Menü schließen




18.08.2025 | 05:10

Uranium Energy, Almonty Industries, Bayer – Rebound nach der Korrektur

  • Rohstoffe
  • Energie
  • Pharma
Bildquelle: pixabay.com

Der Friedensgipfel zwischen den USA und Russland ist bereits Geschichte und brachte in Bezug auf ein Ende des Ukrainekrieges wenig Ergebnisse. Blieben die Indizes in der vergangenen Woche noch stabil, könnten zum Wochenstart kurze, scharfe Rücksetzer bei ausgewählten Titeln interessante Einstiegsmöglichkeiten bieten. Auch bei den Zöllen überwiegen noch die Unsicherheiten. Zwar wurden für Indien und China die Tarife weiter in die Zukunft geschoben, ein finales Abkommen liegt jedoch auch hier noch in weiter Ferne.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: URANIUM ENERGY DL-_001 | US9168961038 , ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 , BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Bayer – Folgt der Turnaround?

    Endet nach mehr als 10 Jahren die Abwärtsspirale beim Pharma- und Agrarriesen und wird nun endlich der Turnaround eingeläutet? Zumindest arbeitet die Bayer-Aktie seit Ende November des vergangenen Jahres, das Verlaufstief lag hier bei 18,37 EUR, an einem tragfähigen Boden. Aktuell notiert das Papier bei 27,05 EUR, ein Sprung über den horizontalen Widerstandsbereich bei 31,03 EUR würde das Chartbild noch weiter aufhellen, das nächste Kursziel läge bei einem nachhaltigen Durchbruch dann bei rund 40 EUR.

    Auch aus fundamentaler Sicht ist ein leichter Aufwärtstrend ersichtlich. So hat Bayer seine Prognose für 2025 angehoben und erwartet nun 46 bis 48 Mrd. EUR Umsatz sowie ein bereinigtes EBITDA von 9,7 bis 10,2 Mrd. EUR. Laut HSBC-Analyst Rajesh Kumar stützen vor allem Sondereffekte das Ergebnis. Entscheidender Faktor sei die Aussicht, dass die belastenden US-Rechtsstreitigkeiten um Glyphosat ab 2026 deutlich nachlassen könnten. Gelingt Bayer mit seiner Strategie vor dem Obersten Gerichtshof ein Durchbruch, eröffnen sich neue Handlungsspielräume, etwa für Spin-Offs oder Kapitalmaßnahmen, die den Konzern wieder flexibler machen würden.

    Auch im Pharmageschäft deutet sich ein Wachstumsimpuls an. Der vielversprechende Wirkstoff Asundexian könnte bereits im vierten Quartal 2025 den Markt bereichern und für dringend benötigte Dynamik sorgen.

    Ungeachtet bestehender Risiken bleibt Analyst Kumar optimistisch. Er hält an seiner Kaufempfehlung fest und sieht mit einem Kursziel von 32 EUR ein Aufwärtspotenzial von etwa 25 %. Nach Jahren der Belastung durch Rechtsstreitigkeiten und Bilanzdruck könnten sinkende Risiken, neue Wachstumsimpulse und eine strategische Neuausrichtung den Grundstein für eine nachhaltige Erholung der Aktie legen.

    Almonty Industries – Chance nach dem Rücksetzer

    Die Wichtigkeit, die der Wolframproduzent zukünftig für die westliche Welt spielen wird, ist noch immer nicht im Bewusstsein vieler Investoren angekommen. Denn das strategisch extrem wichtige Metall ist elementar für die Industrie als auch für Hightech- und Verteidigungsanwendungen. Aufgrund seiner Seltenheit und der starken Abhängigkeit vom Hauptproduzenten China mit über 80 % Marktanteil gilt es als kritischer Rohstoff, den westliche Staaten strategisch absichern wollen.

