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10.06.2022 | 06:45

Wachstumstreiber KI bei den Tech-Aktien Apple, Brainchip, Amazon

  • AI
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Bildquelle: pixabay.com

Apple erobert den Gesundheitsmarkt und hebt einen Schatz an sensiblen Patientendaten, die das Leben von vielen Menschen weltweit verbessern können. Die neuesten Updates in Hard- und Software ermöglichen engmaschiges Überwachen von Körpervitaldaten und Medikamenten-Einnahmen. Ein Segen für Familien, etwa mit herzkranken Eltern. Damit solche hochsensible Daten auch an sicheren Orten bleiben, hat das australische Unternehmen Brainchip eine IP am Markt, mit der selbstlernende KI-Systeme direkt auf dem Chip verbleiben und dort sicher sind wie Fort Knox, frei von der Cloud. Das genaue Gegenteil bringt Amazon starke Kursgewinne. Seine Web Services verhelfen der Aktie zum rasanten Kurssprung.

Lesezeit: ca. 6 Min. | Autor: Juliane Zielonka
ISIN: APPLE INC. | US0378331005 , AMAZON.COM INC. DL-_01 | US0231351067 , BRAINCHIP HOLDINGS LTD | AU000000BRN8

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Inhaltsverzeichnis:


    Apple - Skalierung in den KI-gesteuerten Gesundheitsmarkt

    Auf der diesjährigen Worldwide Developers Conference hat Apple (ISIN US0378331005) ein neues Tool vorgestellt, das die Verfolgung von Medikamenten und weitere gesundheitsbezogene Funktionen erleichtern soll. Die "Medikamente"-Funktion in der Health-App ist auf beiden Geräten, der Apple Watch sowie dem iPhone, vorhanden. Dies ermöglicht es Nutzern, ihre Medikamente, Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel zu verwalten. Die Kamera kann ein Pillenfläschchen scannen und helfen, Medikamente rechtzeitig einzunehmen.

    Apple Nutzern ist die Künstliche Intelligenz namens “Siri” bestens vertraut. Die eingebaute Bedienungshilfe mit der sympathischen Frauenstimme wird per Sprachsteuerung aktiviert und kann leichte Anwendungen auf Zuruf ausführen. Ähnlich einer virtuellen Assistentin ist Siri fähig, Anwendungen im iPhone zu öffnen, Notizen zu speichern, Kontakte anzurufen.

    Apple Health User sind es gewohnt, ihre Schritte aufzuzeichnen. Die Apple Watch misst bereits Blutsauerstoff, Herzrate und schaltet automatisch in Trainingsaufzeichnungen, sobald die Bewegungssensoren einen gleichmäßigen Schritt-Rhythmus verzeichnen. Sollte ein Sturz geschehen und sich der Apple Watch Träger gar nicht mehr bewegen, aktiviert die eingebaute KI ein Notfallruf-System.

    Der nächste Innovations-Schritt hilft besonders Menschen mit chronischen Krankheiten, regelmäßig ihre Medikamente einzunehmen. In den USA können Nutzer auch Warnungen über mögliche Wechselwirkungen von Medikamenten erhalten, wenn sie ein neues Medikament hochladen. Dieses Tool ist ideal für Familien, die Medikationsdaten zusammen mit anderen Gesundheitsdaten teilen möchten. Weiter gedacht entstehen dadurch Logistik-Ketten mit Versandapotheken oder Medikamenten-Lieferservices. Was auf den ersten Blick wie eine Kommerzialisierung im zweiten Gesundheitsmarkt erscheint, hat das Potenzial, in der Digital Health für einen Durchbruch zu sorgen.

    Apple selbst versorgt seit Jahren im B2B-Segment Krankenhäuser und Ärzte in Ausbildung. Die zukünftigen Ärzte gewöhnen sich an die iOS-Oberfläche und deren Handling, sodass der Aufbau eines digitalen Ökosystems rund um Gesundheitsdaten nur eine Frage der Zeit sein wird. Der Tech-Gigant gab außerdem bekannt, dass eine neue Funktion zur Erfassung von Vorhofflimmern in watchOS 9 verfügbar sein wird. Dies ist eine Herzerkrankung, die früh erkannt, gut behandelt werden kann.

