16.07.2025 | 06:00
Novo Nordisk, BioNxt Solutions, BioNTech - so heilen Sie Ihr Portfolio mit der Gesundheits-Revolution 2025
Das globale Gesundheitswesen erlebt 2025 eine Zeitenwende. Klimafolgen, chronische Krankheiten und Pandemienarben fordern Systeme heraus, während Digitalisierung und KI rasant neue Therapien vorantreiben. Staaten investieren Milliarden in moderne Gesundheitsinfrastrukturen, doch Debatten um Datenschutz und die Terminvergabe bei Arztbesuchen eskalieren. Während die WHO vor Stagnation warnt entstehen bahnbrechende Allianzen zwischen Forschung und Industrie. Genau hier setzen Novo Nordisk, BioNxt Solutions und BioNTech mit visionären Technologien an, die nicht nur heilen, sondern auch Anlegern Chancen eröffnen.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Armin Schulz
ISIN:
NOVO NORDISK A/S | DK0062498333 , Bionxt Solutions Inc. | CA0909741062 , BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026
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Inhaltsverzeichnis:

"[...] Wir wollen uns an Unternehmen beteiligen, die oftmals an lebensverlängernden oder -rettenden Innovationen arbeiten und auf die Privatanleger sonst keinen Zugriff hätten. [...]" Hans Hinkel, CEO/COO, BioTec CCI AG
Der Autor
Armin Schulz
Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.
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Novo Nordisk - zwischen Rekorden und Rückschlägen
Novo Nordisk legte im 1. Quartal kräftig zu. Der Umsatz sprang um 18 % auf 78,1 Mrd. DKK, der operative Gewinn stieg sogar um 20 %. Besonders die gefragten Diabetes- und Adipositas-Medikamente Ozempic und Wegovy treiben das Wachstum an. Trotz dieser soliden Zahlen zeigt sich das Management vorsichtig und schraubt die Jahresprognose leicht nach unten. Der Grund sind immer mehr günstige Nachahmer Präparate, die vor allem auf den lukrativen US-Markt drängen und den Wettbewerbsdruck spürbar erhöhen.
Das Adipositas-Medikament Wegovy bleibt der Wachstumsmotor, er steuerte in Q1 ein beeindruckendes Wachstum von 83 % bei. Dennoch schrammte das Ergebnis knapp an den Analystenerwartungen vorbei. Verantwortlich sind vor allem nicht zugelassene, in Apotheken hergestellte Kopien, sogenannte Compounds, in den USA. Novo Nordisk hat die US-Gerichte auf seiner Seite, da es gelang den Nachschub zu sichern. Neue Studiendaten stimmen zuversichtlich. Eine höhere Dosierung führte in Studien zu durchschnittlich 21 % Gewichtsverlust, ein Drittel der Teilnehmer verlor sogar über 25 %.
Die Pipeline des Unternehmens bleibt vielversprechend. Kürzlich präsentierte Daten zu Wirkstoffen wie der Kombination CagriSema oder Amycretin deuten auf noch stärkere Therapieoptionen hin. Amycretin zeigte in frühen Tests über 24 % Gewichtsreduktion. Um Forschung schneller in Produkte zu überführen hat Novo Nordisk seine Entwicklungsstruktur neu organisiert. Drei Therapiebereiche werden nun durch spezialisierte KI-Teams unterstützt. Parallel investiert das Unternehmen massiv in Produktionskapazitäten und bereitet die Markteinführung einer oralen Adipositas-Variante vor. Diese Vielfalt soll die Spitzenposition im wachsenden Markt absichern. Seit dem 25. Juni läuft die Aktie seitwärts und ist derzeit für 59,24 EUR zu haben.
BioNxt Solutions – neue Plattformen für gezielte Wirkstoffverabreichung
BioNxt Solutions arbeitet an einer vielversprechenden Technologie zur Präzisionsonkologie. Ihr neues Targeted Drug Delivery System konzentriert hochwirksame Chemotherapeutika gezielt im Tumorbereich und neutralisiert freie Wirkstoffmoleküle schnell, um gesundes Gewebe zu schützen. Labortests deuten auf eine mögliche Verzehnfachung der therapeutischen Wirkung bei gleichzeitig besserem Schutz gesunder Zellen hin. Die Plattform ist mit über 100 etablierten Krebsmedikamenten kompatibel – auch solchen, die systemisch bisher zu toxisch waren. Dies positioniert BioNxt nicht als Konkurrenz, sondern als potenziellen Kooperationspartner für etablierte Pharmaunternehmen in einem Markt, der bis 2030 auf voraussichtlich 98 Mrd. USD wachsen könnte.
