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06.09.2022 | 04:44

Die Tesla-Jäger: BYD, VW, Altech Advanced Materials, Varta – Welche Aktie hat die Nase vorn?

  • E-Mobilität
  • Technologie
  • Batterie
Bildquelle: pixabay.com

Die Elektromobilität steht neben dem Autonomen Fahren sowie neuen Konzepten des Car-Sharings für die Mobilität der Zukunft. Mit der Elektrifizierung des Antriebs und der Speicherung der dafür benötigten Energie in leistungsfähigen Batterien sollen die Verbrenner nun bis 2035 von unseren Straßen verschwinden – so die fast einhellige politische Auffassung. Ziel ist es, zum einen die gesundheitsgefährdenden Emissionen zu verringern und gleichzeitig der Ausstoß an klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid zu reduzieren. Damit geht ein grundlegender Wandel in der Automobil- und Zulieferindustrie einher: Wertmäßig wird zukünftig die Batterie den mit Abstand größten Kostenfaktor im Automobil ausmachen. Wie ist der aktuelle Stand?

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039 , ALTECH ADV.MAT. NA O.N. | DE000A2LQUJ6 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , VARTA AG O.N. | DE000A0TGJ55

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Inhaltsverzeichnis:


    Uwe Ahrens, Direktor, Altech Advanced Materials AG
    "[...] Silumina Anodes® ist ein keramisch beschichtetes Graphit/Silizium-Anodenverbundmaterial, das wir in Schwarze Pumpe, Sachsen, produzieren wollen. Hier wollen wir Herstellern von Batterien für E-Autos eine Anwendungsbereite Drop-In Technologie liefern, die günstig, leistungsstark und sicher ist. [...]" Uwe Ahrens, Direktor, Altech Advanced Materials AG

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    VARTA AG – Es dauert einfach zu lange

    In Zeiten der Energieknappheit ist neben der umweltschonenden Erzeugung auch die Speicherung von Energie sehr wichtig. Ingenieurbüros weltweit sind derzeit auf der Suche nach der „Super-Batterie“. Sie soll weniger Schadstoffe enthalten, oft aufladbar sein, eine hohe Kapazität erlauben und bei der späteren Entsorgung keine Probleme bereiten.

    Die Varta AG aus Ellwangen forscht schon sehr lange im Bereich Energiespeicherung und hat etablierte Produkte im Bereich Consumer- und Mikrobatterien auf dem Markt. Um eine neue leistungsstarke Antriebsbatterie ranken sich hingegen immer wieder Gerüchte. Gemeint ist der Quantensprung für die Lithium-Ionen-Sparte. Anfang 2022 hatte Varta verkündet, die V4Drive-Technologie auf den Gesamtmarkt der batterieelektrischen Fahrzeuge auszudehnen, also auch deutlich größere Formate herstellen zu wollen. So sollte die sogenannte 21700-Zelle innerhalb von nur sechs Minuten aufgeladen und selbst bei extrem tiefen Temperaturen noch leistungsfähig sein. Bislang gab es aber hierzu nur die Meldung, man würde weitere Testreihen durchführen, eine weitergehende Kooperation mit einem Fahrzeughersteller gibt es wohl noch nicht.

    Operativ ist es im 2.Quartal auch nicht so gut gelaufen. Der Umsatz lag bei 191,5 Mio. EUR nach einer Prognose von 195 bis 205 Mio. EUR. Das bereinigte EBITDA landete mit 30,8 Mio. EUR auch 15% unter der erwarteten Spanne von 34 bis 38 Mio. EUR. Man begründet die Prognoseverfehlung mit höheren Kosten für Rohstoffe, Energie und Logistik sowie mit Verzögerungen bei Kundenprojekten. Für das Gesamtjahr senkt Varta nun seine Ziele um gut 7%, auch die Analysten der DZ Bank schmälern ihr Kursziel von 71 auf 69 EUR. Den Gewinn je Aktie sehen die Experten von S&P Global Market Intelligence im laufenden Jahr bei 1,61 nach 1,97 EUR, für 2023 sinkt die Prognose auf 2,19 nach 2,86. Ebenso unter Druck geriet die Varta-Aktie, sie liegt mit 63,5 EUR auf 12-Monatssicht nun 52% im Minus. Wir hatten einen Stop bei 83,8 EUR nahegelegt und bleiben wegen der immer noch hohen Bewertung in der Warteschleife.

