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16.12.2021 | 05:50

Zeit für den Rebound? HelloFresh, BYD, Troilus

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Bildquelle: pixabay.com

Wann kommt endlich der Rebound? Dies dürften sich in diesen Tagen viele Anleger fragen. Kleinere Erholungen werden zum Abverkauf genutzt und eine nachhaltig positive Entwicklung abgewürgt. Zahlreiche Aktien aus unterschiedlichsten Branchen haben in den vergangenen Tagen und Wochen deutlich verloren. DAX-Neuling HelloFresh hatte mit dem Ausblick für 2022 enttäuscht, doch erhält jetzt Rückendeckung von gleich zwei Analysten. BYD hat alleine gestern rund 5% an Wert verloren. Dabei hat der chinesische Autobauer ambitionierte Absatzziele für das kommende Jahr veröffentlicht. Auch Troilus Gold kann sich vom insgesamt schwachen Goldsektor nicht abkoppeln. Dabei ist der CEO optimistisch, beim anstehenden Ressourcenupdate positiv überraschen zu können. Alle drei Unternehmen könnten reif für einen Rebound sein, wenn die Börse mitspielt.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: TROILUS GOLD CORP. NEW | CA8968871068 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , HELLOFRESH SE INH O.N. | DE000A161408 , TESLA INC. DL -_001 | US88160R1014

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Inhaltsverzeichnis:


    Troilus Gold – Wann kommt das Update?

    Bei Troilus Gold warten Anleger mit Spannung auf das nächste Ressourcenupdate. So hatte sich Justin Reid, CEO des kanadischen Explorationsunternehmens, zuletzt in einem Interview optimistisch gezeigt, im Rahmen des Ressourcenupdates und der Vormachbarkeitsstudie positiv überraschen zu können. Das Projekt befindet sich in der kanadischen Provinz Quebec und umfasst 1.420 qkm. In der Mine wurden von 1996 bis 2010 mehr als 2 Mio. Unzen Gold und 70.000 Tonnen Kupfer abgebaut, bis der ehemalige Besitzer glaubte, die Mine wäre ausgereizt. Eine Fehleinschätzung wie sich bereits gezeigt hat. Troilus hat die Mine im Jahr 2017 übernommen. Seitdem wurden schon mehr als 150.000m gebohrt. Die erste Ressourcenschätzung ergab insgesamt 8,1 Mio. Unzen Goldäquivalent mit einem Verhältnis von 85% Gold zu 15% Kupfer. Seit dieser Wertstudie (PEA) wurden inzwischen weitere gut 81.000m gebohrt. Mitte Oktober 2021 hat Troilus dann die Erweiterung der PEA-Vorkommen um 300m mit bis zu 4,9 g/t Goldäquivalent bekannt gegeben. In der J-Zone wurden ebenfalls bis 4,4 g/t Goldäquivalent gefunden. Derzeit läuft das Programm auf Hochtouren und es werden jeden Monat über 12.000m an Bohrmaterial gewonnen. Die Ergebnisse werden für das erste Halbjahr 2022 erwartet.

    Auf dem Weg vom Explorer zum Gold-Produzenten hat Troilus im Juni eine Finanzierungsrunde durchgeführt und verfügte anschließend über einen Kassenbestand von rund 53 Mio. CAD. Bewertet wird das Unternehmen derzeit mit rund 137 Mio. CAD. Dabei ist zu berücksichtigen, dass mit dem Kauf der Mine in 2017 auch eine funktionierende Infrastruktur übernommen wurde. Deren Wert schätzt Troilus auf 355 Mio. CAD. Sollte die Exploration also weiterhin so vielversprechend verlaufen, würde sich die Kosten bis zum Start der Goldproduktion in Grenzen halten.

    BYD auf den Spuren von Tesla

    Aktionäre von chinesischen Aktien brauchen derzeit besonders starke Nerven. Neben den insgesamt angeschlagenen Märkten leiden die Unternehmen darunter, dass die chinesische Regierung mehr und mehr die Zügel anzieht. Dabei hat sich im Vergleich zu Technologieaktien wie DiDi, Alibaba und Co. BYD bisher gut gehalten. Doch alleine gestern ging des für die Aktie des chinesische Autoherstellers nach unten. Dabei hat BYD ambitionierte Ziele im Bereich der Elektromobilität veröffentlicht. So will man allein im kommende Jahr im Bereich der New Energy Vehicle (NEVs) – dazu zählen Elektro- und Hybrid-Fahrzeuge – die Verkaufszahlen auf insgesamt 1,1 Mio. bis 1,2 Mio. Fahrzeuge steigern. Die Summe verteilt sich auf rund 600.000 reine Elektrofahrzeuge und 500.000 bis 600.000 Plug-in-Hybride. Zum Wachstum sollen mindestens acht neue NEV-Modelle beitragen. Damit wäre BYD nach E-Pionier Tesla erst das zweite Unternehmen, das in einem Jahr mehr als eine Mio. NEVs verkaufen kann.

    HelloFresh: Analysten sehen über 50% Kurspotenzial

    Am 15. November stand die Aktie von HelloFresh noch bei über 94 EUR. Seitdem hat das Unternehmen mit einem verhaltenen Ausblick für 2022 enttäuscht. Insbesondere beim bereinigten EBITDA hatten sich Anleger und Analysten mehr erwartet. Daher notiert die Aktie des DAX-Neulings inzwischen nur noch bei 60 EUR. Zu wenig, finden Analysten. So hat Berenberg die Kaufempfehlung gestern erneuert. Das Kursziel liegt bei 106 Euro. Die Investitionen des Kochboxenlieferanten seien wegweisend für mehr Wachstum und Profitabilität in der Zukunft, so die Analysten. Die Strategie werde sich mittelfristig auszahlen. Zuvor hatte sich bereits Jefferies positiv geäußert. Die Analysten der US-Investmentbank hatten sogar das Kursziel für die Hellofresh-Aktie von 109 auf 114 EUR leicht angehoben und die Kaufempfehlung bestätigt. Die Analysten glauben nicht, dass die bereinigte operative Marge (Ebitda) in den entwickelten Märkten von zuletzt rund 20% nachhaltig unter Druck geraten sollte. Zudem werde HelloFresh zunehmend von Automation profitieren.


    Im aktuellen Börsenumfeld tun sich zahlreiche Aktien schwer. Doch die drei vorgestellten Werte sind reif für einen Rebound. BYD treibt die Expansion im Bereich E-Mobilität konsequent voran. Trolius überzeugt mit einer vollen Kasse und attraktiven Bewertung. Anaylsten sind weiterhin von HelloFresh überzeugt und die sich verschärfenden Corona-Maßnahmen könnten dem Kochboxenlieferanten Auftrieb geben.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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