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04.12.2025 | 06:30

Diese Aktien starten weiter durch: WashTec, Aixtron und Gerresheimer!

  • Waschanlagen
  • Waschstrasse
  • Investments
Bildquelle: pixabay.com

Die Befürchtungen einer KI-Blase haben die publizierten Quartalsdaten wichtiger Player beiseite gewischt. Nvidia und zuletzt US-Gesellschaft Marvell Technology bestätigten mit starken Auftragseingängen das dynamische und strukturelle Wachstum. Aber nicht überall läuft es gut. Der deutsche Maschinenbau steckt in der Krise. Der Branchenverband VDMA korrigierte seine Prognose für das laufende Jahr nach unten. Generell wurde eine hohe Investitionszurückhaltung beklagt. Wir werfen einen Blick auf chancenreiche Investments.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: WASHTEC AG O.N. | DE0007507501 , AIXTRON SE NA O.N. | DE000A0WMPJ6 , GERRESHEIMER AG | DE000A0LD6E6

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Inhaltsverzeichnis:


    WashTec – International an der Spitze

    WashTec ist der weltweit führende Anbieter von Lösungen für die professionelle Fahrzeugwäsche. Dabei verkauft die Gesellschaft nicht nur innovative Waschstraßen und Portalanlagen, sondern bietet auch After-Sales-Geschäft mit umfangreichen Services an. Digital vernetzte Angebote machen den Betrieb der Anlagen effizienter, zunehmend automatisiert und dadurch profitabler. Diese strategische Aufstellung aus physischem Produktgeschäft, wiederkehrenden Umsätzen und skalierbaren digitalen Dienstleistungen resultiert in steigenden Margen und hohen Cash Flows.
    Das konnten Anleger an den zuletzt präsentierten Neumonatszahlen ablesen. WashTech erzielte in den ersten neun Monaten einen Umsatz von 358,2 Mio. EUR und lag damit um 7,2 % über Vorjahr. Die EBIT-Marge legte auf 9,0 % zu. Ebenso erfreulich stieg der Free Cash Flow um 11,2 % auf 27,8 Mio. EUR an. Geographisch trieb Europa das Geschäft an, wohingegen Nordamerika durch Währungseffekte belastete. Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr wurde bestätigt. Bis 2027 soll der Umsatz im Durchschnitt um 5 % zulegen bei einer höheren EBIT-Marge von 12 bis 14 %.
    Ende Oktober startete die Gesellschaft ein Aktienrückkaufprogramm, welches ein maximales Volumen von 5,0 Mio. EUR oder 100.000 Aktien umfasst und bis zum 4. Mai 2026 läuft. Ohnehin betreibt die Gesellschaft eine aktionärsfreundliche Ausschüttungspolitik mit einer attraktiven Dividende von rund 5 %.
    Jüngst gab es eine spannende Entwicklung an der Aktionärsfront. Die spanische Alantra EQMC Assets Management kaufte deutlich zu und übersprang die Schwelle von 20 %. Allgemein strebt der Investor an Handelsgewinne zu erzielen, behält sich aber vor auch strategischen Einfluss u. a. durch die Vertretung in Gremien, Änderung der Kapitalstruktur oder Dividendenpolitik auszuüben.
    Der Einstieg der Spanier belegt, dass es noch mehrere Stellschrauben gibt, um die Performance der Aktie zu verbessern. Das sind gute News für Anleger, die bereits durch eine attraktive Dividende profitieren und nun auch durch Aktienrückkäufe. Analysten formulieren durchschnittlich ein Kursziel von 54 EUR, ein Upside von rund 20 %. Aktuell ist die Gesellschaft mit rund 650 Mio. EUR bewertet.

    Aixtron – Langsam entdeckter KI-Player

    Die zuletzt präsentierten Zahlen von Nvidia haben gezeigt, dass die Investitionen in KI-Infrastruktur weiter steigen, basierend auf einer hohen Nachfrage von Hyperscalern, Cloudanbietern und Regierungen. Damit wurden die Bedenken einer KI-Blase zerstreut. Ganz aktuell bekommt die Aktie, wie auch jener der Vertreter der europäischen Halbleiterbranche Rückenwind durch die Zahlen der US-Gesellschaft Marvell Technology. Die Amerikaner verbuchten einen starken Auftragseingang der Sparte Chip-Design, was den Aktienkurs beflügelte.
    Aixtron wurde in den letzten Wochen als vernachlässigter KI-Profiteur entdeckt, was den Titel positiv befeuerte. Eine Reihe von Analysten stuften das Kursziel für die Anteilsscheine nach oben. Zuletzt hob die Bank of America das Kursziel auf 25,10 EUR an basierend auf der Argumentation, dass der Konzern für 2026 tiefgestapelt habe und dass die ab 2027 einsetzende Wachstumsbeschleunigung unzureichend beachtet werde. Der Chip-Anlagenbauer Aixtron stellt die Maschinen her mit denen Elektrochips für die stromhungrigen KI-Rechenzentren produziert werden.

    Gerresheimer – 35 % Upside?

    Die Aktionäre von Gerresheimer haben in den letzten Monaten viel mitgemacht. Etliche Gewinnwarnungen – dabei läuft das Geschäft eh nicht gut und die Profitabilität der Düsseldorfer hinkt deutlich hinter Branchenvertretern zurück - dann noch die Untersuchungen der deutschen Aufsichtsbehörde BaFin. Letztlich ist alles glimpflich ausgegangen, was zurück bleibt ist jedoch ein zerstörtes Anlegervertrauen. CEO Dietmar Siemssen legte daraufhin kürzlich sein Amt nieder.
    Die Aktie konnte sich bis jetzt noch nicht deutlich von den Jahrestiefs erholen und notiert im Bereich von 26 EUR, womit sich ein Börsenwert von rund 900 Mio. EUR errechnet. Analysten trauen der Aktie durchschnittlich ein Aufwärtspotenzial von 35 %. Fundamental ist die Aktie, auch historisch gesehen, moderat bewertet.

    Fazit

    WashTec ist bestens aufgestellt, um weiter - und das bei steigenden Margen - zu wachsen. Der spanische Großaktionär und Aktienrückkäufe sorgen zudem kurzfristig für eine Kursbelebung. Aixtron profitiert von dem langfristigen und strukturellen KI-Nachfragetrend. Gerresheimer ist ein spannender Turnaroundwert.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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