16.06.2026 | 05:10
Alcoa, Antimony Resources, MP Materials – Trotz Hormus-Öffnung, der Kampf um kritische Metalle geht weiter
Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Antimony Resources
Die nächste Rohstoff-Rally könnte gerade erst beginnen. Während geopolitische Spannungen das Angebot wichtiger Industriemetalle verknappen, explodiert gleichzeitig die Nachfrage. Aluminium profitiert von drohenden Lieferengpässen und einem steigenden Bedarf für Energiewende und Digitalisierung. Antimon entwickelt sich aufgrund seiner Bedeutung für Munition, Halbleiter und Batteriesysteme zu einem strategischen Schlüsselrohstoff. Gleichzeitig treiben staatliche Milliardenprogramme den Aufbau westlicher Lieferketten für Seltene Erden voran. Wer jetzt auf die Rohstoffgewinner der geopolitischen Neuordnung setzt, könnte vor einer außergewöhnlichen Chance stehen.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Stefan Feulner
ISIN:
MP MATERIALS CORP | US5533681012 | NYSE: MP , ALCOA CORP. O.N. | US0138721065 , ANTIMONY RESOURCES CORP | CA0369271014 | CSE: ATMY , OTCQB: ATMYF
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Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Stefan Feulner
Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.
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Alcoa: Margenbelastung trotz positivem Marktausblick
Die aktuelle Situation am globalen Aluminiummarkt ist durch eine Verknappung des Angebots, aufgrund der noch geschlossenen Straße von Hormus, gekennzeichnet. Da diese Region für etwa 9 % der weltweiten Aluminiumherstellung verantwortlich ist, erwarten Finanzinstitute einen deutlichen Preisanstieg. An den internationalen Rohstoffbörsen könnte der Wert mittelfristig auf bis zu 4.000 USD pro Tonne steigen. Parallel dazu bleibt die Nachfrage konstant hoch, gestützt durch den stetigen Materialbedarf aus Sektoren wie der Elektromobilität, der Solarenergie sowie dem Ausbau von Technologie-Rechenzentren.
Ungeachtet der grundsätzlich steigenden Rohstoffpreise hat das amerikanische Aluminiumunternehmen Alcoa seine Gewinnprognose für das zweite Quartal 2026 reduziert, was zu einem unmittelbaren Kursrückgang der Aktie von über 9 % führte. Diese Korrektur resultiert primär aus ungeplanten Kostensteigerungen, die das bereinigte, operative Ergebnis im Bereich Aluminiumoxid voraussichtlich um 60 Mio. USD verringern werden. Dies setzt sich aus mehreren Einzelfaktoren zusammen. Unwetterschäden an der australischen Anlage in Pinjarra verursachen Reparaturkosten in Höhe von 30 Mio. USD, weitere 20 Mio. USD gehen auf erhöhte Energieausgaben zurück. Zusätzlich belasten geringere Absatzmengen sowie gesunkene Verkaufspreise im Bauxit-Geschäft das Ergebnis um weitere 10 Mio. USD.
Abseits der Produktion verzeichnet das Unternehmen zusätzliche Aufwendungen in Höhe von 35 Mio. USD durch neue US-Zölle auf kanadische Aluminiumimporte sowie eine um 15 Mio. USD nach oben korrigierte Steuerlast.
Trotz dieser Kostenentwicklung bewerten Analysten verschiedener Großbanken die Perspektive von Alcoa weiterhin positiv und stufen den jüngsten Kursverlust als überzogene Marktreaktion ein. So belässt die Investment Bank Morgan Stanley ihre Einstufung auf „Overweight“. Sie betonen, dass die genannten Ausgaben die Prognosen für das Gesamtjahr 2026 voraussichtlich nur um etwa 2 % senken werden. Den Belastungen im Aluminiumoxid-Sektor stehen zudem erwartete Einnahmensteigerungen von rund 55 Mio. USD in der reinen Aluminium-Sparte gegenüber.
Antimony Resources - Bald Hill liefert neue Spitzenwerte
Während Anleger derzeit vor allem auf Gold, Kupfer oder Seltene Erden blicken, rückt mit Antimon ein anderer strategischer Rohstoff zunehmend in den Fokus. Das seltene Metall wird unter anderem in Munition, Nachtsichtgeräten, Halbleitern oder Batterien verwendet und gilt laut dem U.S. Geological Survey als kritischer Rohstoff für die nationale Sicherheit. Da China den Weltmarkt dominiert und seine Exportkontrollen zuletzt deutlich verschärft hat, suchen westliche Staaten verstärkt nach unabhängigen Bezugsquellen wie Antimony Resources.
