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Saturn Oil + Gas CEO John Jeffrey: 'Die Akquisition hat die Förderung um 2.000% erhöht'


24.06.2021 | 04:41

Coca-Cola, Beyond Meat, Very Good Food Company – Green Food, Blue Planet!

  • Lebensmittel
  • Klima
Bildquelle: pixabay.com

Sich vegan zu ernähren - oder sagen wir, bewusst zu leben, ist eine Entscheidung, die immer mehr Menschen für sich treffen. Allein in Deutschland leben je nach Schätzung ca. 700.000 bis 1,3 Mio. Veganerinnen und Veganer. Hinzu kommt eine stetig wachsende Menge von sogenannten Flexitariern, die sich noch nicht so recht zugehörig fühlen, aber tierische Produkte auf dem Speiseplan eher stärker reduzieren. Sogar Insekten sind bei der Ernährungsphilisophie eingeschlossen, Veganer sollten etwa auch keinen Bienenhonig konsumieren. Der politische und gesellschaftliche Wandel schreitet fort, die täglichen Gewohnheiten der Menschen verändern sich entsprechend mit. Wir blicken auf die Ansätze moderner Lebensmittel-Produzenten.

Lesezeit: ca. 4 Minuten. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: THE VERY GOOD FOOD CO.INC | CA88340B1094 , COCA-COLA CO. DL-_25 | US1912161007 , BEYOND MEAT INC. | US08862E1091

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Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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Coca-Cola Co. – Diese Töne hören wir gern

Portugals Fußballstar Cristiano Ronaldo wollte bei einer Pressekonferenz der UEFA lieber Wasser statt Zuckerbrause trinken, woraufhin der Kurs der Coca-Cola-Aktie stark nachgab. Aber ein Welt-Fußballstar wie Cristiano Ronaldo muss sich gesund ernähren, um fit zu bleiben. Da dürfte es kaum überraschen, dass er mit einer Kalorienbombe wie dem Cola-Getränk wenig anfangen kann – auch wenn das Unternehmen einer der Sponsoren der aktuellen Fußball-Europameisterschaft ist.

Für die Marktkapitalisierung der Coca-Cola-Aktie bedeutete das mediale Missgeschick einen kurzfristigen Verlust von rund 4 Mrd. USD. Der US-Getränkeriese aus Atlanta hat die Situation aber gelassen gemeistert, denn er weiß um die Beliebtheit seiner kultigen Brause. Hier einen Affront zu starten, wäre in den Medien sicherlich zerrissen worden.

Fern ab von Fußball wurde in den letzten Wochen auch die Klimaschutz-Ausrichtung des Unternehmens bekannt. Die Maßnahmen orientieren sich an den Zielen des Pariser Klimaabkommens, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur bis 2050 auf 1,5° Celsius einzudämmen. Deshalb will Coca-Cola bis 2040 in Europa klimaneutral werden und die Emission von Treibhausgasen im Vergleich zu heute schon bis 2030 um 30% reduzieren. Dafür investiert der Dow-Riese allein in Westeuropa in den nächsten drei Jahren rund 250 Mio. EUR. Für den Milliarden-Konzern eine wirklich überschaubare Summe, aber für das Erhaschen von Aufmerksamkeit schon mal ein Anfang. Der US-Standardwert ist auf 12-Monatssicht 12,4% im Plus und an der Börse aktuell 250 Mrd. USD wert.

Beyond Meat – First Mover im Fleischersatzgeschäft wächst

Beyond Meat (BYND), einer der First Mover im Fleischersatzgeschäft wächst langsam in seine Bewertung hinein. Beyond ist ein Lebensmittelunternehmen, das Fleischersatz direkt aus Pflanzen herstellt - eine Innovation, die den Geschmack und die Textur von Fleischprodukten auf tierischer Basis mit den ernährungsphysiologischen Vorteilen von Produkten auf pflanzlicher Basis verbindet. Die Aktie erfreut sich seit der COVID-Krise wieder an Beliebtheit, sie hat einen Anstieg von mehr als 160% von den Tiefstständen im März 2020 erlebt. Mit einer Marktkapitalisierung von über 9,6 Mrd. USD wird sie jetzt mit etwas mehr als dem 17-fachen der für 2021 prognostizierten Umsätze gehandelt. Das war in den Anfangszeiten schon mal ein Ratio von über 100.

