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2021-12-20 06:00

Alibaba, Ayurcann, Rock Tech Lithium – Booster fürs Depot 2022

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Bildquelle: pixabay.com

Das Börsenjahr 2021 neigt sich langsam dem Ende zu und viele Anleger haben ihre Depots bereinigt. Jetzt stellt sich die Frage, welche Trends und Aktien im kommenden Jahr zünden werden. Die Corona Pandemie ist mit der Omikron Variante wieder verstärkt in den Fokus gerückt. Dieses leidige Thema wird uns also auch im kommenden Jahr weiter beschäftigen. Profiteure davon sind E-Commerce Unternehmen wie Alibaba. Von der neuen Ampel-Regierung wird die Legalisierung von Cannabis in Angriff genommen. Weltweit nehmen die Bestrebungen zu, den Konsum von Hanf nicht mehr unter Strafe zu stellen. Gut aufgestellt in diesem Bereich ist Ayurcann. Ein dritter spannender Markt ist Lithium, das für die Herstellung von Elektrofahrzeugen essentiell ist. Auf diesem Gebiet ist Rock Tech Lithium hervorragend aufgestellt.

Lesezeit: ca. Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: ALIBABA GR.HLDG SP.ADR 8 | US01609W1027 , AYURCANN HOLDINGS CORP | CA05476A1012 , ROCK TECH LITHIUM | CA77273P2017

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Inhaltsverzeichnis:


    Alibaba – Wende in Sicht?

    Alibaba hat aus Sicht der Aktionäre kein gutes Jahr gehabt. Zum einen wegen der Reglementierung durch die chinesische Regierung, zum anderen wurde die Jahresprognose gekappt und die Margen wurden kleiner. Als Didi den Rückzug von der New Yorker Börse bekannt gab, ging die Angst vor einem Delisting auch bei Alibaba Aktionären um. Es gibt immer wieder den Vorwurf, dass das Unternehmen nicht eng genug mit Social Media vernetzt sei, im Gegensatz zu den Plattformen WeChat oder TikTok. Was lässt die Aktie trotz aller Probleme zu einem aussichtsreichen Kandidaten für 2022 werden?

    Die Social-Media-Aktivitäten hat man mit DingTalk ausgeweitet und erreicht dort bereits mehr als 500 Mio. Nutzer. Das Unternehmen ist wirtschaftlich besser aufgestellt als alle seine Konkurrenten und verfügt bereits über Wettbewerbsvorteile im globalen E-Commerce. Schaut man auf das Umsatzwachstum in Kombination mit der Marge so sieht man schnell, dass hier niemand mithalten kann. Amazon wächst weniger und hat 15% weniger Marge. Pinduoduo und Bilibili wachsen zwar schneller, machen aber Verluste. Tencent hat mehr Marge, wächst aber 14% weniger. Aufgrund der größeren Konkurrenz innerhalb von China hat sich das exponentielle Wachstum verlangsamt.

    Während die Margen im E-Commerce sinken, steigt die Rentabilität der anderen Geschäftsbereiche fast überall deutlich. Die Hauptchancen liegen im globalen Markt und Alibaba versteht es via Aliexpress, die internationalen Kunden mit den chinesischen Herstellern direkt zu vernetzen. Insbesondere in Osteuropa liegt man deutlich vor Amazon und kann Marktanteile hinzugewinnen. Auch im westlichen Europa konnte man Marktanteile gewinnen, wohingegen der große Konkurrent stagniert. Das Schreckgespenst Delisting sollte Anleger nicht zu große Sorgen bereiten. Die Alibaba ADR-Aktien kann man gegen entsprechende Aktien in Honkong tauschen. Das würde den Kurs wahrscheinlich nur kurzfristig belasten.