    Die neue von der FDA zugelassene Funktion ermöglicht es den Nutzern, ihren Herzrhythmus genau zu verfolgen und festzustellen, ob Anzeichen von Vorhofflimmern vorliegen. Und sobald eine Siri sanft flüstert, man solle sich mehr bewegen, ist die Wahrscheinlichkeit, der digitalen KI eine Chance zu geben in puncto persönlicher Verhaltensänderung größer, je mehr Siri durch Körper-Vitaldaten vom jeweiligen Nutzer lernt.

    Auch wenn Tech nach wie vor gebeutelt an der Börse dasteht, die Vision von Tim Cook, Apple zu der Gesundheitsmarke auszubauen und Pionier in Digital Health zu werden, wird Stück für Stück Wirklichkeit. Für Investoren bietet Apple eine gute Gelegenheit, den Gesundheitsmarkt zu erobern durch KI und Big Data.

    Brainchip - IP als Geschäftsmodell für lernende KI-Systeme

    Eine künstliche Intelligenz wie Siri oder eine Amazon Alexa benötigen Speicher, um ihre Lernerfolge zu archivieren. Zum einen braucht es Halbleiter, um den physischen Raum zu schaffen, zum anderen entstehen Lernerfolge durch programmierte Algorithmen, die in der Lage sind, sich selbst weiter zu verändern. Dieser Prozess ist vergleichbar mit dem menschlichen Gehirn. Die graue Masse im Kopf ist der physische Ort für die Millionen von Nervenzellen, die sich je nach Training und Anwendung immer neu verschalten und in ihren neuronalen Impulsen für den entsprechenden Output sorgen.

    Künstliche Intelligenzen mit Selbstlernfähigkeit sind das Geschäft der Brainchip Holdings. Ihr Geschäftsmodell basiert auf der Lizenzierung der Intellectual Property dieser KI, um größtmögliche Skalierung und Reichweiten zu erzielen.

    Das Flagschiff-Produkt Akida™ von Brainchip (ISIN AU000000BRN8) ist die erste neuromorphe Prozessor-IP am Markt, die das menschliche Gehirn nachahmt. Neuromorphe Computer verwenden Architekturen und Prinzipien, die der Informationsverarbeitung im Gehirn ähneln. IT-Systeme, die auf elektronischen Modellen neuronaler Schaltkreise basieren, werden als "neuromorph" bezeichnet. Die KI wird lokal auf dem Chip ausgeführt, wodurch die Latenzzeiten deutlich verringert werden. Durch die Ausführung der Prozesse direkt auf dem Chip ist Akida unabhängig von Cloud-Anbietern, was Datenschutz und Datensicherheit der Anwendungen erhöht. Durch die Cloud-Freiheit können Daten an Ort und Stelle verarbeitet werden.” Michael Dell, der seit einiger Zeit sehr erfolgreich in der Technologiebranche tätig ist, geht davon aus, dass etwa 10% aller Berechnungen und Daten auf dem Chip stattfinden. Bis 2025 rechnet er mit mindestens 75%. "Das ist eine große Umstellung”, erläutert CEO Sean Hehir.

    Überall, wo größtmögliche Datensicherheit verlangt wird, kommt eine Technologie wie Akida zum Einsatz. Sei es im Gesundheitsbereich mit hochsensiblen Patienten- und Medikamentendaten, Cybersecurity-Technologiefirmen oder autonomes Fahren und Elektro-Mobilität weltweit. Großkonzerne, Intermediäre und KMU bilden die Zielgruppen der Brainchip Holdings. Das australische Unternehmen hat bereits Partnerschaften etabliert z.B. mit dem japanischen Halbleiter-Hersteller Megachips, die in der Regel bereits inhouse hochkomplexe KI und Machine Learning Systeme entwickeln. MegaChips konzentriert sich auf die Wachstumsbereiche der Automobil- und Industrieausrüstung, wie 5G-Kommunikationsinfrastruktur und Fabrikautomatisierung. Darüber hinaus bedient Brainchip Mittelständler, die KI einsetzen wollen, jedoch nur über ein kleines Entwickler Team verfügen aus drei oder vier Mitarbeitern. Hier kommen Chiphersteller oder Chipentwickler ins Spiel, die Brainchip mit seinem Lizenzmodell versorgt. Das Wachstumspotenzial für neuromorphe KI Systeme, die ohne Cloud auskommen, ist enorm. Weitere Informationen zur Go-To-Market-Strategie finden sich hier.

