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04.02.2026 | 04:30

Paukenschlag! Diese Innovation verändert die Batteriebranche – was es für NEO Battery Materials, DroneShield und BYD bedeutet.

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Bildquelle: pixabay.com

Künstliche Intelligenz, Elektromobilität, Drohnen – das sind einige der Themen, die hoch in der Anlegergunst stehen. Zu oft vernachlässigt wird allerdings ein entscheidendes Glied in der Kette: leistungsstarke, flexible Batterielösungen aus den westlichen Industrieländern. Es gilt die Dominanz Chinas so schnell wie möglich zu durchbrechen. Mit einer neuen Zellgeneration könnte NEO Battery Materials nun den Markt aufmischen. Die Potenziale sind riesig, die Marktkapitalisierung von rund 100 Mio. CAD spiegelt das noch nicht wider.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: NEO BATTERY MATERIALS LTD | CA62908A1003 , DRONESHIELD LTD | AU000000DRO2 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296

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Inhaltsverzeichnis:


    NEO Battery Materials – Der Konkurrenz voraus

    Jüngst haben die Kanadier einen technologischen Durchbruch bekannt gegeben, der die Drohnen- und UAV-Industrie entscheidend verändern könnte. Die neu entwickelten NBM Drone Cells weisen überlegene Eigenschaften auf. Das innovative Produkt liefert 50 % mehr Kapazität und eine um 40 % höhere Energiedichte als die derzeit kommerziell verwendeten Drohnenbatterien und dies bei identischer Größe.
    Unter dem Strich bedeutet das längere Flugzeiten und höhere Nutzlasten, ohne die Plattform zu verändern. Damit schlagen die Kanadier die chinesische Konkurrenz. Anfang Februar wird ein Live-Feldtest durchgeführt, mit dem die kürzlich kommunizierten Werte bestätigt werden sollen. Danach ist die Bahn frei für die Serienfertigung.
    Bereits in der Vergangenheit berichtete die Gesellschaft über viele richtungsweisende Aufträge und Partnerschaften. Besonders hervorzuheben sind die strategischen Kooperationen mit Fortune-500-OEMs sowie mit verteidigungsnahen Institutionen wie dem Korea Institute for Defense Industry (KOIDI). KOIDI kann als Türöffner dienen, um zukünftig in der Verteidigungsindustrie aber auch in anderen Industrien deutlich zu wachsen.
    Technologisch konzentriert sich NEO Battery Materials auf siliziumverstärkte Anoden. Der proprietäre Ansatz zeigt höhere Energiedichten, kürzere Ladezeiten und ermöglicht signifikante Kostenvorteile. Der Übergang von der klassischen Lithium-Ionen-Zelle zur leistungsoptimierten Silizium-Architektur würde einer industriellen Revolution gleichkommen. Laut Expertenschätzungen wird der Markt für siliziumverstärkte Lithium-Ionen-Batterien von aktuell unter 5 Mrd. USD auf rund 30 Mrd. USD bis 2032 exponentiell anwachsen.
    Auch das strategische Wachstumsmodell der Kanadier ist überzeugend. Es basiert auf dem in der Halbleiterindustrie etablierten Foundry-Modell: Design und Produktion werden getrennt und von unterschiedlichen Parteien übernommen. Für den Batteriemarkt könnte das bedeuten, dass OEMs aus den Branchen Automobil, Drohnen, Robotik und Verteidigung, welche dringend spezialisierte Batterien benötigen, jedoch die hohen Investitionssummen schauen, nun bei NEO ordern. Denn der bisherige Massenmarkt für Standardzellen aus China – und die Volksrepublik steht für rund 80 % der globalen Produktion – kann die gewünschten Eigenschaften nicht abbilden. Zusätzlich stellt die Region ein großes Lieferkettenrisiko dar.
    Um das zukünftige Wachstum weiter zu finanzieren, schlossen die Kanadier im vergangenen Monat eine Kapitalerhöhung über 7 Mio. CAD ab. Aktuell ist die Gesellschaft bei einem Kurs von 0,66 CAD bei nun 153,4 Mio. ausstehenden Aktien mit rund 101 Mio. CAD bewertet.

    https://youtu.be/PLNIP9FtK58

    DroneShield – Sportliche Bewertung

    Das Verteidigungs- und Sicherheitsunternehmen hat sich auf Anti-Drohnen-Technologien und verwandte elektronische Abwehrsysteme spezialisiert. Die Australier entwickeln und vertreiben Systeme zur Erkennung, Verfolgung und Neutralisierung unbemannter Luftfahrtsysteme. Die Lösungen werden sowohl in militärischen als auch in zivilen Bereichen eingesetzt.
    In den letzten Monaten ist ein regelrechter Hype um die Aktie entstanden. Geopolitische Spannungen und KI waren die Zutaten der fulminanten und sehr volatilen Kursentwicklung. Aktuell ist der Titel bei einem Kurs von 3,72 AUD mit 3,2 Mrd. AUD oder umgerechnet 1,9 Mrd. EUR bewertet. Angesichts prognostizierter Umsätze von 217 Mio. AUD bzw. 312 Mio. AUD in 2025 und 2026 ist das eine sportliche Bewertung. Massive Insiderverkäufe in der Vergangenheit und das angeschlagene Chartbild sprechen derzeit für eher herausfordernde Zeiten.

    BYD – Entspannung im Zoll-Streit?

    BYD ist weltweit einer der größten Hersteller von batterieelektrischen Fahrzeugen und Plug-in-Hybriden. Zudem entwickelt der Konzern Solar- und Energiespeicherlösungen, die in Kombination mit Fahrzeug- und Batteriesystemen nachhaltige Energiespeichersysteme bilden. Die Chinesen sind umgerechnet mit 94 Mrd. EUR bewertet. Das 2026er KGV liegt bei moderaten 15. Analysten trauen der Aktie in den nächsten 12 Monaten ein Aufwärtspotenzial von gut 40 % zu.
    Da die inländische Wettbewerbssituation stark zugenommen hat, weil sich aufstrebende Anbieter mit massiven Preisnachlässen Marktanteile einverleiben wollen, forciert BYD das Wachstum im Ausland. Nach einem aktuellen Bericht der Schweizer Großbank UBS könnten neue EU-Zollregeln bald den chinesischen Automobilexport deutlich beleben. Die Experten verweisen darauf, dass die EU und China kurz vor einer Einigung über einen Mindestverkaufspreis stünden, womit die Zölle in Höhe von 17 bis 35 % auf Automobilimporte aus China entfielen.

    Fazit

    Mit den jüngsten Ergebnissen lieferte NEO Battery Materials einen Paukenschlag. Die Kanadier lassen die Konkurrenz aus China mit ihren NBM Drone Cells hinter sich. Zeitnah wird ein Live-Feldtest stattfinden, der den Weg zur Serienfertigung ebnen soll. Dieser Meilenstein könnte die Aktie schon bald auf ein wesentlich höheres Niveau führen. Bewertungs- und charttechnisch ist die Situation bei DroneShield etwas angespannt. Eine Einigung in Sachen EU-Zölle würde die chinesischen Autobauer wie BYD deutlich beflügeln.


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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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