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24.01.2022 | 05:10

BioNTech, Cardiol Therapeutics, Netflix – Rückkehr zur Normalität

  • Corona
  • Impfstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Der Ausbruch der Corona-Pandemie löste bei vielen Unternehmen eine Goldgräberstimmung aus. Neben den Impfstoff-Herstellern wie BioNTech oder Moderna konnten sich auch Aktien vervielfachen, deren Technologie die angeordneten Maßnahmen unterstützten. Ob Einkaufen, Schule, Arbeit oder sogar Sport, alles konnte plötzlich einfach vor dem Bildschirm erledigt werden. Nach den Restriktionen und Einschränkungen sehnt sich die Gesellschaft nun jedoch wieder nach einem normalen Leben. Die Entwicklungen sind sowohl an den jeweiligen Aktiencharts als auch den zuletzt vorgelegten Zahlen gut zu erkennen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: CARDIOL THERAPEUTICS | CA14161Y2006 , BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026 , NETFLIX INC. DL-_001 | US64110L1061

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Inhaltsverzeichnis:


    Impfstoff-Produzenten als Gewinner

    Seit der Zulassung der Impfstoffes Comirnaty, vormals bekannt als BNT162b2, im Dezember 2020, kam die Hausse des 2008 gegründeten Unternehmens BioNTech, ins Rollen. Dabei setzten die Mainzer auf jahrelange Forschungsarbeiten in Bezug auf die Entwicklung und Herstellung von Technologien und Medikamenten für individualisierte Krebsimmuntherapien auf mRNA-Basis. Die mRNA enthält den „Bauplan“ für ein Eiweiß auf der Oberfläche des Coronavirus SARS-CoV-2. Durch die Impfung gelangt dieser Bauplan über winzige Nano-Fettpartikel in die Körperzellen.

    Als Nebenwirkungen können häufig Schmerzen an der Einstichstelle, Fieber, Kopfschmerzen oder Muskel- oder Gelenkschmerzen auftreten. Eine Herzmuskel- oder Herzbeutelentzündung als Folge mRNA-Impfung ist laut Aussagen von Experten zwar äußerst selten, dennoch tritt diese immer wieder auf. Die ersten Fälle wurden im Frühjahr 2021 aus Israel gemeldet, später gab es auch Untersuchungen in den USA, die einen Zusammenhang herstellten zwischen einer Corona-Impfung und Myokarditis oder Perikarditis.

    Erfolgreich gegen Herz-Muskel-Entzündungen

    Die Behandlung von Myokarditis gehört den zukünftigen Therapien von Cardiol Therapeutics. Vor dem Hintergrund, dass Myokarditis sowohl zu den Nebenwirkungen der aktuellen Impfkampagnen als auch zu den Folgewirkungen einer Corona-Infektion zählt, dürfte die Wissenschaft gespannt den Abschluss der klinischen Studien verfolgen. Was zusätzlich hinzukommt, ist, dass das Unternehmen aus Oakville in Kanada bei seinem Hauptprodukt CardiolRx auf eine gemäß cGMP pharmazeutisch hergestellte orale Cannabidiol-Rezeptur setzt, die aktuell im Rahmen einer Phase-II/III-Ergebnisstudie untersucht wird.

    Erst kürzlich gaben Forscher der Oregon State University einen Forschungsbericht mit dem Titel „Cannabinoids Block Cellular Entry of SARS-CoV-2 and the Emerging Variants“ heraus, der aufweist, dass Cannabinoide den Zelleintritt von SARS-CoV-2 und den entstehenden Varianten blockieren könnten.

    Das Ziel der aktuell laufenden Lancer-Studie von Cardiol soll die Wirksamkeit und Sicherheit von CardiolRx als kardioprotektives Therapeutikum zur Verringerung der Sterblichkeit sowie größerer kardiovaskulärer Ereignisse bei stationär betreuten COVID-19-Patienten mit einer kardiovaskulären Vorerkrankung oder Risikofaktoren für HKE evaluieren und den Einfluss von CardiolRx auf wichtige Marker für entzündliche Herzerkrankungen untersuchen. Einen ausführlichen Bericht über das Unternehmen können Sie unter researchanalyst.com/de/report/cardiol-therapeutics-aktie-mit-blockbusterpotenzial lesen.

