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02.11.2023 | 05:35

14 Millionen E-Autos allein 2023: BYD, Standard Lithium und Defense Metals profitieren

  • Seltene Erden
  • Kritische Metalle
  • Elektromobilität
  • lithium
Bildquelle: BYD Inc.

Im laufenden Jahr soll bereits jedes fünfte verkaufte Auto über einen Elektroantrieb verfügen. Dies wären 14 Mio. Fahrzeuge und würde einem Wachstum im Vergleich zu den mehr als 10 Mio. in 2022 um rund 35 % entsprechen. Zu diesem Ergebnis kommt die Internationale Energieagentur IEA. Chancen für Anleger schlummern entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Elektromobilität. Von diesen Verkaufszahlen will sich BYD eine große Scheibe abschneiden und Tesla als Nummer 1 der Elektro-Branche ablösen. Während Warren Buffett erneut verkauft, raten Analysten zum Kauf. Von der steigenden Nachfrage nach Batterien profitieren die Explorer Standard Lithium und Defense Metals. Beide verfügen über spannende Projekte mit überzeugenden Wirtschaftlichkeitsberechnungen und von der Angst, dass China Lithium und Co. als „Waffe“ einsetzen könnte. Jetzt also kaufen?

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , STANDARD LITHIUM LTD | CA8536061010 , DEFENSE METALS CORP. | CA2446331035

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Inhaltsverzeichnis:


    Defense Metals: Kommt bald der strategische Partner?

    Die EU und die USA sind stark auf kritische Rohstoffe aus China angewiesen. Da läuten natürlich die Alarmglocken, wenn das chinesische Handelsministerium ankündigt, die Ausfuhr von seltenen Metallen zu kontrollieren. Umso wichtiger ist der Aufbau der eigenen Rohstoffversorgung. Dies läuft insbesondere in Nordamerika auf Hochtouren. Davon profitieren will Defense Metals. Das Unternehmen entwickelt derzeit das Seltene-Erden-Projekt Wicheeda im kanadischen Bundesstaat British Columbia. Im vergangenen Jahr ergab die vorläufige wirtschaftliche Bewertung einen Kapitalwert nach Steuern von 517 Mio. CAD und einen internen Zinsfuß nach Steuern von 18 %. Zur Einordnung: An der Börse wird Defense Metals derzeit mit rund 50 Mio. CAD bewertet. Dabei wird weiter gebohrt, um die Ressourcenschätzung zu erweitern.

    In dieser Woche hat Defense Metals den detaillierten technischen Bericht seiner aktualisierten Mineralressourcenschätzung für das Wicheeda Projekt vorgelegt und damit die positiven vorab gemeldeten Zahlen bestätigt. Die Schätzung basiert auf 10.350 m an Bohrlochdaten aus 45 Bohrlöchern, die von Defense Metals in den Jahren 2021 und 2022 gebohrt wurden. So konnte die bisherige Ressourcenschätzung aus dem Jahr 2021 im Bezug auf das enthaltene Metall um 17 % und im Bezug auf die Tonnage um 31 % angehoben werden. Und es gibt noch mehr positiven Newsflow. So hatten die Kanadier bereits zuvor gemeldet, dass Proben von gemischten Seltene Erden-Oxiden sowie Seltene Erden-Karbonaten an potenzielle Kunden – große Verarbeitungsbetriebe, Raffinerien und Metallhändler in Europa, Asien und Nordamerika – verschickt wurden.

    Aufgrund des steigenden Bedarfs und dem „China-Problem“ ist Defense Metals zuversichtlich, den einen oder anderen strategischen Partner mit den Proben überzeugen zu können. Sollte sich dies im kommenden Jahr konkretisieren, sollte es sich deutlich positiv auf den Aktienkurs auswirken. Immerhin schätzt Defense Metals, dass man nach der Umwandlung des Projekts in eine Mine einen Marktanteil von 10 % an der derzeitigen weltweiten Produktion von Seltenerdmetallen erreichen könnte. Außerhalb China wäre man damit wohl einer der ganz großen Player. Da erscheint die aktuelle Marktkapitalisierung rund 50 Mio. CAD alles andere als hoch zu sein.

    Standard Lithium: Auf dem Weg zum Lithium-Produzenten

    Von ihren Tiefstständen erholt, haben sich in den vergangenen Wochen die Lithium-Aktien. Beispielsweise ging es bei Standard Lithium Anfang Oktober von 2,28 EUR innerhalb von 10 Tagen auf 3,20 EUR. Inzwischen hat die Aktie zwar wieder etwas konsolidiert, aber operativ bleibt es beim Unternehmen auf dem Weg zur Kommerzialisierung spannend.

