17.02.2026 | 05:30
Von 0,10 CAD auf 0,81 CAD? Warum Desert Gold jetzt vor der Neubewertung steht
Die Übergänge zwischen Hoffnung und Substanz sind im Rohstoffsektor oft fließend. Bei Desert Gold Ventures zeichnet sich jedoch eine klare Zäsur ab. Das Unternehmen mit Projekten in Mali und der Elfenbeinküste hat die Phase der reinen Spekulation hinter sich gelassen. Während der Markt die Aktie noch im Explorationssegment verortet, laufen die Vorbereitungen für die Goldproduktion am vollständig genehmigten SMSZ-Projekt in Mali bereits auf Hochtouren. Eine überzeichnete Finanzierung, solide Wirtschaftlichkeitszahlen und ein klarer Zeitplan – die Weichen sind auf Produktion gestellt. Für Anleger, die rechtzeitig den Übergang vom Explorer zum Produzenten erkennen wollen, lohnt jetzt der genaue Blick.
Lesezeit: ca. 5 Min.
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Autor:
Armin Schulz
ISIN:
DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084
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Inhaltsverzeichnis:
"[...] Die Transaktion bietet für alle Beteiligten Vorteile: Aktionäre haben jetzt drei vielversprechende Projekte im Portfolio [...]" Bradley Rourke, President, CEO und Director, Scottie Resources Corp.
Der Autor
Armin Schulz
Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.
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Der Wandel hat längst begonnen
Es gibt Unternehmen, die reden über Pläne. Und es gibt Unternehmen, die setzen sie um. Desert Gold gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Im Januar sicherte sich das Unternehmen in einer deutlich überzeichneten Finanzierungsrunde rund 7,2 Mio. CAD, ein klares Votum professioneller Investoren, die den Wert der Story erkennen. Das Kapital fließt direkt in die entscheidenden nächsten Schritte, die Inbetriebnahme der ersten Verarbeitungsanlage am Barani East Projekt in Mali sowie die Weiterentwicklung des Tiegba-Projekts in der Elfenbeinküste.
Diese Finanzierung ist mehr als nur frisches Geld. Sie ist ein Vertrauensbeweis und gleichzeitig der Startschuss für die operative Phase. CEO Jared Scharf bringt die Strategie auf den Punkt: "Unser Hauptziel ist es, den Entwicklungszeitplan so schnell wie möglich bis zur kommerziellen Produktion voranzutreiben." Und dieser Zeitplan ist ambitioniert, aber mittlerweile unmittelbar greifbar.
SMSZ-Projekt in Mali: Vom Papier in die Praxis
Das Herzstück der Investitionsstory ist und bleibt das Senegal Mali Shear Zone (SMSZ) Projekt im Westen Malis. Wer sich die Landkarte anschaut, versteht sofort das geologische Potenzial. Das 440 km² große Areal liegt in bester Nachbarschaft zu Schwergewichten wie Barricks Loulo-Mine (9,8 Mio. Unzen), B2Golds Fekola (7,6 Mio. Unzen) und Allied Golds Sadiola (7,3 Mio. Unzen). Die Tatsache, dass der chinesische Bergbauriese Zijin Mining Anfang 2026 den Nachbarn Allied Gold für 5,5 Mrd. USD übernommen hat, unterstreicht den strategischen Wert dieser Region eindrucksvoll.
Doch Desert Gold geht seinen eigenen, klugen Weg. Statt sich in teuren Machbarkeitsstudien für eine Megamine zu verlieren, setzt das Unternehmen auf einen phasenweisen, kapitalschonenden Ansatz. Der Fokus liegt zunächst auf den oberflächennahen Oxidvorkommen der Lagerstätten Barani East und Gourbassi. Diese Zonen bieten den idealen Einstieg für eine erste Produktion.