Parallel treibt BioNxt seine sublinguale Schmelzfilm-Plattform voran. Der Produktkandidat BNT23001, Cladribin zur Behandlung von Multipler Sklerose befindet sich in Vorbereitung für eine Bioäquivalenzstudie in der 2. Jahreshälfte 2025. Diese Darreichungsform könnte speziell Patienten mit Schluckbeschwerden helfen. Zusätzlich evaluiert das Unternehmen seine orale Dünnfilm-Technologie für den Einsatz mit GLP-1-Rezeptoragonisten wie Semaglutid. Ein Markt mit massivem Wachstumspotenzial. Ziel ist hier, eine patientenfreundliche Alternative zu Spritzen oder großen Tabletten zu schaffen, was die Therapietreue verbessern könnte. Gelingt es dem Unternehmen, schneller als Novo Nordisk Erfolge in diesem Bereich zu erzielen, wäre eine Partnerschaft eine Win-Win-Situation für beide Unternehmen.
BioNxt setzt klar auf Kooperation. Für die Onkologie-Plattform plant das Unternehmen gemeinsame Entwicklungen, Lizenzvereinbarungen oder Lieferpartnerschaften mit Pharma- und Generika-Herstellern. Dieser Ansatz soll Entwicklungsrisiken und -kosten reduzieren sowie regulatorische Prozesse beschleunigen. Die Fokussierung auf Verabreichungstechnologien für bewährte Wirkstoffe statt auf eigene Wirkstoffentwicklung unterstreicht diese partnerorientierte Geschäftsstrategie. Erfolge in der Pipeline, insbesondere bei der geplanten Bioäquivalenzstudie für BNT23001, dürften die Attraktivität für solche Partnerschaften weiter steigern. Die Aktie notiert aktuell bei 0,336 EUR.
BioNTech – zwischen Laborehrgeiz und Bilanzrückgang
Die Mainzer Biotech-Ikone steht an einem Wendepunkt. Nach dem Pandemie-Höhenflug dominieren nun rote Zahlen das Quartalsbild. Ein Umsatz von 183 Mio. EUR und ein Minus von 416 Mio. EUR zeigen die Herausforderungen. Der Grund liegt nicht in Schwächen, sondern im bewussten Kurswechsel. Über eine halbe Mrd. EUR floss allein im 1. Quartal in die Forschung. Mit 15,9 Mrd. EUR Cash bleibt der Spielraum riesig, aber klar ist, dass die COVID-Erträge schwinden. Die Jahresprognose von 1,7–2,2 Mrd. EUR unterstreicht diese Transition.
Wo investiert BioNTech? Die Krebsbekämpfung bleibt der Hauptfokus. Der bispezifische Antikörper BNT327 in Zusammenarbeit mit Bristol Myers Squibb führt die Pipeline an, flankiert von Hoffnungsträgern wie BNT111 gegen Melanome. Parallel entsteht in Ruanda Afrikas erste mRNA-Produktion, ein strategischer Schachzug. Die modularen "BioNTainer" sollen nicht nur COVID-Vakzine, sondern künftig auch Malaria- und Tuberkulose-Impfstoffe vor Ort produzieren. Das Ziel ist neue Märkte zu erschließen und die globale Resilienz zu stärken, weit über Pandemien hinaus.
Analysten sehen trotz der Verluste Licht am Horizont und raten in der Mehrzahl zum Kauf. Die hohe Bewertung speist sich aus den Zukunftserwartungen und nicht aus den aktuellen Erträgen. Die CureVac-Übernahme und der Milliardendeal mit Bristol Myers festigen die Technologieführerschaft, erhöhen aber auch den Druck, aus den mehr als 20 Klinikprogrammen marktfähige Therapien zu machen. Für Investoren heißt das: Wer an mRNA jenseits von COVID glaubt, sieht hier substanzielles Potenzial. Doch Geduld ist Pflicht. Die Aktie notiert momentan bei 95,40 EUR.
Die Gesundheitsbranche 2025 ist ein Kraftfeld aus Innovation und systemischem Druck, das Investmentchancen bietet. Novo Nordisk dominiert weiterhin den Adipositas-/Diabetes-Markt mit Blockbustern wie Wegovy, sieht sich jedoch mit zunehmendem Druck durch Generika konfrontiert und muss seine Pipeline schnell kommerzialisieren, um die Führung zu behalten. BioNxt Solutions punktet mit revolutionären Verabreichungssystemen, besonders in der gezielten Onkologie und mit patientenfreundlichen Schmelzfilmen, und setzt dabei konsequent auf Kooperationen, um Risiken zu teilen und Märkte zu erschließen. BioNTech durchläuft eine schwierige, aber notwendige Transformation. Massive Investitionen in die Krebs-Immuntherapie-Pipeline und den globalen mRNA-Ausbau sollen die schwindenden COVID-Erträge ersetzen, erfordern jedoch Geduld von Investoren.
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