18.03.2026 | 04:30
Drohnen-Krieg wird zum NATO-Thema! Airbus, NEO Battery Materials und DroneShield im Fokus
So schnell wie der US-Präsident den „Sondereinsatz Iran“ durchführen wollte, klappt es dann doch nicht. Anfang März starteten die Luftangriffe auf den persischen Staat, seither geht es an den Börsen rauf und runter, schon fast stündlich. Auch wenn die Zerstörung der iranischen Atomprogramme weithin begrüßt wird, erwächst für die westlichen Ökonomien ein neuer Öl- und Gasnotstand, denn rund 20 % der Tagesförderung wird durch die Straße von Hormus transportiert, eine Route, die auch für Containerschiffe genutzt wird. Investoren müssen also wieder mit einer neuen Verknappung leben, die internationale Lieferketten ins Wanken bringt. In den hoch arbeitsteiligen Industrien wird „Just-in-Time“ damit zu einem Glücksspiel. Wiederum im Fokus stehen Rüstungs- und Defense-Titel, aber wegen der enormen Herausforderung in immer neuen Konfliktgebieten auch Spezialisten für Energie-Speicher und elektrische Infrastruktur. Eine gesunde Mischung aus allem, kann sogar in diesen Tagen Zuwächse liefern!
Lesezeit: ca. 5 Min.
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Autor:
André Will-Laudien
ISIN:
NEO BATTERY MATERIALS LTD | CA62908A1003 , DRONESHIELD LTD | AU000000DRO2 , AIRBUS | NL0000235190
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Inhaltsverzeichnis:
"[...] Silumina Anodes® ist ein keramisch beschichtetes Graphit/Silizium-Anodenverbundmaterial, das wir in Schwarze Pumpe, Sachsen, produzieren wollen. Hier wollen wir Herstellern von Batterien für E-Autos eine Anwendungsbereite Drop-In Technologie liefern, die günstig, leistungsstark und sicher ist. [...]" Uwe Ahrens, Direktor, Altech Advanced Materials AG
Der Autor
André Will-Laudien
Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.
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DroneShield – Digitale Abwehrsysteme im Zentrum moderner Kriegsführung
Kriegsschauplätze gleichen heutzutage nicht mehr den Schlachtfeldern aus der Napoleon-Zeit. Statt tausenden von Soldaten stehen sich nun hochsensible, digitale Systeme gegenüber, die durch maximale Aufklärung und Datenverdichtung militärische Ziele definieren und entsprechende elektronische Befehlsketten für deren Ausschaltung definieren. Ein Zusammenspiel aus modernster Defense-Technologie und gut ausgebildeten Soldaten, welche die Geräte entsprechend bedienen. Ins Rampenlicht rückten seit der Ukraine-Invasion die Abwehrsysteme gegen Drohnen.
Der australische Hersteller DroneShield hat eine entsprechende Technologie entwickelt, wie man feindliche Drohnen am Himmel funktionsunfähig macht oder in eine andere Richtung lenkt. Die Technologie basiert auf einem mehrstufigen Ansatz zur Abwehr feindlicher Drohnen, der die Schritte Erkennung, Identifikation und Neutralisierung kombiniert. Zunächst erfassen verschiedene Sensorsysteme wie Funkfrequenz-Scanner, Radar sowie optische und Infrarotkameras potenzielle Flugobjekte im überwachten Luftraum. Die gesammelten Daten werden anschließend zusammengeführt und mithilfe von Software und KI ausgewertet, um Drohnentypen zu klassifizieren und Fehlalarme zu minimieren. Nach der Identifikation verfolgt das System die Drohne in Echtzeit und kann oft auch die Position des Steuerers übernehmen. Die eigentliche Neutralisierung erfolgt überwiegend durch elektronische Maßnahmen, insbesondere durch gezieltes Stören der Funkverbindung zwischen Drohne und Pilot. Wird diese Verbindung unterbrochen, reagieren viele Drohnen automatisch mit einer Landung oder einem Rückflug zum Startpunkt. Zusätzlich kann das GPS-Signal gestört werden, wodurch die Drohne ihre Orientierung verliert und ihre Mission nicht fortsetzen kann. Dieser sogenannte „Soft Kill“-Ansatz ermöglicht es, Bedrohungen effektiv zu stoppen, ohne physische Zerstörung oder Kollateralschäden zu verursachen.
Die Aktie von DroneShield hat eine Achterbahnfahrt hinter sich gebracht. Nach einem Höchststand bei rund 3,80 EUR gab es im November 2025 einen herben Einbruch auf unter 1 EUR. Seither kann durch Akquisition wichtiger NATO-Aufträge wieder Vertrauen aufgebaut werden, die Rally Richtung 2,50 EUR ist wieder voll im Gang. Was nicht gänzlich verschwunden ist, ist das Missverhältnis zwischen Umsatz und Bewertung. Denn fundamental steht ein geschätzter Umsatz von 315 Mio. EUR einem Marktwert von 2,35 Mrd. EUR gegenüber – Faktor 7,5. Der Rüstungstitel Rheinmetall kommt mit 5,3 aus. Damit ist DroneShield wohl nur in Korrekturphasen interessant.