    Ayurcann – wächst schnell bei hohen Margen

    Die kanadische Ayurcann Holdings Corp. bietet lizensierten Cannabisproduzenten die Möglichkeit, ihren Rohstoff nach der Ernte durch die angebotenen Outsourcing-Lösungen des Unternehmens veredeln zu lassen. Die angebotenen Leistungen reichen von Extraktion und Veredelung über den Verkauf von Destillat Öl in loser Schüttung, Formulierung und White-Label-Herstellung, Erfüllung und Vertrieb sowie maßgeschneiderte Verpackungslösungen bis hin zu Bestandsverwaltungsdiensten. Zusätzlich wird auch medizinisches Cannabis angeboten, wie Tinkturen, Vapes für Vaporizer und Topicals, sprich Cremes. Die kanadischen Kunden können diese Produkte über den Ayurcann Marketplace beziehen, auf dem sie von Fachpersonal beraten werden.

    Dass Cannabis ein Wachstumsmarkt ist, zeigen die Jahreszahlen. Das Geschäftsjahr endete am 30. Juni und der Umsatz stieg um 7 Mio. Kanadische Dollar (CAD) beziehungsweise 1.149% gegenüber dem Vorjahr. Das Betriebsergebnis lag bei über 2 Mio. CAD. Ein Plus von 440%. Am 29. November veröffentlichte das Unternehmen die Zahlen zum dritten Quartal und auch hier kann man weiteres Wachstum erkennen. Die Umsätze kletterten um 137% auf 1,9 Mio. CAD im Vorjahresvergleich. Der Gewinn lag bei 931.000 CAD, was einem Anstieg von 137% entspricht. Die Marge von 49% zeigt die Attraktivität des Geschäfts. Zusätzlich wurde die Erweiterung der Produktionskapazität der Anlage in Pickering abgeschlossen. Jetzt kann das Unternehmen 300t Biomasse verarbeiten und die Abfüllung auf bis zu 3 Mio. Packungen ausweiten.

    Das Unternehmen verfügt über einen internationalen Kundenstamm, der bekannte Cannabis Marken besitzt. Das reicht von Xplor in Großbritannien, über Innocan Pharma aus Israel bis hin zu Green Bee Botanicals und Her Highness aus den USA. In den USA haben einige Bundesstaaten Cannabis legalisiert. Die Aktie notierte bisher an der CSE in Kanada und in Frankfurt. Seit dem 16. Dezember können auch Amerikaner die Aktien an der OTCQB, dem wichtigsten Marktplatz für Startups in den USA, kaufen. Trotz all der guten Meldungen notiert die Aktie bei lediglich 0,165 CAD und damit weit unter dem Jahreshoch von 0,75 CAD. Die Marktkapitalisierung liegt mit 20 Mio. CAD deutlich unter der der Mitbewerber und bietet auch da einiges Nachholpotential.

    Rock Tech Lithium – Lithiummarkt wird weiter boomen

    Der Hype um die Elektrofahrzeuge war eines der Themen 2021 und wird auch in Zukunft heiß bleiben. Der Switch weg vom Verbrenner hin zu den emissionslosen Antrieben erzeugt eine enorme Nachfrage im Bereich Lithium, Kobalt und Graphit, die für die Produktion von E-Akkus nötig sind. Das kanadische Unternehmen Rock Tech Lithium will Lithium umweltfreundlich aus seiner eigenen Mine fördern und dann mittels eines Konverters in Lithiumhydroxid verwandeln. Der erste Konverter soll in Guben gebaut werden und 2024 seinen Betrieb aufnehmen.

    Ein Konverter kann rund 500.000 Elektroautos mit Lithiumhydroxid versorgen. Da die Rohstoffe endlich sind, hat das Unternehmen sich bereits mit dem Recycling der alten E-Akkus beschäftigt. Damit würde man die gesamte Wertschöpfungskette abbilden und sich langfristig unabhängig vom Lithiumabbau machen. Sobald die erste Lithiumhydroxid-Fabrik steht, sollen bis 2029 vier weitere in Europa entstehen. Damit kann man etwa 30% des europäischen Marktes gewinnen, so die Planungen des Managements.

