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15.03.2024 | 05:20

Altech Advanced Materials, Tesla, E.ON Aktie - Zukunftsbeschleuniger in Europa

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Bildquelle: Tesla, Inc.

Deutschlands Autoindustriebranche befindet sich im Umbruch. Mit einem Jahresumsatz von 411 Mrd. EUR werden dringend Lösungen benötigt, um die Elektrifizierung voranzutreiben. E.ON als einer der größten Versorger investiert dazu Milliardenbeträge in die europäische Infrastruktur. Auch erhöht das Unternehmen seine Dividende. Altech Advanced Materials mit Sitz in Heidelberg geht mit stationären Batteriespeichern Anfang April an den Markt und hat zudem die Ergebnisse der aktuellen Machbarkeitsstudie von ihrem zweiten Standbein veröffentlicht: Eine spezielle Beschichtung für Siliziumbatterie-Anoden sorgt für stärkere Power und Langlebigkeit. Genau die Knackpunkte, die Kunden bisher bemängeln. Auch Tesla setzt auf Silizium-Batterien in seinen Modellen. Diese Woche hat Elon Musk das deutsche Werk in Grünheide besucht und hat einige gute Neuigkeiten in petto.

Lesezeit: ca. 7 Min. | Autor: Juliane Zielonka
ISIN: ALTECH ADV.MAT. NA O.N. | DE000A31C3Y4 , TESLA INC. DL -_001 | US88160R1014 , E.ON SE NA O.N. | DE000ENAG999

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Inhaltsverzeichnis:


    John Jeffrey, CEO, Saturn Oil & Gas Inc.
    "[...] Wenn wir etwas erwerben, wollen wir sicherstellen, dass die Übernahme zu unserer Strategie passt und das Potenzial hat, für unsere Aktionäre erfolgreich zu sein. [...]" John Jeffrey, CEO, Saturn Oil & Gas Inc.

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    Altech Advanced Materials: Innovative Silumina-Anoden versprechen bahnbrechende Verbesserungen im Elektrofahrzeugmarkt

    Die Automobilindustrie ist eine der fünf wirtschaftsstärksten Branchen in Deutschland, mit einem Jahresumsatz von 411 Mrd. EUR und Arbeitgeber für rund 786.000 Menschen. Die Industrie ist im Wandel, immer auf der Suche nach bahnbrechenden Technologien, die sowohl die Leistung der Automobile als auch die verursachten Emissionen verbessern. Ob Hybrid- oder Elektrobatterie-Antrieb, Lösungen müssen her, um im internationalen Wettbewerb mitzuhalten.

    Ein Pionier in Leistungsverbesserung für bestehende Elektrobatterien ist die deutsche Altech Advanced Materials AG. Das Heidelberger Unternehmen besitzt zwei Standbeine. Zum einen wird es ab Anfang April 2024 stationäre Batteriespeicher auf den Markt bringen. Energiespeicher, die im Falle von Blackouts kritische Infrastrukturen, wie Krankenhäuser, Polizei, Feuerwehr, Wasserversorgungswerke, mit kostbarem Strom versorgen. Altech Advanced Materials ist gut finanziert.

    Das zweite Standbein ist die Entwicklung einer Beschichtungstechnik für Silizium Batterien, wie Tesla sie verwendet. Elon Musk hat sich 2018 für Silizium statt Graphit entschieden, weil auch er bereits erkannte: Silizium ist 10 mal leistungsstärker, günstiger und lädt schneller. Die Anforderungen an Batterien für Elektrofahrzeuge sind hoch: Sie müssen kostengünstig, schnell aufladbar und eine hohe Energiedichte aufweisen. Nur so lässt sich der Käufer überzeugen. Eine Schwachstelle ist die Leistungsminderung nach wiederholtem Aufladen, die durch herkömmliches Anodenmaterial sowohl in Silizium als auch in Graphit-Elektrobatterien entsteht. Die Folge: Kapazitätsverlust der Batterien.

    Und genau hier bietet Altech Advanced Materials die Lösung: Die Silumina-Anoden werden dieses Problem durch ihre spezielle Beschichtungstechnologie lösen, die eine bessere Stabilität und längere Lebensdauer der Batterien ermöglicht. Durch ihre effiziente Herstellung und die Skalierbarkeit des Herstellungsprozesses könnten Silumina-Anoden eine kostengünstige Lösung für die Elektrofahrzeugindustrie darstellen.

