidungsanalyse, Management der Humanressourcen, Lieferkette und Beschaffung, Verkauf und Kundendienst sowie Management der nachhaltigen Entwicklung. Die Bewertung der Aktie könnte weiter linear zur Performance von Nvidia laufen. Problem ist nur: Das KI-Wunder der NASDAQ hat jüngst im Kurs gedreht und keine neuen Höchststände erreicht. Vorsichtige Investoren ziehen den Stop daher von 192,50 auf 208,50 EUR nach.

    In unserem Peergroup-Vergleich zeigt sich die Stärke von Palantir Technologies und SAP. Super Micro Computer sucht weiter Halt, F3 Uranium könnte im aktuellen Umfeld richtig durchstarten. Quelle: Refinitiv Eikon 18.11.2024

    Aktuell befindet sich die Börse in einer Trump-Euphorie. Wie lange die gute Stimmung anhalten wird, ist fraglich. Fakt bleibt, dass die Energiefrage in den nächsten Jahren schlagend werden könnte. Eine Beimischung von Uran-Titeln wie F3 Uranium ist daher sinnvoll. Unter den Hightechs ist Vorsicht bei Palantir und SMCI geboten, SAP ist derzeit wohl nicht zu stoppen. Ziehen sie die Stops eng nach.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Täglich prasseln eine Vielzahl von News auf die Kapitalmärkte ein. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf internationalen Krisen, welche wiederum hohe Implikationen auf die Ökonomien der Staaten haben. So rücken Zonen mit großen fossilen Energiereserven in den Vordergrund, ebenso werden seit Monaten Knappheits-Szenarien bei kritischen Metallen diskutiert und entsprechend neu bewertet. Hightech- und KI-Aktien leben vom stetigen Zufluss an Rechenpower und sind auf den versprochenen Ausbau der elektrischen Infrastruktur angewiesen. Dazu braucht es eine Vielzahl von Rohstoffen aus dem Metallbereich. Power Metallic Mines hat sich mit seinem NISK-Projekt perfekt in das aktuelle Geschehen eingebracht, hingegen Oracle und SAP sind getrieben von ihren Cloud- und Datenmodellen, die durch KI in Missgunst geraten. Hier muss sich zeigen, ob auf der Ertragsseite ein Revival im Sinne der Analysten-Schätzungen stattfinden kann. Die Überzeugungsarbeit ist nicht leicht, wir analysieren die Begleitumstände.

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