    Wie Almonty-CEO Lewis Black in seinem Kommentar zum ersten Quartal herausstellte, hat das Unternehmen deutliche Fortschritte bei seinen strategischen Projekten erzielt und bereitet sich auf die nächste Wachstumsphase vor. Während die portugiesische Panasqueira-Mine weiterhin als stabiles Fundament fungiert, rückt die südkoreanische Flaggschiff-Mine Sangdong ins Zentrum.

    Mit dem Abschluss des Anlagenbaus und der gesicherten Finanzierung durch die KfW stehe der Produktionsstart in der zweiten Jahreshälfte bevor. Sangdong gilt als eines der größten und hochgradigsten Wolfram-Projekte außerhalb Chinas und soll bei Vollauslastung voraussichtlich über 80 % der weltweiten Nicht-China-Produktion liefern, mit deutlich besseren Erzgehalten als Panasqueira, was eine robuste Wirtschaftlichkeit verspricht.

    Finanziell hat Almonty seine Position gestärkt: Rund 25 Mio. USD Cash zum Quartalsende sowie weitere 90 Mio. USD durch den erfolgreichen Nasdaq-Börsengang sorgen für eine solide Kapitalbasis. Parallel wurde ein Abnahmevertrag mit dem US-Verteidigungsministerium für Wolframoxid geschlossen. Zudem verstärkt der frühere US-Unterstaatssekretär Alan Estevez den Vorstand mit sicherheitspolitischer Expertise.

    CEO Lewis Black betont, dass Almonty mit Sangdong kurz vor einem transformativen Schritt steht. Angesichts wachsender globaler Nachfrage nach Wolfram und der geopolitisch wichtigen Rolle kritischer Rohstoffe sieht er das Unternehmen bestens aufgestellt, um langfristigen Wert für Aktionäre zu schaffen. Bei einer aktuellen Marktkapitalisierung in Höhe von 1,34 Mrd. CAD besteht im Vergleich zu ähnlichen Projekten noch deutliches Potenzial.

    Uranium Energy – politischer Rückenwind

    Donald Trump setzt verstärkt auf Atomenergie, um die USA energiepolitisch unabhängiger und wettbewerbsfähiger zu machen. Hintergrund ist der rasant steigende Strombedarf, insbesondere durch KI-Rechenzentren. Kernkraft liefert hier verlässliche, CO2-arme Grundlast. Zudem will Trump die USA bei Zukunftstechnologien wie Small Modular Reactors an die Spitze bringen und so geopolitisch gegenüber China und Russland aufschließen. Gleichzeitig schafft der Ausbau Arbeitsplätze und stärkt die Industrie.

    Profiteur dieser Entwicklung ist unter anderem einer der führenden Uranproduzenten der USA, Uranium Energy. Nach einer Rally in den vergangenen Wochen, die Aktie marschierte bereits seit Anfang April um über 185 % auf 10,73 USD nach oben, sehen die Analysten von Goldman Sachs sogar noch weiteres Aufwärtspotenzial. Das Kursziel wurde auf 13 USD fixiert, das Anlageurteil lautet: „Kaufen“.

    Die Gründe dafür liegen darin, dass die US-Regierung die US-Kernkraftkapazität bis 2050 vervierfachen und eine eigene Uran-Lieferkette aufbauen will. Da die USA jährlich 29 % des weltweiten Uranangebots verbrauchen, aber 2024 nur 700.000 Pfund selbst produzierten, sieht Goldman Sachs Uranium Energy (UEC) in einer Schlüsselposition. UEC plant, seine Förderung auf mehrere Millionen Pfund auszuweiten und sich als führender US-Produzent zu etablieren.

    Analyst Brian Lee betont die inländische Stellung als klaren Vorteil, zumal die Uranpreise steigen dürften: 2025 erwartet Goldman ein Defizit von 20 Mio. Pfund, bis 2040 sogar 130 Mio. Pfund. Zudem könnte UEC von Regierungsinvestitionen profitieren, ähnlich wie MP Materials, das durch ein 400 Mio. USD Engagement des Pentagon stark zulegte.