    Mit einer erfolgreichen Batterieproduktions-Pilotanlage in der Lausitz ist der Standort des Unternehmens bereits gesichert. Die vielversprechenden Testergebnisse der Silumina-Anoden deuten auf eine zeitnahe kommerzielle Umsetzung dieser Technologie hin, was einen bedeutenden Fortschritt für die Elektromobilindustrie darstellt. Interessierte Investoren finden alle Details der Machbarkeitsstudie (Design, Marktstudie, Preisbildung) unter diesem Link. Die Aktie steht derzeit bei 6,45 EUR.

    Tesla-Chef Elon Musk besucht Grünheide: Werksausbau und Semi-Truck-Produktion im Fokus, Aktienkurs unter Druck

    Ganze vier Stunden hielt sich Tesla CEO Elon Musk mit seinem Sohn X AE A-XII in der Fabrik im brandenburgischen Grünheide auf. Aktivisten hatten vor kurzem die Stromversorgung lahmgelegt, doch die Mitarbeiter konnten den Schaden schnell begrenzen. Musk bezeichnet den Angriff als „extrem dumm“. Durch den Anschlag sind dem Standort Reparaturkosten in Höhe von mehreren hundert Mio. EUR entstanden. Der gebürtige Südafrikaner hat die vor Ort versammelte Belegschaft begrüßt und ihnen versichert, er sei hier, um sie zu unterstützen. Und Neuigkeiten hat er ebenfalls mitgebracht:

    Zum einen hält er am Standort Deutschland fest. Das Werk soll auf eine Million Einheiten in der Produktion ausgebaut werden, um der wachsenden Nachfrage Europas nach Elektroautos gerecht zu werden und sich gegen Konkurrenten zu behaupten, die sich von Verbrennungsmotoren abwenden. Dazu soll die Werksfläche um 170 ha erweitert werden. Für Altech Advanced Materials wäre Tesla ein idealer Abnehmer der Silumina-Anoden.

    Zum anderen ist die Produktionsanlage ebenfalls für den Bau des sog. „Semi Truck“ vorgesehen. Bereits im Jahr 2017 präsentierte Musk den Tesla Semi. Wie das Handelsblatt berichtet, wird der elektrische Lastwagen derzeit in Nevada, USA, entwickelt und in begrenzter Stückzahl hergestellt. Musk will den LKW zu einem Preis anbieten, der ungefähr dem eines Diesel-Lastwagens entspricht. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeitet Tesla derzeit an der Optimierung des Designs und der Produktion. Musk hat angekündigt, dass die Serienproduktion voraussichtlich Ende 2024 in vollem Umfang beginnen wird. „Ich denke, es ergibt Sinn, den Semi-Lastwagen auch in Europa in der Giga Berlin zu produzieren“, so Musk.

    Analysten betrachten den aktuellen Kurs des Unternehmens kritisch. So ruft Wells Fargo zum Verkauf auf und sieht Tesla bei 125 USD. Analyst Colin Langan von Wells Fargo bewertet die Tesla-Aktie aufgrund ihrer vermeintlichen Überteuerung im Vergleich zu anderen Tech-Leadern mit einem Verkaufsäquivalent. Langan bemängelt, dass Tesla mit einem KGV von 58 im Vergleich zu seinen Mitbewerbern mit 31 schlecht abschneidet. Trotz des rückläufigen Trends seit dem Höchststand im Juli 2023 liegt die Tesla-Aktie aktuell 43 % unter diesem Niveau und 59 % unter dem Allzeithoch von 414,50 USD vom November 2021. Auch die Deutsche Bank und Morgan Stanley haben ihre Kursziele für Tesla seit Anfang Februar gesenkt. Wells Fargo hat neben der Bewertung auch Bedenken hinsichtlich der Profitabilität in mittelfristiger Zukunft. Die Aktie steht bei 153,90 EUR.

    E.ON stärkt seine Position: Investitionen von 42 Mrd. EUR für saubere Energie und Netzwerkausbau

    E.ON, Europas größter Betreiber von Energie-Netzwerken, hat in dieser Woche sein Fünfjahres-Investitionsziel auf 42 Mrd. EUR erhöht. Der europäische Kontinent benötige eine umfangreiche Netzwerkerweiterung, um den Übergang zu sauberen Energiequellen zu vollziehen. Der neue Investitionsplan für den Zeitraum 2024–2028, im Vergleich zu 33 Mrd. EUR für 2023–2027, wird laut dem Unternehmen dazu führen, dass das bereinigte EBITDA bis 2028 auf 11 Mrd. EUR steigt.