NEO Battery Materials positioniert sich im Zentrum der Drohnen-Booms
Ohne entsprechende Energieversorgung kann eine Drohne nicht lange am Himmel bleiben, respektive große Reichweiten erreichen. Der Energiespeicherspezialist NEO Battery Materials Ltd. entwickelt sich in den letzten Monaten zunehmend zu einem Schlüsselakteur im Drohnensektor, indem das Unternehmen seine Technologie konsequent von der Materialforschung bis hin zur einsatzfähigen Systemlösung weiterentwickelt hat. Mit dem Einsatz von NEO-Technologien konnte die Flugzeit kommerzieller Drohnen in realen Tests mit anspruchsvollen Bedingungen nahezu verdoppelt werden, was einen erheblichen operativen Mehrwert darstellt. Diese Leistungssteigerung basiert auf siliziumangereicherten Anoden, die im Vergleich zu klassischen Graphitlösungen eine deutlich höhere Energiedichte ermöglichen.
Parallel dazu treibt das Unternehmen den Ausbau seiner Produktionskapazitäten in Südkorea voran und hat sich dazu ein 3,2 Acre großes Gelände für die industrielle Fertigung gesichert. Die angestrebte Produktionskapazität von rund 500 MWh jährlich entspricht rechnerisch der Versorgung von etwa 66.000 ISR-Drohnen oder über 300.000 Drohnen-Munitionierungen pro Jahr. Damit adressiert Neo einen Markt, der laut Experten-Schätzungen von rund 9,1 Mrd. USD im Jahr 2025 auf über 29 Mrd. USD bis 2032 wachsen soll. Besonders hervorzuheben ist die strategische Entscheidung, sämtliche Rohstoffe außerhalb Chinas zu beschaffen, um regulatorische Anforderungen wie den US-amerikanischen NDAA zu erfüllen. Diese Positionierung erhöht die Wahrscheinlichkeit, in westliche Verteidigungsprogramme integriert zu werden und langfristige Abnahmeverträge zu sichern.
IIF-Moderatorin Lyndsay Malchuk im Interview mit NEO Battery Materials. Hier geht´s zum Video...
Gleichzeitig stärkt die Skalierung der firmeneigenen Siliziumanoden-Technologie die vertikale Integration und verbessert potenziell die zukünftige Margenstruktur. Investoren sollten aufhorchen, denn die Kombination aus technologischer Differenzierung, wachsender Produktionsbasis und geopolitischer Relevanz schafft ein perfektes Investitionsprofil für dynamische Portfolios. Mit einer Bewertung von rund 110 Mio. CAD reflektiert der Markt derzeit die hochprofessionelle Aufstellung und die Fortschritte der letzten Monate noch nicht so richtig. Hinzu kommt das Skalierungspotenzial im Drohnen- und Verteidigungssegment. Einsteigen!
Airbus – Drohnen und Eurofighter im Zusammenspiel
Auch Airbus befasst sich mit dem Drohnengeschäft. Aktuell treibt der internationale Luftfahrt-Konzern die Entwicklung unbemannter Kampfflugzeuge gezielt voran, um ab 2029 den Bedarf der Luftwaffe nach sogenannten Uncrewed Collaborative Combat Aircraft (UCCA) zu decken. Im Zentrum steht dabei die Integration der Drohne Valkyrie, die gemeinsam mit dem US-Partner Kratos Defense & Security Solutions technologisch weiterentwickelt wird. Airbus ergänzt die Plattform um das eigene Missionssystem MARS, das mithilfe von KI-basierter Software nicht nur einzelne Drohnen steuert, sondern ganze Verbände koordinieren kann. Diese Fähigkeit zur Vernetzung bemannter und unbemannter Systeme gilt als entscheidender Schritt hin zur modernen, digitalisierten Gefechtsführung innerhalb der NATO.
Die Valkyrie-Drohne selbst bringt mit über 5.000 Kilometern Reichweite, hoher Einsatzhöhe und flexibler Nutzlast eine robuste Grundlage für Aufklärungs- und Kampfeinsätze mit. Besonders relevant ist die geplante Einbindung in den Eurofighter Typhoon, der künftig als Führungsplattform für Drohnenschwärme fungieren soll. Dadurch entsteht ein hybrides System, das riskante Missionen auslagert und gleichzeitig die Effizienz bestehender Kampfflugzeuge erhöht. Für Investoren eröffnet sich hier ein weiterer Markt im Bereich vernetzter Verteidigungssysteme, da autonome Drohnenlösungen als kosteneffiziente Ergänzung klassischer Luftstreitkräfte gelten. Sollte Airbus die technologische Integration erfolgreich skalieren, könnte sich das Unternehmen langfristig als zentraler Anbieter europäischer Drohnenlösungen im NATO-Umfeld etablieren. Die Airbus-Aktie hat seit ihrem Hoch bei 221 EUR im Januar kräftig auf 169 EUR korrigiert, 17 von 21 Analysten auf der Plattform LSEG trauen dem Titel aber eine Rückkehr auf Kurse um 219 EUR in den nächsten 12 Monaten zu.

Kriege finden heutzutage nicht mehr am Boden statt, denn Aggressoren benutzen hochtechnische, unbemannte Systeme, um ihre Soldaten nicht unnötig auf feindliches Gebiet schicken zu müssen. Für diese neue digitale Kriegsführung braucht es Technologie im Bereich Drohnen, KI-Software, Speicher und hochsensibler Sensorik. DroneShield, NEO Battery Materials und Airbus bilden hier ein gutes Investment-Trio, um diesen Sektor im Portfolio abzubilden.
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