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14.09.2022 | 05:08

Aspermont, Allkem, K+S – Aktien für die Überholspur

  • Investments
  • Rohstoffe
  • Finanzen
Bildquelle: pixabay.com

Wir leben in turbulenten Börsenzeiten. Krieg, Energiekrise und Inflation prägen die Stimmungen der Marktteilnehmer. Vorausschauendes Agieren, ein Verständnis des „Big Picture“ aber auch der langfristigen Zusammenhänge von Angebot und Nachfrage gehören zum Handwerkszeug eines Börsianers. Über- und Untertreibungen sind dabei Teil des Ganzen. An der Aktie als langfristige Anlageform kommt man nicht vorbei. Denn wie schon Börsen-Altmeister André Kostolany sagte: „Wer gut essen will, kauft Aktien; wer gut schlafen will, kauft Anleihen.“

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: K+S AG NA O.N. | DE000KSAG888 , Allkem Ltd. | AU0000193666 , ASPERMONT LTD | AU000000ASP3

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Inhaltsverzeichnis:


    Aspermont – Viele Pfeile im Köcher

    Seit 24 Quartalen in Folge verzeichnet das Medien- und FinTech-Haus Aspermont aus dem australischen Perth einen Zuwachs bei seinen Abonnentenzahlen. Damit kann die digitale Transformation des Herausgebers der ältesten, ununterbrochen publizierten Bergbau-Magazine Mining Journal (gegründet 1835) und Mining Magazine (gegründet 1909) als erfolgreich bezeichnet werden.

    Die radikale Neuausrichtung hin zu einem digitalen Medien- und Servicehaus umfasste im ersten Schritt digitale B2B-Publikationen im Rohstoffsektor. Das zweite Standbein war die Schaffung einer XaaS-Plattform (Everything-as-a-Service), über die Unternehmen auf Basis einer umfangreichen Geschäftsdatenbank verschiedene Dienstleistungen buchen können.

    Seit diesem Jahr hat das Unternehmen zusätzlich erfolgreich seine Fühler in den FinTech-Sektor ausgestreckt: Mit dem Launch der Finanzierungs-Plattform „Blu Horseshoe“ in Kooperation mit dem australischen Vermögensverwalter IPC und dem singalesischen Roadshow-Spezialisten Spark Plus erhalten qualifizierte Investoren Zugang zum Markt für Placements an der australischen Börse ASX.

    Bereits im ersten Monat nach dem Launch konnten über die Plattform durchschnittlich zwei Transaktionen pro Tag abgewickelt werden. Und das Potenzial ist gewaltig: Gegenwärtig sind an der ASX rund 2.200 Unternehmen notiert und pro Jahr erfolgen rund 120 Neuemissionen. Angesichts dieser Fakten scheint die Aktie mit einer Marktkapitalisierung von rund 56 Mio. AUD sehr niedrig bewertet. Die Analysten von GBC sehen die faire Bewertung etwa 5-fach so hoch.

    Allkem – Rohstoffpreise sorgen für Rekorde

    Der australische Allkem-Konzern, bis zur Fusion mit Galaxy Resources Ltd. unter dem Namen „Orocobre “ bekannt, gehört zu den großen Profiteuren der Energie- und Verkehrswende. Denn ohne den Rohstoff Lithium wäre diese gar nicht möglich. Zwar gibt es inzwischen Ansätze, Lithium als Batteriemetall langfristig zu ersetzen, dennoch sind sich führende Experten einig, dass dies kurz- oder mittelfristig nicht der Fall sein wird. Im Gegenteil: Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) geht von einer starken Verknappung des Rohstoffs in den nächsten acht Jahren aus (Bedarf: bis zu 550.000t, maximale Produktion bei vorhandenen Vorkommen: 358.000t).

    Für Allkem sind das phantastische Aussichten. Bereits jetzt vermeldet das Unternehmen Rekordgewinne. So konnten die Australier für das Geschäftsjahr 2021/2022 einen Ertrag von 337,2 Mio. USD ausweisen. Als Hauptgründe neben den gestiegenen Marktpreisen nannte das Unternehmen ein umfangreiches Kostenmanagement.

    Und Allkem hat weiter ehrgeizige Ziele: bis 2026 soll die Produktion verdreifacht und damit ein Marktanteil von rund 10% am Weltmarkt erreicht werden. Aktuell befindet sich das Unternehmen auf Platz 5 der weltweit größten Lithiumproduzenten. Auch Analysten stufen die Aktie mehrheitlich als Kauf ein. Die Experten der Crédit Suisse gehen zudem davon aus, dass Allkem ab 2023 erstmals eine Dividende ausschütten wird.

    K+S – Analysten erwarten Kurssprung

    Der Kassler Kaliproduzent und Düngemittelspezialist K+S ist einer der Profiteure westlicher Sanktionen gegen Russland. Das begrenzte Angebot und die weiter steigende Nachfrage ließen die Preise für Kalisalz in die Höhe schnellen. Trotz stark angehobener Umsatz- und Gewinnprognosen haben sich diese guten Perspektiven nur unzureichend im Kurs niedergeschlagen. Zwar verdoppelte sich der Kurs von Ende Januar bis zum April, inzwischen haben die Papiere aber fast wieder das Niveau vor dem Ukraine-Krieg erreicht.

    Analysten bescheinigen dem Titel auf breiter Front ein deutliches Aufwärtspotenzial. So hoben die Experten von Warburg jüngst das Kursziel von 17 EUR auf 30 EUR an. Die Analysten von JPMorgan trauen der Aktie sogar 44,50 EUR zu. Im Mittel liegt der Konsens von 16 Analysten bei einem Kursziel von rund 30 EUR auf Sicht von zwölf Monaten.


    Wir leben in turbulenten Zeiten. Auf lange Sicht setzen sich fast immer die fundamentalen Kennzahlen von Unternehmen durch. Die Düngemittelknappheit wird so schnell nicht behoben werden können. Auch Lithium wird in den nächsten Jahren noch weiter stark an Bedeutung gewinnen. Die Digitalisierung und der Zugang zu den Finanzmärkten werden weiter voranschreiten. Was das Potenzial angeht, liegt Aspermont sicherlich an der Spitze des Trios.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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