    So hat Standard Lithium im Anschluss an positive Ergebnisse der vorläufigen Machbarkeitsstudie für das Projekt South West Arkansas ("SWA") seine Option für die Erweiterung des Gebiets ausgeübt. Von TETRA Technologies übernimmt Standard Lithium die Soleproduktionsrechte auf etwa 27.000 Acres. Die Fläche befindet sich innerhalb des SWA-Projektgebiets.

    Standard Lithium COO Andy Robinson: "Dies ist ein wichtiger und natürlicher Schritt für uns, um unser Projekt South West Arkansas voranzubringen. Unser vorrangiges Ziel ist es, das kommerzielle Potenzial der Smackover-Formation zu erschließen. Das TETRA-Areal innerhalb des SWA-Projektgebiets hat bei unseren Explorationsbemühungen hervorragende Ergebnisse geliefert. Unsere definierte Gesamtressource ist in den letzten fünf Jahren um mehr als 100 % gestiegen, mit einer verbesserten durchschnittlichen Lithiumkonzentration von 437 mg/L. Nachdem wir uns die exklusiven Lithium-Sole-Rechte gesichert haben, sind wir in der Lage, das SWA-Projekt bis zur FEED- und endgültigen Machbarkeitsstudie voranzutreiben."

    Die vor kurzem abgeschlossene vorläufige Machbarkeitsstudie von SWA hatte nach Angaben von Standard Lithium nicht nur eine solide Wirtschaftlichkeit, sondern auch einige der höchsten gemeldeten Lithium-Sole-Konzentrationen in Nordamerika aufzeigt. Die Wirtschaftlichkeit des Basisprojekts ergab einen Kapitalwert vor Steuern von 4,5 Mrd. USD und einen IRR von 41 %. Nach dem Abschluss der endgültigen Machbarkeitsstudie im kommenden Jahr soll 2025 mit dem Bau der Produktionsanlagen begonnen werden. Die erste kommerzielle Produktion wird für das Jahr 2027 erwartet.

    BYD: Buffett verkauft und UBS rät zum Kauf

    Kaum ein Experte bezweifelt noch, dass BYD im laufenden Jahr wohl Tesla als die Nummer 1 der E-Autobauer ablösen wird. Dennoch kommt die Aktie nicht richtig vom Fleck. Den jüngsten Kursdämpfer gab es wieder einmal von Starinvestor Warren Buffett. Sein Unternehmen Berkshire Hathaway hat erneut Aktien des chinesischen E-Autokonzerns verkauft. Berkshire trennte sich in der vergangenen Woche von weiteren 820.500 BYD-Aktien im Wert von fast 26 Mio. USD. Damit wurde die Beteiligung an BYD von 8,05 % auf 7,98 % reduziert. Buffett ist seit 2008 an BYD beteiligt und dürfte damit mehr als 2.000 % vorne liegen. In der Spitze gehörten ihm mehr als 15 % aller BYD-Aktien. In 2022 hat er mit dem schrittweisen Verkauf der Aktien begonnen. Eine richtige Begründung für den Verkauf nannte er nicht.

    Einen Grund zum Kauf der BYD-Aktie nennt hingegen die UBS. In ihrem Research-Update erhöhen die Analysten ihre Gewinnschätzungen für die Jahre 2023 bis 2025 um 13 bis 29 %. Sie erwarten, dass BYD aufgrund des attraktiven Produktmixes und der Auslandsexpansion den von Tesla angezettelten Preiskrieg gut überstehen kann. Daher haben die Analysten ihre Kaufempfehlung für die BYD-Aktie bestätigt und das Kursziel von 345 HKD auf 360 HKD leicht angehoben.


    Der E-Auto-Boom setzt sich fort. Dies stellt die Auto-Branche auf den Kopf und BYD scheint als einer der Gewinner aus der Neuordnung hervorzugehen. Dagegen dürfte es Standard Lithium und Defense Metals relativ egal sein, welcher Autobauer überlebt. Hauptsache es werden Batterien verbaut und damit Lithium und Seltene Erden. Dabei scheint die Aktie von Defense Metals Nachholpotenzial zu haben, insbesondere wenn ein strategischer Partner gemeldet wird.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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