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18.05.2020 | 11:53

BP, Chevron, ENI, Saturn Oil & Gas, Shell, Total - was Investoren jetzt wissen müssen

  • Erdöl

Vor rund einem Monat haben die Marktteilnehmer rund um den Globus gelernt, dass am Verfallstermin der WTI-Kontrakte bei null nicht das Ende eines Preisrutsches erreicht sein muss. Wer meinte, dass ein Fass der US-Sorte WTI zu 0,01 USD, es sind immerhin 159 Liter Rohöl, am Verfallstermin ein besonderes Schnäppchen sein müsste und zu griff, dem wurde eine kostspielige Lektion erteilt. Der Verfallstermin am 20. April 2020 geht mit einem erstmalig negativen Settlement-Preis von -37,63 USD in die Geschichtsbücher ein. Die USA ist bekanntermaßen das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und um ein Kapitel reicher.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Mario Hose


 

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WTI Futures stabilisieren sich

In dieser Woche ist es wieder soweit und das Settlement der Juni 2020 Futures der Sorte WTI findet statt. Ob sich ein Blick nach Cushing im US-Bundesstaat Oklahoma lohnt, um eine Entwicklung der Preisbildung anhand von Lagerbeständen abzuleiten, das ist ungewiss, da auch Spekulanten ohne tatsächliche Lieferabsicht mitmischen.

Aufgrund der Marktverwerfungen im Vormonat ist davon auszugehen, dass zahlreiche Börsianer auf absehbare Zeit den Ölpreis als Spekulation meiden werden. Möglicherweise ist ein Rückgang der spekulativen Elemente bei der Preisbildung der Rohöl Futures ausreichend, um eine Stabilität für Planungssicherheit zu erreichen.

Marktmechanismen greifen verzögert

Der Preis der Sorte WTI des Futures von Juli 2020 notiert momentan bei rund 31,00 USD. Die Corona Pandemie und dem einhergehenden Rückgang beim Verbrauch von Rohöl haben in den Vormonaten die Preisbildung belastet. Darüber hinaus haben die Erhöhung der Fördermenge von Saudi-Arabien die Verunsicherung noch erhöht. Durch den niedrigen Ölpreis müssen Unternehmen und Staaten hohe Einbußen bei den Einnahmen verzeichnen.

Aufgrund der drastischen Entwicklungen im Zusammenhang mit der Verbreitung von Covid-19 haben die natürlichen Marktmechanismen erst verzögert reagiert. Es ist nun zu erwarten, dass aufgrund des globalen Rückgangs beim Angebot, eine Rückkehr auf das Preisniveau von über 50,00 USD pro Barrel wahrscheinlicher wird.

Bedenkenloses Öl aus Kanada

Der kanadische Ölproduzent Saturn Oil & Gas konnte im Zusammenhang mit dem Preisverfall den Investoren mitteilen, dass das Unternehmen vorsorglich rund die Hälfte der Fördermenge vor der Verbreitung von Covid-19 zum Preis von über 65,00 CAD abgesichert hat und dadurch weniger stark von dem Marktgegebenheiten betroffen ist. Ein klarer Wettbewerbsvorteil, was zum Teil auch auf die schlanken Struktuen des jungen Unternehmens zurückzuführen ist.

Aufgrund der Umweltschutzauflagen und der Einhaltung der Menschenrechte, gilt Kanada im Gesamtkontext zu den 'guten' Förderländern. Das Management von Saturn Oil & Gas legt besonderen Wert auf die Einhaltung der ESG Ziele. Beim Stand von 0,115 CAD ist das Unternehmen mit rund 27,00 Mio. CAD bewertet und kann ein entsprechendes Kurspotenzial vorweisen. Im Herbst 2018 notierten die Aktien in der Spitze bereits bei 0,30 CAD.

Diversifikation ist das Gebot der Stunde

Zu den Schwergewichten in der Ölbranche zählen BP mit 71,4 Mrd. EUR Börsenwert und Chevron mit 155,1 Mrd. EUR. Aber auch ENI mit rund 31,0 Mrd. EUR und Total mit 80,3 Mrd. EUR sowie Shell mit einer Marktkapitalisierung von 107,1 Mrd. EUR gehören zu den globalen Marken der Ölversorgung, die ein sicheres und modernes Leben ermöglichen. Investoren, die sich in der Ölbranche positionieren möchten, sollten in Aktien von Ölproduzenten streuen und aufgrund der Vorkommnisse des Vormonats den Handel mit Futures meiden.

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Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


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Wenn namhafte Finanzhäuser und Milliardäre eine Meinung haben, dann findet dies im Markt oft Gehör, besonders dann, wenn es nicht dem aktuellen Mainstream entspricht. Je etablierter der Name oder desto größer das Bankkonto, umso mehr hat die Einschätzung Gewicht bei den Investoren. In den vergangenen Wochen hat sich der Ölpreis auch zu einem Spielball für die Politik entwickelt. Der Rückgang der Nachfrage nach Rohöl im Zusammenhang mit den Restriktionen zur Eindämmung der Verbreitung der Corona Pandemie, gepaart mit Ungereimtheiten innerhalb des OPEC+ Kartells, haben die Futures für die Ölsorte WTI am Verfallstag im April sogar in den negativen Bereich getrieben. Eine bespiellose Situation, die zugleich ein Fundament für die Schaffung von neuen Vermögen ist. Der Milliardär Naguib Sawiris und JP Morgen sind beim Thema Preisentwicklung einer Meinung und erwarten hohes Potenzial.

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In den vergangenen Wochen haben selbst erfahrene Investoren viel über den Öl-Markt gelernt. Als im April 2020 der Preis der Sorte WTI ins Minus rutschte, da war dies ein Novum in der Geschichte des schwarzen Goldes. Zum einen sorgten das Überangebot der Produzenten für Preisdruck, aber darüber hinaus haben auch Spekulanten die Verwerfungen herbeigeführt. Es war eine gefährliche Mischung am Ablauftermin der Mai-Kontrakte. In zwei Wochen laufen die Kontrakte für Juni ab und mit Spannung wird die Preisentwicklung erwartet, aber dieses Mal kann es auch in die andere Richtung gehen.

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