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30.06.2025 | 05:00

Alles wird elektrisch – dieses Detail kann Anleger reich machen: Power Metallic Mines, Rio Tinto, Freeport-McMoRan

  • Nickel
  • ESG
  • Bergbau
Bildquelle: pexels.com

Die Zukunft wird elektrisch – Heizung und Autos laufen schon heute mit Strom. Wer eine eigene Photovoltaik-Anlage auf dem Dach hat, begrüßt diesen Trend – schließlich ist die Energie der Sonne nach einer anfänglichen Investition kostenlos. Doch es sind auch Investitionen nötig. Die Experten von EY berichten, dass für die globale Elektrifizierung in den nächsten dreißig Jahren 115 % mehr Kupfer gefördert werden muss, als in der gesamten bisherigen Menschheits-Geschichte. Die Herausforderung ist also gigantisch. Die Kupfer-Förderung nachhaltig zu gestalten umso mehr. Doch es gibt Lösungen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: POWER METALLIC MINES INC. | CA73929R1055 , RIO TINTO LTD | AU000000RIO1 , FREEPORT-MCMORAN INC. | US35671D8570

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Inhaltsverzeichnis:


    Bergbau-Riesen setzen auf Nachhaltigkeit – Rio Tinto raffiniert CO2-freies Aluminium

    Früher war die Welt noch einfach: Rohstoffe und Vorprodukte konnten wir aus der gesamten Welt beziehen. Riesige Abraumhalden in entlegenen Regionen der Welt, die Verschmutzung von Grundwasser und auch der nicht CO2-neutrale Transport über die Weltmeere – so richtig bewusst war das den wenigsten Konsumenten. Doch die große Nachfrage nach Rohstoffen und die geopolitischen Spannungen sorgen dafür, dass Förderstätten immer näher an Produktionsstätten heranrücken. Auch ist das Bewusstsein für nachhaltige Lieferketten in den vergangenen Jahren viel größer geworden. Unternehmen wie die Branchen-Dickschiffe Rio Tinto und Freeport-McMoRan, aber auch das junge kanadische Bergbau-Unternehmen Power Metallic Mines setzen auf nachhaltigen Bergbau.

    Rio Tinto gehört zu den größten Bergbaukonzernen der Welt und deckt ein breites Spektrum ab – von Eisenerz für die Stahlindustrie bis zu Aluminium, Kupfer und Lithium für High-Tech und Energiewende. Trotz des riesigen Umsatzes von zuletzt rund 55 Mrd. USD bewegt sich Rio Tinto zunehmend in Richtung Nachhaltigkeit. Für Furore sorgte etwa das ELYSIS-Projekt, bei dem Aluminium ohne direkte CO2-Emissionen hergestellt wird. Auch Photovoltaik-Anlagen, wie etwa rund um die Diamantmine Diavik im Norden Kanadas, gehören zum ESG-Repertoire. Analysten und Ratingagenturen unterstützen diesen Kurs. Erst im März stufte die DZ Bank die Aktie auf „Strong Buy“ herauf. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt umgerechnet bei rund 73 USD je Aktie und damit deutlich über dem aktuellen Niveau.

    Power Metallic Mines: Wird NISK die grünste Nickel-Mine der Welt?

    Zuspruch von Seiten des Marktes erhält auch Power Metallic Mines. Das Unternehmen firmierte bis Februar 2025 als Power Nickel und hat sich auf hochgradige Batteriemetalle und seltene Mineralien spezialisiert. Das NISK-Projekt in Québec ist von Anfang an nachhaltig konzipiert – regenerative Energie und Umweltschutz denkt das Team um CEO Terry Lynch mit. Auch die Geologie spielt Power Metallic Mines in die Karten: Ultramafisches Gestein bindet CO2, sodass anfallende Rückstände erhebliche Mengen Kohlendioxid einlagern können. In Kombination mit emissionsarmem Strom könnte NISK somit als erster nahezu CO2-neutraler Nickelminenbetrieb der Welt entwickelt werden.

    Doch vor einer möglichen Produktion steht die Exploration: 2025 hat Power Metallic Mines seine Aktivitäten auf dem NISK-Projekt ausgeweitet und schaffte bis zu sechs Bohrgeräte auf die Liegenschaft, um auch Zonen wie „Lion“ und „Tiger“ explorieren zu können. Bei Explorationsbohrungen werden bestimmte Regionen Untertage in Form von Gesteinsproben analysiert. Hat man ein Gebiet mittels verschiedener Bohrungen, Winkel und Strecken erkundet, lassen sich Aussagen über einen späteren wirtschaftlichen Betrieb treffen. Bei Power Metallic Mines stimmen die Bohrergebnisse bisher. Gelingt es aber, weitere Rohstoffzonen zu explorieren, dürfte der Markt dies mit zusätzlichem Kurspotenzial honorieren.

    Freeport-McMoRan: Analysten honorieren ESG-Strategie

    Wie aussichtsreich nachhaltige Bergbauprojekte rund um Industriemetalle wie Nickel oder Kupfer für Anleger sein können, zeigen auch die Analystenstimmen zu Freeport-McMoRan: Insgesamt zählen zwölf von sechzehn Analysten Freeport zu den Titeln, die man überdurchschnittlich gewichten sollte. Zuletzt stufte die Scotiabank die Aktie auf „Sector Outperform“ hoch. Auch die Deutsche Bank und Jefferies sprachen seit März Kaufempfehlungen aus. Analysten sehen Freeport-McMoRan als Schlüsselzulieferer für die Klimawende und betonen ausdrücklich den Schwenk hin zu Nachhaltigkeit. Auch Freeport setzt auch regenerative Energie und ist bestrebt, seine Minen entsprechend zertifizieren zu lassen.

    Bietet Power Metallic Mines Nachhol-Potenzial?

    Trotz der bereits positiven Entwicklung gelingt eine solche Zertifizierung nicht immer. Aktuell stechen Bergbau-Riesen wie Freeport-McMoRan und Rio Tinto mit ihren ESG-Konzepten noch positiv heraus. Doch der Markt honoriert nur eine stetige Verbesserung. Projekte wie NISK von Power Metallic Mines, die von Anfang an nachhaltig konzipiert worden sind und dank der spezifischen Geologie Potenzial für die Speicherung von CO2 bieten, könnten schon bald zu interessanten Übernahmezielen werden. Die Aktie von Power Metallic Mines blieb in den vergangenen sechs Monaten hinter der Konkurrenz zurück und verlor knapp 19 % an Wert. Zuletzt rappelte sich der Kurs aber auf und könnte vor einer Trendwende stehen. Gelingt es dem Wert, ins Fahrwasser von Papieren wie Freeport-McMoRan (+12,7 % im letzten Monat) oder Rio Tinto (+4 % letzter Monat) zu kommen, entstehen aufgrund des vergleichsweise frühen Projektstatus Chancen.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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