Das kanadische Explorationsunternehmen entwickelt mit dem Bald-Hill-Projekt in New Brunswick eine potenziell bedeutende Antimonlagerstätte für den nordamerikanischen Markt. Seit der vollständigen Übernahme Anfang 2025 wurde das Projekt konsequent weiterentwickelt. Mehr als 5.000 Bohrmeter lieferten bereits zahlreiche hochgradige Treffer. Das bisher modellierte Explorationspotenzial beläuft sich auf rund 2,7 Mio. Tonnen mit Gehalten zwischen 3 % und 4 % Antimon. Die bekannte Hauptzone erstreckt sich inzwischen über etwa 700m und bleibt sowohl in der Tiefe als auch entlang des Streichens offen.
Für zusätzliche Fantasie sorgen nun neue Ergebnisse aus der South Zone. Dort analysierte das Unternehmen 38 Proben aus einem über 200 Meter langen Schürfgrabungsprogramm. Die Resultate können sich sehen lassen. Im Durchschnitt wurden 19,5 % Antimon nachgewiesen, Spitzenwerte erreichten sogar 44,2 %. Die South Zone liegt rund 900 m südlich der Main Zone und scheint parallel zu dieser zu verlaufen. Damit deutet sich ein weiteres eigenständiges mineralisiertes System auf dem Projektgebiet an.
Nach Einschätzung des Managements bestätigen die neuen Daten nicht nur die außergewöhnlich hohen Gehalte, sondern auch eine deutlich größere Ausdehnung der Mineralisierung als bislang angenommen. Die jüngsten Funde unterstreichen das Potenzial der neu identifizierten Zielgebiete, die bereits in Kürze durch laufende Bohrprogramme getestet werden. Sollte sich die Kontinuität der Vererzung bestätigen, könnte Bald Hill mittelfristig zu einer der wichtigsten Antimon-Entdeckungen Nordamerikas aufsteigen.
MP Materials - Profiteur der geopolitischen Neuausrichtung
Die globale Industrie für Seltene Erden durchläuft derzeit einen strukturellen Wandel. Westliche Staaten streben an, ihre Abhängigkeit von chinesischen Lieferanten massiv zu reduzieren und eigenständige Lieferketten aufzubauen. Um dieses Vorhaben zu unterstützen und heimische Produzenten vor staatlich geförderter Konkurrenz aus Asien zu schützen, greifen Regierungen ein. Ein Beispiel hierfür ist die Festlegung eines garantierten Mindestpreises für das Material Neodym-Praseodym durch die US-Regierung. Diese politische Neuausrichtung initiiert aktuell einen langfristigen, kapitalintensiven Investitionszyklus innerhalb des Sektors.
Das US-Unternehmen MP Materials ist hierfür vorerst gut aufgestellt, denn finanziell präsentierte sich MPM im ersten Quartal 2026 robuster als angenommen. Das Unternehmen erwirtschaftete einen Gewinn von 0,03 USD je Aktie, während Vorab-Schätzungen von einem Verlust ausgegangen waren. Der Quartalsumsatz übertraf mit 90,65 Mio. USD ebenfalls die Erwartungen des Marktes.
Strategisch fokussiert sich der Konzern auf die Lokalisierung der gesamten Wertschöpfungskette. Mit einer finanziellen Förderung des US-Verteidigungsministeriums über 400 Mio. USD plant MP Materials den Bau einer erweiterten Produktionsanlage für Magnete in Texas. Der Betriebsstart ist für das Jahr 2028 vorgesehen. Im Gegenzug für die Finanzierung garantierte das Unternehmen der Regierung feste Lieferkontingente für die kommenden zehn Jahre. Ziel ist es, vom Erzabbau bis zum fertigen Magneten alle Produktionsschritte in den USA abzuwickeln. Abnehmer für die Produkte finden sich zunehmend in Bereichen wie der Elektromobilität, der industriellen Robotik sowie bei Kühlsystemen für Rechenzentren.
Das Analysehaus Needham nahm die Beobachtung der Aktie mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 81 USD auf. Die Analysten verwiesen dabei auf die führende Rolle des Unternehmens auf den westlichen Märkten. DA Davidson bestätigte ebenfalls eine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 82 USD.
Die geopolitische Neuordnung der Rohstoffmärkte schafft neue Gewinner. Während Alcoa von einem angespannten Aluminiummarkt und steigenden Preisen profitieren könnte, liefert Antimony Resources mit hochgradigen Funden auf Bald Hill weitere Argumente für eine bedeutende Antimon-Entdeckung. MP Materials wiederum positioniert sich als Schlüsselspieler beim Aufbau westlicher Lieferketten für Seltene Erden. Aluminium, Antimon und Seltene Erden sind unverzichtbar für Energie, Verteidigung und KI und könnten Anlegern in den kommenden Jahren überdurchschnittliche Chancen eröffnen.
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