    Ein Anstieg dezentraler erneuerbarer Energieanlagen hat europäische Energieunternehmen veranlasst, ihre Ausgaben für den Netzausbau zu erhöhen, um von den festen Renditen profitieren zu können. „Überall in Europa gibt es massive Ausbaupläne für erneuerbare Anlagen, die an Netzwerke angeschlossen werden müssen. Deshalb investieren wir noch mehr und noch schneller in unsere Stromnetzinfrastruktur“, sagt E.ON-Finanzvorstand Marc Spieker, der ab Juni die Nachfolge von Vertriebsvorstand Patrick Lammers antreten wird. In seiner neuen Funktion übernimmt Spieker die Leitung des Bereichs Kundenlösungen. Die neue Finanzvorständin wird Nadia Jakobi sein, derzeit CEO der Handelseinheit E.ON Energy Markets.

    Obwohl der Plan von E.ON mit einem implizierten jährlichen Kapitalaufwand von 8,4 Mrd. EUR der ehrgeizigste unter den deutschen Energieunternehmen ist, liegt er zurück hinter europäischen Schwergewichten wie dem spanischen Konzern Iberdrola und der italienischen Enel Gruppe. Diese planen durchschnittliche Ausgaben von 15,7 Mrd. EUR bzw. 11,9 Mrd. EUR pro Jahr.

    CEO Leonhard Birnbaum lehnt jedoch die Idee eines paneuropäischen Megakonzerns für sein Versorgungsunternehmen ab. Birnbaum sieht keinen Nutzen darin, sich von der eigentlichen Aufgabe ablenken zu lassen. Er weist damit Vorschläge zurück, dass die jüngsten Turbulenzen auf dem Energiemarkt eine Konsolidierung im Sektor auslösen könnten. „Die Schaffung eines Äquivalents ähnlich wie Airbus würde uns nur von unserer eigentlichen Aufgabe ablenken“, erklärt Leonhard Birnbaum in einem Interview. Airbus ist teilweise im Besitz der deutschen, französischen und spanischen Regierungen.

    Dividendenjäger aufgepasst: E.ON möchte die Dividende für 2023 auf 0,53 EUR pro Aktie erhöhen, im Vergleich zu 0,51 EUR pro Aktie im Vorjahr. Dies entspricht der Schätzung von 0,53 Euro der LSEG.


    Altech Advanced Materials ist ein vielversprechendes Unternehmen im Elektrobatterie-Segment. Die Silumina-Anoden könnten bahnbrechende Verbesserungen für Elektrofahrzeuge bringen, da sie die Leistung und Lebensdauer von Batterien erhöhen. Mit einer soliden Finanzierung und vielversprechenden Testergebnissen zu den Anoden in der F&E rückt die kommerzielle Umsetzung dieser Technologie näher. Mit dem zweiten Standbein, den stationären Batteriespeichern, geht Altech Anfang April in die Kommerzialisierung. Tesla wird von einigen Analysten kritisch betrachtet. Trotzdem hält CEO Musk an seinen Expansionsplänen fest, darunter der Ausbau der Produktionskapazitäten in Deutschland und die Einführung des Semi-Trucks, ein Elektro-LKW. Elon Musks Besuch in Grünheide signalisiert sein Engagement für den Standort und den Ausbau der dortigen Modelle. E.ON investiert verstärkt in saubere Energien und Netzwerkinfrastruktur, um der steigenden Nachfrage nach erneuerbaren Energien gerecht zu werden. Gleichwohl der Investitionsplan ehrgeizig ist, hinkt E.ON einigen europäischen Wettbewerbern hinterher. CEO Leonhard Birnbaum betont jedoch die Wichtigkeit, sich auf die Kernziele des Unternehmens zu konzentrieren und lehnt eine Branchenkonsolidierung ab. Die geplante Dividendenerhöhung deutet auf eine solide finanzielle Performance hin. Alle drei Unternehmen stehen für eine elektrifizierte Zukunft, alle drei sind schon jetzt Global Player.


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    Der Autor

    Juliane Zielonka

    Die gebürtige Bielefelderin studierte Germanistik, Anglistik und Psychologie. Das aufkommende Internet in den frühen 90ern führte sie von der Uni zu Ausbildungen in Grafik-Design und Marketingkommunikation. Nach Jahren der Agenturarbeit im Corporate Branding wechselte sie ins Publishing und lernte ihr redaktionelles Handwerk bei der Hubert Burda Media.

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    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Bank – Das Kreditwesengesetz (KWG) regelt in Deutschland die erlaubten Geschäfte einer Bank.
    3. Dividende – Die Ausschüttung an Aktionäre einer Aktiengesellschaft wird Dividende genannt.
    4. Elektrofahrzeuge – Fahrzeuge, welche durch elektrische Energie angetrieben werden.
    5. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.

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