Goldproduktion 2026: Kein Wunschkonzert, sondern Fahrplan
Die im November 2025 vorgelegte und im Januar 2026 finalisierte vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie (PEA) liefert die Zahlen, die den Plan untermauern. Und die können sich mehr als sehen lassen:
• Bei einem konservativen Goldpreis von 2.850 USD/Unze: Nachsteuerlicher Kapitalwert (NPV10) von 61 Millionen USD, interne Verzinsung (IRR) von 57 %, Amortisation nach nur 2,5 Jahren.
• Beim aktuellen Goldpreis von über 4.000 USD/Unze: NPV10 von 124 Millionen USD, IRR von fantastischen 101 %.
Die Gesamtkosten (AISC) liegen mit prognostizierten 1.137 USD pro Unze komfortabel unter dem aktuellen Goldpreis. Jeder Dollar, den der Goldpreis über dieser Marke steigt, fließt direkt in den Gewinn, ein enormer operativer Hebel.
Noch wichtiger ist, dass es nicht nur Theorie ist, denn die Umsetzung läuft. Die Geländevorbereitungen am Standort Barani East haben begonnen. Rodungen, Erdarbeiten, der Bau von Zufahrtsstraßen und die Vorbereitung der Plattform für die Aufbereitungsanlage sind im Gange. Die erste, modulare Verarbeitungsanlage mit einer Kapazität von zunächst 10 t pro Stunde befindet sich bereits in der Fertigung. Nach der Lieferung und Installation soll die Produktion hochgefahren werden. Alles ist darauf ausgerichtet, noch in diesem Jahr das erste Gold zu produzieren.
Dieser Schritt ist der entscheidende Wendepunkt. Sobald die erste Unze Gold verkauft ist und der Cashflow sprudelt, verlässt Desert Gold endgültig die risikoreiche Explorer-Phase und betritt das Parkett der Produzenten. Der Markt bewertet Unternehmen in dieser Phase fundamental anders – eine Neubewertung ist dann nicht mehr Frage des Ob, sondern des Wie schnell.

Das i-Tüpfelchen: Tiegba in der Elfenbeinküste
Während das Mali-Projekt den kurzfristigen Cashflow liefern wird, bietet das zweite Standbein in der Elfenbeinküste den langfristigen Wachstumshebel. Das Tiegba-Projekt umfasst eine 297 km² große Konzession in einem der bergbaufreundlichsten Länder Westafrikas.
Was Tiegba so besonders macht? Eine zusammenhängende Gold-in-Boden-Anomalie, die sich über mehrere Kilometer erstreckt und geologische Parallelen zu bekannten Großlagerstätten wie Bonikro aufweist. Dieses Gebiet wurde noch nie systematisch bebohrt. Es ist ein weißer Fleck auf der Explorationslandkarte und damit der Stoff, aus dem Entdeckungen gemacht werden.
Die Elfenbeinküste hat in den letzten Jahren massiv an Attraktivität gewonnen. Ein verlässlicher Rechtsrahmen, gut ausgebaute Infrastruktur und ein Bergbauministerium, das Explorationsinvestitionen fördert, machen das Land zu einem der Hotspots der Region. Desert Gold hat hier mit einem strukturierten Explorationsprogramm begonnen, das Kartierungen, geophysikalische Vermessungen und erste Bohrungen umfasst. Gelingt hier der Nachweis von wirtschaftlich verwertbarem Gold im Grundgestein, wäre das der klassische Kurstreiber, der zu einer Neubewertung führen könnte.
Das ungenutzte Potenzial und starke Partner im Rücken
Ein oft übersehenes Detail ist, dass die aktuelle PEA für das SMSZ-Projekt auf weniger als 10 % der gesamten bekannten Goldressourcen basiert. Über 1 Mio. Unzen liegen derzeit außerhalb des Minenplans, sei es in der Tiefe oder in angrenzenden Strukturen. Jede weitere Bohrung, die diese Ressourcen in den wirtschaftlich verwertbaren Bereich rückt, steigert direkt den Projektwert. Das Management hat bereits neue Programme angekündigt, um genau diesen Hebel zu ziehen.
Hinzu kommt eine Aktionärsstruktur, die Vertrauen schafft. Management und Board halten rund 10 % der Anteile. Sie sitzen also im selben Boot wie die Aktionäre. Die kalifornische Fondsgesellschaft Merk Investments ist mit etwa 7 % an Bord, die Bergbaulegende Ross Beaty hält rund 3 %. Das sind keine kurzfristig denkenden Daytrader, sondern erfahrene Kapitalgeber mit langem Atem.
Die Analysten von GBC sehen ein Kursziel von 0,81 CAD. Aktuell ist die Aktie für lediglich 0,10 CAD zu haben.

Desert Gold hat die entscheidende Weiche gestellt. Während viele Juniors noch von einer Zukunft träumen, wird hier gebaut. Das SMSZ-Projekt in Mali ist vollständig genehmigt, finanziert und befindet sich in der Umsetzungsphase. Die Goldproduktion noch in diesem Jahr ist kein Versprechen, sondern ein klar kommuniziertes Ziel. Gleichzeitig bietet Tiegba in der Elfenbeinküste das Potenzial für eine echte Entdeckung. Die Kombination aus nahendem Cashflow, soliden PEA-Zahlen, einem klaren Fahrplan und einer starken Aktionärsbasis macht das Unternehmen zu einem der vielversprechendsten Werte im Segment. Der Übergang vom Explorer zum Produzenten hat begonnen. Wer früh dabei ist, kann von der Neubewertung massiv profitieren.
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