Menü

Aktuelle Interviews

Dirk Graszt, CEO, Clean Logistics SE

Dirk Graszt
CEO | Clean Logistics SE
Trettaustr.32, 21107 Hamburg (DE)

info@cleanlogistics.de

+49-4171-6791300

Interview Clean Logistics: Wasserstoff-Kampfansage an Daimler + Co.


Hans Hinkel, CEO/COO, BioTec CCI AG

Hans Hinkel
CEO/COO | BioTec CCI AG
Königsallee 6, 40212 Düsseldorf (D)

ir@biotec-cci.de

+49 211 540 666 51

BioTec CCI: „BioNTech zeigt, was bei vorbörslichen Beteiligungen möglich sein kann.“


Dr. Andreas Beyer, Geschäftsführer, Fonterelli GmbH & Co. KGaA

Dr. Andreas Beyer
Geschäftsführer | Fonterelli GmbH & Co. KGaA
Waldhornstr. 6, 80997 München (D)

info@fonterelli.de

+49 89 81 00 91 19

Dr. Andreas Beyer von Fonterelli: Wir haben Cashflows im Fokus!


11.10.2021 | 05:08

Aspermont, flatexDEGIRO, TeamViewer - Kaufempfehlungen von Analysten

  • Fintech
  • Investments
Bildquelle: pixabay.com

Wachstum und Erwartungen spielen für die Aktienkursentwicklung eine entscheidende Rolle. Aber oft ist es die Diskrepanz zwischen Erwartungen und Prognosen auf der einen Seite und den Fakten auf der anderen Seite, die Kurse bewegen. Werden Erwartungen verfehlt und geschieht dies öfter oder in einem gravierenden Ausmaß, kann das zu einer länger anhaltenden Kursschwäche führen. Zu hoch gesteckte Erwartungen der Anlegergemeinde oder das Verkennen von Wachstumsperspektiven, kann andererseits zu guten Investmentopportunitäten führen. Bei den folgenden Titeln raten Analysten zum Kauf.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: ASPERMONT LTD | AU000000ASP3 , FLATEX AG NA O.N. | DE000FTG1111 , TEAMVIEWER AG INH O.N. | DE000A2YN900

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren


Karim Nanji, CEO, Marble Financial
"[...] In Kanada kommen auf jeden Dollar Einkommen 1,75 Dollar Schulden – und das war bereits vor der Pandemie so. [...]" Karim Nanji, CEO, Marble Financial

Zum Interview

 

Der Autor

Carsten Mainitz

Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

Mehr zum Autor


Aspermont –FinTech-Geschäft als Impulsgeber

Mit dem Einstieg ins Fintech-Geschäft ist die Aktie der australischen Aspermont nochmals deutlich attraktiver geworden. Die Gesellschafft hat sich als Medienkonzern und als Herausgeber der beiden dienstältesten, regelmäßig erscheinenden Publikationen für den Bergbau-Sektor, des „Mining Journal“ (gegründet 1835) und des „Mining Magazine“ (gegründet 1909), etabliert. Vor sechs Jahren starteten die Australier einen umgreifenden Transformationsprozess hin zu einem Digitalunternehmen.

Großes Asset ist eine umfangreiche Datenbank, die mehr als 7,5 Mio. Adressen von Entscheidern enthält. Mit dem Aufbau eines XaaS-Business (Anything-as-a-Service) wurde ein gut skalierbares Geschäftsmodell etabliert. Letztes Jahr landete das Unternehmen mit dem Lauch der neuen Sparte Virtual Event & Exhibition (VEE) einen Volltreffer. Direkt zum Start konnten die Australier mehr als 100 neue Geschäftskunden gewinnen, worunter sich auch große internationale Konzerne wie Dassault, Hexagon, S&P, Olympus, SAP und Honeywell befinden. Die strategische Logik dahinter ist, diese Kunden nicht nur für virtuelle Events zu gewinnen, sondern auch durch Bundling und Cross-Selling langfristig zu binden.

