Menü

Aktuelle Interviews

Lewis Black, CEO, Almonty Industries

Lewis Black
CEO | Almonty Industries
100 King Street West, M5X 1C7 Toronto (CAN)

info@almonty.com

+1 (647) 438-9766

Interview mit Minenbetreiber Almonty Industries: „Wolfram macht E-Autos besser”


Nick Luksha, President, Prospect Ridge Resources

Nick Luksha
President | Prospect Ridge Resources
1288 West Cordova Street Suite 2807, V6C 3R3 Vancouver (CAN)

info@prospectridgeresources.com

Interview Prospect Ridge Resources: Diese Filetstücke schmecken dem Markt


Stefan Kempf, Vorstand, aifinyo AG

Stefan Kempf
Vorstand | aifinyo AG
Tiergartenstraße 8, 01219 Dresden (D)

ir@aifinyo.de

+49 351 896 933 10

Interview mit Stefan Kempf, Gründer und Vorstand des B2B-Fintechs aifinyo AG


30.11.2020 | 05:20

Defense Metals, TUI, Everfuel - das sind die neuen Stars!

  • Seltene Erden
Bildquelle: pixabay.com

Elektromobilität gehört die Zukunft. Die Umsatzzahlen der Teslas und HANs steigen Monat für Monat exorbitant. Im Moment können die Bestellungen der neuesten Modelle nur langsam befriedigt werden. Noch gravierender ist allerdings die Nachfrage bei den Materialien, die man für den Bau der neuartigen Akkus benötigt. Es drohen gravierende Nachfrageüberhänge und stark steigende Preise - an denen man an der Börse profitieren kann.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: CA2446331035 , DE000TUAG000 , DK0061414711

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren


Craig Taylor, CEO, Defense Metals Corp.
"[...] Im Sommer planen wir ein Bohrprogramm zur weiteren Aufwertung und Vergrößerung unserer Lagerstätte. [...]" Craig Taylor, CEO, Defense Metals Corp.

Zum Interview

 

Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

Mehr zum Autor


Dramatische Entwicklung

Bei diesen zu knappen Rohstoffen handelt es sich um „seltene Erdenmetalle.“ Auf Grundlage der „rare earth metals“ REM werden zum Beispiel Permanentmagneten für Elektromotoren hergestellt. Auch Smartphones, Bildschirme oder sogar Windkraftanlagen enthalten Dysprosium, Neodym, Germanium oder Gallium. Bei der Waffenproduktion spielen die REMs eine entscheidende Rolle. So benötigt das modernste Kampfflugzeug der US-Luftwaffe, die F-35, etwa 1.000 Pfund Seltene Erdenmetalle, von denen die meisten derzeit aus China bezogen werden.

China am Zug

Die USA sind auch von China abhängig, wenn es um REM geht, die für Laserlenkraketen, andere fortschrittliche Waffensysteme und Weltraumsatelliten benötigt werden. Und hier steckt das Problem. Die Produktion der seltenen Erden findet im Augenblick zu 80% im Reich der Mitte statt, quasi ein Monopol. Durch den Handelsstreit mit den USA kann es dadurch in der westlichen Welt zu enormen Angebotsengpässen führen. So versuchte der scheidende Präsident Trump bereits 2017 mit dem Erlass einer Executive Order, die USA von der Abhängigkeit durch China in Bezug auf die seltenen Erdenmetalle loszueisen. Dieser Executive Order folgte Anfang Oktober eine Erklärung des Präsidenten, in der er den nationalen Notstand im Bergbau ausrief, mit dem Ziel, ein inländisches REM-Lager der USA für militärische Erfordernisse einzurichten.

Alternative aus Kanada

Der kanadische Mineralexplorer Defense Metals trifft hier genau den Puls der Zeit. Der Schwerpunkt des 2016 gegründeten Unternehmens liegt auf den Erwerb von Minerallagerstätten, die Metalle und Elemente enthalten, welche bei der Herstellung erneuerbarer Energietechnologien, wie etwa Seltenerdmetallmagnete, eingesetzt werden. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Projekt Wicheeda in der Provinz British Columbia.