Das Unternehmen wächst aktuell stark. So könnten die Umsätze von Beyond Meat das Potenzial haben, von den letztjährigen 407 Mio. USD bis 2023 um fast das 2,7-fache auf etwa 1,1 Mrd. USD zuzulegen, so der grobe Konsens der Analysten. Die entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von rund 40%. Die Corona-Pandemie bremste diese Aussichten allerdings erheblich, da die Schließung von Restaurants auf die gerade erst etablierten Auslieferungsverträge negativ einwirkte. Die Umsätze von BYND stiegen im Jahr 2020 dennoch um beachtliche 36,6%.

Momentan hagelt es Meldungen zu neuen Kooperationen aus Fernost. Die Alibaba Group, Starbucks, Yum Brands und Sinodis werden genannt. Nach viel Vorfreude kündigte Beyond Meat im Februar 2021 auch eine dreijährige Partnerschaft mit McDonald's an, in deren Rahmen BYND der bevorzugte Lieferant von McDonald's neuem Patty im McPlant sein wird. Darüber hinaus führt Beyond Meat seine pflanzlichen Fleischbällchen in Coles ein, der zweitgrößten Supermarktkette in Australien mit über 2.500 Filialen. Die Planungen für 2021 sind also bereits im Kasten.

Die Aktie von Beyond Meat hat im bisherigen Jahresverlauf um 16% zugelegt, während der S&P 500-Index in diesem Zeitraum nur um 11% gestiegen ist. Fazit: Beyond Meat hat seine Kinderschuhe nun gegen Joggingschuhe getauscht, stärkere Rückschläge legen einen Einstieg nahe.

Very Good Food Company – Weitere Partnerschaften im Vertrieb

Das kanadische Unternehmen Very Good Food Company Inc. (VERY) hat sich vor drei Jahren auf die Herstellung von Fleischalternativen auf pflanzlicher Basis spezialisiert. Die Vision der Firma ist es, ein Geschmackserlebnis aufzubauen, dass dem Fleischkonsum in Aussehen und Farbe ähnelt, aber auf 100% pflanzlicher Basis produziert wird. Hauptmarke ist bislang das Label „The Very Good Butchers“.

Nun gibt man eine neue große Vertriebspartnerschaft bekannt. Durch die Zusammenarbeit mit Horizon Grocery & Wellness wurde mit Save-On-Foods, einem großen kanadischen Lebensmittelhändler, vereinbart, die Produktpalette von The Very Good Butchers in 184 seiner Einzelhandelsgeschäfte in ganz Kanada zu führen. Horizon schließt sich VERY GOODs nordamerikanischem Netzwerk von Großhandels-, E-Commerce- und Food-Service-Partnern an und trägt dazu bei, das Wachstum des Unternehmens weiter voranzutreiben und seine pflanzenbasierten Angebote von den Produktionsstätten auf die Teller der Kunden zu bringen.

Save-on-Foods ist Eigentümer mehrerer gut etablierter Marken, darunter die namensgebenden Save-On-Foods-Filialen sowie PriceSmart Foods, Urban Fare und Bulkley Valley Wholesale. Insgesamt steigt die Anzahl der Einzelhandelsgeschäfte nun auf 573 Filialen, welche Produkte von The Very Good Butchers in Kanada führen. Die Anzahl der Vertriebsstellen wächst parallel von 1.356 auf rund 2.476, was einer Steigerung von 83% entspricht. Für VERY sind das wirklich große Meilensteine.

Die VERY-Aktie hat in den letzten Monaten weiter konsolidiert und pendelt nun zwischen 3,70 und 4,50 CAD. Die auch in Deutschland gehandelte Aktie bringt es aktuell auf eine Marktkapitalisierung von 360 Mio. CAD, das Wachstumspotenzial ist weiterhin beachtlich.


Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.

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Weitere Kommentare zum Thema:

Kommentar von Mario Hose vom 24.01.2020 | 13:31

Beyond Meat, Burcon NutraScience, Nestle – skalierbares Wachstum mit pflanzlichen Proteinen

  • Lebensmittel

Die Menschheit strebt stets nach Verbesserungen. Das ist nicht erst seit der Klimadebatte der Fall, sondern Innovationen in allen Bereichen des Alltags verändern unser Leben, fortlaufend. Die Veränderungen werden nie wieder so langsam sein, wie in diesem Augenblick. Forschung und Entwicklung lösen Probleme oder schaffen neue Bedürfnisse. Im Idealfall sogar beides. So stehen nahrhafte und wohlschmeckende Lebensmittel mit verbessertem CO2-Fußabdruck auf der Agenda der Lebensmittelproduzenten wie Beyond Meat und Nestle. Aber die Entwicklung von Innovation kostet nicht nur Geld, sondern auch Zeit. Letzteres führt in der Regel zu Partnerschaften oder sogar Übernahmen.

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