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20.11.2025 | 06:45

Spannung pur! Aktuelle Korrektur mit UMT United Mobility Technology, Aixtron und AMD nutzen!

  • Künstliche Intelligenz
  • KI
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Bildquelle: pixabay.com

Aktuell korrigieren Tech-Aktien. Das Thema Künstliche Intelligenz (KI) ist jedoch unbestreitbar ein ungebrochener Trend. CEO Lisa Su von AMD erwartet, dass der KI-Markt im Jahr 2030 1 Billion USD schwer sein wird. Etwas Luft aus den teilweise ambitionierten Bewertungen abzulassen, ist absolut gesund. Abseits der bekannten Namen existieren viele Mid Caps, Small Caps und Micro Caps deren Potenziale erst langsam erkannt werden. Wir werfen einen Blick quer durch die Branche.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: UMT UNITED MOBILITY TECHNOLOGY AG | DE000A40ZVU2 , AIXTRON SE NA O.N. | DE000A0WMPJ6 , ADVANCED MIC.DEV. DL-_01 | US0079031078

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Inhaltsverzeichnis:


    UMT United Mobility Technology – KI für den Mittelstand

    Eine Gesellschaft, deren Verbindung zum Bereich KI auf dem Kapitalmarkt bislang weitgehend unbekannt ist, ist die Münchner UMT United Mobility Technology. Das mag an der Marktkapitalisierung von lediglich knapp 4 Mio. EUR liegen, wodurch die Aktie sich unterhalb des Radars der Investorengemeinde bewegt. Fakt ist, UMT hat sich mit einem cleveren, KI-basierten, stark skalierbarem Geschäftsmodell neu erfunden.
    Heute sind die Münchner in der KI-gestützten Prozessautomatisierung tätig. Kern des Angebots ist „UMS Vision AI“, eine modulare Plattform, die ohne umfangreiches Training oder Schulungsmaßnahmen einsetzbar ist. Mit dem Produkt können viele Aufgaben, die vorher zeitintensiv manuell von Mitarbeitern erledigt wurden, schneller und kostengünstiger abgearbeitet werden. Angesichts des oft beklagten Mitarbeiter- oder Fachkräftemangels ein klarer Pluspunkt. Die Lösung von UMT ist quasi der neue „KI-Kollege“.
    Das selbst entwickelte Tool wird mit modernen Large-Model-Frameworks kombiniert. Dadurch werden Dokumente ausgewertet, Prozesse automatisiert und Entscheidungsgrundlagen vorbereitet. Vorteilhaft ist, dass das verfolgte B2B-Geschäftsmodell als Software-as-a-Service (SaaS) ausgelegt ist – dies ist strategisch und erlösseitig positiv zu werten. Die Anwendung ist stark in die Arbeitsabläufe der Kunden implementiert. Zeit und Kostenersparnis, also der Mehrwert der für Kunden erbracht wird, ist elementarer Bestandteil der Preispolitik – man spricht von so genannten Value Pricing. Die Dienstleistung wird, abgesehen von einer einmaligen Gebühr anfangs, monatlich als Abomodell vertrieben. Merhrwerte für Kunden und monatlich überschaubare Beträge dürften die Basis für eine langfristige Kundenbindung bilden.
    Laut Unternehmensaussagen wächst UMT besonders stark in der Logistikbranche, in der Zollprozesse, Auftragserfassung oder Dispatching arbeitsintensiv sind. UMT geht davon aus, dass durch seine KI-Lösung Kunden jährlich 400 bis 1.500 Arbeitsstunden einsparen können.
    UMT will europaweit expandieren. Die Logistikbranche ist ein erstes Feld. Zudem erschließt UMT mit On-Premise-Lösungen sicherheitskritische Branchen wie Rüstung und Verteidigung. Um das Wachstum zu beschleunigen, plant die Gesellschaft über strategisch zukunftsgerichtete Partnerschaften nach sowie über Beteiligungen. Momentan werden Erlöse von rund 1,5 Mio. EUR erzielt. Der Vorstand des Unternehmens sieht auf Basis des Geschäftsmodells und der starken Nachfrage ein starkes Wachstum, was sich schon in vier oder fünf Jahren auf 70 Mio. EUR umsatzseitig belaufen könnte. Diese Perspektiven sind derzeit keineswegs in der Bewertung der Aktie berücksichtigt.

    Aixtron – KI ist jetzt eingepreist?

    In den letzten Wochen wurde die Aktie des Chip-Anlagenbauers durch positive Analystenkommentare wachgeküsst, wodurch die Aktie auf zwischenzeitlich 20 EUR anstieg. Die Argumente für die Kaufempfehlungen der Experten ähneln sich. Für 2026 habe die Gesellschaft die Messlatte bewusst zu niedrig gelegt, ab 2027 erwarten die Experten eine starke Beschleunigung des Wachstums, welches durch KI-Rechenzentren entstehen werde.
    Die Experten der Bank of America veranschlagen das Kursziel auf 25,10 EUR, was einem Aufwärtspotenzial von rund 50%. Auch wenn momentan die Wachstumspotenziale ab dem Jahr 2027, getrieben von der Nachfrage von KI-Rechenzentren, die mit Chips ausgestattet sind, die wiederum durch Aixtron-Anlagen produziert werden, vorherrscht, sollte nicht vergessen werden, dass die Nachfrage auch aus Branchen wie Konsum oder Elektrofahrzeugen stammt. Hier und da könnte es im nächsten Jahr zu Enttäuschungen kommen – gute Gelegenheiten zum Kauf, für diejenigen, die bislang noch nicht investiert sind.

    AMD – Ein Paukenschlag nach dem anderen

    Anfang Oktober sprang die Aktie um über 30 % an einem Tag. Auslöser war die News, dass die US-Amerikaner einen Deal mit OpenAI geschlossen haben über die mehrjährige Belieferung mit AMD-Chips – das entspricht mehreren Dutzend Mrd. USD an Mehrerlösen pro Jahr. Zusätzlich kann OpenAI über eine Option rund 10% am Chiphersteller in der Zukunft erwerben.
    Jüngst legte AMD auf seinem Financial Analyst Day in New York nochmals nach und versetzte die Märkte und Analysten mit seinen Prognosen ins Staunen. AMD will in den nächsten Jahren mehr als 35 % p.a. wachsen. Als Wachstumstreiber sieht der Konzern neue Produkte wie den MI450-GPUs, der kommenden MI500-Serie sowie dem Helios-Rack-Scale-System welche von Hyperscalern, Regierungen und KI-Firmen nachgefragt werden sollen.
    AMD stellte in Aussicht, dass 2028 bereits 60 % der Umsätze anstatt wie heute 40 % auf das Segment Rechenzentren entfallen werden. Die operative Marge soll auf über 35 % steigen. Das Unternehmen rechnete so vor, dass man so schon bald einen Gewinn je Aktie von über 20 USD erzielen werde. Die Pläne und die abgeleiteten Zahlen sind ambitioniert aber absolut plausibel. Sollten die Prognosen nur halbwegs eintreffen, dann hat die Aktie eine weitere Rallye vor sich.

    Fazit

    KI ist gekommen, um zu bleiben. AMD steht vor einem weiteren starken Wachstum. Aixtron wurde zeitweise wachgeküsst und als verkannter KI-Player bejubelt. Gänzlich unter dem Radar befindet sich bislang die Aktie von UMT. KI-getriebenes, skalierbares Geschäft mit wiederkehrenden Umsätzen ist das, was Börsianer lieben. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die breite Masse den Wert entdeckt. Die Potenziale durch Geschäftsmodell und Produkt sind zweifelsfrei gegeben.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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