    Altech Advanced Materials – Mehr Kapital und Erweiterung des Forschungslabors

    Das junge Technologie-Unternehmen Altech Advanced Materials AG (kurz AAM) aus Heidelberg, geht seinen innovativen Weg konsequent nach vorne. Denn neben den ersten Patentanmeldungen für die firmeneigene Silumina AnodeT-Batteriematerialtechnologie, wurden jetzt die Forschungs- und Entwicklungslabors in Perth erweitert. Diese technische Erweiterung ermöglicht die Herstellung von Li-Ionen Batterien im Pouch-Zellen-Bauformat, welche geeignet sind, Hochleistungsanwendungen in der Elektromobilität unter jeglichen thermischen und physikalischen Bedingungen zu testen. Das Pouch-Zellen-Design wird derzeit hauptsächlich in der Industrie und Elektromobilität angewendet. Die Herstellung einer Pouch-Zelle mit mehreren Schichten erfordert mehr Anodenmaterial und zusätzliche Zellherstellungs-Montageanlagen. Dazu hat Altech in Perth nun einen größeren Spezialofen zur keramischen Behandlung in Betrieb genommen.

    AAM ist angetreten, um den Markt für Lithium-Ionen-Batterien zu revolutionieren. Die Heidelberger setzen auf ein innovatives Verfahren, das die Nachteile der herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien egalisiert, denn diese verlieren bereits nach dem ersten Ladezyklus bis zu 15% ihrer Leistung, wobei sich dieser Leistungsverlust auch noch über die Lebensdauer des Akkus fortsetzt. Mit einer hauchdünnen, keramischen Beschichtung des Anodenmaterials mit Aluminiumoxid tritt der negative Effekt der Lithium-Bindung nicht mehr auf, die Batterie wird deutlich langlebiger.

    Die Produktion von Batteriestoffen kostet sehr viel Geld, daher ist Altech mit seinem finanzstarken Mutterkonzern Altech Chemicals Limited mit dem Joint Venture Altech Industries Germany GmbH (AIG) an den Start gegangen. Ziel ist die Errichtung eines Produktionswerkes für die keramische Beschichtung von Anodenmaterial mit einer jährlichen Kapazität von 10.000 Tonnen. Eine vorbereitende Wirtschaftlichkeitsanalyse (PFS), welche das Unternehmen bereits im April veröffentlichte, bescheinigt dem geplanten Produktionsvorhaben eine hohe Wirtschaftlichkeit. Zur Finanzierung der laufenden Kosten wurde auf der AAM-Hauptversammlung eine Kapitalherabsetzung im Verhältnis 2:1 mit anschließender Kapitalerhöhung 2:3 zu einem Ausgabepreis von 1,00 EUR beschlossen. Der aktuelle Börsenwert bezogen auf die alte Aktienzahl von 5,6 Mio. Stück beträgt lediglich 7,6 Mio. EUR, die PFS von April bescheinigt dem Joint Venture aber einen Nettobarwert von 420 Mio. EUR (JV-Anteil 25%). Wer also auf die Technologie von AAM setzen möchte, sollte in der anstehenden Kapitalerhöhung beherzt zeichnen.

    Details zur Technologie von AAM können auch einer ausführlichen Studie auf researchanalyst.com entnommen werden.

    BYD versus VW – Die Marktführer in der E-Mobilität

    Die weltweiten Marktführer in der E-Mobilität sind neben dem First Mover „Tesla“ klar die Hersteller aus Europa und Asien. Kaum ein anderer Markt als China setzt das Thema Elektromobilität so eindrucksvoll um, die Verkaufszahlen der wichtigsten Anbieter überschlagen sich von Monat zu Monat. Trotz steigender Produktionskapazitäten hat sich die Wartezeit für Kunden des chinesischen Marktführers BYD aufgrund des kontinuierlich steigenden Auftragsbestands aber nicht verkürzt. Derzeit soll es noch einen nicht abgearbeiteten Auftragsbestand von 700.000 Fahrzeugen geben. Grund sind die extreme Hitze und der Wassermangel, dies führt zu Stromausfällen.

