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28.04.2022 | 05:10

Deutsche Bank, MM2 Asia, Commerzbank – Unsicherheit bringt Chancen

  • Chancen
  • Märkte
Bildquelle: pixabay.com

Es sind momentan schwierige Rahmenbedingungen für Anleger, um an den Kapitalmärkten erfolgreich agieren zu können. Noch immer belasten Restriktionen aufgrund der seit zwei Jahren währenden Corona-Pandemie. Daneben sind die extrem gestiegene Inflation, gesprengte Lieferketten sowie Sorgen um mehrere Zinserhöhungen ein Hemmschuh für steigende Kurse. Mit der unsicheren Lage im Ukraine-Konflikt kommt nun ein weiterer Faktor hinzu, der aktuell wenig für ein Engagement in den Aktienmarkt spricht. Doch gerade, wenn die Unsicherheit stieg, war dies in der Vergangenheit der beste Zeitpunkt, um neue Positionen zu eröffnen.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: mm2 Asia LTD | SG1DC0000006 , COMMERZBANK AG | DE000CBK1001 , DEUTSCHE BANK AG NA O.N. | DE0005140008

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Inhaltsverzeichnis:


    Nach Öffnung - Top-Chance in Singapur

    Die Infektionszahlen im Insel- und Stadtstaat Singapur gehen mit lediglich 2.000 neuen Fällen pro Tag deutlich zurück und die Regierung des globalen Finanzzentrums südlich von Malaysia gab kürzlich deutliche Lockerungen bekannt. So dürfen vollständig geimpfte Reisende ab jetzt ohne negativen Corona-Test nach Singapur einreisen. Dabei wird den internationalen Gästen in diesem Jahr viel geboten, darunter unter anderem den Singapur Grand Prix der Formel 1, das Singapore Food Festival und das 10-jährige Bestehen der „Gardens by the Bay“, einem 101 Hektar großen Parkgelände, das im zentralen Bezirk Singapurs auf künstlich aufgeschüttetem Land angelegt wurde.

    Von der Öffnung profitiert mm2 Asia Ltd. besonders und dürfte aufgrund dessen vor einem starken Rebound stehen. Das Unternehmen ist Singapurs führendes Unternehmen für Medienunterhaltung und Inhalte mit regionalen Büros in Kuala Lumpur, Taipeh, Hongkong, Shanghai, Peking und den USA. Das Geschäftsmodell, das sich um „Inhalte und Medien“ dreht, ist durch mehrere Bereiche diversifiziert aufgestellt. Das Kerngeschäft liegt auf der Produktion, Vertrieb und dem Sponsoring von Inhalten. Durch den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an dem preisgekrönten Studio für virtuelle Realität, visuelle Effekte und computergenerierte Bilder, Vividthree Holding und einem Unternehmen für Event-Produktion und Konzertpromotion, UnUsUaL Limited, verfügt man in diesem Bereich einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber der hiesigen Konkurrenz. Mit der Gründung von mmCineplexes und der Übernahme von Cathay Cineplexes Pte. Ltd. ist mm2 Asia zudem mit 26 Kinos in Singapur und Malaysia einer der bedeutendsten Betreiber der Region.

    Durch die Öffnungen nach der Covid-Pandemie verspricht zudem das Segment Veranstaltungsproduktion und Konzertpromotion starkes Erholungspotenzial. Vor Corona lag der Umsatz im Geschäftsjahr 2019 bei 174,66 Mio. EUR, während sich der Bruttogewinn auf 81,49 Mio. EUR belief. Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei 131,69 Mio. EUR. Durch den Ausbau der Kinoaktivitäten, der Durchführung von größeren Events und der Einführung von Metaviva, einem NFT-Marktplatz, steht mm2 Asia gut positioniert auf mehreren Füßen. Die Experten des Analysehauses UOBKayHian sehen ein Kursziel von 0,075 EUR, was im Augenblick eine 100%-Chance für die in Frankfurt gehandelte mm2 Asia bedeutet.

