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06.01.2021 | 04:50

Amazon, dynaCERT, Pfizer: Innovation dank bewährter Ideen

  • Investments
Bildquelle: pixabay.com

An der Börse wird die Zukunft gehandelt, folglich sind auch immer diejenigen Aktien gefragt, die vor einem Wachstumsschub stehen. Zuletzt waren das Wasserstoff-Titel, wie etwa NEL oder auch Plug Power. Auch Gold erlebt seit Ausbruch der Pandemie eine Renaissance und schickt sich in den ersten Handelstagen 2021 an, neue Höhen zu erklimmen. Doch auch mit vermeintlich etablierten Werten lassen sich gute Renditen einfahren. Obwohl die Bestellung bei Amazon für viele von uns so naheliegend ist, wie der Gang zum nächsten Supermarkt, verfügt das Unternehmen noch immer großes Wachstumspotenzial.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: CA26780A1084 , US0231351067 , US7170811035

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Inhaltsverzeichnis:


    Jim Payne, CEO, dynaCERT Inc.
    "[...] Insgesamt wird unsere VERRA-Zertifizierung dynaCERT helfen, sich auf dem Markt zu differenzieren, seinen Ruf zu erweitern und neue Möglichkeiten für Wachstum und Nachhaltigkeit zu erschließen. [...]" Jim Payne, CEO, dynaCERT Inc.

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    Amazon: Wachstum auf hohem Niveau

    Amazon ist längst mehr als ein Einzelhändler im Netz. Neben der Möglichkeit, nahezu jedes Produkt über die Plattform zu bestellen, bietet Amazon auch Dienstleistungen an und ist ein Medienunternehmen. Mit Hilfe preiswerter Tablets und dem Streaming-Angebot Prime Video hat es der ehemalige Buchhändler in viele Wohnzimmer geschafft. Inzwischen flimmert sogar die Fußball Bundesliga über die hauseigene Streaming-Plattform. Auch der klassische Onlinehandel hat durch die Pandemie noch einmal mehr Zuspruch erhalten. Viele ältere Menschen wagten sich im März 2020 erstmals ins Netz, bestellten und machten dort gute Erfahrungen. Gerade Amazon als Platzhirsch mit kulanter Garantieabwicklung dürfte vom wachsenden Zuspruch älterer Generationen profitieren.

    Während klassische Einzelhändler Personal entlassen mussten und unter den Einschränkungen der Pandemie litten, hat Amazon im vergangenen Jahre ganze 400.000 Menschen neu eingestellt. Dieser Gegensatz unterstreicht, wie gut Amazon positioniert ist. Auch die Zahlen stimmen. Allein im dritten Quartal 2020 machte Amazon einen Gewinn von 6,3 Mrd. USD. Das ist nach dem Quartal zuvor schon der nächste Rekord. Die Aktie hat auf Sicht von einem Jahr mehr als 50% zugelegt und ist auch schon ambitioniert bewertet. Trotzdem bleibt Amazon ein solider Wert. Amazon wird auch in zehn Jahren noch satte Umsätze machen – wie es dann um viele klassische Einzelhändler bestellt ist, steht in den Sternen.

    dynaCERT: Wasserstoff-Katalysatoren und Software für die Verkehrswende

    Nach den Sternen greift auch das kanadische Unternehmen dynaCERT. Das Ziel ist es, bestehende Fuhrparks nachhaltiger aufzustellen. Dazu hat dynaCERT eine Elektrolyseeinheit mit Wasserstoff-Technologie entwickelt, der vor allem bei großen Diesel-Motoren zum Einsatz kommen kann und die Verbrennung um bis zu 19% optimieren soll. In den vergangenen Monaten haben einige US-Gemeinden zugegriffen und den öffentlichen Personennahverkehr umgerüstet. Gerade die öffentliche Hand steht einerseits unter dem Druck, nachhaltige Lösungen zu verfolgen und zugleich die Kosten gering zu halten. Im Vergleich zu Bussen mit Elektromotor, kann sich der Kauf eines HydraGEN-Katalysators laut Hersteller bereits innerhalb von 12 Monaten amortisieren.

    Neben den eigenen Katalysatoren agiert dynaCERT auch im Bereich der Telematik-Software. So sollen Einsparungen gemessen und der auf diese Weise gehobene Datenschatz zur weiteren Verbesserung der Umweltbilanz genutzt werden. Dank der Dokumentation der Einsparungen können Fuhrparkbetreiber Gutschriften in Form von CO2-Zertifikaten erhalten, die öffentlich gehandelt werden. So entsteht ein weiterer Anreiz, die Lösungen von dynaCERT zu nutzen. Im deutschen Handel konnte sich die Aktie knapp unter 0,40 EUR stabilisieren und deutete zuletzt mehrfach Ausbrüche an. Spekulative Investoren können den Wert auf die Watchlist nehmen.

    Pfizer: Blockbuster sichern die Dividende

    Dass Kursgewinne und Innovationen nicht notwendigerweise von Startups mit revolutionärer Technologie ausgehen müssen, zeigt auch die Aktie von Pfizer. Zwar kooperiert der Pharma-Gigant bei der Herstellung des Covid-19-Impfstoffs mit dem Mainzer Unternehmen BioNTech und setzt dabei auf die neue mRNA-Technologie, doch bietet Pfizer auch eine Menge klassisches „Brot-und-Butter-Geschäft“. Insgesamt hat Pfizer zehn Blockbuster-Medikamente im Angebot, die jeder für sich mehr als eine Milliarde USD Umsatz machen. Das Geschäft mit Generika und Konsumprodukten hat Pfizer in ein Joint-Venture mit GlaxoSmithKline ausgegliedert und fokussiert sich ab sofort nur noch auf margenstarke Medikamente. So will Pfizer an den Erfolg von Viagra, Lipitor und anderen ehemaligen Kassenschlagern anknüpfen.

    An der Börse ist dieser Strategieschwenk noch nicht so gut angekommen: Auf Sicht von einem Jahr gab die Aktie trotz des Impfstoff-Hypes um 13,8% nach. Auch auf Sicht von drei Jahren zeigt der Wert einen leichten Abwärtstrend. Renditebringer ist bei Pfizer aber ohnehin die Dividende: Zuletzt kündigte das Unternehmen die 328. Quartalsdividende in Folge an. Die Dividendenrendite liegt damit stabil über 4%. Wohl ist auch das ein Grund dafür, dass Investorenlegende Warren Buffett zuletzt groß bei Pharmatiteln eingestiegen ist und auch Pfizer gekauft hat. Wem die gemächliche Kursentwicklung nicht zu langweilig ist, findet in Pfizer eine stabile langfristige Säule fürs Depot.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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