Erfolgreiche Platzierung

Bereits Ende Oktober konnten die Kanadier eine Privatplatzierung von 2.525.000 Einheiten für einen Bruttoerlös von 505.000 CAD abschließen. Vergangene Woche wurde zudem die Privatplatzierung von 800.000 Shares vermeldet, welche Defense Metals nochmals 200.000 CAD in die Taschen spült. Der CEO von Defense Metals, Craig Taylor, äußerte sich über die Mittelverwendung: „Die bereits abgeschlossene Finanzierung durch eine Privatplatzierung mit einem Preis von 0,25 CAD pro Aktie wird verwendet, um weitere hydrometallurgische Fill-in-Testarbeiten durchzuführen mit dem Ziel, die identifizierten finanziellen Möglichkeiten zur Optimierung und Verbesserung unseres bereits ausgezeichneten hydrometallurgischen Gewinnungsgrades auszuschöpfen. Wie bereits gemeldet, haben wir die Absicht, die vorläufige Wirtschaftlichkeitsberechnung bis zum Ende des ersten Quartals 2021 abzuschließen.“ Der Börsenwert der Kanadier liegt im Augenblick bei 11,24 CAD. Eine Wette auf die Zukunft!

Vorlage genutzt

Ein neues Allzeithoch verbuchte der norwegische Wasserstoffproduzent NEL ASA am Freitag an seiner Heimatbörse in Oslo. Mit 24,18 NOK wurde das bisherige August-Hoch von 23 NOK zunächst einmal überboten. Grund dafür war der erfolgreiche Börsengang des Spin-offs Everfuel. Das ehemalige dänische Tochterunternehmen hatte sein Börsendebüt bereits im Oktober mit einem Eröffnungskurs von 22 NOK. Nach einem kurzen Schwächeanfall auf 15 NOK stand das Papier vor dem Wochenende bei 57 NOK, also einem Plus von mehr als 150%. NEL ASA ist immer noch stolzer Besitzer von knapp 17%.

Weiterer Deal in der Pipeline

Mit dem frischen Geld aus dem Börsengang geht Everfuel auf Shoppingtour. Ende vergangener Woche gab der norwegische Tankstellenbetreiber H2CO AS bekannt, dass er seine zwei Wasserstofftankstellen an die Dänen verkauft. Darüber hinaus will Everfuel die Mehrheit am Tankstellenbetreiber übernehmen, der neben den zwei Tankstellen noch eine Wasserstoffverteilungsanlage in Norwegen betreibt. Zudem arbeitet das dänische Unternehmen an einer Übernahme der H2Fuel, zufällig eine Tochter der NEL ASA.

Vorsicht geboten

Der Vermögensverwalter Kepler Cheuvreux hat die Aktie auf "Verkaufen" eingeschätzt. Das Kursziel sehen die Franzosen bei 18,50 NOK, umgerechnet 1,73 Euro und damit deutlich unter dem aktuellen Niveau. Charttechnisch wäre ein Rückfall unter das Vorgängerhoch bei 23,0 als negativ zu werten. Eigentlich bräuchte der Kurs von NEL ASA eine Verschnaufpause, um die Überkauftheit der letzten Wochen abzubauen. So wäre sogar eine starke Korrektur auf den seit April 2020 ausgebildeten Aufwärtstrend bei aktuell 18 NOK oder umgerechnet 1,70 EUR kein Beinbruch.

