28.10.2026 | 05:30
Zuerst säen, dann ernten! Spannende Entwicklungen bei MustGrow, Bayer und K+S – wer hat die besten Karten?
Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von MustGrow Biologics Corp.
Weniger Chemie, gesündere Böden und höhere Erträge. Die Landwirtschaft sucht nach Lösungen, die Umwelt und Wirtschaftlichkeit verbinden. Politische Unterstützung deutet sich aus Brüssel an. Die EU will biologische Pflanzenschutzmittel schneller zulassen und den Verwaltungsaufwand verringern. Noch müssen sich Rat und Europäisches Parlament jedoch einigen. Die Richtung stimmt aber zumindest, was MustGrow neue Chancen eröffnen könnte. Die Kanadier entwickeln senfbasierte Agrarprodukte und kooperieren beim biologischen Pflanzenschutz über eine Lizenz-Partnerschaft mit Bayer. Im Sommer floss in diesem Rahmen die erste Entwicklungsmeilensteinzahlung. Bayer setzt mit seiner Agrarsparte auf Saatgut und Pflanzenschutz. K+S liefert kalium- und magnesiumhaltige Düngemittel für die Landwirtschaft. Am Ende des Tages stehen alle drei Unternehmen vor ähnlichen Herausforderungen. (Neue) Produkte müssen den Ertrag je Fläche verbessern und sich für Landwirte rechnen. Welche Aktie rechnet sich für Anleger?
Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: MustGrow Biologics Corp | CA62822A1030 , BAYER AG NA | DE000BAY0017 , K+S AG NA | DE000KSAG888
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Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Carsten Mainitz
Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.
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MustGrow - Anziehende Dynamik
MustGrow entwickelt aus Bestandteilen der Senfpflanze biologische Agrarprodukte. Rund 110 Patente und Patentanmeldungen sichern die Innovationskraft des Unternehmens. Dabei verfolgen die Kanadier zwei Stoßrichtungen. Das Produkt TerraSante™ soll die Bodenfruchtbarkeit unterstützen, Mikroorganismen versorgen und die Nährstoffnutzung verbessern. Für Landwirte sollen daraus höhere Erträge und eine bessere Qualität der Ernte entstehen. Das Produkt ist bereits in 12 US-Bundesstaaten zum Verkauf zugelassen.
Nach Lieferengpässen und hohen Frachtkosten im ersten Halbjahr hat sich das Bild deutlich aufgehellt. Das Unternehmen berichtete, dass der TerraSante™-Umsatz bis Mitte August bei 0,9 Mio. CAD lag und damit fast die Hälfte über dem kompletten Vorjahresumsatz.
Das vorab zugelassene Biopestizid TerraMG™ setzt dagegen auf natürliche Wirkstoffe aus Senf zur Bekämpfung von Schädlingen und Krankheitserregern im Boden. MustGrow verfolgt damit eine ökologische Alternative zu bestimmten chemisch-synthetischen Mitteln zur Bodenbehandlung. Die Gesellschaft entwickelt diese Technologie zusammen mit Partnern weiter. Essenziell ist hier die Ende 2023 geschlossene Lizenzvereinbarung mit Bayer, die entsprechende Anwendungen in Europa, dem Nahen Osten und Afrika umfasst. Ende August konnte hier ein großer Etappensieg gemeldet werden. Die Kanadier verzeichneten den Eingang einer ersten Entwicklungsmeilensteinzahlung in Höhe von 1,4 Mio. CAD von Bayer.
Das Researchhaus GBC formulierte jüngst ein Kursziel von 2,51 CAD für die Anteilsscheine, die momentan bei 0,385 CAD notieren - Vervielfachungspotenzial! Nach Meinung der Experten bietet die Lizenzpartnerschaft mit Bayer weiterhin großes Potenzial. Erreicht das Entwicklungsprogramm weitere vertraglich vereinbarte Meilensteine, könnte MustGrow zusätzliche Zahlungen erhalten. Das Unternehmen selbst nannte hier eine Bandbreite von rund 35 bis 40 Mio. USD.
Mit einer erfolgreichen Markteinführung würde sich die Einnahmebasis nach Ansicht von GBC verbreitern. Dann hätte das Unternehmen neben umsatzabhängigen Lizenzgebühren auch Anspruch auf Erlöse aus der Herstellung und Lieferung der entsprechenden Produkte. Vor diesem Hintergrund prognostizieren die Analysten eine Umsatzexplosion und erwarten bereits 2028 Erlöse in Höhe von 31,56 Mio. CAD. Dem steht aktuell ein Börsenwert von 27 Mio. CAD gegenüber.
Bayer – Immer mehr deutet auf die operative Wende im Agrargeschäft hin
Die Hälfte des Konzernumsatzes erzielen die Deutschen im Segment Crop Science. Der Verkauf von Saatgut, Pflanzenschutzmittel und digitalen Lösungen bildet das Gegengewicht zu den Bereichen verschreibungspflichtige Medikamente und Gesundheitsprodukte. Auf Konzernebene belasten nach wie vor Rechtsstreitigkeiten. Jedoch nimmt auch die Zuversicht der Marktteilnehmer zu, dass dieses schwierige Kapitel in Zukunft schrittweise abgeschlossen werden kann.