    Weiterhin im Gleichschritt

    Seit Monaten laufen zwei der größten Geldhäuser Deutschlands nachrichtengetrieben fast parallel. So zogen sowohl die Deutsche Bank als auch die Commerzbank im Januar deutlich an, nachdem die US-Notenbank FED eine Änderung der Strategie in der Geldpolitik bekanntgab. Dies beflügelte beide Werte, die ein neues 4-Jahreshoch erklommen. Die Party bei den Aktien von Banken und Finanzdienstleistern, die von der steigenden Zinsmarge profitieren, wurde jedoch durch den Einmarsch Russlands in die Ukraine abrupt gestoppt. Angst vor Risiken in den russischen und ukrainischen Kreditbüchern waren nun die Parolen, die beide Kurse um mehr als 30% abkippen ließen. Nachdem die jeweiligen Führungsetagen die Risiken als eher gering angaben, fand denn auch eine deutliche Erholung statt, die jedoch durch den Verkauf von Commerzbank als auch Deutsche Bank durch den Großaktionär Capital Group wieder jäh gestoppt wurden.

    Deutlich besser als erwartete Zahlen

    Nun warteten die beiden Geldhäuser taggleich mit Zahlen zum ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres auf. Dabei konnte die Coba im Vergleich zum Vorjahreszeitraum den Betriebsgewinn von 284 Mio. EUR mehr als verdoppeln. Beim operativen Ergebnis in Höhe von 544 Mio. EUR wurden die Schätzungen der Analysten, die 282 Mio. EUR erwarteten, um das Doppelte pulverisiert. "Dank eines starken Kundengeschäfts haben wir unseren operativen Gewinn gesteigert, obwohl die wirtschaftlichen Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine unser Risikoergebnis belastet haben", erklärte Konzernchef Manfred Knof (56). "An unseren Zielen für das Gesamtjahr halten wir fest," fügte er hinzu. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Einstufung für die Commerzbank nach den vorläufigen Zahlen auf „neutral" mit einem Kursziel von 9,70 EUR belassen.

    Auf „buy“ setzte Goldman Sachs dagegen die Aktie der Deutschen Bank. Das Kursziel wurde mit 18,70 EUR wiederholt. Eine starke Entwicklung im Handel mit Staats- und Unternehmensanleihen, Währungen und Rohstoffen (FICC) habe zu einer positiven Umsatz- und Gewinnüberraschung geführt. Dabei konnte auch die Deutsche Bank die Prognosen der Analysten schlagen. „Der gute Jahresauftakt gibt uns weitere Zuversicht, dass wir unsere Ziele für das laufende Jahr erreichen werden", äußerte sich Konzernchef Christian Sewing bei der Vorlage des Zwischenberichts am Mittwoch in Frankfurt. Vor Steuern verdiente die Deutsche Bank in den ersten drei Monaten rund 1,7 Mrd. EUR und damit 4% mehr als im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich blieb für die Aktionäre ein Überschuss von fast 1,1 Mrd. EUR, was eine Steigerung um 17% bedeutet.

    Trotz des mehr als soliden Zahlenwerks präsentierten sich die beiden Aktien tiefrot. Die Deutsche Bank lag mit knapp 5% im roten Bereich, die Commerzbank lag mit 2,20% hinten. Langfristig scheinen die beiden Banken jedoch auf dem richtigen Restrukturierungsweg. Aufgrund der unsicheren Marktlage sind beide aktuell Positionen für die Watchlist.


    Zuerst die Corona-Pandemie, dann die Inflation und nun die Ukraine-Krise. Die Unsicherheiten an den Märkten sind so präsent wie lange nicht. Jedoch bieten die Krisen interessante Einstiegschancen für die Zukunft. MM2 Asia wird durch die Öffnungen für Events stark profitieren. Die beiden Banken, Deutsche Bank und Commerzbank, konnten die Meinungen der Analysten übertreffen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Bank – Das Kreditwesengesetz (KWG) regelt in Deutschland die erlaubten Geschäfte einer Bank.

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    Äußerst spannend verläuft gerade die Berichtssaison zum dritten Quartal. Dabei ist zu erkennen, dass Werte, die in den letzten Monaten teilweise übertriebene Kursverluste erlitten, allein durch die Bestätigung ihrer Prognosen zu Kurssprüngen ansetzen. Ähnliches könnte auch im Edelmetallsektor erfolgen. Sollten die Währungshüter die Gelpolitik in den nächsten Monaten wieder lockern, dürfte dies eine Rallye bei Gold- und Silberminenaktien nach sich ziehen.

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