Skepsis berechtigt

Insgesamt 3,0 Mrd. EUR hat der Touristikkonzern TUI bereits seit dem Beginn der Corona-Krise vom Staat erhalten. Nun sollen weitere Staatshilfen her, man munkelt von einer Summe zwischen 1,5 Mrd. EUR und 2,0 Mrd. EUR. Macht in Summe also 4,5 bis 5,0 Mrd. EUR. Die aktuelle Marktkapitalisierung beträgt aktuell lediglich 3,4 Mrd. EUR. Ja, die Entwicklungen in der Impfstoffentwicklung sind durchaus positiv zu bewerten und das Ziel der Regierung, im Frühjahr mit dem Impfprogramm für die breite Masse zu beginnen, stehen – in der Theorie! Zwar wurde die Cash-Burn Rate durch einen massiven Stellenabbau von mehr als 8.000 Stellen sowie einem straffen Sparprogramm mit Sicherheit unter die 500 Mio. EUR pro Monat, die noch im Mai genannt wurden, gefahren. Dennoch bleibt die Unsicherheit, wie lange und in welchem Umfang die Pandemie auf den Umsatz und den Ertrag von TUI drücken wird. Deswegen erscheint das Papier auf dem jetzigen Niveau deutlich zu teuer.


Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

Mehr zum Autor



Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
  2. Börsengang – Der Hauptzweck eines Börsenganges ist die Eigenkapitalbeschaffung, häufig die größte Eigenkapitalaufnahme in der Unternehmensgeschichte.

Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die Apaton Finance GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


Weitere Kommentare zum Thema:

Kommentar von André Will-Laudien vom 02.11.2021 | 04:44

BYD, NIO, Defense Metals – Klima retten, Rendite machen!

  • E-Mobilität
  • Seltene Erden

Keiner hatte beim G20-Treffen mit großen Sprüngen in der Klimapolitik gerechnet - dafür haben die Teilnehmer schon im Vorfeld gesorgt, indem sie die Erwartungen ordentlich herunterschraubten. Dennoch gab es vor diesem Gipfel in Rom ein gemeinsames Ziel: Ein starkes Signal wolle man setzen, war zu hören - für die UN-Klimakonferenz in Glasgow. Also aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Denn natürlich ist allen bewusst: Das ist das Mindeste, was die Staats- und Regierungschefs der 20 größten Industrie- und Schwellenländer tun können. Denn zusammen sind ihre Länder für 80% der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Wenn sie nicht handeln, ist es um den Klimaschutz schlecht bestellt. Wir blicken auf interessante Investments mit Klima-Relevanz.

Zum Kommentar

Kommentar von Fabian Lorenz vom 28.10.2021 | 06:09

Nordex, Standard Lithium, Central African Gold: Rohstoffe für die Energiewende

  • Rohstoffe
  • Kobalt
  • Kupfer
  • Lithium
  • Erneuerbare Energien
  • Nachhaltigkeit
  • Seltene Erden
  • Windenergie

Die Energiewende soll das Klima retten und den Verbrauch fossiler Energieträger deutlich reduzieren. Doch was häufig übersehen wird: In der Praxis bedeutet dies, dass die Nachfrage nach anderen Rohstoffen massiv steigt. Allein in der EU soll sich die Nachfrage nach Kobald bis 2030 mehr als verzehnfachen. Auch Kupfer und Lithium sind heiß begehrt. Nordex benötigt beispielsweise Seltene Erden für die Produktion von Windrädern. Standard Lithium profitiert von der explodierenden Nachfrage nach Batterien. Die Rohstoffe von Central African Gold sind praktisch in jeder Zukunftstechnologie enthalten.

Zum Kommentar

Kommentar von Carsten Mainitz vom 18.10.2021 | 05:08

Defense Metals, Nordex, Varta – Das sind die Gründe für steigende Kurse!

  • Seltene Erden
  • Rohstoffe
  • Erneuerbare Energien
  • Elektromobilität

Für die Herstellung von Laptops, Handys, Elektromotoren oder Windturbinen sind Seltene Erden unverzichtbar. Ihre Gewinnung ist jedoch kompliziert, deshalb ist das Angebot auch relativ gering. Die EU hat viele dieser Metalle als kritisch in Bezug auf deren Verfügbarkeit angesichts einer hohen Bedeutung für viele Industrien eingestuft, auch wegen der Dominanz Chinas als größtem Anbieter. Bemühungen außerhalb Chinas Seltenerd-Minen aufzubauen laufen mit Hochdruck.

Zum Kommentar