Beim Strategieupdate vor wenigen Wochen stellte Bayer neue Saatgut- und Pflanzenschutzprodukte vor. Bis 2029 soll der freie operative Cashflow der Agrarsparte auf mehr als 3 Mrd. EUR steigen. Das ist ein Wort. Die aktuellen Zahlen zeigen leichte Umsatzzuwächse begleitet von überproportionalen operativen Gewinnsteigerungen als Spiegelbild höhermargiger Erlöse und Effizienzmaßnahmen. Dennoch lag der freie Cashflow im zweiten Quartal mit 371 Mio. EUR im negativen Terrain.
Die Zahlen des dritten Quartals legt der Life-Science-Konzern am 3. November vor. Zuletzt gab es in Bezug auf den Unkrautvernichter Glyphosat wieder positive News. Die Deutsche Bahn will das Mittel ab kommendem Frühjahr wieder nutzen, nachdem das Unternehmen 2023 die Anwendung eingestellt hatte. Analysten bescheinigen dem Titel durchschnittlich ein Upside von 30 %.
K+S – Neue Investitionen als Basis für Wachstum
K+S liefert mineralische Pflanzennährstoffe (Dünger), insbesondere Kali- und Magnesiumprodukte, sowie Salz für Industrie und Winterdienst. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz auf 978 Mio. EUR, das EBITDA legte von 110 auf 176 Mio. EUR zu. Höhere Absatzmengen sowie Durchschnittspreise beflügelten. K+S hob daraufhin die EBITDA-Prognose für das laufende Geschäftsjahr auf 680 bis 760 Mio. EUR an. Die Mitte der Spanne setzt voraus, dass das Preisniveau im zweiten Halbjahr ungefähr stabil bleibt.
Hohe geplante Investitionen im zweiten Halbjahr werden den freien Cashflow belasten, dennoch soll im Gesamtjahr ein mittlerer bis höherer zweistelliger Millionenbetrag markiert werden. Mit zwei Großprojekten will der Konzern seine Ertragskraft stärken. Im kanadischen Bethune soll die Kaliproduktion langfristig auf 4 Mio. t jährlich wachsen und zugleich kostengünstiger werden. In Deutschland investiert K+S rund 600 Mio. EUR in „Werra 2060“, um durch neue Aufbereitungs- und Abbauverfahren Energie zu sparen, Rückstände zu reduzieren und zusätzliche Rohstoffvorräte zu erschließen. Zunächst binden die Projekte Kapital, langfristig könnten sie jedoch die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen und die Abhängigkeit von hohen Kalipreisen verringern.
Für Unruhe in der Branche sorgte in den letzten Wochen US-Präsident Donald Trump. Da der Nachbarstaat Kanada in Ungnade gefallen ist, befinden sich die Vereinigten Staaten auf der Suche nach alternativen Bezugsquellen für Kalidünger. Trump stellte einen großen Deal mit Belarus in Aussicht. Diese vermeintliche Verschärfung der Konkurrenzsituation setzte die Aktien etablierter Anbieter kurzzeitig unter Druck.
Im September meldete K+S einen Anleiherückkauf über nominal 150 Mio. EUR. Im Sommer hatte der Konzern eine Wandelanleihe über 320 Mio. EUR emittiert. Bei einem aktuellen Kurs von gut 13 EUR machen Analysten durchschnittlich ein Aufwärtspotenzial von rund 20 % in den kommenden 12 Monaten aus. Die nächsten Quartalszahlen veröffentlicht K+S am 10. November.
Fazit
Die Strategie und Potenziale von MustGrow werden eindrucksvoll durch die Meilensteinzahlung von Bayer unterstrichen. Die Analysten von GBC machen ein enormes Kurspotenzial des Titels aus. Bayer muss sich noch mit Altlasten auseinandersetzen, operativ geht es in die richtige Richtung. K+S investiert in zukünftiges Wachstum, bleibt jedoch charakteristisch dem Düngemittelzyklus ausgesetzt.
Hinweis: MustGrow Biologics kündigt eine bevorstehende Webcast-Podiumsdiskussion mit der Bayer AG an. Teilnehmen werden Colin Bletsky, COO von MustGrow, sowie Ralf Glaubitz, Leiter des Produktteams „Biologicals“ im Bereich Pflanzenschutz der Bayer-Sparte Crop Science.
Die Podiumsdiskussion im Stil eines „Kamingesprächs“ wird übertragen am:
Mittwoch, 28. Oktober 2026, um 16:00 Uhr EST Kanada Zeit / 21:00 Uhr Mitteleuropäische Zeit (CET)
Hier geht´s zur Anmeldung:
Colin Bletsky von MustGrow und Ralf Glaubitz von Bayer werden über die globalen Chancen der biologischen Landwirtschaft, den regulatorischen Rahmen und die Zukunftsaussichten ihrer Partnerschaft sprechen.
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