    Während der Vorbereitung der neuen Anlage laufen Pilotstudien, die hochqualitatives, batteriefähiges Lithiumhydroxid produzieren sollen. Der Reinheitsgrad muss mehr als 99,5% betragen. Im November konnten die Versuche erfolgreich abgeschlossen werden. Am 3. Dezember veröffentlichte das Unternehmen die Ergebnisse der technischen Studie des Konverters, die von Wave International Pty. durchgeführt wurde. Die Anlage amortisiert sich innerhalb von 64 Monaten. Die Aktie, die aktuell bei 6,02 CAD notiert, hat nach ihrer letzten Rallye deutlich konsolidiert und bietet hier am Support eine erste Einstiegschance.


    Alle drei Unternehmen haben deutliches Aufwärtspotential. Im Gegensatz zu anderen E-Commerce Unternehmen notiert Alibaba nahe eines Mehrjahrestiefs und ist fundamental günstig. Ayurcann schreibt schwarze Zahlen, hat eine gute Marge und wächst stark. Wer auf Cannabis setzen möchte, ist hier richtig. Rock Tech Lithium bietet eine interessante Einstiegschance in den Lithiummarkt, der in den nächsten Jahren immer mehr an Bedeutung gewinnen wird.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Elektrofahrzeuge – Fahrzeuge, welche durch elektrische Energie angetrieben werden.
    3. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.

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    Kommentar von Armin Schulz vom 21.01.2022 | 06:00

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    Die USA haben Lithium bereits 2017 auf die Liste der kritischen Mineralien gesetzt. Durch das immer stärkere Aufkommen von Elektrofahrzeugen, was einer Revolution in der Automobilbranche gleichkommt, stieg der Preis für Lithium 2021 massiv an. Die aktuellen Produktionskapazitäten reichen nicht aus, um den wachsenden Lithium-Hunger zu befriedigen. Hinzu kommt, dass China die globale Lieferkette beherrscht. Will man Unabhängigkeit, muss sich die restliche Welt selbst um den Aufbau von Kapazitäten kümmern. Experten zufolge könnte sich Nordamerika zu einem Konkurrenten entwickeln. Wir sehen uns daher heute drei Lithiumfirmen aus der Region an.

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    Vor rund fünf Jahren startete der Boom der Cannabis-Aktien. Unternehmen wie Aurora Cannabis, Canopy Growth oder Tilray konnten sich innerhalb weniger Monate vervielfachen. Dem Boom folgte jedoch ein schnelles Ende an der Börse. Mit Korrekturen von teilweise 90% wurden die Übertreibungen harsch korrigiert. Jedoch befindet sich der Cannabis-Markt weiterhin in einer starken Wachstumsphase. Die Legalisierung in vielen Ländern sowie die Cannabis-3.0.-Welle versprechen den Unternehmen in den nächsten Jahren enorme Wachstumssprünge. Somit könnte sich der damalige steile Anstieg zumindest in Ansätzen wiederholen.

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    • Almonty Industries
    • Standard Lithium
    • Erdgas
    • Pipeline
    • Wolfram
    • Molybdän
    • Lithium

    2021 war das Jahr der explodierenden Rohstoffpreise. Dabei spielten viele verschiedene Faktoren eine Rolle. Zum einen natürlich die Corona Pandemie, die viele Unternehmen ihr Produktion zurückfahren ließ. Als sich die Wirtschaft schneller als gedacht erholte, waren die Märkte unterversorgt. Hinzu kamen Lieferkettenschwierigkeiten, Naturkatastrophen sowie Exportbeschränkungen. Hier zeigen sich teilweise die Abhängigkeiten von China. Aktuell wird zu wenig Magnesium produziert, weil das Reich der Mitte unter Stromengpässen leidet. Wir sehen uns heute drei Rohstoffproduzenten an, bei denen wir auch in 2022 von einem hohen Nachhfragen an Rohstoffen ausgehen.

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