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12.01.2026 | 05:30

Die Lizenz zum Fördern: Mit RZOLV Technologies gewinnen Barrick Mining und Agnico Eagle neuen Spielraum ohne Cyanid

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Bildquelle: pixabay.com

Goldgewinnung hängt seit jeher an einem toxischen Molekül: Cyanid. Doch steigende Auflagen, ESG-Risiken und komplexere Lagerstätten stellen den Status quo in Frage. Ein Paradigmenwechsel zeichnet sich ab, bei dem nicht der Besitz des Metalls, sondern der Zugang zu sauberer Extraktionstechnologie zum entscheidenden Hebel wird. Dieser Wandel rückt innovative Anbieter wie RZOLV Technologies und etablierte Bergbaugiganten wie Barrick Mining und Agnico Eagle in ein neues strategisches Licht.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: RZOLV TECHNOLOGIES INC | CA76091C1032 , BARRICK MINING CORPORATION | CA06849F1080 , AGNICO EAGLE MINES LTD. | CA0084741085

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Inhaltsverzeichnis:


    RZOLV Technologies - ein neuer Ansatz für die Goldgewinnung

    Die Goldindustrie sucht dringend nach Wegen, um sich von der toxischen Abhängigkeit von Cyanid zu lösen. Das kanadische Technologieunternehmen RZOLV Technologies hat sich genau das zur Aufgabe gemacht. Sein Ansatz ist ein patentiertes, nicht-toxisches Reagenz, das Gold auf herkömmliche Weise aus dem Gestein löst, aber ohne die giftigen Nebenwirkungen. Das Geschäftsmodell ist skalierbar und bindet wenig Kapital. Das Unternehmen verdient nicht am Bergbau selbst, sondern am Vertrieb und der Lizenzierung seiner Chemikalie an Minenbetreiber weltweit. Es ist ein reiner Technologie-Play, das von der breiten Adaption eines neuen Industriestandards profitieren würde. Dieser Lizenzierungsansatz generiert wiederkehrende Umsätze mit hohen Margen, sobald die Technologie erst einmal in einem Betrieb integriert ist.

    Aktuell gewinnt die Story deutlich an Fahrt. Erst kürzlich absolvierte das Unternehmen einen entscheidenden Großtest unter realen Bedingungen in einer aktiven Mine in Arizona. Dabei wurden über 73 t Erz mit dem neuen Reagenz behandelt. Die Ergebnisse waren vielversprechend. Die Goldrückgewinnung lag im Bereich konventioneller Cyanidlaugung, und die Prozesschemie erwies sich als stabil und skalierbar. Am 22. Oktober fand der Börsengang an der TSX Venture Exchange statt, der neues Kapital aufschlug und Aufmerksamkeit brachte. Diese kombinierten Entwicklungen markieren den überzeugenden Übergang vom Labor in die reale Welt der Minenbetreiber. Solche praxisnahen Validierungen sind genau der Schlüssel, um das Vertrauen der gesamten Branche zu gewinnen.

    Die wirtschaftliche Logik geht über einen einfachen Ersatzstoff hinaus. Die Technologie zielt speziell auf Materialien ab, bei denen Cyanid versagt oder deren Behandlung unwirtschaftlich ist, etwa komplexe Sulfiderze, bestimmte Konzentrate oder Altlasten. Noch bedeutender ist das Potenzial in Regionen, wo Cyanid bereits verboten oder politisch nicht durchsetzbar ist. Dort könnten plötzlich brachliegende Lagerstätten aktiviert werden. Für Investoren bietet sich so ein Hebel auf den Goldsektor, der nicht von den spezifischen Risiken einer einzelnen Mine abhängt, sondern von einem grundlegenden Technologiewandel in der gesamten Branche. Der wachsende regulatorische und gesellschaftliche Druck hin zu nachhaltigeren Methoden wirkt hier als unumkehrbare treibende Kraft für diese innovative Lösung. Die Aktie notiert aktuell bei 0,48 CAD.

    Barrick Mining – Gold und Kupfer im Fokus

    Die Bergbaubranche steht vor einem technologischen Wendepunkt. Im Fokus steht die traditionelle Cyanidlaugung, das seit Jahrzehnten dominierende Verfahren zur Goldgewinnung. Für einen Global Player wie Barrick Mining wäre der Umstieg auf eine cyanidfreie Extraktion ein strategischer Coup. Der Druck von ESG-Investoren und schärfere Umweltauflagen machen Alternativen immer dringlicher. Gelingt Barrick der Durchbruch, könnte das nicht nur massive Reputationsgewinne, sondern auch einen klaren Wettbewerbsvorsprung bei der Erschließung neuer Lagerstätten bedeuten.

    Jenseits dieser Zukunftsvision liefert das Unternehmen aktuell handfeste gute Nachrichten. Die Lösung des langwierigen Streits um die Loulo-Gounkoto-Mine in Mali ist ein entscheidender operativer Erfolg. Sie beendet eine Phase der Unsicherheit und sichert die Kontrolle über eine bedeutende Produktionsstätte zurück. Dies unterstreicht die Fähigkeit des Managements, auch in schwierigen Rechts- und Geoumfeldern zu navigieren. Gleichzeitig zeigen die jüngsten Quartalszahlen mit einem kräftigen Umsatz- und Cashflow-Wachstum, dass die operative Maschinerie gut läuft. Diese Stabilität im Kerngeschäft bildet das Fundament für jede langfristige Strategie.