    Bayer konnte die Planzahlen erhöhen und steht vor einem Turnaround. Uranium Energy profitiert vom Programm der US-Regierung. Almonty Industries plant den Produktionsstarts seines Flagschiff-Projekts zur zweiten Jahreshälfte.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von André Will-Laudien vom 25.08.2026 | 04:00

    BioTech: Übernahmen! Der Kampf um Marktanteile bei Novo Nordisk und Eli Lilly, BioNxt und Evotec auf dem M&A-Radar

    • BioTech
    • Pharma
    • Medikamentenforschung
    • Wirkstoffentwicklung
    • Adipositas
    • ODF

    Wie die jüngste, spektakuläre 43-Milliarden-USD-Übernahme des Krebsspezialisten Seagen durch Pfizer oder die Mega-Deals rund um die GLP-1-Infrastruktur eindrucksvoll zeigen, befindet sich die Pharmabranche in einer historischen Konsolidierungswelle. Angetrieben durch die gigantischen Milliardengewinne aus dem Markt für Abnehmspritzen hat nun eine beispiellose Übernahmewelle begonnen. Marktführer wie Novo Nordisk und Eli Lilly nutzen ihre prallen Kriegskassen für strategische Mega-Zukäufe, um ihre Vormachtstellung abzusichern und Produktionsengpässe gezielt zu beseitigen. Gleichzeitig rücken hochinnovative Plattform-Unternehmen wie BioNxt mit ihren neuartigen Darreichungsformen in den Fokus. Strategisch wertvolle, aktuell günstig bewertete Targets wie Evotec sind schon länger im Visier von Investoren und Konkurrenten. Wer im Kampf um Marktanteile, neue Verabreichungstechnologien und die nächste Generation von Blockbuster-Medikamenten nicht abgehängt werden will, muss jetzt zukaufen, denn das M&A-Karussell dreht sich so schnell wie lange nicht mehr. Wir gehen noch etwas tiefer!

    Zum Kommentar

    Kommentar von Stefan Feulner vom 24.08.2026 | 05:10

    IsoEnergy, Standard Uranium, Energy Fuels – 3 Uran-Aktien mit Kursturbo

    • Energie

    Atomkraft erlebt weltweit ein Comeback. Der steigende Strombedarf durch KI-Rechenzentren, Versorgungssicherheit und der Wunsch nach CO₂-armer Grundlast treiben neue Reaktorprojekte voran. Doch damit rückt ein Engpass immer stärker in den Mittelpunkt: Uran. Die World Nuclear Association erwartet bis 2030 einen Nachfrageanstieg von 28 %, bis 2040 sogar mehr als eine Verdopplung. Gleichzeitig wollen westliche Staaten ihre Abhängigkeit von problematischen Lieferketten reduzieren. Drei Unternehmen positionieren sich für diesen neuen Uranzyklus.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 17.08.2026 | 05:30

    Wie Sie von der Rohstoffknappheit profitieren: Die Top-Picks Rio Tinto, Globex Mining und Glencore im Check

    • Rio Tinto
    • Globex Mining
    • Glencore
    • Rohstoffe
    • kritische Rohstoffe
    • Eisenerz
    • Kupfer
    • Aluminium
    • Basismetalle
    • Spezialmetalle
    • Edelmetalle
    • Handel

    Es tobt ein erbitterter Kampf um Rohstoffe. Die grüne Transformation ist nicht allein dafür verantwortlich, dass die Nachfrage explodiert ist. Sondern auch KI beziehungsweise deren Rechenzentren und Robotik treiben die Nachfrage weiter in die Höhe. Hinzu kommen geopolitische Abhängigkeiten und nationale Versorgungsängste. Die USA forcieren die heimische Förderung. China kauft weltweit Rohstoffe auf und ressourcenreiche Länder wie der Kongo stellen neue Exportbedingungen. Wem das Material ausgeht, der verliert seine Wertschöpfungsketten. Wir sehen uns daher heute Rio Tinto, Globex Mining und Glencore genauer an.

    Zum Kommentar