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02.10.2025 | 05:00

Was die Milliarden für den Weltraum für Drohnen bedeuten: Volatus Aerospace, Hensoldt, Airbus

  • Rüstung
  • Weltraum
Bildquelle: KI

Es tut sich was in Deutschland! Kürzlich beschloss der Bund umfassende Investitionen im Weltraum. Experten sind sich darüber einig, dass Deutschland in der Weltraumforschung sogar mit den USA ebenbürtig ist. Zwar machen die Bündnispartner jenseits des Atlantiks die Dinge in der Regel schneller und größer, doch wird in Zukunft auch Deutschland eher klotzen, als kleckern: Satte 35 Mrd. EUR sollen in die Sicherheit im Weltraum fließen. Damit wird Deutschland zur Weltraum-Macht und lässt selbst Franzosen und Briten alt aussehen. Was die Investitionen bedeuten und warum das Engagement im Weltraum als Teil des großen Ganzen zu sehen ist.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: VOLATUS AEROSPACE INC | CA92865M1023 , HENSOLDT AG INH O.N. | DE000HAG0005 , AIRBUS | NL0000235190

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Inhaltsverzeichnis:


    Weltraum als Wachstumsmarkt - Deutschland ist technologisch auf der Höhe

    Dass die Welt in den vergangenen drei bis vier Jahren eine andere geworden ist, liegt auf der Hand. Die veränderte Sicherheitslage lässt die Milliarden bei Staaten gerade so sprudeln. Für Investoren sind das gute Nachrichten. Erst kürzlich sorgte die Bundesregierung mit einem umfassenden Weltraum-Programm für Furore. Hier zu investieren, macht Sinn - schließlich gelten wir im Orbit technologisch als konkurrenzfähig. Auch sieht es danach aus, als seien die 35 Mrd. EUR gut investiertes Geld: Wie das McKinsey Global Institute schätzt, wächst der Markt rund um den Orbit bis 2040 zwischen 7 und 10 %. Profitieren dürfte vor allem Airbus. Das europäische Luft- und Raumfahrtunternehmen steigerte in den vergangenen Quartalen seine operative Effizienz insbesondere im Bereich Space - die Milliarden kommen also zur richtigen Zeit.

    Airbus und Hensoldt: Daten für die Kriege der Zukunft

    Airbus kann eine entscheidende Rolle dabei spielen, Europa durch den Einsatz von Satelliten sicherer zu machen und die Kommunikation von Truppen, Entscheidern und auch unbemannten Geräten, wie Drohnen, zu verbessern. Ein Beispiel ist das französische CERES-System, ein sogenannter „Signals Intelligence Satellite", der aus dem niedrigen Erdorbit elektromagnetische Signale von Radar- und Kommunikationssystemen erkennen und lokalisieren kann. Diese Fähigkeit, Informationen unabhängig von Überflugbeschränkungen und Wetterbedingungen zu liefern, verbessert das Lagebewusstsein deutlich. Airbus geht davon aus, dass derartige Systeme nur rund ein Zehntel traditioneller Methoden kosten und zudem schneller sind. Airbus liefert somit das Auge und das Nervensystem für die operative Autonomie am Boden und in der Luft.

    An der Schnittstelle zwischen Satellitendaten und Flugsystemen oder anderen Truppenteilen agiert Hensoldt und bietet unter anderem militärische Sensorik wie Radare. Das neue System Taross ist beispielsweise ein elektro-optischer Sensor zur Aufklärung und Zielerfassung, der modular einsetzbar und zudem skalierbar ist. Schon heute kooperieren Hensoldt und Airbus in den Bereichen elektronische Kampfführung, Flugabwehr und Software. Ziel ist es, Daten aus verschiedenen Quellen sicher und effizient zu nutzen. Von derartigen Daten profitieren auch Drohnen, die in Zukunft verstärkt autonom oder in Schwärmen agieren sollen.

    Volatus Aerospace: Drohnen-Spezialist mit NATO-Aufträgen

    Der kanadische Drohnen-Spezialist Volatus Aerospace passt mit seiner Expertise perfekt zu modernen Streitkräften mit umfassender Unterstützung aus dem Weltraum und durch hochmoderne Sensoren. Volatus bietet seit vielen Jahren Dienstleistungen rund um Drohnen an und ist es gewohnt, in streng regulierten Bereichen zu agieren. Im Frühsommer dieses Jahres gelang es dem Unternehmen bereits, Aufträge aus NATO-Ländern zu gewinnen. Diese Hürde bereits genommen zu haben, könnte für Volatus eine große Chance sein. Wer die Drohnen von morgen liefert, muss sowohl technologisch, aber auch administrativ-regulatorisch an das Verteidigungsbündnis NATO anschlussfähig sein. Volatus Aerospace hat das bereits unter Beweis gestellt.

    Für die Kanadier geht es jetzt darum, den bestehenden Aufträgen weitere folgen zu lassen und sich auch als militärischer Lösungsanbieter zu positionieren. Der andauernde Krieg in der Ukraine, aber auch die zunehmenden Sichtungen mutmaßlich russischer Drohnen in Ländern wie Dänemark zeigen, dass sich der Westen längst in einer Art Konflikt mit Russland befindet. Provokationen entschieden entgegenzutreten, ohne eine Eskalationsspirale in Gang zu setzen, ist in diesem Zusammenhang von großer Bedeutung. Um dieses Ziel zu erreichen, sind verschiedene Waffensysteme und Handlungsoptionen wichtig. Das Ziel: Auf Provokationen entschlossen und angemessen zu reagieren. Drohnen oder Drohnen-Abfangsysteme spielen in diesem Zusammenhang eine entscheidende Rolle. Gespeist von Daten aus dem Weltall, modernen Radarsystemen oder anderen Drohnen, können sie Teil einer wirksamen Abschreckung sein.

    Volatus-Aktie nimmt wieder Fahrt auf

    Die Aktie von Volatus Aerospace profitierte im ersten Halbjahr 2025 von mehreren NATO-Aufträgen und generierte attraktive Renditen. Seit einigen Monaten läuft der Wert seitwärts, hat zuletzt aber wieder Momentum aufgebaut. Erst vor wenigen Tagen meldete das Unternehmen einen Liefervertrag mit einem kanadischen Batteriehersteller, um damit Drohnen der nächsten Generation auszustatten. Die milliardenschweren Investitionen in die Weltraumsicherheit des NATO-Landes Deutschland zeigen, wohin die Reise des Sicherheitsbündnisses geht. Volatus Aerospace könnte mit seiner langjährigen Drohnen-Expertise und der Fähigkeit, sich auch in komplexe regulatorische Regime einzufinden eine wichtige Rolle innerhalb der NATO spielen. Die Aktie bietet Investoren die Chance, diese Entwicklung zu begleiten. Staatliche Investitionen in Rüstung dürften auch in den nächsten Jahren verlässlich fließen.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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