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21.06.2021 | 05:00

Deutsche Bank, ThyssenKrupp, White Metal Resources: Wenn aus Altlasten Chancen entstehen

  • Aufschwung
Bildquelle: pixabay.com

Was bringt der Markt in der zweiten Jahreshälfte? Dreht sich das Übernahme-Karussell und klettern Standardwerte im Zuge der boomenden Comeback-Wirtschaft immer weiter? Oder treiben Infrastruktur-Programme und weitere Baumaßnahmen den Stahlsektor an? Die Chancen stehen gut, dass die Wirtschaft wieder Höhenluft schnuppert und vor einem langjährigen Aufschwung steht. Traditionell ist dieser Aufschwung gerade am Anfang von Rückschlägen gekennzeichnet. Wir skizzieren am Beispiel von drei Aktien, wie Anleger investieren können.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. | Autor: Nico Popp
ISIN: CA9640461062 , DE0007500001 , DE0005140008

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Der Autor

Nico Popp

In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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Deutsche Bank: Wie Anleger den Rücksetzer sehen können

Wer an eine boomende Wirtschaft glaubt, der konnte über Jahrzehnte einfach in Banken investieren. Banken verdienen an jedem Kredit, nutzen Einlagen zum Eigenhandel, fädeln Deals und Unternehmenszusammenschlüsse ein und drehen mitunter das ganz große Rad. Vor allem die Deutsche Bank sah sich lange als Global Player. Inzwischen backt man in Frankfurt zwar wieder kleinere Brötchen , doch scheint sich die Durststrecke, die seit der Finanzkrise anhält, dem Ende zuzuneigen.

Vor allem das Investmentbanking hat der Deutschen Bank in den vergangenen Quartalen immer wieder gute Zahlen beschert. Die Zinsfantasie sorgt zudem dafür, dass auch das Brot-und-Butter-Geschäft der Bank wieder Fahrt aufnehmen könnte. Je höher die Zinsen, desto eher können sich Banken eine kleine Marge genehmigen. Das Geschäftsmodell, das Jahrzehnte funktioniert hat, ist seit der großen Finanzkrise nahezu eingeschlafen. Da sich die Deutsche Bank parallel zu den kleinen Funken der Hoffnung auch strukturell neu aufstellt – unter anderem sollen 18.000 Mitarbeiter gehen – könnte die Aktie wieder in ein besseres Fahrwasser geraten. In den vergangenen fünf Tagen hat die Aktie zwar und 7% verloren, befindet sich aber langfristig im Aufwärtstrend. Der Rücksetzer zuletzt könnte nur ein Test der Zwischenhochs von 2018 sein, die Aktie könnte danach wieder nach oben drehen. Ein Überflieger wird die Aktie so schnell aber wohl nicht – strukturelle Probleme und Herausforderungen, wie etwa die Digitalisierung des Finanzwesens, bleiben.

ThyssenKrupp: Was ist nur mit der Aktie los?

In einer Zeit, in der Rohstoffe steigen und die Wirtschaft wieder brummt, erfreuen sich auch Stahlproduzenten über steigende Beliebtheit. Die Aktie von ThyssenKrupp spiegelt das aber in keiner Weise wider: Auf Sicht von drei Monaten büßte der Wert 20% ein. In den vergangenen zwölf Monaten steht immerhin ein kleiner Kursgewinn von 20% zu Buche – im Vergleich zum Gesamtmarkt oder anderen Unternehmen rund um Rohstoffe, fiel der Kursgewinn aber eher gering aus. Woran liegt das?

Der Konzern befindet sich in einer Restrukturierungsphase. Unter anderem steht das gesamte Stahlgeschäft zum Verkauf. Was genau passieren wird, darüber schweigen sich die Beteiligten seit Monaten aus. Unter anderem hat ein Konkurrent bereits ein Gebot abgegeben . Zuletzt sah es danach aus, als würde ThyssenKrupp das Stahlgeschäft selbst sanieren wollen, um es später zu verkaufen oder aber an die Börse zu bringen. Was sich nach einer Chance anhört, kann im Umkehrschluss auch eine Bürde sein. Viele Anleger hatten wohl auf einen konsequenten Schnitt gehofft. Dieser scheint nun auszubleiben. Die Aktie ist aktuell keine gute Wahl, wenn es um Rohstoffe geht.

White Metal Resources: Viele Projekte und nur rund 7 Mio. Marktkapitalisierung

Ganz anders ist die Situation bei White Metal Resources. Das Unternehmen aus Kanada ist mit einem Standardwert nicht vergleichbar und befindet sich in einem Frühstadium. Trotzdem verfolgt das Unternehmen ein spannendes Konzept und bietet neben Gold auch Silber und Kupfer. White Metal Resources betreibt mit Tower Stock ein Gold-Projekt in der kanadischen Provinz Ontario, die Okohongo Kupfer- und Silber-Liegenschaft in Namibia sowie weitere Projekte in Kanada. Darüber hinaus bestehen drei Joint-Ventures in Kanada, Neufundland und Namibia. Die schiere Anzahl an Projekten mag Anleger überraschen. Doch bei White Metal Resources steckt dahinter ein Plan: Das Unternehmen hat es sich zum Ziel gesetzt, Rohstoff-Projekte mit einer Kaufoption zu explorieren und erst später über eine Übernahme zu bereits festgelegten Konditionen nachzudenken. Das spart gerade in der anfänglichen Explorationsphase Mittel ein und erhöht die Flexibilität – wenn ein Projekt wenig aussichtsreich ist, kann White Metal Resources einfach weiterziehen.

Dass das Unternehmen beim Flaggschiff-Projekt Tower Stock am Ball bleiben wird, dafür sprechen historische Bohrergebnisse: 61,5m mit 2,4 g/t Gold oder auch 1,5m mit 546,6 g/t Gold sind ein klares Signal, dass das Projekt aussichtsreich sein kann. Auch auf vielen anderen Projekten liegen historische Daten vor. Okohongo in Namibia glänzt zudem mit hohen Kupfer-Gehalten von mehr als 1% und kommt so auf 10,2 Mio. Tonnen abgeleiteter Ressourcen auf Basis historischer Daten. Diese Daten will White Metal Resources bestätigen, ausbauen und in eine Ressourcenschätzung nach modernen Standards überführen. Da das Unternehmen lediglich mit rund 7 Mio. EUR bewertet ist, können sich vor allem spekulative Anleger den Wert genauer ansehen.

In die Zukunft investieren!

Während Titel wie Deutsche Bank oder auch ThyssenKrupp mit Altlasten kämpfen, profitiert White Metal Resources von historischen Daten und der aufstrebenden Wirtschaft. Sowohl Gold aber vor allem auch Silber und Kupfer werden rund um die Zukunftsthemen regenerative Energien und Elektromobilität gebraucht. Die Werte schlummern schon heute mit einem gehörigen Bewertungsabschlag im Boden. Für Anleger kann das eine Chance sein.


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Nico Popp

In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
  2. Bank – Das Kreditwesengesetz (KWG) regelt in Deutschland die erlaubten Geschäfte einer Bank.

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