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20.11.2020 | 05:10

BioNTech, Saturn Oil & Gas, Moderna – diese Aktien werden explodieren!

  • Investments
Bildquelle: pixabay.com

Jetzt geht es Schlag auf Schlag mit den Neuigkeiten im Wettlauf gegen die Corona-Pandemie. Die ersten Auslieferungen des Impfstoffes sollen laut BioNTech, als auch dem US- Konkurrenten Moderna bereits Ende diesen beziehungsweise Anfang nächsten Jahres erfolgen. Ein erster Schritt in die Normalität, auch wenn der BioNTech- Chef Ugur Sahin mit einem normalen, gesellschaftlichen Leben frühestens Ende 2021 rechnet. Dann dürften, sollte alles glatt verlaufen, arg gebeutelte Branchen eine nie dagewesene Renaissance erleben und deren Aktienkurse förmlich abheben.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Stefan Feulner

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Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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Öl im Tiefschlaf

Die Wirtschaft im Teillockdown, Flugzeuge am Boden und die Hotels geschlossen. Der rapide Abschwung der Konjunktur hat die Ölbranche bis ins Mark erschüttert. Die Spuren an der Flaute kann man am Chart der Ölsorte Brent nachvollziehen. So kostete 1 Barrel im Oktober 2019 noch knapp 68,00 USD. Dann kam Corona. Im Tief bezahlte man noch 27,00 USD, aktuell findet eine Stabilisierung bei knapp 42,00 USD statt. Grund für die Stabilisierung ist die baldige Aussicht auf schnell zugelassene Impfstoffe.

Analysten optimistisch

Geht man nach den Analysten, steht der Turnaround kurz bevor. So gehen die Experten von Citigroup davon aus, dass die globale Nachfrage nach Öl bis Ende 2021 das Vor-Coronaniveau erreichen wird. Auch bei Fitch Solutions bleibt man entspannt. Diese hat seine Prognose für den Ölpreis der Sorte Brent bis 2024 Ende Oktober bestätigt. Die Analysten erwarten, dass Brent im Jahr 2020 durchschnittlich 44,00 USD pro Barrel, im Jahr 2021 51,00 USD pro Barrel, im Jahr 2022 53,00 USD pro Barrel, im Jahr 2023 55,00 USD pro Barrel und im Jahr 2024 58,00 USD pro Barrel kosten wird.

Günstigster Erdölproduzent Kanadas

Im Vergleich zu den Branchengrößen wie Exxon Mobil, Shell, BP, die alle Produktionskosten von mehr als 30 USD je Barrel angeben, zahlt der kanadische Erdölproduzent Saturn Oil & Gas, lediglich schlappe 12 USD pro Barrel, damit war das in Calgary ansässige Unternehmen 2019 auch der mit Abstand günstigste Erdölproduzent Kanadas.

Preisverfall als Chance

Geht es nach dem CEO von Saturn Oil & Gas, John Jeffrey, sollen die Produktionskosten in diesem Rahmen gehalten werden. Da eigene Bohrprogramme eher aufwändig und teuer sind, liegt die Strategie der Führung auf anorganisches Wachstum, also dem Zukauf von interessanten Konkurrenten, die durch die Krise eine attraktives Chance-Risikoprofil aufweisen. Das ehrgeizige Ziel von Saturn Oil & Gas lautet, Innovationsführer in der Öl- und Gasindustrie zu werden.

Management auf Wachstum getrimmt

Neben der Verpflichtung der erfahrenen Wendy Woolsey als Interims CFO ist dem Management ein weiterer Coup gelungen. So verstärkt Jean-Pierre Colin das Team als oberster Strategieberater. Colin gilt in der Branche durch seine äußerst erfolgreiche Karriere als einer der herausragenden Köpfe. Unter anderem beriet Colin mehrere hochrangige Politiker in der kanadischen Bundesregierung und im Privy Council of Canada im Rahmen von fünf Akquisitionen der landesweit größten Öl- und Gasunternehmen der 1980er-Jahre durch Petro-Canada. Außerdem war der Stratege Mitglied der Boards vieler erfolgreicher Junior-Rohstoffunternehmen, unter anderem von Pelangio Mines Inc. und Virginia Gold Inc., welches sein Projekt Eleonor für mehr als eine Milliarde Dollar an Goldcorp Inc., heute bekannt unter Newmont Corporation, verkaufte.

Klare Ziele

Relativ klar und deutlich äußerte sich der Neuzugang nach den Zielen: „Saturn Oil & Gas stellt eine einzigartige Chance dar, ein Akquisitionsvehikel für Öl und Gas aufzubauen, das anorganische Wachstumschancen und Renditen für seine Aktionäre und sonstigen wichtigen Stakeholder bietet.“ Aktuell liegt die Marktkapitalisierung von Saturn Oil & Gas bei knapp 15 Mio. EUR. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis die ersten Erfolgsmeldungen über die Ticker laufen. Auffallend war seit der letzten Bekanntmachung ein steigendes Handelsvolumen bei immer höheren Notierungen. Der Aktienkurs an der TSXV beträgt im Augenblick 0,12 CAD. Ein nachhaltiger Bruch des Widerstandes bei 0,14 CAD dürfte deutlich höhere Notierungen zur Folge haben.


Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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Lexikon:

  1. Handelsvolumen – Das Handelsvolumen beziffert die Summe aller getätigten Transaktionen.

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Erfolgreiche Unternehmen machen die Dinge oftmals anders, als die Konkurrenz. Manchmal dauert es eine Weile, bis ein Ansatz, der am Anfang noch belächelt wird, erst Zustimmung erhält und dann kopiert wird. Beispielsweise hat sich SIXT schon früh als Mobilitätsdienstleister verstanden. Der Autovermieter agiert in vielen Bereichen und bietet auch Leasing und Gebrauchtwagen an. Zwar ist das Geschäft an den Flughäfen weitgehend zum Erliegen gekommen, doch gilt SIXT zu Recht als flexibel genug, um neuen Anforderungen gerecht werden zu können. Beispielsweise hat das Unternehmen nach Ausbruch der Pandemie seinen Fuhrpark drastisch reduziert. Auch in Zukunft investiert SIXT in digitale Geschäftsmodelle, wie etwa ein monatlich kündbares Auto-Abo. Dieser Ansatz führt dazu, dass die Aktie nach einem Einbruch im März inzwischen wieder vergleichsweise gut dasteht. Das Unternehmen ist kein Krisengewinner, aber Zukunft hat es trotzdem.

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