    Neben dem Präparat CardiolRX, für das Experten Blockbuster-Potenzial ausmachen, kann das Biotech-Unternehmen mit einer Genehmigung seines Prüfpräparates IND für eine internationale Phase-II-Studie von der FDA aufwarten, in der die entzündungshemmenden und antifibrotischen Eigenschaften von CardiolRx bei akuter Myokarditis, einer der Hauptursachen für den plötzlichen Herztod bei Menschen im Alter von unter 35 Jahren, untersucht werden soll. Durch eine erfolgreich abgeschlossene Kapitalerhöhung über 50 Mio. USD ist Cardiol Therapeutics bestens finanziert, um die weiteren klinischen Studien zu forcieren.

    Derzeit liegt die Marktkapitalisierung des Wertes, der neben der Heimatbörse Toronto auch an der NASDAQ und in Frankfurt gehandelt wird, bei 98,07 Mio. EUR. Stellt man einen Vergleich mit ähnlichen Werten aus der Branche an, die ein Vielfaches an Börsenwert besitzen, dürfte bei erfolgreichen Studienergebnissen diese Schere schnell geschlossen werden. Aktuell notiert Cardiol bei 1,82 USD. Der bisherige Höchststand lag bei 10 USD.

    Diverse Analystenhäuser äußerten sich zuletzt optimistisch für den weiteren Verlauf der Aktie. Neben Canacord Genuity, die ein Kursziel von 8,00 USD ausgaben, sieht das Analystenhaus Leede Jones Gable sogar 12,50 CAD für den Kaufkandidaten. Im Durchschnitt liegen die Prognosen der Experten bei 11,00 CAD.

    Am 17.02.2022 wird Cardiol beim „International Investment Forum – IIF“ präsentieren und den Investoren Einblicke gewähren. Unter www.ii-forum.com können sich interessierte Anleger kostenlos anmelden.

    Das Leben mit Corona

    Sattgesehen haben sich fürs erste die Anleger von Netflix. Es könnte durchaus sein, dass sich die Gesellschaft, anstatt das üppige Streaming-Angebot zu verfolgen, wieder vermehrt dem Leben im Freien widmet. Zumindest könnte man die Zahlen von Netflix so deuten. Trotz „Squid Game“ & Co. verfehlte das US-Unternehmen sein Wachstumsziel für das abgelaufene Geschäftsjahr. Im letzten Quartal 2021 legte die globale Abonnentenzahl noch um 8,3 Mio. auf insgesamt knapp 222 Mio. zu. Das eigene Ziel von 8,5 Mio. Neukunden wurde damit aber knapp verfehlt. Der Umsatz wurde gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 16% auf 7,7 Mrd. USD gesteigert. Der Gewinn wuchs um knapp 12% auf 607 Mio. USD.

    Für das laufende Quartal erwartet Netflix lediglich 2,5 Mio. neue Kunden. Zudem sollen der operative als auch der Nettogewinn rückläufig sein. Die Aktie stürzte mit mehr als 21% Verlust auf 397,50 USD in die Tiefe. Die nächste Unterstützungszone liegt bei 387 USD.


    Die Stimmen häufen sich, dass nach der Welle der Omikron-Variante ein normales Leben ohne größere Beschränkungen zurückkommen könnte, was die Corona-Gewinner wie BioNTech oder Netflix stark korrigieren lässt. Im Gegensatz dazu bekämpft Cardiol mit seinen auf Cannabidiol basierenden Produkten Herzmuskel-Entzündungen, die Hauptursache für den plötzlichen Herztod sind und besitzt bei weiter positiven Studienergebnissen deutliches Aufwärts-Potenzial.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Kapitalerhöhung – Erhöhung des Eigenkapitals eines Unternehmens

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    Die Angst vor der Rezession drückte die Märkte zuletzt wieder nach unten. Wer auf krisensichere Investments setzen möchte, sollte sich Biotech-Aktien ansehen. Die Bevölkerung wächst, die Menschen werden immer älter und entsprechend des Alters kommen mehr Krankheiten hinzu. Dieser Trend wird sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Daher sind die Erfolgsaussichten für diesen Sektor außerordentlich gut. An der Gesundheit kann man nicht sparen. Seit September 2021 haben die Aktien von Biotech-Unternehmen zudem stark konsolidiert. Teilweise erscheinen Aktien stark unterbewertet. Wir sehen uns heute drei interessante Unternehmen aus dem Biotech-Bereich an.

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