    Amazon - Wachstumstreiber Cloud-Geschäft

    Im Gegensatz zu Brainchips' Modell setzt Platzhirsch Amazon (ISIN US0231351067) weiter auf den Ausbau seiner Amazon Web Services (AWS) in der Cloud. E-Commerce Händler, denen das Geschäft wichtiger ist als die Datensicherheit ihrer Endkunden, bedienen sich der zahlreichen Tools aus dem cloudbasierten Angebot. Amazon Web Services besteht aus mehr als 200 verschiedenen Diensten, zu denen auch Telefonie und Maschinelles Lernen gehören. Firmen, die AWS nutzen, sind Netflix, Facebook oder AirBnB. Sie schätzen den reibungslosen Ablauf der Services für die eigenen Skalierung.

    Würden Plattformdienste wie Netflix sich eigene Server anschaffen, könnte das die Gewinnprognosen negativ beeinflussen, denn durch den internationalen Service müssten weltweit eigene Rechenzentren aufgebaut werden. Das “alles aus einer Hand”-Modell, im Fachjargon Turnkey-Solution, lässt den Aktienkurs von Amazon nach wie vor nach oben rauschen. Im ersten Quartal 2022 wuchs durch die AWS Sparte der Umsatz um 37% auf 17,2 Mrd. EUR. Mit einem Marktanteil von 33% ist Amazon Spitzenreiter im Cloud-Geschäft, noch vor Microsoft oder Alphabet.

    Mit der künstlichen Intelligenz Alexa gelang Amazon der Einstieg in unzählige Privathaushalte. Die auf Sprachsteuerung basierende KI hat allerdings einen Nachteil: durch die Verbindung in die Amazon Cloud wird sie zum Spion der Privatsphäre, denn Alexa hört alles mit. Da wünscht man sich doch lieber ein Gerät mit einem Akida-Chip zur reinen lokalen Datenverarbeitung.


    Das Tracken und Sammeln von Gesundheitsdaten aus der Quantified Self Bewegung wird erwachsen. Dem Apfel in Cupertino gelingt der nächste Wachstumsschritt im riesengroßen Gesundheitsmarkt. Mit den neuesten Updates sind Apple Nutzer in der Lage, hochsensbible Patientendaten zum Erhalt und Ausbau der Gesundheit selbst zu messen. Für solche Zwecke hat das australissche Unternehmen Brainchip Holdings eine neuromorphe Prozessor-IP namens Akida entwickelt, die als Lizenzmodell von Unternehmen weltweit genutzt werden kann. Der große Vorteil: durch die lokale Edge Lösung bleiben die Daten an Ort und Stelle. Sicherheit ist besonders in Zeiten von Cyberattacken eins der wichtigsten Kaufentscheidungen für Großkonzerne. Amazon hingegen wächst durch sein Cloud Geschäft, da es plattformbasierten Firmen wie Netflix, AirBnB oder Facebook die Anschaffung von Rechenzentren abnimmt. Die AWS Sparte wuchs um 37% in Q1 2022.


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    Der Autor

    Juliane Zielonka

    Die gebürtige Bielefelderin studierte Germanistik, Anglistik und Psychologie. Das aufkommende Internet in den frühen 90ern führte sie von der Uni zu Ausbildungen in Grafik-Design und Marketingkommunikation. Nach Jahren der Agenturarbeit im Corporate Branding wechselte sie ins Publishing und lernte ihr redaktionelles Handwerk bei der Hubert Burda Media.

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