Nun forciert Aspermont den Aufbau des Fintech-Geschäfts und investiert dazu den Großteil des letzten Quartalgewinns (Bruttogewinn: 2,8 Mio. AUD, Bruttomarge: 65%). Zusammen mit den Partnern Spark Plus Pte. Ltd., Unternehmensberatung und Spezialist für Roadshows für asiatische Unternehmen sowie International Pacific Capital, einem seit 1987 etablierten Wertpapierhändler in Sydney, wurde eine Plattform zur Kapitalbeschaffung für versierte Investoren und kapitalsuchende Gesellschaften ins Leben gerufen. Mit 44% hält Aspermont den Großteil am Joint Venture und bringt als wichtiges Asset die Kundenkontakte samt Datenbank ein. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann der Markt das neue Ertragspotenzial einpreist. Die Analysten von GBC sind von den Perspektiven des Titels überzeugt und stufen die Aktie als Verdreifacher mit einem Kursziel von 0,09 AUD ein.

flatexDEGIRO – CEO kauft weiter zu
Die Gesellschaft ist Europas führender und am schnellsten wachsender Retail-Online-Broker und zählt mehr als 1,75 Mio. Kunden, die in den letzten zwölf Monaten ein Handelsvolumen von über 300 Mrd. EUR generiert haben. Jedoch hat die Aktie in den letzten drei Monaten deutlich an Wert verloren und sackte um über 30% ab. Anscheinend konnte die Gesellschaft die hoch gesteckten Ziele der Marktteilnehmer, insbesondere in Bezug auf das Kundenwachstum, nicht erfüllen.

Jedoch fielen die Sechsmonatszahlen gut aus und dokumentierten die hohe Profitabilität des Konzerns mit dem besten Halbjahr der Unternehmensgeschichte. Der Umsatz legte um 127% zu und die EBITDA-Marge konnte nochmals auf hohem Niveau auf 47,6% ausgeweitet werden. Auch ein durchgeführter Aktienspilt half der Aktie nicht auf die Beine. CEO Niehage ist unerschütterlich davon überzeugt, dass die Aktie zu billig ist und kaufte in den letzten Wochen kräftig zu. Auch Analysten sehen deutliches Aufwärtspotenzial für die Anteilsscheine.

TeamViewer – Scherbenhaufen

Mit einer Gewinnwarnung schockte der Anbieter von Software für Fernwartungs- und Videokonferenzen die Börsianer gehörig. Die Papiere brachen ein und notieren mit 16 EUR auf einem Allzeittief und damit über 60% schwächer im Jahresverlauf. Die Gesellschaft ist aber noch mit stattlichen 3,2 Mrd. EUR bewertet. Das Unternehmen, das lange als Corona-Profiteur gehandelt wurde, kassierte seine Prognose. Die Reaktion von Börse und Analysten ist deshalb so heftig, weil die Revidierung zum einen die Investment Story deutlich negativ ändern könnte und außerdem viel Vertrauen verloren gegangen ist. Oddo BHF und JP Morgan senkten ihre Kursziele auf 21 EUR.

Der Softwareanbieter senkte nach einem unerwartet schwachen dritten Quartal seine Jahresprognose deutlich. Der gebuchte Umsatz dürfte in diesem Jahr bei lediglich 495 bis 505 Mio. EUR liegen, anstatt bei rund 525 Mio. EUR, wie ursprünglich in Aussicht gestellt. Die operative Marge (bereinigtes EBITDA) wird nun laut Unternehmen 44% bis 46% betragen, anstatt 49% bis 51%. Mit großer Spannung erwarten wir den Kapitalmarkttag im November. Das könnte der erste Schritt sein, um verloren gegangenes Vertrauen wieder zurückzugewinnen.


