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06.10.2020 | 05:30

VW, Rock Tech Lithium, Defense Metals, Tesla – Knappheit sorgt für Kursexplosion!

  • Batterien
Bildquelle: pixabay.com

Der Wachstumsmarkt der Elektromobilität wird in den nächsten Jahren weiter an Fahrt aufnehmen. Liegt die prognostizierte Anzahl der Neuzulassungen von Elektroautos und Plug-in-Hybriden laut einer Studie bei 10,3 Mio. Wagen im Jahre 2020, so verdreifacht sich diese bis 2025 und steigt bis 2030 auf Sage und Schreibe knapp 55 Mio. Einheiten. Die Gewinner dieses Trends sind vorrangig die Automobilhersteller wie Tesla, VW oder BMW. Daneben gibt es in den Reihen der Zulieferer und Produzenten höchst spannende Unternehmen, die vom Boom Trends exponentiell profitieren – sowohl bei den Unternehmensgewinnen als auch bei der Aktienkursentwicklung.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Stefan Feulner
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Inhaltsverzeichnis:


    Nachfrage nach Lithium–Batterien ungebremst

    Vergangene Woche verkündete Tesla-Chef Elon Musk anlässlich des „Battery Day 2020“, dass er für die Produktion in den kommenden Jahren doppelt so viel Lithium benötigt wie bisher. Zudem strebt Tesla Investitionen direkt in nordamerikanische Lithium-Projekte an. Dass Lieferketten nach China abreißen können hat man spätestens seit Corona erfahren. Unternehmen wie Rock Tech Lithium Inc., die unter anderem ein Projekt in Kanada betreiben, sollten von der erhöhten Nachfrage nach Lithium in den nächsten Jahren stark profitieren. Ebenso wäre eine Komplettübernahme durch einen Big Player wie eben Tesla logisch.

    Materialbedarf ohne Ende – Seltene Erden werden knapp

    Mindestens genauso dramatisch sieht die Lage bei der Knappheit bei Seltenen Erden aus. Auf Basis seltener Erdmetalle werden Permanentmagneten für Elektromotoren hergestellt. So sagen die Experten von Adamas Intelligence voraus, dass die Nachfrage nach Seltenen-Erden-Oxide zum Einsatz in Magneten von aktuell 2,98 Mrd. USD bis auf 15,65 Mrd. USD in zehn Jahren steigen wird. Allen voran sehen die Analysten von Adamas Intelligence ein starkes Nachfragewachstum nach magnetischen Seltenen Erden wie Neodymium, Praseodymium, Dysprosium und Terbium.

    Langfristig droht Kollaps

    Besonders kritisch wird die kurzfristige Sichtweise auf einen Zeitraum von nur drei bis fünf Jahren gesehen. Grund hierfür ist, dass die Nachfrage nach seltenen Erden derart stark anwächst, dass die bereits heute nicht ausreichenden Förderkapazitäten kollabieren dürften. Laut Adamas Intelligence benötigt die Minenindustrie immense Investitionen, um das Angebot zu erhöhen.

    Abhängigkeit von China enorm

    Noch stärker als bei Lithium ist bei den seltenen Erden die Abhängigkeit zu China. Zwar ist der Weltmarktanteil der Produktion Chinas in den letzten Jahren von fast 94% auf aktuell 80% geschrumpft, allerdings immer noch so groß, dass das „Reich der Mitte“ nicht nur die Kontrolle über die Preisbildung in der Hand hat. Durch den immer noch lodernden Handelskonflikt mit den USA hatte China bereits 2019 gedroht, den Export Seltener Erden einzustellen. Das würde nicht nur den Vereinigten Staaten schaden, sondern auch die ganze Weltwirtschaft verunsichern. Somit wird der Druck nach Investitionen in Nordamerika und Europa immer größer, um den Anteil Chinas zu verringern.

    In Kanada gut positioniert

    Das 2016 gegründete Mineralexplorationsunternehmen Defense Metals kann in diesem Bereich bereits spürbare Erfolge vorweisen. Der Schwerpunkt des Unternehmens liegt auf den Erwerb von Minerallagerstätten, die Metalle und Elemente enthalten, welche bei der Herstellung erneuerbarer Energietechnologien, wie etwa Seltenerdmetallmagnete, eingesetzt werden. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Projekt Wicheeda in der Provinz British Columbia. Firmenangaben zufolge liegen die Mineralressourcen bei 4,9 Mio. Tonnen mit einem durchschnittlichen Gehalt von 3,02% LREO (leichte Seltenerdmetalle) und abgeleitete Mineralressourcen von 12,1 Mio. Tonnen mit einem durchschnittlichen Gehalt von 2,90% LREO.

    Studie zeigt deutlichen Fortschritt

    Ende September erhielt das Unternehmen den Abschlussbericht der Studie, die von SGS, dem weltweit führenden Unternehmen für Inspektion, Verifizierung, Prüfung und Zertifizierung, erstellt wurde. Craig Taylor, CEO von Defense Metals erklärte dazu: „Der Erfolg der Flotations-Pilotanlage und die 1.200 Kilogramm hochwertiges REE-Konzentrat, die produziert wurden, führen zu einer einzigartigen Position von Defense Metals und der REE-Lagerstätte Wicheeda und eröffnen die Möglichkeit für zukünftige hydrometallurgische Pilotversuche bei SGS mit dem letztlichen Ziel, einen Nd-Pr-Oxid-Produktstrom zu produzieren.“


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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