    Ein wesentlicher Teil dieser Strategie ist das Engagement im Kupfergeschäft. Barrick treibt hier bewusst seine Diversifizierung voran. Kupfer ist kein Beiwerk, sondern ein gezielt ausgebautes zweites Standbein, das vom Megatrend der Elektrifizierung profitiert. Diese Erweiterung des Portfolios reduziert die reine Abhängigkeit vom Goldpreis und eröffnet Wachstumspfade in einem strukturell nachgefragten Markt. Für Investoren bedeutet dies, dass sie mit Barrick nicht nur auf den sicheren Hafen Gold, sondern auch auf ein industrielles Zukunftsmaterial setzen. Diese duale Ausrichtung kann in verschiedenen Konjunkturphasen vorteilhaft sein. Derzeit ist die Aktie für 47,81 USD zu haben.

    Agnico Eagle – verdient mehr Aufmerksamkeit

    Die Rahmenbedingungen für Gold haben sich spürbar verschoben. Die US-Notenbank signalisiert mit einer überwältigenden Wahrscheinlichkeit Zinssenkungen für 2026 und hat ihr Programm zur Bilanzverkürzung gestoppt. Historisch stützt ein solch liquiditätsfreundliches Umfeld den Goldpreis, da das metallene Asset ohne laufende Erträge an Attraktivität gewinnt. Parallel treiben Zentralbanken weltweit die Nachfrage. Ihre Netto-Käufe haben sich in den letzten Jahren auf hohem Niveau eingependelt, und Umfragen deuten darauf hin, dass sie ihren Goldanteil in den Reserven weiter erhöhen wollen. Dieser institutionelle Rückenwind wird durch einen sich gerade erst aufbauenden Lagerzyklus bei physischen Gold-ETFs verstärkt, der über mehrere Jahre zusätzliche Nachfrage generieren könnte.

    Vor diesem Hintergrund rücken spezialisierte Förderer wie Agnico Eagle Mines ins Blickfeld. Das Unternehmen zeichnet sich durch eine der niedrigsten Kostenpositionen in der Branche aus und gehört mit seinen All-in-Sustaining Costs zu den besten des globalen Kostenkurvenvergleichs. Da es seine Produktion nicht hedgt, profitiert es unmittelbar von steigenden Goldpreisen, was sich direkt in der EBITDA-Marge je Unze niederschlägt. Gleichzeitig beschleunigt sich das organische Wachstum. Erhöhte Investitionen in Entwicklungsprojekte sollen die Förderung in den kommenden 5-8 Jahren um rund 20 % steigern. Diese Projekte liegen überwiegend in politisch stabilen Regionen wie Kanada.

    Diese operative Stärke spiegelt sich derzeit nicht in einer üblichen Bewertungsprämie wider. Im Vergleich zu Branchenkollegen handelt die Aktie auf Basis des Kurs-Cashflow-Verhältnisses nur im Durchschnitt, obwohl sie historisch und aufgrund ihrer geringen Länderrisiken teurer gehandelt wurde. Ende Dezember setzte das Unternehmen zudem seine Strategie fort, Beteiligungen an vielversprechenden Explorationsprojekten zu erwerben, und erhöhte seine Position bei Osisko Metals. Für Investoren, die eine direkte, ungesicherte Partizipation am Goldpreis bei einem kosteneffizienten Produzenten mit Wachstumsaussichten suchen, könnte sich hier ein interessanter Einstiegspunkt bieten. Momentan kostet eine Aktie 191,14 USD.


    Die Goldindustrie steht vor einem nachhaltigen Paradigmenwechsel. RZOLV Technologies bietet mit seiner cyanidfreien Extraktionstechnologie den entscheidenden Hebel für diesen Wandel. Barrick Mining nutzt operative Stabilität und Kupferexpansion, um sich strategisch für die Zukunft aufzustellen. Agnico Eagle wiederum punktet mit niedrigen Kosten und organischem Wachstum. In Zukunft könnte künftiger Erfolg nicht mehr nur vom Besitz der Lagerstätten, sondern immer mehr vom Zugang zu sauberer Technologie und effizienten Prozessen abhängen.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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    Barrick Mining, Lahontan Gold, Agnico Eagle – Goldaktien zwischen Produktion, Neustart und Beteiligungen

    • Barrick Mining
    • Lahontan Gold
    • Agnico Eagle
    • Gold
    • Kupfer
    • Spin-Off
    • Nevada
    • Goldproduktion
    • Goldproduzent
    • Goldpreis
    • Beteiligungen

    Seit 2019 hat Barrick Mining nach eigenen Angaben rund 5,3 Mrd. USD in Tansanias Wirtschaft investiert, und die Lizenzen für die Goldmine North Mara wurden Anfang Oktober um 15 Jahre verlängert. Das schafft Planungssicherheit. Auch kleinere Unternehmen haben große Pläne. Lahontan Gold hat Mitte September die Übernahme von Emergent Metals vereinbart und peilt für 2027 den Neustart der Santa Fe Mine in Nevada an. Gelingt das, spielt der hohe Goldpreis dem Unternehmen in die Karten. Dass sich auch große Produzenten für Nachwuchsfirmen interessieren, zeigt Agnico Eagle. Wir sehen uns daher Barrick Mining, Lahontan Gold und Agnico Eagle genauer an.

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