Die Aktie von flatexDEGIRO ist durch den momentanen Korrekturmodus interessant. TeamViewer muss liefern und mit konkreteren und belastbaren Wachstumsplänen überzeugen. Mit Aspermont haben Anleger die Chance, am neuen Plattformgeschäft im Fintech-Bereich zu partizipieren. Die Aktie spiegelt diese Potenziale bislang nicht wider.


Der Autor

Carsten Mainitz

Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

Mehr zum Autor



Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
  2. Handelsvolumen – Das Handelsvolumen beziffert die Summe aller getätigten Transaktionen.
  3. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.
  4. Software – Oberbegriff für unterschiedliche Arten von Programmen, die für den Betrieb von Computern notwendig sind.

Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die Apaton Finance GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


Weitere Kommentare zum Thema:

Kommentar von Carsten Mainitz vom 14.10.2021 | 05:48

Square, BIGG Digital Assets, Advanced Micro Devices – Profiteure des FinTech- und Krypto-Booms

  • kryptowährungen
  • Krypto
  • Fintech
  • Investments

FinTech und Krypto sind bestimmende Investmentthemen der Gegenwart. Auch wenn es inzwischen Bestrebungen der Politik gibt, um Kryptowährungen einzudämmen bzw. zu regulieren, so werden diese auf Dauer Bestandteil unseres Alltags bleiben. Damit Kryptos auch für die Breite der Bevölkerung nutzbar sind, ist es wichtig, sie einfach und sicher handelbar und als Zahlungsmittel einsetzbar zu machen. Dazu bedarf es zertifizierter Handelsplattformen und zuverlässiger Zahlungsdienstleister. Doch nicht nur diese werden von der Entwicklung profitieren, auch Hardwarehersteller sind stark gefragt.

Zum Kommentar

Kommentar von Mario Hose vom 13.10.2021 | 07:47

Bis zu 50% Kurspotenzial: Analysten zu SAP, Zalando, aifinyo

  • SaaS
  • Online Business
  • Mode
  • Fintech
  • Finanzen
  • DAX

Technologieaktien tun sich derzeit schwer. Die Zinsangst ist zurück und im Online-Geschäft lässt die Wachstumsdynamik nach. Doch Analysten sehen auch Kurschancen. Warburg beispielsweise 50% beim FinTech aifinyo. Dort hat sich kürzlich der Maschmeyer-Fonds Paladin eingekauft und im Rahmen der aktuellen Kapitalerhöhung können Anleger zum Festpreis einsteigen. Beim Softwareriesen SAP spekulieren Analysten auf eine Prognoseerhöhung. Zalando erscheint den Analysten von Barclays nach dem Kursrutsch attraktiv.

Zum Kommentar

Kommentar von Armin Schulz vom 29.09.2021 | 05:55

Deutsche Bank, Aspermont, Square – FinTech-Ansätze versprechen viel Potential

  • Fintech
  • E-Commerce
  • Digitale Geldbörse
  • Abonnement
  • Deutsche Bank
  • Aspermont
  • Square

Seit einigen Jahren gewinnt der FinTech-Bereich immer mehr Aufmerksamkeit. So ging die Digitalbank Revolut mit einer Bewertung von 33 Mrd. USD in ihre Finanzierungsrunde. Vergleicht man diesen Wert mit den Marktkapitalisierungen der deutschen Banken, so liegen die Bewertungen mit 23 Mrd. für die Deutsche Bank und 6,9 Mrd. EUR für die Commerzbank weit unter jener der FinTech Bank. Bei aufstrebenden FinTech Unternehmen können also große Gewinne winken. Diese Unternehmen verfügen nicht mehr über so viel Personal wie die klassischen Banken, selbst Beratungen werden heutzutage von elektronischen Helfern übernommen. Zusätzlicher Druck entsteht bei den klassischen Banken aufgrund der Nullzinspolitik. Wir schauen uns daher heute drei Unternehmen an, die ihre Geschäftsbereiche dahingehend erweitern wollen.

Zum Kommentar