    Schon im August waren die Fahrzeugauslieferungen von der Stromknappheit und den COVID-Einschränkungen betroffen. Dennoch konnte BYD im vergangenen Monat 174.915 New Energy Vehicles verkaufen, was einem neuen Rekord entspricht. Bis Ende dieses Jahres will der chinesische Hersteller seine monatlichen Auslieferungen wieder auf 280.000 Einheiten steigern. Die Reform der Steuergutschrift für Elektrofahrzeuge in den USA und die Verkürzung der deutschen Förderung ab 2023 könnte die Verkaufszahlen aber negativ beeinflussen. In Bezug auf die Marktentwicklung in Übersee wird BYD wohl nun Europa zu einem seiner Hauptziele machen. Geplant ist der Markteintritt mit drei E-Modellen noch in diesem Jahr.

    Bei Volkswagen dominiert momentan das Thema Börsengang Porsche. Aktuell treffen sich Vorstand und Aufsichtsrat um zu entscheiden, ob sie das Tochterunternehmen noch im Herbst an die Börse bringen. Mit dem Erlös könnte Porsche unter anderem seine eigene E-Strategie finanzieren. Die Sportwagenmarke gehört zu 100% dem Volkswagen-Konzern, dieser wird aber über die Familien Piech und Porsche als Mehrheitsaktionäre beherrscht. An das Familienkonsortium könnten 25% plus 1 Anteil an Porsche noch vor dem Börsengang verkauft werden, das würde schon einiges an frischem Kapital bringen.

    Bei Kursen um 144 EUR handelt die Volkswagen Gruppe mit einem KGV von knapp 4,5 und bietet immerhin über 7% Dividendenrendite. Der VW-Chart weist seit dem Ausverkauf vom Juni bis 120 EUR wieder solide nach oben. Bei BYD hatten wir auf die prekäre Situation in der Charttechnik bereits hingewiesen. Der Stop bei 28,50 EUR wurde aktiviert, nun sollte man ruhig zusehen, wie weit die überfällige Korrektur laufen kann. Das zyklische Tief der Aktie stammt aus dem März bei etwa 18,35 EUR. Hier sollte es aber eigentlich nicht mehr hinlaufen. VW hat BYD jetzt wieder in der Marktkapitalisierung überrunden können. In den Verkaufszahlen bei E-Autos wird VW aber nun in Europa auf ernste Konkurrenz aus Asien stoßen. Der sich abzeichnende Konjunkturabschwung könnte aber beide Werte in ihrer Dynamik bremsen.


    Die Automobilbranche steht am Anfang eines zyklischen Abschwungs, denn die hohen Rohstoffpreise, die Lieferkettenthematik und die verringerten privaten Budgets schlagen voll auf die Absatzzahlen durch. VW könnte noch vom schwachen Euro profitieren, der Porsche Börsengang dürfte aber unter schwierigen Bedingungen ablaufen. Altech Advanced Materials ist spekulativ hochinteressant, steht aber noch am Anfang der Entwicklungskurve.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Aufsichtsrat – Der Aufsichtsrat ist ein Kontrollorgan der Aktiengesellschaft und wird von der Hauptversammlung bestellt.
    3. Bank – Das Kreditwesengesetz (KWG) regelt in Deutschland die erlaubten Geschäfte einer Bank.
    4. Börsengang – Der Hauptzweck eines Börsenganges ist die Eigenkapitalbeschaffung, häufig die größte Eigenkapitalaufnahme in der Unternehmensgeschichte.
    5. Elektrofahrzeuge – Fahrzeuge, welche durch elektrische Energie angetrieben werden.
    6. Hauptversammlung – Die Hauptversammlung ist ein Organ einer Aktiengesellschaft und das Mitwirkungsgremium der Aktionäre.
    7. Kapitalerhöhung – Erhöhung des Eigenkapitals eines Unternehmens
    8. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.
    9. Vorstand – Das eigenverantwortliche und geschäftsführende Organ einer Aktiengesellschaft ist der Vorstand.

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