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12.07.2023 | 05:10

Diese Nachrichten treiben die Kurse - Nordex, Globex Mining, Rheinmetall

  • erneuerbare Energien
  • Rüstung
  • Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Weiter steigende Absatzzahlen bei den Elektroautobauern und eine steigende Auftragslage bei den Unternehmen der erneuerbaren Energie sowie der Rüstungsindustrie. Mehrere Unternehmen konnten in der jüngsten Vergangenheit positiv überraschen, was sich langfristig auf die stark zurückgekommenen Notierungen niederschlagen dürfte. Durch den wachsenden Bedarf an kritischen Rohstoffen dürften auch die betroffenen Bergbaufirmen zu neuen Höhenflügen ansetzen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554 , RHEINMETALL AG | DE0007030009 , GLOBEX MINING ENTPRS INC. | CA3799005093

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Inhaltsverzeichnis:


    Rheinmetall AG – Weiche Landung nach Milliardendeal

    Vor Wochen standen die Börsenampeln nach dem Bruch des seit Oktober 2022 ausgebildeten Abwärtstrends bei damals 260 auf "Verkaufen". So sackte der Rheinmetall-Kurs dann schließlich bis auf ein Niveau von 232 EUR gen Süden. Seitdem baut die Aktie sukzessive durch eine Seitwärtsbewegung in einem Korridor zwischen 240 EUR und 250 EUR ihre überkaufte Lage ab. Gestützt wird der Kurs durch einen weiterhin durchgehend positiven News-Flow vor allem aus der Rüstungssparte. Der kurzfristige Abwärtstrend liegt aktuell bei 260,60 EUR. Ein Überwinden würde erneut ein Kaufsignal mit einem Kursziel von zunächst 272,70 EUR auslösen. Rückenwind bekommt die Rheinmetall-Aktie von seiten der Indikatoren. Auf niedrigem Niveau stehen sowohl beim MACD als auch dem RSI die Ampeln auf grün.

    Geht es nach der US-Bank J.P. Morgan, welche die Aktie weiterhin mit „Overweight“ bewertet, dürfte das DAX-Mitglied ein neues Allzeithoch mit einem Kursziel von 320 EUR erreichen. So habe laut den Analysten der Konzern in den ersten zehn Tagen des Monats Juli bei drei weiteren Großaufträgen bedeutende Fortschritte erzielt und besitze gute Aussichten auf einen sehr starken Absatz in den kommenden fünf bis zehn Jahren, auch nach Beendigung des Ukraine-Konflikts.

    Der aktuellste Auftrag stammt von der Bundeswehr und den niederländischen Streitkräften für die Lieferung tausender Fahrzeuge für die Luftlandetruppen. Dabei besitzt der Rahmenvertrag über 3.059 Fahrzeuge vom Typ Caracal habe einen Auftragswert von bis zu 1,9 Mrd. EUR.

    Globex Mining – Unterbewerteter Minen-Inkubator

    Durch die Dekarbonisierung der Wirtschaft und der Industrie sowie der wachsenden Nachfrage aus dem Rüstungssektor steigt der Bedarf an kritischen Industriemetallen enorm. Ob Lithium, Kobalt oder Kupfer, die Nachfrage übertrifft bereits jetzt das vorhandene Angebot. Doch kaum ein Privatinvestor kann abschätzen, welche der aufstrebenden Explorationsunternehmen zum späteren Produzenten aufsteigt und wer vorher die Segel streichen muss. Seit rund 40 Jahren führt der Branchenveteran Jack Stoch den Mineninkubator Globex Mining, der eine Marktkapitalisierung von 42,22 Mio. CAD aufweist. In Anbetracht dessen, dass das schuldenfreie Unternehmen über 25 Mio. CAD an Bargeld, Beteiligungen an börsennotierten Unternehmen sowie kurzfristig veräußerbaren Sicherheiten besitzt, kann man bei einem Portfolio von sage und schreibe 224 Beteiligungen von einer markanten Unterbewertung sprechen.

    Im diversifizierten Beteiligungskorb, der geographisch seinen Schwerpunkt auf den Osten Kanadas, den USA und Deutschland legt, befinden sich 117 Edelmetallprojekte mit Gold-, Silber-, Platin- und Palladiumliegenschaften. Mit 45 Projekten partizipiert Globex Mining direkt an der Energiewende, da hier kritische Metalle und Mineralien wie Eisen, Seltene Erden, Uran, Lithium oder Kobalt lagern. Besonders ist auch das Geschäftsmodell von Globex Mining. Neben den Eigenprojekten sichert sich das Unternehmen bei derzeit insgesamt 89 Projekten durch die Veroptionierung der Landpakete einen durchlaufenden Cashflow und erhält einen stetigen Zufluss an Lizenzgebühren. Neben der Zahlung der Royalties in Aktien oder Bargeld übernimmt der Lizenznehmer das Explorationsrisiko.

    Die neueste Meldung kommt von Cerrado Gold, an der Globex Mining eine 1%ige Bruttometall-Lizenzgebühr für die gesamte Eisenproduktion des Grundstücks sowie eine große Aktienposition an Electric Royalties das eine 1%ige Bruttometall-Lizenzgebühr für die gesamte Vanadiumproduktion hält. Cerrado Gold gab die Annahme einer Interessensbekundung von der UK Export Credit Agency bekannt, die eine Unterstützung von bis zu 420 Mio. CAD für das Mont Sorcier Iron Vanadium Projekt östlich von Chibougamau Quebec vorsieht.

    Nordex – Mehrere Aufträge aus Europa

    Ähnlich der Rheinmetall AG kann der Windanalgenbauer Nordex durch weitere Aufträge glänzen. So sicherten sich die Hamburger weitere 363 MW für mehrere Windparks im Mittelmeerraum. In Spanien wird die Nordex Group Anlagen mit einer Gesamtleistung von 149 MW für zwei Windparks liefern. Zudem wurde nach einem erfolgreichen Markteintritt in Serbien ein Folgeauftrag für einen 95 MW-Windpark eingetütet.

    Weitere Orders kamen Ende des abgelaufenen zweiten Quartals aus Frankreich, Italien und Portugal. Das Gesamtvolumen betrug hierbei 119 MW. „Wir sehen weiterhin eine hohe Nachfrage in mehreren Märkten in Europa”, kommentierte Patxi Landa, Chief Sales Officer der Nordex Group.

    Die Analysten von Alster Research starteten die Coverage für die Nordex Group mit einem Kursziel in Höhe von 24,00 EUR, das Urteil lautet „Kaufen“. Demnach erwarten die Finanzexperten für das laufende Geschäftsjahr einen Verlust je Aktie von 0,44 EUR. Der Turnaround soll dann mit einem Gewinn je Aktie von 0,18 EUR in 2024 erfolgen. Laut Alster Research sollen Kostenreduzierungen sowie eine strategische Neupositionierung zu einer deutlichen Margenverbesserung führen.


    Sowohl der Rüstungskonzern Rheinmetall als auch der Windanlagenbauer Nordex konnten durch bedeutende Aufträge ihre Bücher füllen. Der innere Wert des Portfolios von Globex inklusive der Cashposition dürfte den Börsenwert bei weitem übertreffen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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